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Habe einen Mietvertrag ... und jetzt?

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qwechsk

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Hallo,

ich habe endlich mal ein bisschen Glück gehabt. Und zwar habe ich einen Mietvertrag für eine Wohnung, die ca. 30 qm gross ist und nichtmal 300 Euro monatlich kostet. Die Wohnung ist also angemessen. Habe heute auch rumtelefoniert und bei der Arbeitsagentur wurde mir gesagt, dass auch die Kaution grundsätzlich übernommen wird.

Wohin muss ich denn jetzt wirklich gehen, um die Miete und die Kaution zu beantragen ... zur Arbeitsagentur oder zur Arge? Gibts irgendetwas, was ich im Umgang mit der Arge/Agentur wissen sollte?

Mein Vermieter meinte, dass ich halt das Formular für ihn bei der "Stadt" abholen und ihm geben soll. Werde ich dann Montag auch machen.

Gruss,
C.
 
E

ExitUser

Gast
Vor Abschluss eines neuen Mietvertrages muss der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des kommunalen Trägers (Job-Center) zu den künftigen Kosten einholen. Dieser ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind (§ 22 Abs. 2 SGB II).
 

qwechsk

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Ich weiss, dass die Wohnung angemessen ist. Die Notwendigkeit ist auch gegeben. Deshalb habe ich den Mietvertrag auch schon unterschrieben. Also denke ich, dass es damit keine Probleme geben sollte.

Und nur weil ich den Mietvertrag bereits unterschrieben habe, wird die zuständige Stelle doch bestimmt nicht grundsätzlich ablehnen, wenn alle anderen Vorrausetzungen erfüllt werden.

Es ist halt so, dass wenn man nicht so schnell wie möglich unterschreibt, dass dann der nächste potentielle Mieter schon beim Vermieter an der Tür klingelt.
 
E

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Gast
qwechsk schrieb:
Ich weiss, dass die Wohnung angemessen ist. Die Notwendigkeit ist auch gegeben. Deshalb habe ich den Mietvertrag auch schon unterschrieben. Also denke ich, dass es damit keine Probleme geben sollte.
Ich hoffe du hast die Notwendigkeit schriftlich von der Arge!

Und nur weil ich den Mietvertrag bereits unterschrieben habe, wird die zuständige Stelle doch bestimmt nicht grundsätzlich ablehnen, wenn alle anderen Vorrausetzungen erfüllt werden.
Das sehen leider viele SBS anders. Es gibt nunmal Regeln und die muss man einhalten, wenn man vermeiden will den Kürzeren zuziehen.



Es ist halt so, dass wenn man nicht so schnell wie möglich unterschreibt, dass dann der nächste potentielle Mieter schon beim Vermieter an der Tür klingelt.
Das stimmt zwar teilweise, aber wenn man mit dem Vermieter redet, kann man auch da eine Vereinbarung treffen
 

qwechsk

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Die Notwendigkeit habe ich nicht schriftlich von der Arge. Für mich ergibt sich die Notwendigkeit allerdings daraus, dass ich ansonsten ab dem 01.11. ohne Unterkunft wäre. Das ist m.E. Notwendigkeit genug.

Ob ich jetzt mit dem Mietvertrag mit beiden oder mit nur einer Unterschrift zur Arge gehe, sollte doch nicht entscheidend für die Übernahme der Miete / Kaution sein, nur weil ich einen Verwaltungsschritt übersprungen habe.

Ausserdem entsteht der Schaden doch mir, wenn ich "vorschnell" einen Mietvertrag abschliesse und die Arge dann nicht die Kosten übernimmt.

Also lediglich aus dem Grund abzulehnen, weil ich mir sicher bin und damit Recht habe, dass die erforderlichen Bedingungen erfüllt werden und ich somit den Mietvertrag schon abgeschlossen habe, ohne mir vorher eine Zusage über das geben zu lassen, was ich eh schon wusste, fände ich unter aller Sau.
 
E

ExitUser

Gast
Ob ich jetzt mit dem Mietvertrag mit beiden oder mit nur einer Unterschrift zur Arge gehe, sollte doch nicht entscheidend für die Übernahme der Miete / Kaution sein, nur weil ich einen Verwaltungsschritt übersprungen habe.
Die Mietübernahme- Erklärung und die Kautionsübernahme –Erklärung sind vor Abschluss des Mietvertrages einzuholen.
Du solltest mal lesen!

§ 22
Leistungen für Unterkunft und Heizung


(1) Leistungen für Unterkunft und Heizung werden in Höhe der tatsächlichen Aufwendungen erbracht, soweit diese angemessen sind. Soweit die Aufwendungen für die Unterkunft den der Besonderheit des Einzelfalles angemessenen Umfang übersteigen, sind sie als Bedarf des allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft so lange zu berücksichtigen, wie es dem allein stehenden Hilfebedürftigen oder der Bedarfsgemeinschaft nicht möglich oder nicht zuzumuten ist, durch einen Wohnungswechsel, durch Vermieten oder auf andere Weise die Aufwendungen zu senken, in der Regel jedoch längstens für sechs Monate.

(2) Vor Abschluss eines Vertrages über eine neue Unterkunft soll der erwerbsfähige Hilfebedürftige die Zusicherung des kommunalen Trägers zu den Aufwendungen für die neue Unterkunft einholen. Der kommunale Träger ist nur zur Zusicherung verpflichtet, wenn der Umzug erforderlich ist und die Aufwendungen für die neue Unterkunft angemessen sind.

