Habe eine neue Wohnung gefunden. Der neue Vermieter möchte die Mieten für Oktober, November und die Kaution zur Vertragsunterzeichnung

Johanna76

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Hallo:

Ich habe aus der Obdachlosigkeit heraus eine neue Wohnung gefunden. Der neue Vermieter möchte die Restmiete vom Oktober, die Miete vom November, die Kaution 500 Euro und für die Endreinigung 50 Euro gleich zu Mietvertragsunterzeichnung haben. Sonst wird es nicht gehen.

Wird das Jobcenter diese Geldbeträge zahlen, damit es ein Mietvertrag gibt? Jetzt zahlt das Jobcenter für die Unterbringung 30 Euro pro Tag = 900 Euro monatlich. Diese neue Wohnung kostet 600 Euro Pauschal inklusive Nebenkosten ohne Nachforderung und ist 26 qm.

Wird das Jobcenter die Miete von 600 Euro für 26 qm übernehmen? Für die Obdachlosigkeit gibt es einen Zuschlag von 20 Prozent, um 20 Prozent darf die Regelmiete überschritten werden, ist in Berlin so:

https://www.berliner-arbeitslosenze...etrichtwerte-ab-oktober-2019-av-wohnen-berlin

zu der Obdachlosigkeit kommen medizinische Gründe, mein Arzt hat bescheinigt, dass sich mein Zustand in der Pension verschlechtert, permanent und dass ein Umzug in eine Wohnung erforderlich ist.

Wie schwer es ist, eine Wohnung zu finden, möchte ich hier nicht weiter erklären, das wissen alle.

danke.
 

Kerstin_K

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26 qm, ist das eine Wohnung? 600 Euro hoert sich dafür teuer an.

Der Oktober ist schon fast vorbei, das kann nicht mehr viel Miete sein. Die Novembermiete ist Anfang November fällig, nicht jetzt.

Kaution kann msn lsut Gesetz in drei Raten zahlen.

Was für eine Endrrinigung?

Klingt nach Abzocke!
 

Johanna76

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Die November - Miete wurde jetzt mit dem Regelsatz nicht überwiesen. Endreinigung ist Endreinigung.
Der Vermieter möchte nun mal das alles jetzt.
Hört sich teuer oder ist es teuer, das verstehe wer will.
 

Johanna76

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Den 1. Beitrag lesen und keinen Unsinn schreiben.
Wegen der Obdachlosigkeit wurde die Miete für November nicht überwiesen.
Andere Leute hier auch schreiben lassen.
 

Johanna76

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Was hat die Fälligkeit der Miete mit der Obdachlosigkeit zu tun? Sonderregelung?
Das Jobcenter zahlt ja die Rechnung der Pension, die Tagessätze. Diese Tagessätze werden an diese Pension überwiesen, nachdem die Pension eine Rechnung über die Wochen, die man hier verbringt, dem Jobcenter schickt.
Da ich beim Jobcenter zum Zeitpunt der Anweisung der Leistungen für November weiterhin obdachlos war, ist die Miete für Novemebr mit Regelsatz nicht überwiesen worden, ist ja auch klar, denn diese Wohnung ist jetzt gefunden worden, am WE.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Wann soll denn der Mietvertrag beginnen?
Hast du die Forderungen vom Vermieter schriftlich?
Der Vermieter hat mich in der E-Mail der Zusage gefragt, wann ich einziehen möchte. Ich würde jetzt schnell wie möglich aus medizinischen Gründen am Montag die Pesnion verlassen und dort einziehen, wenn ich diese Gelder bekomme.
Zur Unterzeichnung des Mietvertrags müssen diese Gelder vorliegen.
 

isso

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Pauschal zu antworten ist schwierig. Grundsätzlich wäre das Vorgehen, dass du mit dem Angebot beim JC die Zustimmung beantragst spwie die Übernahme der Kaution. Hast du das nicht gemacht, kann es Probleme geben, grundsätzlich liegt bei dir aber ein Grund vor, der auch nachträglich als wichtiger Grubd anerkannt wird.

Praxis ist, dass über die Zahlung einer Kaution erst nach Prüfung, ob die Voraussetzungen vorliegen (bei Kaution gibt es z.B. kein Schonvermögen) entschieden werden. Auch werden viele Jobcenter erst in Bezug auf die Kaution aktiv werden, wenn das Mietverhältnis zu Stande kommt. Vermieter, die Erfahrung mit dem Jobcenter haben wissen das auch und auch, dass ohne die Vorlage eines gültigen Mietvertages nicht vorab schon Mieten und Kaution gezahlt werden.

