Habe geerbt. Amt Kopiert Kontoauszüge und Erbschein, unfreundliches Gespräch (2 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 2)

gizmo

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Ein Anwalt ist denke ich nicht nötig, zumal ich den ja auch bezahlen muss und das sicher nicht günstig wird bei einem Erbfall.

Ich muss wohl oder übel warten, bis meine SB sich meldet.
Musst wissen was du willst, ich würde mich abmelden, das ändert an der Situation garnichts, nur du bist nicht mehr Auskunftsflichtig und wenn du dann von der Erbschaft solange gelebt hast bis das Schonvermögen greift können die dir garnichts.

Bis halt kein SGBer mehr.
 
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Vanyschnucki

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Musst wissen was du willst, ich würde mich abmelden, das ändert an der Situation garnichts, nur du bist nicht mehr Auskunftsflichtig und wenn du dann von der Erbschaft solange gelebt hast bis das Schonvermögen greift können die dir garnichts.

Bis halt kein SGBer mehr.
Man kann sich nicht einfach abmelden und ist nicht mehr Auskunftspflichtig, vor allem nicht, wenn man davor auch noch Geld geerbt hat.... ich war ja heute als das Geld kam direkt beim Amt und ich gehe davon aus, die finden das mehr als merkwürdig, wenn ich mich nun abmelde, zumal zum 30.04.2017 sowieso der Bewilligungszeitraum abläuft.

Wenn das so einfach wäre, würde das ja jeder so machen, sich abmelden weils zu stressig ist und sich dann anmelden, wenn man die Freibeträge nicht mehr überschreitet. So einfach ist das nicht.

Ich bin halt in einer doofen Situation und muss mal wieder abwarten wie das Amt reagiert und dann kann ich weiter handeln. Mehr wie das was ich heute getan habe, kann ich ja vorerst nicht tun. Auch Widerspruch und alles weitere geht ja auch erst, sofern ich was Schriftliches in der Hand habe.

Ich bin meiner Mitwirkung auf jedenfall nachgekommen, alles weitere bleibt ja abzuwarten. Wenn die das auf 6 Monate (oder mehr) als Einkommen anrechnen, sollte ichs wohl einfach dabei belassen, denn dann kommen keine Fragen bzgl. des Erstantrags, auch wenns eigentlich Vermögen ist...
 

gizmo

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Wenn bis Neuantrag noch nicht geklärt ist, wie das mit meinem Erbe nun berechnet wird, dann sehe ich da auch noch ein Problem. Ich denke nicht, dass es 6 Monate reicht wenn ich das so durchrechne und meinen Freibetrag berücksichtige.
Wie rechnest du das denn?

1400€ * 6 Monate = 8400€

14000 - 8400€ = 5600€

Alter * 150€ + 750€ = ?
-------------

Auto & Möbel etc. kannst du auch anschaffen.

Das mit den 6 Monaten sehe ich auch noch nicht so, wenn du deine Ausgaben belegen kannst.

Ich gehe nicht davon aus das der SB es auf 6 Monate aufteilt, sonder die 14000€ geteilt durch deine Leistung Monatlich, das ergibt mehr als 6 Monate. Vielleicht solltste das auch noch Unterschreiben und dein Einverstanden geben.

Die werden so oder so nicht für dich rechnen.
 

doppelhexe

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@ gizmo, du bist eig. lange genug hier, um zu wissen, wie man eigne beiträge editiert... was soll das mit den doppelposts?

