Habe einen Erstantrag gestellt. Was sind derzeit während Corona übliche Bearbeitungsdauern?

chromoxidgruen

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Hallo,

Wollte mal fragen, welche Erfahrungen macht Ihr während Corona bezüglich Bearbeitungsdauer?

Ende August hab ich meinen Antrag gestellt. Nach einigem bürokratischen Hin und Her hatte ich Anfang Oktober endlich die Liste der Dokumente, die ich noch einreichen sollte. Das hab ich vor 2 Wochen getan: Zuerst die wichtigsten Dokumente per Fax (mit Liste auf dem Deckblatt), und der Ankündigung dass der Rest per Post kommt (war zuviel zum Faxen). Dann am gleichen Tag die gefaxten Dokumente nochmal sowie den Rest per Einschreiben versandt. (Alles locker innerhalb der gesetzten Frist.) Seitdem hab ich nichts mehr gehört. Weder eine Bewilligung, noch ein Schreiben dass irgendwas fehlen würde.

Grüße
chromoxidgruen
 

VogelimKopf

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Das ist von Jobcenter zu Jobcenter unterschiedlich, denke ich.
Bei mir hat eine Rückantwort zu meinem formlosen Antrag mit der Liste der Unterlagen nicht ganz zwei Wochen benötigt.
Für eine Bearbeitung dürfen sich Jobcentermitarbeiter bis zu sechs Monate Zeit nehmen, leider.
Bist du dringend auf den Geldfluss angewiesen, kannst du aber einen Antrag auf Vorschuss stellen.
Vielleicht erkundigst du dich schriftlich/per Fax und fragst nach dem Stand. Damit rufst du dich in Erinnerung, denn möglicherweise bist du in dem ganzen Chaos dort einfach vergessen worden.
 

chromoxidgruen

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Das mit dem Fax hatte ich auch angedacht, wollte mir aber vorher einen Eindruck verschaffen in welchem Rahmen sich die Zeiten bewegen. Wie lange hat es denn bei Dir NACH Einreichung der Unterlagen noch gedauert? Noch habe ich Ersparnisse, aber die reichen auch nicht ewig, dann werde ich wohl einen Einantrag stellen müssen bei Gericht. Falls auf das Fax nicht reagiert wird.
 

isso

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Der SB der Leistungsabteilung bei mir ist ganz fix, ich schreibe mit ihm wöchentlich. Eine Bewilligung habe ich bislang immer noch nicht bekommen, da der SB sich quer stellt.
Definiere "quer stellt" er wird ja schon irgendeinen Grund angeben, warum es noch nicht zu Bewilligung gekommen ist. So was kann dann eben dazu führen, dass sich die Bearbeitungszeit verlängert. Wenn bei der Antragsstellung schon alles da ist und keine Fragen mehr offen sind, kann es schon mal innerhalb von wenigen Tagen sein, wenn nachfragen notwendig sind vom Antragszeitpunkt bis Eingang aller Unterlagen, dann hängt die Bearbeitungsdauer maßgeblich von der Mitwirkung des Antragsstellenden ab.
 

chromoxidgruen

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Bei mir waren die anfangs auch fix, es ging zwar ein paarmal hin und her bis ich meine Liste hatte, aber die Antworten kamen immer in wenigen Tagen. Jetzt ist allerdings schon 2 Wochen Sendepause. Ich denke ich warte noch 2 Tage und schicke dann das Fäxchen. Vielleicht ist SB auch erkrankt und alles erstmal liegen geblieben, wer weiß.
 
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akaKnut

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Falls auf das Fax nicht reagiert wird.

Statt nach dem Stand der Bearbeitung zu fragen und mit einer eventuellen Antwort wieder Zeit zu verschwenden, wäre es vielleicht hilfreicher, gleich den Antrag auf Vorschuss zu stellen. Die Frist für die Zahlung läuft ab Antragseingang. Und es steht zu erwarten, dass der SB, solange alle Unterlagen vorliegen, gleich den Bescheid fertig macht, statt erst den Vorschuss. So oder so kannst du damit die Sache nur beschleunigen.

