Habe heute eine Arbeitsvertrag beginnend ab 01.08. unterschrieben. Wann soll ich das dem Jobcenter mitteilen? (1 Betrachter)

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G

Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute einen AV mit Beginn 01.08. unterschrieben. Nun sind es noch 3 Wochen.
Das erste Gehalt wird erst Ende August zufließen.

Ich habe heute zunächst meine Reha-Beraterin bei dem Jobcenter informiert, dass die Einstellung zum 01.08. erfolgen soll.

Wie verhalte ich mich nun weiter, um Ende Juli noch mein ALG 2 für August zu erhalten?

Habe schon jede Menge Horrorgeschichten gelesen. Da zur Zeit auch noch eine Rückzahlung aufgerechnet wird und ich keinerlei Vermögen auf Grund Privatinsolvenz besitze, bin ich dringend auf die letzte Zahlung zur Absicherung des Monat August angewiesen.

Reicht es aus, den AV eine Woche vor Zahlung bei dem Jobcenter einzureichen?

Dass ich Ende August durch das Zuflussprinzip die Leistung zurück erstatten muss, ist mir bekannt. Mir geht es nur darum, Ende Juli noch Geld zu erhalten.

Habt ihr Tipps?

Viele Grüße
 

Badener

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Reicht es aus, den AV eine Woche vor Zahlung bei dem Jobcenter einzureichen?
Hallo,

sobald eine Änderung bekannt wird, muss es gemeldet werden.

Aber bisher hat man ja "nur" den Arbeitsvertrag, wenn nun der AN vor Antritt der Arbeit erkranken würde, könnte er die Stelle nicht antreten und der AV wäre unter Umständen hinfällig ;-) .
Den AV einzureichen ist nicht unbedingt notwendig.
Daher stellt sich die Frage ob es nicht auch möglich ist, die Meldung kurz vor Auszahlung (von Harz4!!! nicht dem 1 Lohn!!!)
zu machen, dann lässt sich sich nicht mehr stoppen und man muss (in der Regel) zurückzahlen.
Theoretisch, geht das, praktisch könnte es sein das man "Ärger" bekommt, aber (meist) wird eben das Geld zurückverlangt und gut!

Bei mir war die Horrorgeschichte anders, ich habe H4 noch 4 Monate weiterbezahlt bekommen, trotz wiederholter Meldung und "Beschwerde".

LG
 
G

Gelöschtes Mitglied 65752

Gast
Da auf dem AV das heutige Datum steht, wird das JC es sicherlich beanstanden, dass die Änderung von Verhältnissen welche für einen Anspruch auf eine laufende Leistung erheblich sind, nicht rechtzeitig mitgeteilt wurde. Dies könnte auch Bußgeld nach sich ziehen. Den AV würde ich überhaupt nicht vorlegen.
Wenn es zu einer Überzahlung für August kommt, wird auch Schadenersatz gefordert werden.
 

apfelkuchen

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Ich kenne einen Fall, dass gemeckert wurde, dass bei Arbeitsaufnahme zum 15. eines Monats dies spätestens zum 29. hätte gemeldet werden müssen. Es wurde mit Ordnungswidrigkeitsanzeige gedroht, aber das verlief dann im Sande.

Fakt ist - bei Arbeitsaufnahme zum 1.8. ändert sich erst zu diesem Datum was an deinen Verhältnissen. Vorher hast du zwar einen Arbeitsvertrag unterschrieben, aber weder mehr Geld noch sonst was. Und wie gesagt, es kann sein, dass du noch erkrankst und dann die Arbeit gar nicht aufgenommen wird.

Mein Tipp: Melde es mit Schreiben so, dass es am 30. Juli bei dem JC eingeht, dann ist die Auszahlung auch nicht mehr zu stoppen. Da du dein Gehalt eh erst am Ende des Monats bekommst, haben sich auch noch keine Veränderungen bis dahin nach dem Zuflussprinzip ergeben und außer ein bisschen dududu dürfte nichts passieren. Eine Überzahlung hat somit nicht stattgefunden, da du ja auch nicht weißt, ob dein Gehalt noch im August oder erst im September auf dem Konto eintrifft.