Vanyschnucki hat bis jetzt alles richtig gemacht und nun heisst es abwarten, was SB´chen daraus zu schnitzen versucht... eine abmeldung einfach so wird JETZT nicht mehr funktionieren. vielleicht hätte es geklappt, wenn das geld im mai gekommen wäre und TE den antrag nach bewilligungsende nicht verlängert hätte...

aber einfach so aus dem bezug ausscheiden ist nicht so leicht, nicht wenn das amt weiss, das da geld geflossen ist. nicht umsonst haben selbst leute, die nen job anfangen den trabbel mit dem nachweis des geldeingangs
 

Vanyschnucki

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Wie rechnest du das denn?
Ich rechne so, sofern die das auf 6 Monate anrechnen:

Meine momentanen Unterhaltskosten sind 250€ diese mal 6 Monate = 1500€
Dann meine Krankenversicherung, sagen wir mal 180€ mal 6 Monate = 1080€
Dann muss ich ja von irgendetwas Leben, da rechne ich den doppelten Regelsatz im Monat, was auch als angemessen gilt, also ca. 800€ mal 6 Monate = 4800€
Dann ein Autokauf, sagen wir mal ca. 7000€
Rückzahlung der kompletten Leistungen für März kommen ja auch noch auf mich zu....

Und schwups, ist das Erbe schon nach ca. 2-3 Monaten bei der Vermögensfreigrenze angekommen, nach 6 Monaten wäre es restlos aufgebraucht. Freibetrag für mich wären 4950 €.

Ich hab da in der Rechnung auch nichts verschleudert, sondern nur das Auto eingeplant. Aber genau das steht mir ja nicht zu, sondern die rechnen mir ja vor, wie lange ich davon zu leben habe... naja ich bin gespannt...

Was das Amt ebenso nicht bedenkt, ich will/muss umziehen, wohne zu Hause zur Untermiete und jede andere Wohnung, egal wie klein, kostet mehr wie 250€ warm....wie soll ich dann mit dem Erbe, da das Amt ja die jetzigen KdU kosten zur Berechnung nimmt, so lange hinkommen? Kaution muss ich auch bezahlen...
 
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gizmo

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genau, und HIER , deutlich wirds ab beitrag 6
https://www.elo-forum.org/alg-ii/17...ung-uberzahlung-anlage-vm-kdu-ausfuellen.html

wurde das schon einmal ausgiebig diskutiert und festgestellt, das das bloße abmelden aus dem ALG2-bezug nicht reicht, dazu muss man nämlich "in echt" nicht mehr bedürftig sein... seinen lebensunterhalt also mit lohn bestreiten können...

mal abgesehen davon, das in dem hier vorgetragenen fall das erbe doch eh nicht als einkommen gewertet werden dürfte... was TE ja auch erreichen will...
Hatte ich Übersehen den Post.

Richtig, aber nur bis zu 6 Monaten, danach greift das Schonvermögen.

Sollte die Kohle vorher alle sein, Erstanmeldung, kein WBA.

Sollte die Kohle mehr sein als 6 Mönate Anrechnung, der Rest nach 6 Monaten minus Schönvermögen.
------------------

Macht doch sowieso jedes JC wie es will, also lege ich mir die für mich am bessen passende Anrechnungsweise zurecht und vertrete diese. Die werden sich schon melden.

Mehr kann ich auch nicht sagen dazu, bei mir lief das alles mit RA und SG Richter, da das JC sofort nach bekanntgabe der Erbschaft mir die Kohle gestrichen hat, weil ich ein Erbschein beantragen wollte und sie den Schriftverkehr einsehen wollten.

Nix da, haben dann noch zwei Monate gezahlt. Im dritten Monat dann in den ersten Tagen den Zufluss gemeldet. Dann 4 Monate raus, Neuantrag gestellt und die haben das Schonvermögen akzeptiert.

Ich rechne so, sofern die das auf 6 Monate anrechnen:
....
Ist doch perfekt, such dir eine Bude, all die Kosten kannst du voll absetzen und Auto sollte auch gehen. Notfalls haben dich deine Eltern an die frische Luft gesetzt. Das brauchste nicht mal zu beweisen, Mitteilung reicht schon bei Neuanmeldung, da zum Zeitpunkt kein SGBer.
 