Und genau das macht mich als Sachbearbeiter stutzig. Zum einen der sehr Hohe Mietpreis, aber ich lebe nicht in Berlin und kann es gemessen auf die qm nicht ausreichend beurteilen und möchte es mir auch nicht herausnehmen. Aber, dass vor Unterzeichnung des Mietvertrages (wenn ich das richtig verstanden habe) schon Miete für Oktober und die noch nicht fällige Miete für November sowie die Kaution gezahlt werde soll hat einen Beigeschmack und wird nicht funktionieren.

Was es geben kann mit deinem Einverständnis, dass das Jobcenter, wenn es dem Mietangenot zustimmt, ebenfalls zusagt Miete und Kaution, solange du in diesem Maße hilfebdürftig bist direkt an den Vermieter überweisen können. Dass dies aber vor Abschluss eines rechtsgültigen Mietvertrages geschieht ist ausgeschlossen. Denn wer sagt mir JC, dass der Vermieter gar nicht an einem Mietverhältnis interessiert ist oder nur vorgegaukelt wird, dass ein Meitverhältnis angestrebt ist und tatsächlich, rennt er dann mit dem Geld davon, die Wohnjng gibts nicht oder oder oder (was jetzt nicht heißt, dass es in deinem Fall so ist)
 

Johanna76

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Pauschal zu antworten ist schwierig. Grundsätzlich wäre das Vorgehen, dass du mit dem Angebot beim JC die Zustimmung beantragst spwie die Übernahme der Kaution. Hast du das nicht gemacht, kann es Probleme geben, grundsätzlich liegt bei dir aber ein Grund vor, der auch nachträglich als wichtiger Grubd anerkannt wird.

Praxis ist, dass über die Zahlung einer Kaution erst nach Prüfung, ob die Voraussetzungen vorliegen (bei Kaution gibt es z.B. kein Schonvermögen) entschieden werden. Auch werden viele Jobcenter erst in Bezug auf die Kaution aktiv werden, wenn das Mietverhältnis zu Stande kommt. Vermieter, die Erfahrung mit dem Jobcenter haben wissen das auch und auch, dass ohne die Vorlage eines gültigen Mietvertages nicht vorab schon Mieten und Kaution gezahlt werden.

Und genau das macht mich als Sachbearbeiter stutzig. Zum einen der sehr Hohe Mietpreis, aber ich lebe nicht in Berlin und kann es gemessen auf die qm nicht ausreichend beurteilen und möchte es mir auch nicht herausnehmen. Aber, dass vor Unterzeichnung des Mietvertrages (wenn ich das richtig verstanden habe) schon Miete für Oktober und die noch nicht fällige Miete für November sowie die Kaution gezahlt werde soll hat einen Beigeschmack und wird nicht funktionieren.

Was es geben kann mit deinem Einverständnis, dass das Jobcenter, wenn es dem Mietangenot zustimmt, ebenfalls zusagt Miete und Kaution, solange du in diesem Maße hilfebdürftig bist direkt an den Vermieter überweisen können. Dass dies aber vor Abschluss eines rechtsgültigen Mietvertrages geschieht ist ausgeschlossen. Denn wer sagt mir JC, dass der Vermieter gar nicht an einem Mietverhältnis interessiert ist oder nur vorgegaukelt wird, dass ein Meitverhältnis angestrebt ist und tatsächlich, rennt er dann mit dem Geld davon, die Wohnjng gibts nicht oder oder oder (was jetzt nicht heißt, dass es in deinem Fall so ist)
Der Anbieter ist seriös, hat aber offenbar keine Erfahrung mit Jobcenter. Das ist ein Hotel, das seine Apartments wegen Corona vermieten möchte um Geld zu verdienen. Und er macht auch einen Mietvertrag, wenn diese Gelder zu Vertragsunterzeichnung vorliegen.
 

isso

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Und er macht auch einen Mietvertrag, wenn diese Gelder zu Vertragsunterzeichnung vorliegen
So funktioniert es leider nicht. Und direkt die nächste Frage, ist es ein befristeter Mietvertrag? Wenn ja, dann kann das zu weiteren Problem in der Zustimmung führen. Als JC ist man immer daran interessiert, dass es sich um langfristig haltbare Wohnverhältnisse handelt.

Natürlich ist eine Notunterkunft teurer. Mich als JC Mitarbeiter würde aber noch interessieren, was ist, wenn Corona vorbei ist?

