Habe ganz großen Mist gebaut

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Elo-User*in
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Hallo,

Ich habe heute Information bekommen und musste daraufhin festelllen das ich mir selber deftig ins Knie geschoßen habe.

Hier die Fakten:
Wohungsgröße 51m²
Kaltmiete: 343,58
Nebenkosten: 110,- €

Es wurden bisher KDU in Höhe von 296,09 € + die vollen NK bewilligt. Ich habe im Internet recherchiert das seit Mai letzten Jahres eine KDU von 319,05 € gilt.


Ich dann folgende 2 Fehler gemacht:
Ich habe dem letzten Erhöhungsbescheid widersprochen. Begründung: Nicht meine gesamten KDU wurden übernommen mit Hinweiß auf Urteil vom LSG NRW das 50m² Wohnraum angemessen sei.
Ich habe eine Überprüfungsantrag nach SGB X gestellt mit Hinweiß auf der insbesonderen Prüfung der Übernahme der Kaltmiete sowie der Nebenkosten.


Denn der Fehler ist das der Betrag von 319,05 € ist zwar richtig ist aber der Betrag ist inkl. der Nebenkosten. Eigentlich stehen mir nur 237,- € an Kaltmiete zu. Bisher ist dieser Fehler über Jahre hinweg nicht aufgefallen und ich muss glücklich sein das sich das Grusi so vertan hat aber durch den Widerspruch und dem Überprüfungsantrag habe ich nun große Angst das der Fehler aufällt und die Berechnung zu meinen Ungunsten abgeändert wird.

Meine Frage:
Soll ich meinen Widerspruch und meinen Überprüfungsantrag zurückziehen und hoffen das Sie den Fehler nicht bemerken oder scheuche ich mit dem Rückziehen der Anträge Sie nur damit unnötig auf und sollte lieber abwarten was das Amt entscheidet ??

Das Risiko das der Fehler auffällt besteht bei beiden. Ich bin auch bereit etwas dazu zu zahlen was ich ja bereits mit 47,49 € mache aber weitere 59,09 € schaffe ich nicht und umziehen schaffe ich psychisch nicht. Ich hänge sehr an der Wohnung nur ich weiß jetzt nicht was ich machen soll ??? Ich habe auch im Moment so unheimlich viel abzubezahlen so das mir im Moment eh nur 120,- € im Monat zum Leben und das geld ist eh immer so knapp !!
 

Linare

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Hallo data100,
wie ich Dir schon in Deinem vorherigen Thread mitgeteilt habe, liegt Deine Kaltmiete bei 319,05€. Dieser Betrag ist exclusive der Nebenkosten. Bedeutet im Klartext: Du bekommst insgesamt für die KDU: 429,05€.

Das JC Rhein Kreis Neuss schreibt eine Kaltmiete für Dormagen, Grevenbroich, Kaarst, Korschenbroich in Höhe von 319,05€ vor. Wieso glaubst Du eigentlich das Dir nur 237,00€ für die Kaltmiete zustehen? Das irritiert mich ein wenig...:confused: kannst Du mir das bitte näher erklären?


Und mal ehrlich, erst Hü dann Hott, Überprüfungsantrag und Widerspruch einreichen, dann wieder alles zurückziehen und rückgängig machen, kommt echt nich soooo gut bei dem Jokecenter...:icon_eek: aber da liegt die Entscheidung bei Dir...also da kann ich Dir leider keinen Ratschlag geben auch wenn ich das gern täte.


Lieben Gruß
Linare
 

gizmo

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Hallo Data,
bitte schau doch mal auf die Seite:

Jobcenter Rhein Kreis Neuss | Kosten für Unterkunft und Heizung

dann hier:

https://www.jobcenter-rhein-kreis-neuss.de/common/library/dbt/sections/_uploaded/Heiz_01Richtlinie_Heizkosten08.pdf

Linare hat Recht, alles so lassen wie es ist.

Sind deine NK nur Nebenkosten oder sind da auch die HZ Kosten mit drin?.

