Habe einen 100€-Job und jetzt den Vordruck bekommen Einkommensbescheinigung, ist das jetzt so zwingend vorgesehen?

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Nala87

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Hallo, liebe Forianer. Ich wende mich mit einem Problem an euch bzgl. meines am Wochenende beginnenden Zuverdienstes. Und zwar hat sich bei mir die Möglichkeit ergeben, für einen örtlichen Zeitungsverlag am Samstag die kostenlose Wochenendzeitung in meinem Wohnviertel zu verteilen. Mein Verdienst wird so um die 90€ liegen pro Monat.

Nun war ich im Jobcenter, um diesen Zuverdienst anzumelden und glaubte, das würde problemlos gehen. Bis Hundert Euro kann man als AlgII -Empfänger ja sowieso ohne Abzüge hinzuverdienen. Nun sagte mir die Dame aber im Jobcenter, ich müsse dann monatlich meine Lohnabrechnung im JC abgeben und sie gab mir zwei Vordrucke (Einkommensbescheinigung) mit, die von meinem Arbeitgeber monatlich ausgefüllt werden und ebenfalls zum Jobcenter geschickt werden sollen. Ist das wirklich so üblich?

So viel Aufwand für einen Zuverdienst von unter 100€? Ich hab vor einigen Jahren schonmal Werbung verteilt, da lag mein Zuverdienst im gleichen Bereich, also auch um die 90€. Da musste ich beim JC keine Lohnzettel o.ä. abgeben. Die Dame im JC hatte sich das lediglich vermerkt und gut war. Ich verstehe nicht, wieso nun solch ein Gewese gemacht wird?! Die zusätzlichen 90€ fallen in die Alg2-Berechnung ohnehin nicht hinein...

Kann mir hier jemand was dazu sagen? Ist das neuerdings Usus, dass auch solche niedrigen Einkünfte derart beim JC verwaltet werden?
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Nala87

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.


ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder 100 € Job" sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu auch den Hinweis von unserem Admin:

Bitte den Themeninhalt kurz umreisen


schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Kerstin_K

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Ich denke mal, das kommt auf den SB an. Mein Bruder hatte damals auch so einen kleinen Nebenjob. Die ersten Monate hat er immer seine äbrechnung vorbeigebracht. Irgendwann sagte die SB zu ihm, wenn der in dem Bereich bleibt, dann braucht sie das nicht mehr.
 

Nala87

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Danke erstmal für die Antworten. Naja, dann werde ich eben monatlich meinen Kontoauszug beim JC einreichen, damit die sehen wieviel Geld ich bekomme. Vielleicht sagt das JC nach zwei, drei Monaten, dass ich das nicht mehr monatlich vorzeigen muss, da der Verdienst relativ gleichbleibend ist und nicht mehr wie 100€ beträgt.
 

Echogamer

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Hallo Nala87,

also ich sehe das genauso wie Kerstin_K und denke auch dass es auf den SB ankommt.

Ich hatte vor einigen Jahren auch mal einen Nebenjob in dem ich monatlich 100 Euro verdiente.
Damals hatte ich die ersten Monate jeweils einen Kontoauszug (mit dem Geldeingang vom Nebenjob) beim JC eingereicht.
Später hatte die SB mir gesagt dass ich die nicht jeden Monat einreichen brauche. Die Kontoauszüge hatte ich vorsichtshalber aber trotzdem noch zu Hause aufbewahrt.
 

Nala87

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Kurzer Nachtrag: mein Minijob hat sich, wie ich heute erfahren habe, erledigt. Nachdem ich nun knapp drei Monate an den Samstagen Zeitungen verteilt habe, kam heute die Nachricht, dass mein Arbeitsvertrag ausgelaufen ist und dieser auch nicht verlängert wird. Dass der Minijob zunächst befristet ist, wusste ich ja, doch mir wurde immer Hoffnung gemacht, dass ich da durchaus Aussicht auf was "Festes" hätte. Also, dass ich feste Zustellerin für die Samstagszeitung werden könne und/oder sogar noch eine Zeitungsrunde am Mittwoch dazu kommen könnte. Denn angeblich sucht der hiesige Zeitungsverlag ja immer nach zuverlässigen Zustellern. Habe ja sogar erst vor ein paar Tagen die Anmeldung bei der Minijob-Zentrale per Post erhalten. Und nun das...