Leider ist auch Obdachlosigkeit kein Grund, dass man ohne gültigen Mietvertrag KDU Leistungen erhält oder schon ein Darlehen für Kaution. An meinem Standort müssen dazu z.B. sowohl der Mieter, als auch der Vermieter bevor das Darlehen ausgekehrt wird bestimmten Bediengungen zustimmen. Das regelt sich nicht an einem Tag (oder selten). Um sicherzustellen, dass die Kaution da ankommt, wo sie hin soll wird bei uns z.B. nur direkt an den Vermieter gezahlt. Das würde ich aber nie tun, ohne dass es einen rechtsgültigen Vertrag gibt.

So wie der Vermieter es wich vorstellt, ist es schlichtweg für Bezieher der Grundsicherung nicht möglich.
 

Johanna76

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So funktioniert es leider nicht. Und direkt die nächste Frage, ist es ein befristeter Mietvertrag? Wenn ja, dann kann das zu weiteren Problem in der Zustimmung führen. Als JC ist man immer daran interessiert, dass es sich um langfristig haltbare Wohnverhältnisse handelt.

Natürlich ist eine Notunterkunft teurer. Mich als JC Mitarbeiter würde aber noch interessieren, was ist, wenn Corona vorbei ist?

Leider ist auch Obdachlosigkeit kein Grund, dass man ohne gültigen Mietvertrag KDU Leistungen erhält oder schon ein Darlehen für Kaution. An meinem Standort müssen dazu z.B. sowohl der Mieter, als auch der Vermieter bevor das Darlehen ausgekehrt wird bestimmten Bediengungen zustimmen. Das regelt sich nicht an einem Tag (oder selten). Um sicherzustellen, dass die Kaution da ankommt, wo sie hin soll wird bei uns z.B. nur direkt an den Vermieter gezahlt. Das würde ich aber nie tun, ohne dass es einen rechtsgültigen Vertrag gibt.

So wie der Vermieter es wich vorstellt, ist es schlichtweg für Bezieher der Grundsicherung nicht möglich.
rechtsgültigen Vertrag muss es nicht geben, hier bei uns, sondern zuerst einige Informationen über die neue Wohnung, was man Angebot nennt.
Für die Zahlungen, für alle Zahlungen, gibt es Quittungen.
Ob Corona vorbei ist oder nicht, das ist eine falsche Frage.
 

isso

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rechtsgültigen Vertrag muss es nicht geben, hier bei uns, sondern zuerst einige Informationen über die neue Wohnung, was man Angebot nennt.
nichts anderes sage ich doch. Das Angebot brauchst du für die Zustimmung. Für die Zahlung aber braucht es den Vertrag.

Ob Corona vorbei ist oder nicht, das ist eine falsche Frage.
Nein, denn die Frage, was mit dem Mietvertrag ist, wenn Corona vorbei ist, oder der Normalbetrieb wieder aufgenommen werden kann, nehmen maßgeblich Einfluss auf eine Zustimmung.

Ansonsten wird dir in deinem ganz konkreten Fall nur dein Leistungssachbearbeiter weiter helfen können. Denn über das hinaus dreht sich sonst die Unterhaltung im Kreis.

Ich würde dir gerne einen positiveren Ausblick machen, denn ich kann nur ahnen, wie angespannt die Wohnungslage ist, anhand der Umzugsanfragen aus Berlin, die bei uns (vollkommen andere Region) landen.

Dir viel Erfolg, aber mehr kann ich nicht beitragen
 

Atze Knorke

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Hallo Johanna76 und an die Forumsrunde,

hier geht es speziell um Berlin. Die AV-Wohnen gibt Auskunft und wird von den Jobcentern
sehr individuell angewandt.

Zur Richtlinie - Kosten der Unterkunft -:
AV-Wohnen Berlin

Aus der Obdachlosigkeit bzw. einer Pension in der heutigen Zeit heraus zukommen, ist bislang
sehr schwierig.

Hallo:

Ich habe aus der Obdachlosigkeit heraus eine neue Wohnung gefunden. Der neue Vermieter möchte die Restmiete vom Oktober, die Miete vom November, die Kaution 500 Euro und für die Endreinigung 50 Euro gleich zu Mietvertragsunterzeichnung haben. Sonst wird es nicht gehen.

Wird das Jobcenter diese Geldbeträge zahlen, damit es ein Mietvertrag gibt? Jetzt zahlt das Jobcenter für die Unterbringung 30 Euro pro Tag = 900 Euro monatlich. Diese neue Wohnung kostet 600 Euro Pauschal inklusive Nebenkosten ohne Nachforderung und ist 26 qm.