Und dann schauste bitte noch dahin, und du weist warum deine Anträge Bestand behalten sollten.


https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/87067-denn-kdu-45m-47m-50m.html
 

data100data100

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Hallo,

Ich bin nur so verunsichert weil heute jemand vom ambulant betreuten Wohnen bei mir war und mich drauf hingewießen hat das dieser Betrag inkl. der Nebenkosten sei. Aber ich habe gerade selbst noch mal nachgeschaut und ihr habt Gott sei Dank Recht.
Dort steht tatsächlich Bruttokaltmiete.
Das bedeutet dann streng nach dem Gesetzt genommen folgende Rechnung:

Kaltmiete 319,05 €
Heizkosten 55,- €
Total 374,05 €


Bruttokaltmiete bedeutet die Grundmiete + die Betriebskostenvorrauszahlung ohne die Heizkosten

Ich glaube das die vom Amt gar nicht wissen das in den Angaben
die Nebenkosten ohne Heizung schon mit enthalten sein sollen.
Die bewilligen die kompletten Nebenkosten wohl seperat.

Linare, Ich gebe Dir da mit dem Hüh und Hott vollkommen recht nur ich war vorhin so durch den Wind vom Schock der Nachricht das ich sofort wieder Existensängste bekommen habe und nicht mehr klar denken konnte. Ich wußte aber das hier sehr nette Leute sind die mir damit helfen nicht vor lauter Choas ihn Ohnmacht zu versinken !

Vielen Dank an euch beide !!!
 

Linare

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Hallo data100,
lass Dich doch nicht so verrückt machen von irgendwelchen Leuten die meinen mit Ihrem Halbwissen glänzen zu müssen, das ist nie gut und verunsichert Dich völlig. :icon_evil:Bei sowas kommen tatsächlich Existenzängste auf und man gerät total in Panik. :icon_sad:Aber glaube mir, nichts wird so heiß gegessen wie`s gekocht wird...auch nicht beim Amt!!! :icon_smile:

Du hast geschrieben, Zitat: Es wurden bisher KDU in Höhe von 296,09 € + die vollen NK bewilligt. Ich habe im Internet recherchiert das seit Mai letzten Jahres eine KDU von 319,05 € gilt. Zitat Ende

Ebenfalls hast Du geschrieben, Zitat: Ich habe dem letzten Erhöhungsbescheid widersprochen. Begründung: Nicht meine gesamten KDU wurden übernommen mit Hinweis auf Urteil vom LSG NRW das 50m² Wohnraum angemessen sei. Zitat Ende


Wieso hast Du dem letzten Erhöhungsbescheid widersprochen? :confused:Wie hoch bzw. worauf bezog sich die Erhöhung? Versteh ich nicht...:icon_kinn:kannst Du das mal erklären? Wenn Dir doch 319,05€ seit Mai letzten Jahres zustehen und Dir das Amt diesen vollen Satz (ich denke mal, darum ging es in dem Erhöhungsbescheid) in einem Erhöhungsbescheid mitteilt, wieso lehnst Du das ab? Oder hab ich da jetzt was falsch verstanden?

Es ist doch völlig (Entschuldigung für die Wortwahl) scheißegal ob die Wohnung 45, 50 oder 51m² wie in Deinem Fall hat. Maßgeblich ist doch, dass Dir eine Kaltmiete in Höhe von 319,05€ als Einzelperson in Deinem Wohnort zusteht. Alles was über diesem Satz ist, zahlst Du von Deiner Regelleistung. Wo also liegt jetzt Dein Problem?

Wie ich Dir ja bereits schon geschrieben habe, steht Dir eine Komplettmiete in Höhe von 429,05€ zu.
Deine KDU setzen sich wie folgt zusammen: 319,05€ Kaltmiete, + 55,00€ Heizkosten, + 55,00€ Betriebskosten.


Falsch
Deine Feststellung: Bruttokaltmiete bedeutet die Grundmiete + die Betriebskostenvorauszahlung ohne die Heizkosten.

Bruttokaltmiete bedeutet lediglich, dass die Kaltmiete besteuert ist. Das JC differenziert sehr wohl zwischen Kaltmiete, Betriebskosten und Heizkosten...nur zum besseren Verständnis ok?



Lieben Gruß
Linare
 

biddy

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@Linare

Laut KdU-Richtlinie sind die 319,05 € die Bruttokaltmiete, also Nettokalt PLUS kalte Betriebskosten und nicht ohne, wie Du geschrieben hattest


Linare meinte:
lass Dich doch nicht so verrückt machen von irgendwelchen Leuten die meinen mit Ihrem Halbwissen glänzen zu müssen

...