Tja, und auf meine telefonische Nachfrage bei meiner zuständigen Bezirksleiterin des Verlages heute, kam raus, dass mein Vertrag nicht verlängert wird. Das war wie ein Schlag ins Gesicht. Die Dame am Telefon teilte mir kurz und knapp mit, dass sich mein Minijob erledigt habe, der Vertrag sei nun ausgelaufen, keine Option auf Verlängerung. Und Tschüss. Hab mich echt veräppelt gefühlt.

Und für drei Monate Zeitungverteilen soviel Rennerei zum Jobcenter, die Neuberechnungen des Regelsatzes und so. Mann, Mann. Mir hat der Job Spaß gemacht und das zusätzliche Geld konnte man ja auch gut gebrauchen. Auch meiner Psyche tat das gut, bin ja in psychologischer Behandlung wegen depressiver Verstimmungen und Ängsten, meine Psychologin fand das mit dem Minijob auch super, ich hatte wieder mehr Hoffnung und Motivation. Und nun fühle ich mich irgendwie in den Allerwertesten getreten und einfach veräppelt. Zudem kommen meine Selbstzweifel jetzt wieder hoch, ob es vielleicht an mir liegt. Vermutlich war ich mal wieder zu naiv und hab tatsächlich geglaubt, dass ein Arbeitgeber mir nicht nur das Blaue vom Himmel erzählt. Stattdessen wird man fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, wenns drauf ankommt. Tut mir leid, musste mir gerade Luft machen.
 

Einfachicke

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Und nun fühle ich mich irgendwie in den Allerwertesten getreten und einfach veräppelt. Zudem kommen meine Selbstzweifel jetzt wieder hoch, ob es vielleicht an mir liegt. Vermutlich war ich mal wieder zu naiv und hab tatsächlich geglaubt, dass ein Arbeitgeber mir nicht nur das Blaue vom Himmel erzählt. Stattdessen wird man fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel, wenns drauf ankommt. Tut mir leid, musste mir gerade Luft machen.

Hallochen,

ich kann Dich sehr gut verstehen. Auch ich kenne diese Reaktion von mir, wenn irgend etwas schief geht, den Fehler erstmal bei mir selbst zu suchen. Es hat mich ein paar Jahre Verhaltenstherapie gekostet, um das zu ändern. Mittlerweile hinterfrage ich solche Sachen nicht mehr, ärgere mich aber nicht desto trotz über mein Gegenüber.
Ich weiß, das ist jetzt kein Trost von einer vollkommen Unbekannten.
Trotzdem wünsche ich Dir, dass es für Dich bald wieder aufwärts geht.

lg
 

Nala87

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@Einfachicke: Danke, für deine Worte.

Inzwischen kann ich ein neues Update vermelden. Komme gerade vom JC und von meinem (Ex?-) Minijobarbeitgeber. Und zwar wollte ich heute im JC Bescheid geben, dass mein Minijob offenbar vorbei ist. Da guckte der JC-Mitarbeiter in meine Akte und und stellte fest, dass meine Beschäftigung laut Vertrag erst Ende Juni ausläuft. Dass ich Dummerchen da nichtmal selber nachgeguckt habe!

Ob ich denn demnach eine Kündigung erhalten habe, wollte der Sachbearbeiter wissen. Ich meinte, dass ich nur per Telefonat die Mitteilung bekam. Der Sachbearbeiter fand das alles sehr abenteuerlich und machte mir klar, ohne handfesten Beleg, dass mein Minijob hinfällig ist, könne er das jetzt zu Berechnungszwecken nicht berücksichtigen. Ich solle mal zu dem Zeitungsverlag hingehen und das klären.

Gesagt, getan. Meine dort zuständige Personalbetreuerin war recht perplex, als ich da ankam. Ich erklärte, weshalb ich sie aufsuche und daraufhin kam Licht ins Dunkel: die Tochterfirma des Verlages (über die ich als Minijobberin angestellt bin/war) wurde "umstrukturiert", hat nun auch einen anderen Namen. Daher wurden wohl sämtliche Minijobber erstmal beurlaubt oder gekündigt. Eigentlich hätte ich eine Mitteilung per Post kriegen sollen, aber ich bin da wohl durchs Raster gefallen. Bin jetzt bis zum offiziellen Auslaufen meines Vertrages bezahlt freigestellt, d.h. ich bekomme trotzdem mein Geld, ohne Zeitung verteilen zu müssen. Und nach Ablauf des Vertrages wird sich entscheiden, ob ich weiterhin dort tätig sein darf. Die Personalbetreuerin hat mir auch erneut erzählt, dass sie ja nach wie vor Zeitungsausträger suchen, als Minijobber und in Teilzeit. Habe natürlich gleich meinen Hut in den Ring geworfen und angemerkt, dass ich da sehr interessiert dran wäre. Naja, man wird sehen. Bin bei solchen Aussagen immer skeptisch.
 