DieElla

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Musst wissen was du willst, ich würde mich abmelden, das ändert an der Situation garnichts, nur du bist nicht mehr Auskunftsflichtig und wenn du dann von der Erbschaft solange gelebt hast bis das Schonvermögen greift können die dir garnichts.

Bis halt kein SGBer mehr.
Unsinn !
Das Erbe ist bereits zugeflossen und das während des Bezugs und solange der Bezug dauert, respektive bis zu dem Zeitpunkt wo er endet, besteht selbstverständlich auch Auskunftspflicht.

Außer jede Menge Ärger bringt das nichts mehr. Ganz im Gegenteil das kann nachher sogar als versuchter Sozialbetrug ausgelegt werden. Wenn dann hätte das vor dem Zufluß passieren müssen wobei ich da auch noch Zweifel habe.
 

Vanyschnucki

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Ist doch perfekt, such dir eine Bude, all die Kosten kannst du voll absetzen und Auto sollte auch gehen. Notfalls haben dich deine Eltern an die frische Luft gesetzt. Das brauchste nicht mal zu beweisen, Mitteilung reicht schon bei Neuanmeldung, da zum Zeitpunkt kein SGBer.
Ne Wohnung suchen ist schon als ALG II Bezieherin schwer genug, suche schon seit Monaten. Wenn ich aus dem Bezug bin, wird es nicht einfacher, da ich weder festes Einkommen habe, noch in Bezügen bin. Ich lebe von einem Erbe, das macht nicht jeder Vermieter mit....

Doch das ist nen anderes Thema. Für mich ich hauptsächlich wichtig inwiefern die mir nen Strick daraus drehen, sollte das Erbe als Vermögen gelten, dass ich dies nicht schon bei Erstantrag angegeben habe.

Wenn die das nun als einmalige Einnahme anrechnen, dann ist dies zwar rechtlich gesehen falsch, aber für mich sicher stressfreier als wenn ich darauf poche, dass es Vermögen ist und ich eventuell dann in Erklärungsnot gerate, da ich ja nicht wirklich belegen kann, dass ich das damals nicht wusste...

Die haben ja nun den Erbschein von Oktober 2016, wo auch der Todestag meines Opas (2008) draufsteht und den Kontoauszug von dem Geldeingang von heute. Man wird sehen, was die daraus machen, wie doppelhexe schon schrieb. Ich will mich nur vorbereiten, da das Ereignis heute beim Amt mir zu denken gegeben hat.
 

gizmo

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Die haben ja nun den Erbschein von Oktober 2016, wo auch der Todestag meines Opas (2008) draufsteht und den Kontoauszug von dem Geldeingang von heute. Man wird sehen, was die daraus machen, wie doppelhexe schon schrieb. Ich will mich nur vorbereiten, da das Ereignis heute beim Amt mir zu denken gegeben hat.
Kann das alles gut nachvollziehen, du wirst dir deinen Weg da schon raussuchen.

Drück dir da beide Daumen.
 
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Vanyschnucki

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Wie ist das denn nun geregelt, sollte das Amt mein Erbe als Vermögen anerkennen, da mein Opa vor Erstantrag verstarb, jedoch dann darüber Meckern, dass ich das beim Erstantrag und WBAs nicht angegeben habe.

War also jede ALG II Zahlung an mich dann nur als Darlehen und ich muss alles zurückzahlen? Ich verstehe das nicht genau, soviel Geld habe ich nicht und auch das Erbe würde dafür nicht ausreichen. Das ich für März meine Leistungen zurückzahlen muss ist mir bewusst, was mache ich aber, wenn die dann die große Keule schwingen?

Ich habe sicher niemals irgendetwas verschwiegen, damit ich einen Vorteil habe. Was kann da nun im schlimmsten Fall auf mich zu kommen?
 
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Gast1

Gast
@Vanyschnucki, ich habe noch mal drüber nachgedacht:

Du solltest besser Dein Erbe als Einkommen anrechnen lassen.