Schadensersatz kann nicht gefordert werden. Das ist Quatsch. Welcher Schaden ist bitte entstanden? Hast du dafür Rechtsgrundlagen, @anon000 ?
 

RoxyMusic

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Möglich wäre auch ein Antrag auf ein Überbrückungsdarlehen:


"(4) Leistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts können als Darlehen erbracht werden, soweit in dem Monat, für den die Leistungen erbracht werden, voraussichtlich Einnahmen anfallen. ..."
 

ela1953

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Meine Arbeitgeber haben mir das erste Gehalt statt am 31. erst am 1. überwiesen, nachdem ich ihm die Regelungen bei
ALG II erläutert hatte.
Dann brauchst du das ALG II für August nicht zurück zahlen.

Du kannst aber auch ein Darlehn beim JC beantragen.
Das kannst du später auch in Raten zurück zahlen.

Wenn du dem Jobcenter jetzt den neuen Job mitteilst, kannst du die Fahrtkosten mindestens für den ersten Arbeitsmonat beantragen.

Ich hatte in den letzten 10 Jahren immer befristete Arbeitsverhältnisse von einem bis 10 Monaten. Konnte das immer um den 20. bekannt geben, wenn das Geld schon unterwegs war.

Du hast deiner SB aber schon von dem Job erzählt, also ist es im JC bekannt.
 

gila

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Den AV einzureichen ist nicht unbedingt notwendig.
... und ist auch nicht einmal erlaubt, denn Arbeitsverträge unterliegen auch einem Betriebsgeheimnis und dürfen nicht ohne Genehmigung des Arbeitgebers irgendwo herum gezeigt oder auch noch kopiert und in die Akten genommen werden.

Solange auch noch nicht feststeht was für ein Gehalt du bekommst und es auch nicht tatsächlich als eingang bzw Zufluss auf deinem Konto erscheint, dürfte es Jobcenter seine Zahlungen auch nicht einstellen. Denn es handelt sich ja noch nicht um die viel bezeichneten Tatsachen, die dem Jobcenter bekannt sein müssen um Zahlungen einzustellen. Hier gilt das Zuflussprinzip.


Damit du deinen Mitwirkungspflichten nachgekommen bist, kannst du ja in den nächsten paar Tagen schriftlich mitteilen, dass ab 1. August eine Arbeitsaufnahme ansteht und du, sobald du einen Gehaltsnachweis hast, diesen vorlegen wirst... inzwischen verweist du auf das Zuflussprinzip und bittest darum, zu beachten, dass erst bei tatsächlichem Eingang des Gehaltes eine Verrechnung statthaft ist, damit du nicht bis Ende August eine finanzielle Lücke hast und der Lebensunterhalt nicht gesichert ist.

Dann werden die sich schon melden wenn sie etwas anzumerken haben
 

Gaestin

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ich würde den Arbeitsvertrag nicht vorlegen, muss das JC nicht sehen. Ich würde so um den 24. herum mitteilen, dass
ich am 1. anfange. Aber wenn das erste Gehalt Ende August zufließt, muss das ALGII Geld für August in Raten
zurückgezahlt werden. Und die Mitteilung per Einschreiben mit Beleg.
 

apfelkuchen

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Der Arbeitsvertrag ist ein Sozialdatum. Hier kannst du dem JC mal die eigenen Gesetze um die Ohren hauen.


Die Anforderung des gesamten Arbeitsvertrags stellt eine Erhebung von Sozialdaten nach SGB X §67a dar. Diese Erhebung ist nach diesem genannten Paragraph zulässig laut Gesetz unter einer Bedingung:

(1) Die Erhebung von Sozialdaten durch die in § 35 des Ersten Buches genannten Stellen ist zulässig, wenn ihre Kenntnis zur Erfüllung einer Aufgabe der erhebenden Stelle nach diesem Gesetzbuch erforderlich ist.