Wird das Jobcenter die Miete von 600 Euro für 26 qm übernehmen? Für die Obdachlosigkeit gibt es einen Zuschlag von 20 Prozent, um 20 Prozent darf die Regelmiete überschritten werden, ist in Berlin so:

https://www.berliner-arbeitslosenze...etrichtwerte-ab-oktober-2019-av-wohnen-berlin

zu der Obdachlosigkeit kommen medizinische Gründe, mein Arzt hat bescheinigt, dass sich mein Zustand in der Pension verschlechtert, permanent und dass ein Umzug in eine Wohnung erforderlich ist.

Wie schwer es ist, eine Wohnung zu finden, möchte ich hier nicht weiter erklären, das wissen alle.

danke.

Kommen wir zu dem Mietangebot, dass sich für 26 m² und einer Pauschalmiete in Höhe von 600€
eine zu überbordernde Miete für einen betroffenen Menschen ist. Hier wird wiedermal an der NOT
verdient. Das ist so mehr oder weniger traurige Bilanz!

Die Hotels, die 26 m² Apartments (Arbeiterschließfach) vermieten und gerade in Corona-Zeiten Kasse machen wollen, weil die bisherigen Nutzer ausbleiben, sind stets unangemessen.
Ist dieses Mietangebot dann noch befristet?

Eine Endreinigung 50€, die Kaution 500€, eine Restmiete von Oktober sind schon mehr als
klärungsbedürftig und auf erste Sicht nicht akzeptabel.

Sei dir, Johanna76, darüber im Klaren, wenn du nicht die KdU (Kosten der Unterkunft) vom JC bewilligt bekommst, dann ist die Miete selbst zu erarbeiten.

Vor JEDER Mietvertragsunterzeichnung ist die Zustimmung (Richtlinie und Angemessenheitskriterien)
vom zuständigen JC einzuholen.

Die AV-Wohnen-Sonderregelung:
Sonderregelung

6. Sonderregelungen für die Neuanmietung von Wohnraum​


Bei der Neuanmietung von Wohnraum durch Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen können die Richtwerte für Bruttokaltmieten um bis zu zwanzig Prozent überschritten werden.
In Ausnahmefällen sind für Familien ab fünf Personen mit Zustimmung der sozialen Wohnhilfen weitere Überschreitungen möglich.

Der Richtwert für eine Person liegt bei Bruttokalt ohne Heizung bei 421,50€ + 20% = 505,80€.

Dabei gilt auch zu beachten:
Neuanmietung von Wohnraum

3.4 Neuanmietung von Wohnraum durch Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen​


(1) Die tatsächlichen Aufwendungen bei der Neuanmietung von Wohnraum durch Wohnungslose oder von Wohnungslosigkeit bedrohte Menschen, auch im Rahmen der Anmietung von Wohnungen, die aus dem geschützten Marktsegment vermittelt werden, die die Richtwerte nach Nummer 3.2 Absatz 2 um bis zu 20 vom Hundert überschreiten, gelten als angemessen, wenn die Unterbringung in kostenintensiveren gewerblichen oder kommunalen Einrichtungen beendet oder verhindert werden kann. Als wohnungslos gelten Menschen mit und ohne Fluchthintergrund in Gemeinschaftsunterkünften, Hostels, Pensionen und ähnlich vergleichbaren Unterkünften. Von häuslicher Gewalt betroffene Personen gelten als von Wohnungslosigkeit bedroht.

(2) Wird nachgewiesen, dass trotz intensiver Wohnungssuche und Berücksichtigung eines Zuschlages von bis zu 20 vom Hundert innerhalb von sechs Monaten kein angemessener Wohnraum gefunden wurde, kann mit Zustimmung der sozialen Wohnhilfen oder der Fachstelle für Wohnungsnotfälle bei Bedarfsgemeinschaften ab fünf Personen einer weiteren Überschreitung zugestimmt werden, soweit dadurch kostenintensivere gewerbliche oder kommunale Unterbringung beendet oder vermieden wird. Hierzu ist eine Wirtschaftlichkeitsberechnung, entsprechend dem dazu von der für Soziales zuständigen Senatsverwaltung in Abstimmung mit der für Finanzen zuständigen Senatsverwaltung erlassenen Rundschreiben, vorzunehmen. Die Entscheidung der sozialen Wohnhilfen oder der Fachstelle für Wohnungsnotfälle ist durch den Leistungsträger einzuholen und für ihn bindend. Der Umfang einer intensiven Wohnungssuche ist unter Nummer 7.1 beschrieben.

Was ich nicht verstehe, warum du nicht mit dem JC das Gespräch suchst, schon aus diesem Grunde, weil eine Pension mit Tagessätzen eine teure Mietangelegenheit ist. Informiere dich doch erstmal ganz genau, um nicht in eine Apartment-Falle bzw. unter falschen Zugzwang zu gelangen.