(3) Wohnungsbeschaffungskosten sowie Mietkautionen und Umzugskosten können bei vorheriger Zusicherung durch den kommunalen Träger übernommen werden. Die Zusicherung soll erteilt werden, wenn der Umzug durch den kommunalen Träger veranlasst oder aus anderen Gründen notwendig ist und wenn ohne die Zusicherung eine Unterkunft in einem angemessenen Zeitraum nicht gefunden werden kann.

(4) Die Kosten für Unterkunft und Heizung sollen von dem kommunalen Träger an den Vermieter oder andere Empfangsberechtigte gezahlt werden, wenn die zweckentsprechende Verwendung durch den Hilfebedürftigen nicht sichergestellt ist.

(5) Mietschulden können als Darlehen übernommen werden, wenn sonst Wohnungslosigkeit einzutreten droht und hierdurch die Aufnahme einer konkret in Aussicht stehenden Beschäftigung verhindert würde.
 

qwechsk

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Ich kann lesen, vielen Dank. Allerdings zähle ich mich auch nicht zu den Personen, die eine 100 qm Wohnung anmieten und sich dann wundern, wenn die Arge "Nein" sagt. Für solche Menschen werden solche Gesetze gemacht. Der Arge ensteht nämlich kein Schaden, wenn sie die Kosten für einen abgeschlossenen Mietvertrag nicht übernimmt.
 

qwechsk

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Erklärst Du mir bitte auch den Sinn dieses Gesetzes?
 
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qwechsk schrieb:
Erklärst Du mir bitte auch den Sinn dieses Gesetzes?
Den Sinn dieses Gesetzes mußt du bei den Machern erfragen.Wir versuchen nur den Unsinn zu minimieren und zu wandeln in ein Menschenwürdigendes Leben.
 

Arania

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Ausserdem kannst Du Dir ohne Probleme eine 100qm-Wohnung anmieten wenn sie eben den angemessenen Satz nicht übersteigt der Dir von der ARGE vorgegeben ist, es geht nicht um Quadratmeter.
 

qwechsk

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Klar geht es um die QM.
Angemessenheit wird durch die monatlichen Kosten sowie die Grösse der Wohnung und der Anzahl der Bewohner bestimmt.
Beispiel:

Eine Person
Max. 45 qm
Max. 360 Euro monatlich

Zwei Personen
Max. 60 qm
Max 500 Euro monatlich

usw.
 

Gozelo

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qwechsk schrieb:
Klar geht es um die QM.
Angemessenheit wird durch die monatlichen Kosten sowie die Grösse der Wohnung und der Anzahl der Bewohner bestimmt.
Beispiel:

Eine Person
Max. 45 qm
Max. 360 Euro monatlich

Zwei Personen
Max. 60 qm
Max 500 Euro monatlich

usw.
Diese Regelungen sind regional sehr unterschiedlich. Bei uns in Bremen hat z.B. der Senat festgelegt, dass nur die "angemessene" Bruttokaltmiete von Belang ist. Die qm-Zahl ist bei uns absolut unerheblich für die "Angemessenheit" der Wohnung. Na ja, wer bewohnt schon einen Tanzsaal, wenn die Miete nur 248 Euro (Altbau) betragen darf??

lg
gozelo
 
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ExitUser

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Erzähl mal deine Auffassung von den 100 qm einer Familie mit 4-5 Kindern.
 

qwechsk

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Natürlich benötigt eine Familie mit 2-3 Kindern wesentlich mehr Wohnraum und ob der wirklich angemessen bewilligt wird, weiss ich natürlich nicht, da ich lediglich für mich selbst eine Wohnung brauche.

Und ansonsten waren meine Ausführungen korrekt. Es ist unerheblich, ob vor Unterzeichnung des Mietvertrages die Zustimmung des Leistungsträgers eingeholt wird, wenn denn der Wohnraum angemessen ist.

Ref.: Checkliste zur Bewilligung von Wohnraum in Umzugsangelegenheiten des Sachbearbeiters beim Leistungsträger.
 
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Gast
Es ist unerheblich, ob vor Unterzeichnung des Mietvertrages die Zustimmung des Leistungsträgers eingeholt wird, wenn denn der Wohnraum angemessen ist.

Klar, wenn du den § 22 ignorierst und du die Kosten des Umzugs aus deiner eigenen Tasche zahlst.

Viele Vermieter verlangen bereits jetzt schon eine Kautions- u. Mietübernahmebescheinigung, bevor es zum Abschluss des Mietvertrages kommt.
 

qwechsk

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Ich habe auch nicht nach der Kostenübernahme für den Umzug gefragt. Und sicherlich verlangen die meisten Vermieter bereits vorher Kaution + Miete. Aber das trifft nicht auf mich und meinen Fall zu und darum muss ich es auch für mich nicht berücksichtigen.

1. Wohnung gesucht, vermieter informiert, dass es noch etwas dauert, bis der Leistungsträger ihm die Kosten zahlt. Mieter einverstanden, also Mietvertrag unterschrieben.
2. Zum Leistungeträger gegangen und Übernahme der Mietkautionskosten und Miete beantragt. Zusichrung über Zahlung bereits geben lassen.
3. Wohnung bezogen.

Das klappt sicher so nicht immer und für jeden, aber für mich hat es das. Und mehr brauch ich gar nicht wissen.
 
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