Begründung: Wenn das Jobcenter zu der Feststellung kommt, dass Dein Erbe Vermögen ist, muss Du mehr Geld ans Jobcenter zurückzahlen als wenn Dein Erbe als Einkommen angerechnet wird.

Denn wenn Dein Erbe als Vermögen gezählt wird, schaut das Jobcenter, wie hoch Dein maximal zulässiges Schonvermögen war zum Zeitpunkt, als Du in den Bezug von ALG II kamst. Und durch Dein Erbe, falls es als Vermögen gezählt wird, hättest Du zum Zeitpunkt, als Du in den Bezug von ALG II kamst, keinen Anspruch auf ALG II gehabt, und dann würde Dein Jobcenter erheblich mehr Geld von Dir zurückfordern als wenn es Dein Erbe als Einkommen betrachten würde.

Fiktives Beispiel:

1. Ein Elternteil von Frau Mustermann stirbt am 1.1.2017. Frau Mustermann wird dadurch am 1.1.2017 ein Erbfall. Sie ist 50 Jahre alt.

2. Am 1.2.2017 tritt Frau Mustermann in den Bezug von ALG II ein. Mit 50 Jahren steht ihr ein maximales Schonvermögen in Höhe von 8.250 € zu. Sie hat aber keinerlei Schonvermögen. Sie erhält monatlich vom Jobcenter 800 €.

3. Am 15.1.2018 wird ihr Erbe in Höhe von 20.000 € ausgezahlt.

4. Das Jobcenter stuft ihr Erbe als Vermögen ein und berechnet, dass sie am Tage, an dem sie in den Bezug von ALG II eintrat (1.2.2017), ein maximal zulässiges Schonvermögen in Höhe von 8.250 € gehabt hat. Rückwirkend hatte sie aber zu diesem Zeitpunkt, aufgrund des Zuflusses ihrer Erbschaft, ein Vermögen in Höhe von 20.000 €, weswegen sie rückwirkend betrachtet keinen Anspruch auf ALG II hatte.

5. Das Jobcenter fordert deswegen von ihr für den Zeitraum vom 1.2.2017 bis zum 31.1.2018 alle Leistungen zurück, also 12 Monate x 800 € = 9.600 €. Von ihrem Erbe bleiben somit 10.400 € übrig. Mit diesem Restbetrag hat sie keinen Anspruch auf ALG II und muss ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln finanzieren, inkl. die Krankenkassenbeiträge.
 

Vanyschnucki

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@Vanyschnucki, ich habe noch mal drüber nachgedacht:

Du solltest besser Dein Erbe als Einkommen anrechnen lassen.
Die vom Amt haben doch aber schon den Erbschein in Kopie, dort steht auch der Todestag meines Opas!

Ich habe so etwas in der Art schon befürchtet.
Jedoch kann es doch nicht so einfach für das Amt sein, so etwas durchzubringen. Man hat ja damals noch nichts von einem Erbe gewusst und das Erbe ist auch nicht in Geldeswert verfügbar gewesen, erst mit dem Hausverkauf, der jetzt stattfand, gab es einen verwertbaren Betrag, daher kann man mir doch nicht fiktiv ein Erbe anrechnen, das damals noch garnicht verfügbar war und dann noch Leistungen zurückverlangen....

Und durch Dein Erbe, falls es als Vermögen gezählt wird, hättest Du zum Zeitpunkt, als Du in den Bezug von ALG II kamst, keinen Anspruch auf ALG II gehabt, und dann würde Dein Jobcenter erheblich mehr Geld von Dir zurückfordern als wenn es Dein Erbe als Einkommen betrachten würde.
Wie gesagt, ich habe ja nur einen Hausanteil geerbt, der nicht verwertbar war, bis das Haus jetzt im März verkauft wurde. Daher finde ich das mehr als fraglich, wenn die damit einfach so durchkommen könnten.