Hier kann man sich auch hinwenden.

Z. B. Housing First wurde in Berlin ins Leben gerufen.

Bitte eine Checkliste/Lei(d)tfaden bei der Wohnungssuche

Ich verstehe deine Gründe (gerade auch die gesundheitlichen) nur zu gut, doch ist auch oberste Priorität, nicht in Naivität und Blindheit zu verfallen, sich etwas (Planungs)Sicherheit zu verschaffen, um nicht die Matratze uffn Rücken zu haben.
 

Atze Knorke

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Der Anbieter ist seriös, hat aber offenbar keine Erfahrung mit Jobcenter. Das ist ein Hotel, das seine Apartments wegen Corona vermieten möchte um Geld zu verdienen. Und er macht auch einen Mietvertrag, wenn diese Gelder zu Vertragsunterzeichnung vorliegen.

Johanna76, die Seriosität des Hotelanbieters dürfte diebezüglich leider zu verneinen sein.
Das liegt aber als Hotelbetreiber in der Natur der Sache.

(Elo - bitte das Zitat bzw. Funktion ist im Hauptbeitrag nicht einzubinden.)
 

isso

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Und genau in diesen Richtlinien, steht doch das worum wir uns hier im Kreis drehen

Vor Abschluss eines Vertrages über die neue Unterkunft soll die Zusicherung
des für die neue Unterkunft zuständigen Sozialamtes/Jobcenters eingeholt werden.
...
Staatliche Leistungen werden ausschließlich für rechtmäßig erhobene Forderungen des
Vermieters erbracht.

Aus:Übernahme von Wohn- und Heizkosten – Fragen und Antworten S.2

Rechtmäßig wird die Forderung ja erst mit und nicht vor dem Vertrag (und darum geht es hier ja auch, mit der Frage, ob man das Geld schon vor der Vertragsunterzeichnung bekommen kann). Da glaube ich ist Berlin nicht anders als jede andere Stadt oder jedes andere Dorf in Deutschland.

Danke für die Ergänzung regionaler Aspekte @Atze Knorke
 

Johanna76

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Johanna76, die Seriosität des Hotelanbieters dürfte diebezüglich leider zu verneinen sein.
Das liegt aber als Hotelbetreiber in der Natur der Sache.

(Elo - bitte das Zitat bzw. Funktion ist im Hauptbeitrag nicht einzubinden.)
@Atze Knorke Dankeschön für sehr gute Antwort und Hilfe!.
Ich habe die Wohnung und den Vermieter gestern gefunden, gestern war das Jobcenter zu. Eine Zustimmung muss ja eingeholt werden.
@Atze Knorke 600 Euro Miete für 26 qm, wird das Jobcenter das übernehmen oder nicht? auch im Hinblick auf 20 Prozent Überschreitung.
 

isso

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Der Richtwert für eine Person liegt bei Bruttokalt ohne Heizung bei 421,50€ + 20% = 505,80€.

600 Euro Miete für 26 qm, wird das Jobcenter das übernehmen oder nicht? auch im Hinblick auf 20 Prozent Überschreitung

Auf Basis der Berechnung (Es sei denn die alleinigen Heizkosten sind mehr als 94,20 Euro) und angesichts des Gesamtangebots aller Wahrscheinlichkeit nach nicht. Genaues kann und wird dir aber nur dein konkreter Sachbearbeiter sagen können, denn am Ende trifft genau dieser die Entscheidung.
 

Atze Knorke

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@Atze Knorke Dankeschön für sehr gute Antwort und Hilfe!.
Ich habe die Wohnung und den Vermieter gestern gefunden, gestern war das Jobcenter zu. Eine Zustimmung muss ja eingeholt werden.
@Atze Knorke 600 Euro Miete für 26 qm, wird das Jobcenter das übernehmen oder nicht? auch im Hinblick auf 20 Prozent Überschreitung.

Wo hast du denn diese Wohnung gestern gefunden?

Ziehe doch bitte nicht das Pferd von hinten auf. Gehe bitte in den nächsten Tagen zu deinem
zuständigen JC/SB (ggf. mit Beistand/Zeuge/Begleitperson) und kläre die Wohnungssituation,
damit du Klarsicht erhälst.

Das JC wird den Mietkonditionen auch mit den 20 % Sonderregelung/Überschreitung nicht zustimmen und nicht bewilligen, da die 600€ unangemessen sind und NICHT den Angemessenheitskritierien der AV-Wohnen entsprechen. Außerdem ist das Apartment-Mietangebot völlig unrealistisch im Hinblick auf eine plansichere Wohnzukunft.
 
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