Bruttokaltmiete bedeutet lediglich, dass die Kaltmiete besteuert ist.
ohne Worte
 

Linare

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@Linare

Laut KdU-Richtlinie sind die 319,05 € die Bruttokaltmiete, also Nettokalt PLUS kalte Betriebskosten und nicht ohne, wie Du geschrieben hattest


ohne Worte


Huch jaaaa, da hat aber jemand gut aufgepasst, ich bin stolz auf Dich...Du hast vollkommen Recht, Bruttokaltmiete ist inklusive Betriebskosten!!! Auch ich kann Fehler eingestehen und bedanke mich für den Hinweis.


Gruß Linare
 

Regelsatzkämpfer

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Wie ich bereits mehrfach an anderen Stellen ausgeführt habe, muß ein Umzug zumutbar sein. Dies ist er bei diversen Erkrankungen nicht und darf dann auch nicht verlangt werden.

Beispiele für Ausschlußgründe sind Depressionen,psychosomatische Erkrankungen, posttraumatische Belastungsstörungen.
 

data100data100

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Also ich habe heute beim Rhein Kreiss Neuss angerufen. Nach 3 x verbinden hatte ich wohl jemanden vom übergeordneten Sozialamt des Rhein Kreises Neussam Apparat. Der sagte die Grenze der Bruttokaltmiete von 319,05 € gelte für Neuanmietungen. Und jetzt kommt es: Es gibt seit August 2011 eine neue Regelgung in Bezug audf Bestandskunden. Bestandskunden sind die Leute die bei Antragsstellung bereits über abgeschlossene Mietverträge verfügen und es hat auch etwas damit zu tun seit wann man Sozialhilfe bezieht. Es ist auch dehalb schwierig weil meine Sachbearbeiterin in Ihren Berechnungen nicht die aktuelle Miete als Grundlage genommen hat.


Wie ich bereits mehrfach an anderen Stellen ausgeführt habe,
muß ein Umzug zumutbar sein. Dies ist er bei diversen Erkrankungen nicht und darf dann auch nicht verlangt werden. Beispiele für Ausschlußgründe sind Depressionen,psychosomatische Erkrankungen, posttraumatische Belastungsstörungen.

Gut umziehen muss ich vielleicht nicht Ich würde das ja am liebsten durchziehen aber ich habe Angst das Sie mir nach der Überprüfung in Zukunft noch weniger zahlen als jetzt selbst wenn es es z.B. nur 20,- € wären denn ich komme mal gerade eben so über die Runden und ich muss noch einiges ab bezahlen. Am Ende der Rechnung habe ich jeden Monat noch so ungefähr 100,- zum Leben übrig. Sollte ich weniger Geld vom Amt bekommen so muss ich das bei den Lebensmittel einsparen.
 

Linare

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Hallo data100,
also sowas hab ich noch nie gehört!!! Ich würde Dir dringenst anraten zum für Dich zuständigen Amtsgericht zu gehen, Dir dort einen Beratungshilfeschein zu holen und damit schnellstens zu einem Fachanwalt für Sozialrecht zu gehen. Diesem müsstest Du dann einen kleinen Obulus in Höhe von 10.00€ zahlen sofern der Anwalt die haben möchte.

Was bitte soll ein "Bestandskunde" sein? Würde ja letzten Endes bedeuten das Du schlechter gestellt wärst, das kann so nicht richtig sein...

Du hast wie ich Dir bereits mehrfach geschrieben habe Anrecht auf 319,05€ Kaltmiete + 55,00€ Betriebskosten + 55,00€ Heizkosten.


Lieben Gruß
Linare
 

gizmo

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"Meine Frage:
Soll ich meinen Widerspruch und meinen Überprüfungsantrag zurückziehen"

Data bitte so laufen lassen.

Ich gehe zur jetzigen Zeit davon aus, das die Bescheide auf Widerspruch & Überprüfungsantrag noch ausstehen, ist das Richtig? Wie lnge ist das her?
 