Ich bin zwar 2008 Erbin geworden, aber jetzt im März 2017 stand mir dieses Erbe erst als bereites Mittel zur Verfügung und dieses habe ich umgehend gemeldet.

Kann eine Rückzahlung nicht nur dann erfolgen, wenn das Erbe als verfügbar und verwertbar gilt? Also in meinem Fall halt ab März 2017, da mir da auch erst das Geld zugeflossen ist.

5. Das Jobcenter fordert deswegen von ihr für den Zeitraum vom 1.2.2017 bis zum 31.1.2018 alle Leistungen zurück, also 12 Monate x 800 € = 9.600 €. Von ihrem Erbe bleiben somit 10.400 € übrig. Mit diesem Restbetrag hat sie keinen Anspruch auf ALG II und muss ihren Lebensunterhalt aus eigenen Mitteln finanzieren, inkl. die Krankenkassenbeiträge.
Ich habe den Erstantrag 2013 gestellt und müsste also all mein Erbe dem Amt zurückzahlen? Mir bleibt ja dann nichts bei ca. 14.000 €.... ich wäre also bei Null. Das kann doch so auch nicht ganz richtig sein :(

Dann müsste ja jeder andere Erbe im ALG II Bezug, wo das Erbe im Nachinein als Vermögen anerkannt wird weil der Erbfall vor Erstantrag war, alle Leistungen zurückzahlen, ab dem Punkt der Erstantragsstellung. Davon habe ich in den Urteilen jedoch nie etwas gelesen und ich habe mir schon einige angeschaut.

In den meisten Urteilen ging es nur drum, dass die Ämter eine Erbschaft meistens als Einkommen anrechnen und nicht darauf achten, wann der Erbfall war. Den Meisten Erben standen daher Freibeträge zu und ein Rausfall aus dem Bezug war bei diesen dann nicht mehr rechtens.

Davon, dass dann die Erben die getätigen Leistungen seit Erstantrag zurückahlen muss, habe ich nichts gelesen. Dann würde ja niemand freiwillig sein Erbe als Vermögen geltend machen, wenn man dann alles zurückzahlen muss und unterm Strich nichts mehr hat.

EDIT:

habe mal dieses Urteil (B 14 AS 101/11 R) genau durchgeschaut, dort steht folgendes:

Urteil B 14 AS 101/11 R meinte:
22

Auch wenn, wie vorliegend aufgrund von § 1922 Abs 1 BGB, normativ ein anderer als der tatsächliche Zufluss als maßgeblich für die Abgrenzung von Einkommen und Vermögen zu berücksichtigen ist, mindert der wertmäßige Zuwachs erst dann den Bedarf, wenn die Einnahme dem Hilfebedürftigen tatsächlich zur Deckung seines Bedarfs zur Verfügung steht.

Dies ist bei der Gesamtrechtsnachfolge im Rahmen einer Erbschaft regelmäßig erst mit der Auskehrung des Auseinandersetzungsguthabens der Fall. Wie schon das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) zur Sozialhilfe entschieden hat, darf der Hilfesuchende wegen seines gegenwärtigen Bedarfs nicht auf Mittel verwiesen werden, die ihm erst in der Zukunft tatsächlich zur Verfügung stehen (BVerwG Urteil vom 22.4.2004 - 5 C 68.03 - BVerwGE 120, 343).