Ich würde dann einfach nachfragen, welches genaue Sozialdatum über den Arbeitsvertrag zu erlangen ist. Biete Ihnen noch an, dass du Gehaltsabrechnungen einreichen wirst und Kontoauszüge, aus denen Brutto- und Nettolohnhöhe ersichtlich ist (meist auch das Eintrittsdatum) sowie Zuflussdatum des Gehalts. Und natürlich bist du bei Benennung des konkreten Sozialdatums aus deinem Arbeitsvertrag, das sie benötigen, im Rahmen deiner Mitwirkungspflicht auch bereit, dieses zu beschaffen.
Die Daten aus deiner Gehaltsabrechnung brauchen Sie tatsächlich, um deinen Leistungsanspruch auszurechnen, also genau, um Ihre Aufgaben zu erfüllen. Mit der Argumentation hat bei diversen Menschen die Nachfrage nach dem Arbeitsvertrag schnell aufgehört, denn die Frage, warum der benötigt wurde (immer nachweislich schriftlich stellen und einen schriftlichen Bescheid fordern), wurde noch nie beantwortet.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 58027

Gast
Hallo,

ich habe heute keine Reaktion seitens der SB gehört. Egal.

Ich möchte nur nicht, wenn ich tatsächlich nächstes WE ein Schreiben los schicke, dass noch die letzte Leistung für August gestrichen wird und ich meinem Geld hinterher rennen kann.. Deshalb die Frage nach Tipps.

Dass ich das Geld Ende August dann zurück zahlen muss, ist mir klar. Ich kann nur keinen Stress bzgl der Finanzen so kurz vor der Arbeitsaufnahme gebrauchen.

Innerhalb der nächsten zwei Wochen melde ich die Arbeitsaufnahme schriftlich an. Kann auch niemand meckern. 2 Wochen sind wohl juristisch vertretbar. Habe dies mal unter "unverzüglich" nachgeschlagen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 65752

Gast
unverzüglich bedeutet ohne schuldhaftes Zögern nach Erlangung der Kenntnis
ob zwei Wochen vertretbar sind, ist meines Erachtens sehr strittig
 

gila

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Als super-duper Moderator sollte dies für dich keine Herausforderung sein.
Oder soll ich dies für dich tun?
Na na na... nun hatte der super-Moderator doch ganz moderat gefragt, ob du eine Frage, die jemand anders als der super-Moderator gestellt hat, vielleicht auch super und moderat beantworten könntest.
Das dürfte doch nicht so schwer sein.

Das kann ja auch von allgemeinem Interesse sein, ob eine einfache Überzahlung eine Sache von Schaden u d Schadenersatz darstellt, denn für mich ist eine Überzahlung einfach erstmal eine Überzahlung...

zum Schaden wird sie jetzt in meinem kleinen Rechtsverständnis erst dann, wenn die Überzahlung aufgrund von Fehlern, Absicht, Verschweigen etc. hervorgerufen wurde.
Oder liege ich da falsch?
 

gila

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... und dann gäbe es ja immer noch weiterhin den anderen Fakt, dass in Arbeitsverträgen auch firmeninterne Regelungen zu finden sind, die auch ein Jobcenter nichts angehen, sowie ab und an auch Geheimhaltungs- oder Verschwiegenheitsklauseln und auch von daher Ärger winken kann
 

Heidschnucke

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Hallo Ihr Lieben,

ich habe heute einen AV mit Beginn 01.08. unterschrieben. Nun sind es noch 3 Wochen.
Das erste Gehalt wird erst Ende August zufließen.

Ich habe heute zunächst meine Reha-Beraterin bei dem Jobcenter informiert, dass die Einstellung zum 01.08. erfolgen soll.