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@ gizmo

Stimmt die beiden Anträge laufen noch. Ich habe beide Anträge am 3. Januar gestellt. Ich habe so das Gefühl das ich in den letzten Monaten soviel Geld für die KDU gezahlt haben und ich habe große Angst das das auffällt und das ich 1. weniger Geld bekomme und 2. aufgefordert werde die KDU zu senken. Meine Sachbearbeiterin hat gesagt das eine Aufforderung eventuel auch im Raum stehen könnte. Denn ein Prozess bei Gericht über die 50 m² hat keine aufschiebende Wirkung auf eine Aufforderung die KDU zu senken. Das sind 2 unterschiedliche Sachen auch wenn das eine von dem anderen abhängt. Melde mich nochmal bei Dir per PN. Gehe dann mal etwas näher ins Detail. Ich möchte jetzt nicht unbedingt öffentlich genau bekanntgeben in welcher Stadt ich wohne.


@ Linare

Ein Bestandkunde sind solche die vor der Änderung am 01.08.2011 schon einen unterschriebennen Mietvertrag hatten. Denen steht sogar etwas mehr zu nämlich 366,91 € inkl. der kalten Nebenkosten (Bruttokaltmiete). Für Neuanmietungen gilt jetzt der Satz von 319,05 € inkl. kalte Nebenkosten. Ich bin nun vollends verwirrt und so unsicher welche Zahlen nun die richtigen sind und wie das alles richtig berechnet wird.
 

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Anhörung wegen Überprüfungsantrag und Widerspruch

Hallo,

Hier vorab der Link zu dem Original Tread:
https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/87296-habe-ganz-grossen-mist-gebaut.html

Für alle anderen hier nochmals die nötigen Info's:
Die Grundmiete 343,58 € nach Mieterhöhung vom 01.04.2010
Heizkosten 55,- €
Nebenkosten 55,- €
Größe der Wonung 51m²

Folgende Punkte machen mich stutzig:

...teile ich mit, dass ab dem 01.07.2007 (Beginn der Hilfegewährung) die für einen 1 Personenhaushalt angemessene Kaltmiete von damals 296,09 € berücksichtigt wird.


Aus den v.g. Gründen ist Ihr Überprüfungsantrag anzulehnen, ich gebe Ihnen hiermit gem. § 24 SGB X Gelegenheit zur Anhörung. Gerne können Sie einenn Termin mit mir vereinbaren.


Meine Fragen :
1.) Die KDU für Neuanmietungen beträgt 319,05 € inkl. kalter
Nebenkosten + Heizkosten. Für Bestandskunden gilt laut
Rhein Kreiss ein Satz von 366,91 € inkl. kalter Nebenkosten
+ Heizkosten. Wie kommt es das für mich eine Kaltmiete von
296,09 € + 55,- € Nebenkosten + 55,- € Heizkosten gilt.
Gibt es da noch ein besondere Regelung von der ich bisher nichts
weiß ??? Der Erstantrag war der 01.07.2007
2.) Soll ich jetzt diesen Anhörungstermin wahrnehmen und wenn ja
was soll ich da sagen. Ich stütze mich ja auf das Urteil vom LSG
NRW das besagt das 51m² angemessen sind. Folglich muss ich
doch auch mehr KDU bekommen oder habe ich etwas
übersehen oder nicht richtig verstanden ???
3.) Macht es Sinn weiter zu machen und wie sind eventuell meine
Erfolgsaussichten ??? Nicht das ich mir einer möglichen Klage
selbst ins Knie schieße ?
4.) Wenn eine eventuelle Klage vor dem Sozialgericht Sinn macht
was sind dann die nächsten Schritte die ich dafür unternehmen
muss damit meine Klage nicht wegen Formfehlern abgelehnt
wird ???

Allein die Gelegenheit zur Anhörung schüchtert mich ein.
Ich denk ich habe jetzt irgendetwas schlimmes getan und hab nun die Möglichkeit mich gegen die Anschuldigung zu rechtfertigen !
 