Auch im SGB II ist das Erfordernis der aktuellen Verfügbarkeit von Mitteln zur Bedarfsdeckung gesetzlich verankert. § 9 Abs 1 SGB II bringt zum Ausdruck, dass Leistungen der Grundsicherung für Arbeitsuchende nicht für denjenigen erbracht werden sollen, der sich nach seiner tatsächlichen Lage selbst helfen kann. Entscheidend ist daher der tatsächliche Zufluss "bereiter Mittel" (BSG Urteil vom 18.2.2010 - B 14 AS 32/08 R - SozR 4-4200 § 9 Nr 9 RdNr 20; BSG Urteil vom 21.6.2011 - B 4 AS 21/10 R - SozR 4-4200 § 11 Nr 39 RdNr 29).
Quelle: https://sozialgerichtsbarkeit.de/sg...=esgb&id=152230&s0=&s1=&s2=&words=&sensitive=

Für mich bedeutet das: Eine Anrechnung kann, egal ob Vermögen oder Einkommen, erst dann Erfolgen, wenn das Geld tatsächlich als "bereite Mittel" zur Verfügung steht, unabhängig davon, dass ich schon 2008 Erbin war. Also dürfen die auch nur für März 2017 und darüber hinaus, Leistungen zurückverlangen.

Hoffe ich verstehe das so richtig!
 
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Gast1

Gast
Für mich bedeutet das: Eine Anrechnung kann, egal ob Vermögen oder Einkommen, erst dann Erfolgen, wenn das Geld tatsächlich als "bereite Mittel" zur Verfügung steht, unabhängig davon, dass ich schon 2008 Erbin war. Also dürfen die auch nur für März 2017 und darüber hinaus, Leistungen zurückverlangen.
Du hast wahrscheinlich Recht.

Ich kann aber auch nicht behaupten, dass mein vorheriger Beitrag richtig ist. Vielleicht habe ich in meinem letzten Beitrag einfach nur Müll geschrieben.

Mal sehen, wie sich Dein Jobcenter in schriftlicher Form zu der Angelegenheit äußert.
 

Vanyschnucki

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Ja ist ja nicht schlimm, ich finde dieses ganze Erben Thema auch recht komplex und man kann einfach nicht alles wissen! Jeder Fall ist für sich gesehen einzigartig.

Ich selber bin mir auch unsicher was mein Amt nun daraus macht, die versuchen da ja erfahrungsgemäß immer mehr, als sie rechtlich gesehen dürften und wenn man dann unwissend ist, schnappt die Falle zu.

Sofern ich etwas schriftliches habe, werde ich so oder so diesen Thread nocheinmal aktualisieren, sollte ja hoffentlich Freitag oder Montag der Fall sein. Bin gespannt. Solange sehe ich das Geld einfach als nicht existent an, auch wenn es in den Fingern juckt mir mein erstes eigenes Auto zu kaufen....
 

Vanyschnucki

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Guten Morgen,

heute lag der Aufhebungsbescheid im Briefkasten, vonwegen ich werde angerufen und die SB ist bis Freitag nicht da. Das ging nun innerhalb von einem Tag, nachdem ich dort war und ich gesagt habe, ich habe geerbt.

Das Schreiben kam auch von der besagten SB die angeblich nicht da ist. Naja gut egal.

Mein Erbe wird als Vermögen angesehen:cheer2: , keine Fragen vonwegen Erstantrag und so weiter.
Freibeträge wurden richtig berechnet, KK muss ich nun selber zahlen und halt ne Rückzahlung für den März.

Ich habe den Bescheid mal anonymisiert hochgeladen, vielleicht findet jemand noch was, dass nicht richtig ist, ich hab nun nichts gefunden das mir aufstößt, außer das eben noch nix wegen der März Rückzahlung gekommen ist, bedacht und von dem Gesamterbe abgezogen, haben die das aber schon.

Grüße und danke an alle für dei Antworten.
 

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Gelöschtes Mitglied 58736

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Glückwunsch. Geht doch ;-)

Am Ende ist auch immer wichtig, dass Du selber mit dem Ergebnis zufrieden bist, egal was andere sagen.

Trotzdem interessant wie schnell man dort reagieren kann......
 

Vanyschnucki

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Ja ist erstaunlich wie schnell die bei sowas sind. Ich mein am 13.03. war ich direkt da und habe das gemeldet und der Aufhebungsbescheid ist vom 14.03.

