Habe einen Vermittlungsvorschlag erhalten, der weit von meinen Kenntnissen abweicht-nach Anruf bei der Firma, Praktikum wegen sympathischer Stimme versprochen?! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Miranda

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Februar 2020
Beiträge
2
Bewertungen
0
Das stinkt irgendwie. Habe eine Einstellungsabsichtserklärung von einer Firma erhalten und daraufhin einen Bildungsgutschein beantragt, da die Absichtserklärung lautet, nach dem Erwerb der fehlender Kenntnisse, würden wir Frau X gerne eine Vollzeitstelle bei uns im Unternehmen anbieten. (Ich bin der Firma bereits bekannt, durch eine frühere gute Zusammenarbeit) Nach dem Antrag händigt das Jobcenter Flyer aus, zur Förderung der Gehaltskosten für den Arbeitnehmer, mit dem Ziel zur sofortigen Einstellung. Dieser hat keine Kapazitäten um eine intensive Betreuung zu gewährleisten und gibt daher eine Empfehlung für einen Weiterbildungskurs. Es handelt sich um ein Weiterbildungsthema, was nicht zwischen Tür und Angel erklärt werden kann und Kurse finden darin in 6 - 12 Monaten Intensivkurs Vollzeit statt.

So weit so gut. Jetzt kommt ein VV vom Arbeitgeberservice, auf eine Tätigkeit, wo ich auch die Einstellungsabsichtserklärung vorliegen habe. Es werden im Anhang vertiefte Kenntnisse gefordert, wo mir nicht einmal Grundkenntnisse vorliegen. Ich rufe die Firma an, um diese zu informieren. Am anderen Ende der Inhaber der Firma, welcher überhaupt nichts von mir weiß, weder Lebenslauf hat, noch ein Alter etc., alles was er weiß, ist das ich fehlende Kenntnisse habe. Nach zwei Sätzen Gesprächsdauer bietet er mir ein Praktikum an und eine Erstausbildung bei Ihm ab September. Meine Stimme wäre so sympathisch. Eine Ein-einhalb-Mann Firma, wo der Inhaber ständig außer Haus ist beim Kunden. Ich habe 5x versucht überhaupt den Inhaber zu erreichen. Es wäre alles Selbststudium, meinte er, kein Problem. Für mich stinkt das zum Himmel und riecht nach Fördergelder einstreichen wollen und eher nach Zeitverschwendung für mich. Außerdem sehe ich daraufhin nun mein ehrliches Angebot in Gefahr, wo ich einen Weiterbildungskurs beantragt habe. Was kann ich tun? Habt ihr irgendwelche Tipps? Dem Amt geht es ja auch nur darum, mich billig wegzuhaben. Und Praktikum und Erstausbildung klingt doch super für die. Wenn sie jedoch etwas Geld investieren würden wäre ich in ca 9 Monaten in einer Vollzeitstelle untergebracht anstatt noch ewig rumzumachen und am Ende immernoch keine Vollzeitstelle zu haben. Kurz zu mir, ich bin 40 und möchte nicht noch ewig rumdümpeln, sondern wirklich wieder einen ordentlichen Einstieg. P.S. Meinen alten Beruf kann ich nicht mehr ausüben.
 

Babbel1

Elo-User*in
Mitglied seit
30 August 2019
Beiträge
382
Bewertungen
670
Ich rufe die Firma an, um diese zu informieren. Am anderen Ende der Inhaber der Firma, welcher überhaupt nichts von mir weiß, weder Lebenslauf hat, noch ein Alter etc., alles was er weiß, ist das ich fehlende Kenntnisse habe. Nach zwei Sätzen Gesprächsdauer bietet er mir ein Praktikum an und eine Erstausbildung bei Ihm ab September. Meine Stimme wäre so sympathisch.
Tja da hättest du wohl lieber nen kurzen Brief schreiben sollen ...

Eine Ein-einhalb-Mann Firma, wo der Inhaber ständig außer Haus ist beim Kunden.
Darf der überhaupt ausbilden?
 