Anhänge

  • Kopie von Widerspruch Bescheid gegen Bescheid vom 19.12.2011.doc
    21 KB · Aufrufe: 111
  • Kopie von Überprüfungsantrag nach § 44 SGB X.doc
    21 KB · Aufrufe: 188
  • Anhörung Widerspruch und Überprüfungsantrag.pdf
    591,3 KB · Aufrufe: 136
E

ExitUser

Gast
Hier drängt sich die Frage nach der Produkttheorie auf: gibt es überhaupt angemessenen Wohnraum? Wenn nein, sind die tatsächlichen KdU zu übernehmen. Mieterhöhungen kann der Hilfeempfänger nicht beeinflussen, deshalb sind auch diese in der tatsächlichen Höhe zu übernehmen.
Ist es dem Amt zu teuer, besteht die Möglichkeit ein Kostensenkungsverfahren einzuleiten, wobei hier eine Anhörung des Hilfeempfängers genauso statt zu finden hat, wie eine Wirtschaftlichkeitsprüfung. Letzteres bedeutet, dass das Amt die Kosten des Umzuges und Wohnungsbeschaffung der alten höheren Miete gegenüberzustellen hat. Nehmen wir also an, der Umzug würde 2500 € kosten und die alte höhere Miete läge nur 50 € über dem Angemessenheitssatz, dann würde es über 4 Jahre dauern, bis ein Ammortisationseffekt eintreten würde. Dies ist weder wirtschaftlich noch sozial vertretbar und hätte bei einer Klage vor dem SG keinerlei Bestand...
Ich befürchte, dass eine Klage unabwendbar scheint...
 

gila

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Hallo data100.

Leider kenne ich mich nicht wirklich mit KDU aus - jedoch scheint mir, als hättest du einen Überprüfungsantrag stellen WOLLEN nach dem Muster aus der Info von @Ipadoc hier? https://www.elo-forum.org/kosten-unterkunft/83966-nrw-betroffene-vollen-kdu-anspruch-sichern.html

Dann hättest du das evtl. etwas genauer formulieren sollen, so scheint es, dass nix wirklich überprüft wurde, sondern nur alte Fakten aufgezählt.
Das mit den 50 qm haben die nicht kapiert - wie ich es lese.

Nun kommt es ja nicht nur auf die qm an ... da denke ich, stimmt auch das, was tex65 geschrieben hat.

Zwischen 2007 und jetzt sind außerdem einige Jahre vergangen, und es ist komisch, dass inzwischen keine zu akzeptierenden Mietpreissteigerungen in den Mietspiegel Einzug gehalten haben :confused: Das kann doch über 5 Jahre nicht unverändert geblieben sein?

Du schreibst doch, dass du schon rein psychisch nicht in der Lage bist, umzuziehen.
Also kannst du auch deine KDU-Kosten nicht senken.

Irgendwie liest sich das bei dir, als ob man von Anfang an bei deiner Wohnung "rumgekungelt" hat, und dir einfach einen Teil aus dem Regelsatz zumutet?

Lies doch mal bei @Regelsatzkämpfer: https://www.elo-forum.org/grundsich...ine-kdu-senkung-psychischen-erkrankungen.html

Vielleicht muss man zweigleisig fahren: einmal mit einer Überprüfung und hier die richtigen Vorgaben nennen und zum Zweiten mit einem Attest deines Arztes, dass dir ein Umzug aufgrund psychischer Belastungen nicht zuzumuten ist.
Denn dann müsste man auch deine Miete akzeptieren.
 

gizmo

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Hallo Data,
hier jetzt mal wie ich darauf Antworten würde, wenn die da schon so einen Humbug machen, werden wir halt die Ünschlüssigkeit des Humhug`s auf den Tisch legen.

Alles weiter in der Anlage.

Gila ist da schon auf den Richtigen weg, die Wohngeldtabelle beinhaltet seit 2009 die Preisrhöhungen zur KDU.

Hier ist es aber noch schlimmer, ich gehe davon aus das 2007 noch 50m² für Neuss rechtens war. Die sind einfach auf 45m² runter gegangen um die Kosten gleich zu halten.

Man, ich hoffe die *.pdf kann noch einer nachvollziehen, halt Unschlüssig, oder?
 