Geht formlos, aber bitte nachweisbar:

Sehr geehrte Damen und Herren, am xxx stellte ich Antrag auf Leistungen nach dem SGB. Da für die Bearbeitung des Antrags offenbar längere Zeit erforderlich ist, stelle ich hiermit Antrag auf Vorschuss gemäß § 42 SGB 1. MfG
 

VogelimKopf

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@isso
Der SB verzögert wissentlich die Bearbeitung des Antrags. Er verlangt Auskünfte, die ihm nicht zustehen, ignoriert Fragen nach welcher rechtlichen Grundlage er dies und jenes verlangt, etc. Er unterstellt mir, trotz Gegenbeiweis, dass ich in einer HA lebe, was wohl der Hauptknackpunkt ist.
Für mehr Infos siehe hier: https://www.elo-forum.org/threads/e...und-dem-zusammenstellen-der-dokumente.217400/
Das beschreibt das ganze Theater, das ich mit ihm habe.
 

chromoxidgruen

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Und es steht zu erwarten, dass der SB, solange alle Unterlagen vorliegen, gleich den Bescheid fertig macht, statt erst den Vorschuss.

Danke, das ist ein hilfreicher Hinweis. Dachte immer Vorschüsse gäbe es nur bei Mittellosigkeit, hab aber jetzt den § aufgerufen und gesehen dass das nicht der Fall ist. Werd ich so machen :biggrin:
 

Zimti

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Als ich endlich alle Papiere zusammen hatte, dauerte es ca. zwei Wochen bis der Antrag durch war. Aber ich denke, dass man die Zeiten nicht vergleichen kann. Ich habe seit 1.8. Anspruch, hatte die Papiere aber erst Mitte September zusammen. Ich habe halt den Antrag online schon Ende Juli unfertig los geschickt und nicht erst gewartet, bis ich alles zusammen habe.
Dann habe ich den restlichen Kram noch nachgereicht.
Nach der Bewilligung bekam ich auch sehr zügig die Nachzahlung. War echt positiv überrascht.
 

chromoxidgruen

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Aber ich denke, dass man die Zeiten nicht vergleichen kann.

Danke für die Rückmeldung. Doch, kann man eben wohl. Wie geschrieben, hatte ich den Antrag bereits Ende August gestellt, und zwar per Fax. Papiere Anfang/Mitte Oktober eingereicht. Somit bin ich jetzt in der gleichen Lage wie Du, dass ich nach Beibringung aller Unterlagen nun seit 2 Wochen auf die Bewilligung warte. Der einzige Unterschied ist, dass bei Dir die Bewilligung dann kam, bei mir bisher nicht.
 
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Zimti

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Mit dem nicht vergleichen meinte ich nicht nur den einzelnen Zeitrahmen, wann man den Antrag verschickt hat, sondern viele andere Parameter: Das Problem wird z. B. auch sein, dass nicht alle AA gleich gut besetzt sein werden und nicht überall gleich viel oder wenige Anträge rein fluten werden. Es werden auch nicht überall gleich wohlwollende oder korinthenausscheidende Sachbearbeiter rum sitzen. Diese müssen vielleicht auch die Kurzarbeitergeld-Anträge bearbeiten. Da gibt's regional ebenfalls riesige Unterschiede, wie viele Firmen Kurzarbeit anmelden müssen. Ich habe alles eingescannt und die Sachen waren somit schon online sofort bei denen im System, während du die Sachen per Fax und Papier geschickt hast und sie diese Unterlagen somit erst ins System einpflegen müssen. Insofern wird es immer ein Zeitvergleich zwischen zumindest zwei verschiedenen Apfelsorten sein.