Nala87

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Inzwischen (heute Morgen) hat sich doch tatsächlich der Zeitungsverlag nochmal bei mir gemeldet. Ob ich Vertretungstouren für andere Zeitungszusteller übernehmen wolle. Derzeit sind in 4 Zustellgebieten die Zusteller ausgefallen wegen Urlaub und Krankmeldung. Zuzustellen wären da die tägliche Zeitung frühmorgens und zusätzlich noch am Mittwoch & Samstag bei freier Zeiteinteilung die kostenlosen Zeitungen. Und das am besten für alle vier Bezirke. Man wolle mir dann einen "Arbeitsvertrag für Vertretungskräfte bzw. Springer" machen. Soll heißen, ich wäre dann dauerhaft der Notnagel, würde immer auf Abruf Vertretungszusteller sein. Habe ich abgesagt. Das erscheint mir suspekt. Und wieviel Verdienst da letztenendes rauskommt, das wurde gar nicht erwähnt. Auf meine Nachfrage hin, meinte die Dame nur, das müsse sie dann mal durchrechnen. Aber schon allein die Tatsache, dass der Job nichts Festes wäre mit regelmäßigem Einkommen, sondern dass es ständig variiert, hat mich total abgeschreckt. Wer bitte, nimmt so eine Tätigkeit an?!

Gerade auch als Elo will man ja was Regelmäßiges. Ich glaube kaum, dass das JC begeistert ist von solch einem Arbeitsvertrag, wo unklar ist, wieviele Stunden man überhaupt arbeitet. Wie soll einen das JC in Arbeit vermitteln, wenn man auf Abruf Zeitungen austeilen soll?! Und wegen dem schwankenden Gehalt müsste ja andauernd der Regelsatz neu berechnet werden. Nee, das ist mir nix. Am Ende steh ich mit zu wenig Geld da, weil da was falsch berechnet wird. Mein JC verwendet Durchschnittswerte des potentiellen Einkommens, um den Regelsatz anzupassen.

Jedenfalls finde ich dieses Jobangebot seltsam. Was meint ihr dazu?
 
E

ExitUser

Gast
Jedenfalls finde ich dieses Jobangebot seltsam. Was meint ihr dazu?
Das ist nicht seltsam völlig normal, es ist eine sichere Bank wenn du das gerne machst
Wenn du direkt für den Verlag im Tagesgeschäft arbeitest ist das immer besser
Nachteil beim Springer ist du brauchst etwas länger als wenn du immer die gleiche Tour hast
je nachdem wie mobil du bist kannst du dich vor Aufträgen die allerdings dann sehr kurzfristig kommen kaum retten
auf dem Land ist es weniger in der Stadt eher profitabel wegen der Strecken
als Springer kannst du dann auch oft etwas mehr aushandeln wenn das nach Stückzahl geht, z.B paar € im Monat obendrauf
möglich ist auch das du so nach und nach wirklich gute Touren bekommst
und beim Verlag gibt es üblicherweise 1 mal im Jahr ein Treffen der Zusteller mit Tanz, guter Verpflegung und einem Geschenk
meist was für den Haushalt oder Freizeit
Wenn dir das liegt mach es du kannst dann nur gewinnen
Klar wirklich gut bezahlt ist was anderes die Verlage müssen da schon auf Kante nähen das austragen braucht viel Personal
wenn du aber vom Geld abgesehen noch einen anderen Nutzen hast mach das
Kaufmännisch betrachtet ist das unterbezahlt, wie vieles andere auch.
 

Kerstin_K

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Arrbeit auf Abruf heisst auch nicht, dass das Einkommen extrem schwanken darf. Schau mal ins Teilzeit- und Befristungsgesetz.
 
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