Wie verhalte ich mich nun weiter, um Ende Juli noch mein ALG 2 für August zu erhalten?

Habe schon jede Menge Horrorgeschichten gelesen. Da zur Zeit auch noch eine Rückzahlung aufgerechnet wird und ich keinerlei Vermögen auf Grund Privatinsolvenz besitze, bin ich dringend auf die letzte Zahlung zur Absicherung des Monat August angewiesen.

Reicht es aus, den AV eine Woche vor Zahlung bei dem Jobcenter einzureichen?

Dass ich Ende August durch das Zuflussprinzip die Leistung zurück erstatten muss, ist mir bekannt. Mir geht es nur darum, Ende Juli noch Geld zu erhalten.

Habt ihr Tipps?

Viele Grüße
Ich befürchte, das Kind ist schon in Brunnen gefallen, in dem Moment wo Du Deine Reha-Beraterin des JC informiert hast das Du eine Arbeit aufnehmen wirst, hat das JC sofort alle Leistungen mit den Verweis auf Vermeidung von Überzahlung eingestellt.
Das Du nun ohne Geld da stehst, interessiert die nicht!
Und wenn Du doch noch Anspruch haben solltest, musst Du erst mal Lohnabrechnungen und Kontoauszüge vorlegen, das eine Nachberechnung stattfinden kann und das kann dann mal locker bis September dauern.
Und bevor das JC dir ein Überbrückungsdarlehn gewährt musst Du erst mal Deinen neuen AG um einen Vorschuss bitten (macht ein extra guten Eindruck, wenn der „neue“ schon im ersten Monat Vorschuss möchte!).

Mit was solltest Du rechnen, das JC wird sofort alle Leistungen einstellen, das heißt du wirst am 30.07. schon keine Leistungen mehr erhalten, solltest Du Deinen ersten Lohn am oder schon vor dem 31.08. erhalten, auf dem Konto haben, wird dieser auf Deine Leistungen angerechnet, wenn er erst ab den ersten auf Dein Konto ist bekommst Du für 07. Noch volle Leistungen. Bekommst Du aber erst Später Deinen Lohn (viele Unternehmen zahlen erst zum 15. bzw. zum 20. Des Folge Monats, was für eine Unsitte!) kann es sein das Du bis zu 7 Wochen ohne Geld da stehst, und das JC wird mauern weil es erst mal die Abrechnungen haben möchte.

Wenn Du aber nun Glück hast, und Deine Reha- Beraterin hat das nicht gemeldet, oder auch sonst, würde ich am ersten Tag der Arbeitsaufnahme den JC ein Dreizeiler Schicken, das ich heute eine Versicherungspflichtige Beschäftigung aufgenommen habe. Deine Leistungen sind/waren ja zum 31. Gutgeschrieben.
Das JC wird jetzt knurren und wüten, aber was solls, das Leben ist kein Ponyhof.
Und jetzt werden Sie erst mal alle Unterlagen wollen, Arbeitsvertrag Lohnabrechnungen; Kontoauszüge usw. und eine Nachberechnung machen das dauert, Wenn sich nun eine Überzahlung ergibt, kann man eine Ratenzahlung anbieten, und Vereinbaren. Parallel dazu würde ich ein Antrag auf Fahrkosten zur Arbeit nach dem SGB III stellen (Förderung zur Arbeitsaufnahme). Achtung der Antrag muss vor Arbeitsaufnahme gestellt werden! ( Hiermit beantrage ich … für eine bevorstehende Arbeitsaufnahme Fahrkosten …)Das das alles klappt muss das alles Zeitlich gut getaktet und organisiert sein.

Viel Spaß bei Deiner neuen Arbeit, und ein wenig Glück mit dem JC.