Miranda

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
7 Februar 2020
Beiträge
2
Bewertungen
0
Ich nehme an, das ich ihm auch bei einem Brief äußerst sympathisch gewesen wäre. Habe bei der IHK angerufen und er ist zwar noch nicht zugelassen, aber das wäre nicht weiter problematisch. Wochenendkurs und schon darf sich jeder Ausbilder nennen. Was die Außer-Haus-beim-Kunden Geschichte angeht, bin ich mir nicht so sicher. Da ja nie jemand greifbar wäre für meine Fragen.
 

sonjasch

Neu hier...
Mitglied seit
8 Februar 2020
Beiträge
2
Bewertungen
0
Das hört sich nach einer Nutzung des Qualifizierungschancengesetz an. Es gibt 2 Varianten, die während einer Anstellung gefördert werden.
1. Weiterbildung (bei kleinen Unternehmen 100% der Weiterbildungskosten) und bis 75% des Gehaltes inklusive Lohnnebenkosten für die Zeit, in der du außer Haus geschult wirst. (Bei Vollzeit dann 75% des kompletten Gehaltes).
2. Berufsabschlussqualifizierend, dh, wenn der Abschluss nicht mehr verwertbar ist > Umschulung (bei kleinen Unternehmen Förderung 100% der Umschulung + 100% des Gehaltes!)
Klar streicht der Mann Fördergelder ein. Aber wenn du dafür eine Weiterbildung bei vollem Gehalt bekommst, die DU brauchst/ willst, mit der du auch in anderern Jobs was anfangen kannst, warum nicht!?
Es kann sein, daß der "Arbeitgeber" mit kleinen, AZAV zertifizierten Schulen zusammenarbeitet, die Schüler suchen. Die bekommen Geld vom AA, wenn Arbeitgeber Ihnen Umschüler bringen. Das ist eigentlich assi und man sollte wissen, daß damit eigentlich Angestellte gefördert werden sollen, und daß er DIR dankbar sein kann, nicht du ihm! Aber wie gesagt - wenn dir die Maßnahme wirklich was für deinen weiteren Weg bringt (du wirst womöglich nach der Umschulung gekündigt), dann mach es doch.

Bei einer Vollzeit-Umschulung solltest du nur aufpassen, daß er nicht beantragt, du wärst in Vollzeit in der Schule, während du heimlich noch für ihn arbeiten müsstest. Das wäre wirklich assozial gegenübber der wirklich tollen Idee des Qualifizierungschancengesetzes, dann bekäme er sogar deine Arbeitskraft komplett kostenlos, weil dein Gehalt ja sowieso schon zu 100% gefördert/ bezahlt wird.

Lass dir auf jeden Fall nichts vom Pferd erzählen, er fände deine Stimme so toll oder es läge an dir. Er wird gefördert. Aber solange ihr beide einen Vorteil habt, warum nicht? Frag einfach, welche tollen Weiterbildungen er dir denn abieten kann und gucke dir die Schule an. Wenn das nur Lug und Trug und Mist ist, der dir nichts bringt, kannst du nie wieder in den nächsten 4 Jahren so eine Förderung beantragen über einen Arbeitgeber. Vielleicht auch nicht mehr als Arbeitsloser. Es sollte also wirklich Sinn machen und gut sein.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Wer weiß, vielleicht ist es sogar ernst gemeint. Wenn du nur eine mehrmonatige Weiterbildung machen sollst, bekommt der Arbeitgeber in der Zeit ja nur 75% erstattet und muss 25% des Gehaltes inklusive Lohnnebenkosten zahlen. Dann muss er dich schon behalten wollen. Das könnte wirklich eine gute Chance sein, sofern die Weiterbildung (und der Job) das ist, was du tun wollen würdest.
 
Zuletzt bearbeitet:

sonjasch

Neu hier...
Mitglied seit
8 Februar 2020
Beiträge
2
Bewertungen
0
---------------
Nee, sorry, ich habe dich irgendwie falsch verstanden. Es handelt sich wohl um 2 verschiedene Arbeitgeber? Nein, wenn der 2. dich nicht weiterbilden kann, weil er nie da ist und du das im "Selbststudium" ohne Weiterbildung machen sollst, ist das natürlich Quatsch.
 

SB Feind

Priv. Nutzer*in
Mitglied seit
18 Februar 2013
Beiträge
997
Bewertungen
522
Ich kenn nur Ein Mann oder Zwei Mann Betriebe, dann Ist der halbe vielleicht ein Kleinwüchsiger Mensch?
 
Oben Unten