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  • Data Antwort 16.03 2012.pdf
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gizmo

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Mal abgesehen was ich da jetzt vorher berechnet habe, sehe ich es jetzt mit der neuen Info so.
Neue Info:

https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...6kr8Eg&cad=rja

Daten aus Seite 18 & 19

1. Person in Dormagen, Grevenbroich, Kaarst, Korschenbroich
Wohnungsgröße: ---------------------------45m² --------------(50m²)
Kaltmiete: -----------------------------------237,15 € ---------( 263,50 €)
Nebenkosten: -------------------------------81,90 € ----------( 91,00 €)
Bruttokaltmiete:-----------------------------319,05 € --------(354,50 € )
Bruttokaltmiete für Bestandskunden: 356,04 €

So wie ich das jetzt verstehe werden hier auf die Kaltmiete (237,15 €)15% aufgeschlagen ergibt 272,72 € KM plus die NK 81,90 € ergibt 354,62 € für KM & NK sprich Bruttokaltmiete für Bestandskunden.

Habe das mal hochgerechnet auf 50m², Ergebnis in (50m²) = 354,50 €
Das kommt in etwa hin mit den 15% Aufschlag = 356,04 €
Schein auch hinzukommen dass eine Erhöhung in der KM m² gegeben hat.
Für 50m² 2007 296,09 € KM & NK – 55 € NK = 241,09 € KM/50m² = [4,82 €/m2 (2007)]
Für 50m² 2012 263,50 € KM/50m² = [5,27 €/m2 (2012)]

Das sieht nicht besonders gut aus mit deiner Kaltmiete von 343,58 €.

Ob die Erhöhung des m² Preises von 0,45 €/m² für eure Wohngegend stimmt, weis ich nicht und wage ich auch nicht abzuschätzen.

Wenn sich allerdings die 50m² durchsetzen (ausstehendes BSG Urteil), dann wird es auch wieder ein Zuschlag für Altmieter geben müssen (schätze 10%).

Vielleicht kommen da ja noch Elo`s aus deiner Gegend die besser helfen können.

HZ Kosten habe ich hier nicht berücksichtigt, sind in voller Höhe zu bezahlen.

Ich würde auf jeden Fall es mal mit einem Beratungsschein probieren, ein Anwalt aus deiner Gegend kann da bestimmt mehr helfen als ich. 45m² sind halt keine 50m².

NK & HK sind bis jetzt doch immer in voller Höhe übernommen worden, oder?

Es wird wohl so sein das seit Einführung der Neuen Berechnungsgrundlagen noch die Differenz zwischen der alten und neuen KM zusteht pro Monat. Hier mal schauen ob du der Ablehnung des Überprüfungsantrages nicht Widersprechen solltest.

In Bezug auf das Schreiben von 03.01.2012 *pdf Ablehnung. Hier steht dir für den Widerspruch & dem Überprüfungsantrag jeweils ein Antwortschreiben zu. Hier wurde nur im letzten Absatz der Überprüfungsantrag abgelehnt, nicht aber dem Widerspruch. Wie das jetzt rein Rechtlich mit dem Widerspruch ist weis ich nicht.
Aber da wissen andere vielleicht mehr.

Würde jetzt die Sache mit deiner Gesundheit angehen.

Vielleicht kommt ein anderer Elo hier ja noch vorbei.
 

gizmo

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Von wegen Angreifbarkeit, hier noch mal einen Vergleich, denn möchte ich hier noch mal anbringen.

Habe mal die Daten heraus gesucht wie das aussehen würde mit der Wohngeldtabelle.

Zutreffend wäre hier die Wohngeldstufe 5, das bedeutet 385.00€ + 10% Sicherheitszuschlag = 423.50€ für 50m², ergibt für 45m² 345,50€ +10% = 381,15€.

Vergleichen wir das mal:

KDU nach Wohngeldtabelle & nach jetziger KDU Tabelle
50m² nach Wohngeldtabelle = 385.00 € +[10% Sicherheitszuschlag] = 423,50 €
50m² nach jetziger KDU Tabelle ____________________________ = 354,50 €

45m² nach Wohngeldtabelle = 346,50 € +[10% Sicherheitszuschlag] = 381,15 €
45m² nach jetziger KDU Tabelle ____________________________ = 319,05 €

Hier frage ich mich allerdings, wie kann es zu solch einem großen Unterschied in der KDU Berechnung kommen. Wäre vielleicht mal was für HZ4er das herauszubekommen die aus dieser Gegend kommen. Ich persönlich würde mich daran setzen, für mich wäre die jetzige KDU Berechnung nicht Glaubwürdig gegenüber den relevanten Mietkosten laut Wohngeldtabelle.
 
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