Wenn man Geld von denen will, brauchen die Wochen, doch wenn es darum geht, aus dem Bezug zu scheiden, dann sind die ganz schnell unterwegs.

Was mich jedoch wundert, wieso ich erst zum 01.04. aus dem Bezug falle und nich rückwirkend ab 01.03.
Weil ich ja für den März auch noch Leistungen erhalten habe, der Zahlungseingang vom Erbe war aber am 13.03., also auch im März und ich diese Leistung ja auch zurückzahlen muss.

Habe vorhin auch mal bei meiner KK angerufen, denen gesagt das ich ab dem 01.04. kein ALG II mehr bekomme, wegen einer kleinen Erbschaft und mich nun freiwillig gesetzlich krankenversichern muss. Die bei der KK wissen nichtmal was ich nun an Beiträgen als freiwillig gesetzlich versicherte Person zahlen muss... die rufen noch zurück, da sie sich unsicher sind, wie das bei einem Erbe berechnet wird, da ich ja kein Einkommen habe und nur daran wird der Beitrag errechnet.

Kennt sich wer damit aus? An einem Erbe kann man doch keinen Beitrag errechnen, vor allem, da sich das Erbe ja verringert, Autokauf, laufende Kosten etc. und auch kein Einkommen ist, was regelmäßig kommt.

EDIT:

Krankenkasse hat angerufen, die berechnen das so: Das Erbe würde ja Zinsen einbringen, daher errechnen die die fiktiven Zinsen und daran ein Einkommen. Sie meinte es wird mich im Monat so 170-200 EUR kosten.

Ich soll nochmal persönlich vorbeikommen mit dem Aufhebungsbescheid und einem Nachweis über das Erbe und dann mich da direkt anmelden.

Ist das wirklich normal so? Das Erbe wird doch weniger? Alleine durch ein Auto sicherlich um die Hälfte reduziert, wie kann man da fiktive Zinsen errechnen. Berechnen die das jeden Monat dann neu? Verstehe ich nicht so recht. Als ich die Frau fragte, meinete diese, das mit dem Auto und anderen Anschaffungen wäre egal, der Beitrag würde immer gleich bleiben wenn dieser einmalig errechnet wurde. Finde ich komisch um ehrlich zu sein.
 
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gizmo

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Hy, alles Gut gegangen. Resterbe sollste einsetzen geteilt durch deine erhaltene Leistung. Versuch macht hier Klug. Ein Bescheid SGB II für ohne Bezug SGBII. Du hast den nicht nachzuweisen für was du genau die Kohle ausgibst, nur die grossen Brocken. Lebenshaltungskosten werden bis 1400€ anerkannt. Ebenso Hausrat etc. was neu angeschafft wird.

Zu den Lebenshaltungskosten gibt es auch Info im Netz.

Musterhaushalt.de - Einkommen und Ausgaben - Singlehaushalt

mal so als Beispiel.

Kannst ja mal ohne im Bezug zu sein einen Widerspruch schreiben.:glaskugel:

Die Abrechnung erfolgt erst bei wieder ERSTANMELDUNG.
 

ZynHH

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Das Erbe würde ja Zinsen einbringen,
Wo? Doch wohl höchstens Strafzinsen, das man es wagt, Geld auf der Bank zu haben.....da würde ich nochmal andere KK nachfragen.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Da braucht man keine andere KK fragen.

Die Aussage ist schon richtig, aber eher theoretischer Natur bei der mickrigen Erbschaft. ;-)

Die 170€-200€ sind der Mindestbeitrag.

Wenn man Zinsen oberhalb 425€/Monat plus dem Freibetrag von 801€/a hat, ist man ja auch nicht mehr familienversichert.
So ist das hier auch gemeint.

https://www.tk.de/centaurus/servlet...=renderHaupttextTabelle.Fragment&tableindex=4

Da nimmt man den Beitrag ohne Krankengeldanspruch plus Pflegeversicherung.