Hast du denn schon Rückmeldung bekommen, ob die Unterlagen eingegangen sind? Ich hatte sehr schnell die Rückmeldung, dass die Unterlagen eingegangen sind und man auf Nachfragen verzichten soll. Falls du keine solche Info erhalten hast, würde ich an deiner Stelle gleich mal anrufen, nicht faxen, ob deine Unterlagen angekommen sind und ob die Bearbeitung noch dauert, weil du sonst einen Vorschuss beantragen müsstest.
Ich habe früher geschäftlich viel faxen müssen und trotz vermeintlich versandten Faxen sind Faxe nicht beim Empfänger angekommen.
 

isso

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Ich habe alles eingescannt und die Sachen waren somit schon online sofort bei denen im System, während du die Sachen per Fax und Papier geschickt hast und sie diese Unterlagen somit erst ins System einpflegen müssen.
Macht absolut keinen Unterscheid in der Regel, denn in das entsprechende Programm werden sie nicht automatisch eingelesen, sondern von Hand eingetragen. Das einzige was Unterschiede macht, sind örtliche Regelungen dazu, ob Papierpost erst zu einem Sacndienstleister geht oder im Fall von Neuanträgen eben nicht und direkt in die Teams.


Dennoch lassen sich die Bearbeitungszeiten weder von zwei Jobcenter verscheidener Regionen, noch Geschäftsstellen einer Stadt, Teams, Sachbearbeiter oder auch nur zwei Kunden beim selben Sachbearbeiter vergleichen. Manchmal geht ein Neuantrag einer 6 Personen BG schneller als die 1 Personen BG eines Selbstständigen. Es spielen sehr viele Faktoren rein.
 

Zimti

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Wieder was gelernt, isso. Aber ist schon blöd, dass die Bearbeitungsdauer so sehr unterschiedlich ist. Da sollte es automatisch wenigstens etwas Vorschuss geben, bis die eigentliche Kohle kommt.
 

chromoxidgruen

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Mit dem nicht vergleichen meinte ich nicht nur den einzelnen Zeitrahmen, wann man den Antrag verschickt hat, sondern viele andere Parameter:
Deshalb stelle ich meine Frage, um abzuschätzen in welchem Rahmen sich diese Zeiten bewegen. Von ... bis ....

Hast du denn schon Rückmeldung bekommen, ob die Unterlagen eingegangen sind?
Nein, aber ich wüsste auch nicht dass so etwas Konstruktives hier versendet wird. Ist mir zumindest von früherer Gelegenheit nicht bekannt.

Ich habe früher geschäftlich viel faxen müssen und trotz vermeintlich versandten Faxen sind Faxe nicht beim Empfänger angekommen.
Es handelte sich bei mir um 1. ein Fax 2. ein Einschreiben 3. noch ein Fax (siehe oben). So viel kann schlecht verloren gehen. Wobei in Nr. 2 und 3 jeweils auch auf die vorherigen Sendungen verwiesen wurde. D.h. wäre eine Sendung verloren gegangen, wär es aufgefallen. Und würde etwas fehlen, käme normalerweise ein Schreiben "Aufforderung zur Mitwirkung".

Generell zum Thema Faxe: Faxe können auch nicht in Spamfiltern landen, da sie Bilder sind und keine Texte.
Ich kenne persönlich keinen Fall, wo ein verloren gegangenes Fax nicht auf menschliches Verschulden zurück zu führen war. Im Geschäftsleben wird auch gern mal behauptet, etwas wäre nicht angekommen, wenn z.B. Fristen versäumt wurden. Oder auch ganz simpel, jemand hat einen Vorgang liegen lassen und nicht bearbeitet, weil er keinen Bock hatte auf den Kunden. Das wird natürlich nicht gesagt, sondern dann heißt es, die Nachricht ist nicht angekommen. Alles schon erlebt.

Dennoch lassen sich die Bearbeitungszeiten weder von zwei Jobcenter verscheidener Regionen, noch Geschäftsstellen einer Stadt, Teams, Sachbearbeiter oder auch nur zwei Kunden beim selben Sachbearbeiter vergleichen.
Ich denke mal, mit einigen Rückmeldungen lässt sich die Situation aber statistisch abschätzen. Das erlaubt zwar keine Vorhersage für ein bestimmtes Jobcenter X, Sachbearbeiter Y. Ich finde es aber hilfreich zu wissen, was übliche Bearbeitungszeiten sind, um weder über- noch unterzureagieren. Eine Woche ist sicher zu früh um nachzuhaken, und 2 Monate sind sicher zu spät.
 