... und dann gäbe es ja immer noch weiterhin den anderen Fakt, dass in Arbeitsverträgen auch firmeninterne Regelungen zu finden sind, die auch ein Jobcenter nichts angehen, sowie ab und an auch Geheimhaltungs- oder Verschwiegenheitsklauseln und auch von daher Ärger winken kann
Ich denke ähnlich wie @gila la, ein Arbeitsvertrag ist ein persönlicher Vertrag zwischen zwei Parteien, vielfach persönliche Verhandlungssache, und geht einen dritten nichts an, und der Inhalt erst recht nicht.

Bei meinen letzten Arbeitgeber, war z.B. Bestandteil: Washingtoner Artenschutzabkommen; das Bundesartenschutzgesetz und andere Artenschutzbestimmungen oder das Tierschutzgesetz und das JC wollte den Vollständigen Arbeitsvertrag haben. Die Kosten wollten Sie dann doch nicht tragen, sind ja mehrere Bücher, und die Übersetzung vom eng. ins deutsche auch nicht, also scheint das dann doch nicht so wichtig zu sein, und wenn bezweifle ich das Sie das alles lesen, geschweige verstehen!
 

Holler2008

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Ich habe heute zunächst meine Reha-Beraterin bei dem Jobcenter informiert, dass die Einstellung zum 01.08. erfolgen soll.
Sorry, ich bleibe die ganze Zeit an dem Satz hängen.
Bei meinem Amt hätte das trotz Datenschutz schon zur Folge, dass jeder im Jobcenter bescheid weiß und sowieso nichts mehr für August kommt.
 

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anon000 meinte:
Wenn es zu einer Überzahlung für August kommt, wird auch Schadenersatz gefordert werden.
Natürlich nicht. Die Schadensersatzpflicht ist im BGB geregelt. Wir sind hier aber im öffentlichen Recht. Im Falle einer Leistungsüberzahlung ist der Leistungsempfänger per Gesetz ohnehin zur Erstattung verpflichtet. Möglicherweise verhängt der Zoll auch ein Bußgeld. Mehr passiert im Verwaltungsverfahren aber nicht.

anon000 meinte:
einschließlich evtl. Verwaltungskosten
Verwaltungskosten fallen ganz sicher an, denn die Leistungsabteilung wird aufgrund der mitgeteilten Daten zum Beschäftigungsbeginn ja tätig. Wie und auf welcher Grundlage das JC diese allerdings beziffern und dem Leistungsbezieher in Rechnung stellen soll, würde außer dem „Super-duper-Moderator“ auch mich interessieren…
 

TazD

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Wenn dir nicht klar ist, dass eine Überzahlung einschließlich evtl. Verwaltungskosten für deren Rückforderung einen Schaden darstellt, ist das nicht mein Problem.
Anstatt hier so rumzupoltern, solltest du lieber mal eine Rechtsgrundlage für deine Behauptung liefern. Anscheinend bin ich ja nicht der einzige, dem das "nicht klar ist".

Außerdem bin ich nicht verpflichtet dir kostenlose Rechtsberatung zu geben.
Habe ich das irgendwo geschrieben?

Du kannst dich auch anderswo schlau machen wenn du nicht weiter weißt.
C'mon, dieser durchschaubare wie ebenso amüsante Versuch ist jetzt nicht dein Ernst, oder?

Wenn dir meine Beiträge nicht gefallen oder dich gar triggern, kannst du gerne von der Funktion "Ignorieren" gebrauch machen. Als super-duper Moderator sollte dies für dich keine Herausforderung sein.
Glaub mir, als "super-duper Moderator" hab ich da noch ganz andere Möglichkeiten. :biggrin:
 

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Hallo

ich würde dem Jokecenter erst nach aufnahme der Arbeit erzählen das du arbeitest.
Ansonsten stellen die die Zahlungen sofort ein und du stehst ohne Kohle da
 

gila

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Hallo
ich würde dem Jokecenter erst nach aufnahme der Arbeit erzählen das du arbeitest.
Ansonsten stellen die die Zahlungen sofort ein und du stehst ohne Kohle da
Und dieser Ratschlag, der den TE in erhebliche Schwierigkeiten bringen könnte, bezieht sich auf welche legitime Rechtsgrundlage?
Und hier ist sicher kein "gefällt mir" angebracht, es sei denn man ist gleichzeitig bereit das Bußgeld für den TE zu übernehmen dass Ihnen eventuell erwarten kann...