Also 174,04€
 

Vanyschnucki

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Eine Frage habe ich da noch.

Wie ist das denn nun mit dieser März Rückzahlung, hat das Amt das im Aufhebungsbescheid schon berechnet? Die haben ja von dem Erbe, abzgl. Freibetrag noch einmal eine monatliche Leistung abgezogen, sieht man ja auch in deren Berechnung.

Da der Aufhebungsbescheid ab 01.04.2017 gilt, bin ich nun verunsichert ob und wann ich diese März Leistung zurückzahlen muss, denn bisher kam ja keine direkte Aufforderung zu einer Rückzahlung.

Kann es sein, dass diese noch gesondert kommt? Verstehe sonst nämlich diesen Punkt in dem Aufhebungsbescheid nicht.
 

Kerstin_K

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Wenn Du zurueckzahlen musst, muss dazu ein Rueckforderungsbescheid kommen, in dem das Aktenzeichen fuer die Rueckzahlung genannt wird. Ohne dieses Aktenzeichen verschwindet das Geld im Nirvana.
 

Vanyschnucki

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Na dann werde ich darauf mal warten, bisher kam noch nichts, dachte das kommt zusammen mit dem Aufhebungsbescheid =/

Danke für die Antwort Kerstin.
 

gizmo

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(Kerstin_K)Wenn Du zurueckzahlen musst, muss dazu ein Rueckforderungsbescheid kommen, in dem das Aktenzeichen fuer die Rueckzahlung genannt wird. Ohne dieses Aktenzeichen verschwindet das Geld im Nirvana.
Na dann werde ich darauf mal warten, bisher kam noch nichts, dachte das kommt zusammen mit dem Aufhebungsbescheid =/

Danke für die Antwort Kerstin.
Ich denke da wird nichts mehr kommen. Für März wurde zurückgefordert in dem das Erbe verringert wurde. Sprich, du bist raus aus HZ4.

Das bedeutet auch du bist faktisch ohne KK, das ohne KK gibt es aber hier in Deutschland eigentlich nicht. Selbst bei nicht gezahlten KK Beträgen oder Verschuldung gegenüber der KK gibt es eine Grundversorgung.

Hier jetzt bitte bei der KK anrufen ob eine Abmeldung erfolgt ist und gegebenfalls ab März versichern lassen(Datum im Schreiben angeben).

Ohne dieses Aktenzeichen verschwindet das Geld im Nirvana, Juh. :glaskugel:
 

Vanyschnucki

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Das bedeutet auch du bist faktisch ohne KK, das ohne KK gibt es aber hier in Deutschland eigentlich nicht. Selbst bei nicht gezahlten KK Beträgen oder Verschuldung gegenüber der KK gibt es eine Grundversorgung.

Hier jetzt bitte bei der KK anrufen ob eine Abmeldung erfolgt ist und gegebenfalls ab März versichern lassen(Datum im Schreiben angeben).
Habe dort schon angerufen, nächste Woche fahre ich direkt persönlich dort vorbei und melde mich an, hatte ich auch geschrieben =) Mir kam nur die Berechnung komisch vor, werde ich aber vor Ort dann alles erfahren.

Da ich zum 01.04.2017 abgemeldet werde, sollte auch dann erst der Versicherungsschutz auslaufen denke ich.

Ich denke da wird nichts mehr kommen. Für März wurde zurückgefordert in dem das Erbe verringert wurde. Sprich, du bist raus aus HZ4.
Naja ne Rückforderung kann ja immernoch kommen, denke nicht, dass die das einfach vergessen haben, wenn die das im Aufhebungsbescheid schon abrechnen, ist es damit ja noch nicht an das Amt zurückgeflossen, dafür hätten die das ja dem Erbe dazurechnen müssen, nicht abrechnen, verwirrt mich etwas.
 
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