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HermineL

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Für eine Bearbeitung dürfen sich Jobcentermitarbeiter bis zu sechs Monate Zeit nehmen, leider.
Aber nicht bei existenzsichernden Leistungen. Benötigt die Behörde hier längere Zeit sind die Leistungen gem. § 41a Abs.1 SGB II vorläufig zu entscheiden wenn ein Anspruch gegeben sein dürfte. Die Höhe der Leistungen die dann zu gewähren ist, ist in § 41a Abs2 SGB II geregelt. Dies gilt für alle Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft.

§ 41a Abs.1 und Abs.2 SGB II im Wortlaut
....
(1) 1Über die Erbringung von Geld- und Sachleistungen ist vorläufig zu entscheiden, wenn

1. zur Feststellung der Voraussetzungen des Anspruchs auf Geld- und Sachleistungen voraussichtlich längere Zeit erforderlich ist und die Voraussetzungen für den Anspruch mit hinreichender Wahrscheinlichkeit vorliegen oder
2. ein Anspruch auf Geld- und Sachleistungen dem Grunde nach besteht und zur Feststellung seiner Höhe voraussichtlich längere Zeit erforderlich ist.

2Besteht eine Bedarfsgemeinschaft aus mehreren Personen, ist unter den Voraussetzungen des Satzes 1 über den Leistungsanspruch aller Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft vorläufig zu entscheiden. 3Eine vorläufige Entscheidung ergeht nicht, wenn Leistungsberechtigte die Umstände, die einer sofortigen abschließenden Entscheidung entgegenstehen, zu vertreten haben.

(2) 1Der Grund der Vorläufigkeit ist anzugeben. 2Die vorläufige Leistung ist so zu bemessen, dass der monatliche Bedarf der Leistungsberechtigten zur Sicherung des Lebensunterhalts gedeckt ist; dabei kann der Absetzbetrag nach § 11b Absatz 1 Satz 1 Nummer 6 ganz oder teilweise unberücksichtigt bleiben. 3Hierbei sind die im Zeitpunkt der Entscheidung bekannten und prognostizierten Verhältnisse zugrunde zu legen. 4Soweit die vorläufige Entscheidung nach Absatz 1 rechtswidrig ist, ist sie für die Zukunft zurückzunehmen. 5§ 45 Absatz 2 des Zehnten Buches findet keine Anwendung.
....
 

Dark Vampire

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Also bei uns dauert ein Erstantrag so ca 4 Wochen, man bekommt aber gleich hier ein Vorschuß auf die zu erwartenden Leistungen ohne dass man den extra beantragen muß, selber erlebt und durch Bekannte.

Bei ner Weiterbewilligung dauert es keine 5 Werktage, der letzte sogar nur 3 Werktage mit Lohnzettel für 6 Monate zum nachrechnen.
Werfe das Zeugs immer in den Briefkasten da JC hier zu ist.
 

chromoxidgruen

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So, noch was Positives, das Geld ist da. :cheer2: Der Bewilligungbescheid noch nicht, d.h. ich weiß noch nicht ob es ein Vorschuss ist oder bereits endgültig bewilligt. Aber das sind eher Details. Somit war die Verzögerung in meinem Fall möglicherweise durch sachliche Umstände bedingt.
 

chromoxidgruen

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Gerade eben war die Post da. Die kommt sonst gegen 12 Uhr... da könnte das
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dran schuld sein, Personalausfälle...
Jedenfalls ist der Bescheid jetzt da, er ist nicht nur vorläufig, es werden keine unnötigen Dokumente angefordert, und der Bescheid ist inhaltlich sauber. Es gab sogar Zinsen wegen der späten Zahlung. Die Leistungsabteilung dieses Jobcenters hatte ich auch als korrekt in Erinnerung - was sich von etlichen Vertreter/-innen der Arbeitsvermittlung nicht sagen lässt -, deshalb hab ich mich ziemlich über die Verzögerung gewundert. Nun denn, vorbei + erledigt. :biggrin:
 
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