Die Pflicht zur unverzüglichen Änderungsmitteilung besteht auch, soweit eine Leistung z. B. monatlich im Voraus gezahlt wird und deshalb zum Zeitpunkt der eingetretenen Änderung schon ausgezahlt ist. Der Leistungsempfänger darf die Veränderungsanzeige im Hinblick darauf nicht verzögern.
Hin und wieder ist es nützlich mal die fachlichen Hinweise zu den einzelnen Paragraphen zu lesen, z.b. zum Paragraph 63 SGB II, der die Bußgeldvorschriften beinhaltet.

Und siehe da:

3.6 Nr. 6 - Verletzung der Pflicht zur Mitteilung von Änderungen in den Verhältnissen nach § 60 Abs. 1
Satz 1 Nr. 2 SGB I
(1) Wer Sozialleistungen beantragt oder erhält, hat gemäß § 60
Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB I Änderungen in den Verhältnissen, die für die Leistung erheblich sind oder über die im Zusammenhang mit der Leistung Erklärungen abgegeben worden sind, unverzüglich, d. h. ohne schuldhaftes Zögern, mitzuteilen. Das bedeutet, dass leistungserhebliche Sachverhalte grundsätzlich am ersten Tage mitgeteilt werden müssen, an dem dies möglich ist.

Ausnahmen können z. B. gelten bei Vorstellungsgesprächen, Krankheit, wichtigen familiären Verpflichtungen, einem Trauerfall etc.
(2) Ist eine schriftliche Anzeige nach spätestens drei Tagen eingegangen, gilt die Änderung als unverzüglich und damit rechtzeitig mitgeteilt. Die dreitägige Frist ist aus den Grundsätzen der §§ 121
BGB, 37 Abs. 2 SGB X abgeleitet. Eine Ordnungswidrigkeit liegt in diesem Fall nicht vor. Bei geringfügig später zugehenden Mitteilungen kann eine Einstellung nach § 47 OWiG in Betracht kommen.
Besonderheiten gelten für die Fallgestaltung der Arbeitsaufnahme
(vgl. Rz. 63.77).
Dazu studiere man auch mal den Paragraphen 58 SGB II, dort sind die Pflichten genannt, die auch einen Arbeitgeber treffen wenn er jemanden beschäftigt der Leistungen nach dem SGB II bekommt.
 
Zuletzt bearbeitet:

qwertz123

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Stellt sich für mich die Frage wann der Zahlungslauf für August ist, der ist doch irgendwann nach dem 20en. So müsse man nur ne Woche überbrücken und sagt es dann eben einfach. Die einzigste Möglichkeit die ich hierfür sehe ist eine Krankschreibung. Bin gerade in der selben Situation und habe keine Lust auf eine Zahlungseinstellung. So hätte man es trotzdem noch rechtzeitig vor Arbeitsaufnahme mitgeteilt.
 

gila

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Hierzu gibt es unter anderem auch die fachlichen Hinweise zu Paragraph 24 SGB II:

4. Darlehen bei zu erwartenden Einnahmen und bei
vorzeitigem Verbrauch einmaliger Einnahmen (§ 24 Absatz 4)
(1) Grundsätzlich gilt, dass Einnahmen, z. B. Lohnzahlungen, in
dem Monat auf den Bedarf anzurechnen sind, in dem sie zufließen.
Dadurch wird bei voraussichtlichem Zufluss im Laufe des Kalender-
monats die erwartete Einnahme bereits ab Monatsbeginn auf den
Bedarf angerechnet. Wird Hilfebedürftigkeit wegen eines erwarteten Zuflusses von Einnahmen gemindert oder fällt sie weg, kann zur Sicherung des Lebensunterhaltes maximal bis zum tatsächlichen Zah-
lungstermin ein Darlehen in angemessener Höhe gewährt werden.
Dies kann z. B. bei einer Arbeitsaufnahme bis zur ersten Lohnzahlung der Fall sein (siehe auch Rz. 9.5 der FW zu § 9).
Dein Bedarf muss auf jeden Fall so lange gedeckt werden bis der tatsächliche eingang auf deinem Konto nachgewiesen werden kann, das macht man dann eben gleich mit der Meldung über den neuen Arbeitsplatz und gibt bekannt dass man bis zum ersten Gehaltseingang diesen Bedarf gedeckt haben muss. Dann kommt die Leistung halt als "Darlehen".
Nur die Leistung einfach einstellen, wenn der Bedarf noch nicht gedeckt ist, was leider viele Jobcenter einfach mal so machen, ist nicht statthaft solange nicht diese genannten Tatsachen sich auch auf deinem Konto befinden die reine Leistungseinstellung rechtfertigen würden

Ich kann hier gerade mal gerne erzählen was es mit diesem Begriff der Unverzüglichkeit für einen Ärger geben kann.

Beispiel Umzug einer meiner Töchter aus der Stadt zu mir. Der Umzug kam plötzlich und unerwartet da Tochter aus Klinik kam und in ihrer alten Wohnung nicht mehr sein konnte. Panikartacken.
Regelsatz und Miete für die alte Wohnung waren jedoch an genau dem Wochenende schon geflossen.

Tochter wurde überstürzt aus alter Wohnung in elterliche Gefilde transportiert. Sofort am Montag stand ich beim hiesigen Jobcenter vor der Türe, die verschlossen war, wegen einer internen Veranstaltung.
Dienstag kein Auto vorhanden und Besuch Jobcenter nicht möglich.

Mittwoch gleich wieder hingefahren, Veränderungsmitteilung, Anmeldung und Pipapo alles gemacht.
Durch Ärger auf Jobcenter am Donnerstag mit Hubschrauber im Krankenhaus eingeflogen wegen Vorhofflimmern. Veränderungsmitteilung für das alte Jobcenter war noch nicht in der Post.

Sonntag mit dem Taxi wieder aus Klinik nach Hause gefahren und im Taxi, und das stelle man sich mal vor! die Veränderungsmitteilung vom Smartphone aus per E-Mail an die alte SB gesandt... nachweislich.

Das alte Jobcenter fordert nun für den angebrochenen und bereits geleisteten Monat die Mietzahlungen zurück, obwohl diese für die neue Wohnung benutzt worden und insofern sachlich gerechtfertigt waren... und Jobcenter neue aufgrund falscher Auskunft für den laufenden schon von Jobcenter alt beglichenen Monat keine Leistung erbracht hat. Ergo untermStrich Tochter keinen Pfennig zu viel erhalten.
interessiert aber keinen, Jobcenter alt nicht zuständig für Miete neu Punkt

Forderung an Tochter, Vorwurf an mich als damals Bevollmächtigte nicht unverzüglich gehandelt zu haben.
2 Jahre lag der Driss jetzt auf dem Gericht, vor drei Wochen Termin.

Richter zeigte für die überstürzte Situation größtes Verständnis und nun versuchen wir das aufzudröseln. Jedoch immer noch gegen das Verständnis des alten Jobcenters, dass mir trotz vorliegenden Sachverhalt und Krankenhaus als Bevollmächtigte hier eine Ordnungswidrigkeit unterjubeln möchte. Fortsetzung mit Spannung erwartet.

Sowas braucht sicher kein Mensch. Muss jetzt hier auch nicht kommentiert werden, soll nur darstellen was ein pingeliges Jobcenter unter dem Begriff der Unverzüglichkeit zu alles auslegen kann
 
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