Habe eine Maßnahme "Erreichbarkeit und Motivation" bekommen. Es scheint um die Problematik mit Angabe von Telefon und E-Mail zu gehen. Wie gehe ich hier am besten vor?

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Mondstrahl

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Hallo

Habe heute/gestern mal wieder (nach langer Zeit) eine Zuweisung zu einer Maßnahme per PZU bekommen. Ist schon hanebüchen, was die mir da unterstellen. Zur Vorgeschichte: Habe in letzter Zeit regelmäßig Schreiben von denen erhalten, wo ich aufgefordert wurde mich entweder telefonisch dort zu melden oder meine Kontaktdaten (Telefon/E-Mail) mitzuteilen. Auf diese Schreiben hatte ich jedesmal schriftlich geantwortet, dass ich postalisch zu erreichen sei. Und jetzt das hier. Gleich die vier Handlungsbedarfe/-felder (auf Seite_1) sind unwahr:

"- fehlende Erreichbarkeit und Mitwirkung für Beratungsgespräche im Jobcenter"
Ich habe dem Jobcenter jedesmal schriftlich mitgeteilt, dass ich postalisch zu erreichen bin.
Und was könnten die wohl mit Mitwirkung meinen?

"- fehlende Bereitschaft bzgl. der Bewerbung auf ausgestellte Vertmittlungsvorschläge"
Meinen letzten VV habe ich im Mai 2020 erhalten. Natürlich beworben und Rückantwortschreiben an das JC geschickt.

"- Unkenntnis über individuell passende berufliche Perspektiven"
Wie kommen die denn darauf? Woher wissen die, ob ich Kenntnisse darüber habe oder nicht?

"- fehlende Selbstorganisation"
Hä? Glaskugel?


Dann auf Seite_2 "Inhalte der Maßnahme" und "Ziel der Teilnahme":
Halten die mich für eine Kind und wollen mich an die Hand nehmen? Wollen die mir zeigen, wie man ein Telefon bedient oder eine E-Mail schreibt ("...die Zusammenarbeit zwischen Ihnen und der Arbeitsvermittlung des Jobcenters wieder herzustellen und zu verfestigen...")?

Dann auf Seite_A (Flyer) "Zur Zielgruppe der Maßnahme gehören unter anderem Teilnehmer mit:"
Jetzt folgen dort acht Punkte, die in keinster Weise auf mich zutreffen. Was soll ich dort?


Also für mich sieht das entweder nach einem verspäteten Aprilscherz aus, oder man will mich mal wieder "disziplinieren".

Der Antrittstermin ist ja schon nächste Woche. Wie gehe ich denn jetzt am besten vor?
- Widerspruch an das JC (begründet/unbegründet)?
- Antrag bei SG (aW)?
- Antritt bei MT --> Zettel einsammeln + Prüfung?


Danke schon mal
Mondstrahl
 

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abcabc

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In meinem Schreiben steht zwar ein Durchführungsort (Filiale des MT) und ein Zeitraum (ab - bis) aber nicht, dass ich mich dort einzufinden habe.
Bei dir steht eine ganz klar definierte Adresse und sogar eine feste Uhrzeit. Und dazu noch eine RFB, dass Nicht-Erscheinen 30% Sanktion für 3 Monate zur Folge hat.
Wenn man es so auf die Spitze treibt, müsste in jedem VV mit RFB stehen, dass man die Bewerbung nicht nur schreiben muss, sondern auch abschicken muss. :unsure:

Bisher war es doch so, dass man am ersten Tag zu einer Maßnahme hin ging, die Zettel eingesammelt und sich Prüfungszeit erbeten hat. Am dritten oder spätestens vierten Tag war dann Schluss und die haben einen raus geworfen. Die Sache war somit mehr oder weniger schnell abgehakt (man hat ja nichts unterschrieben und es gab somit kein Vertrag/Teilnahme). Haben die jetzt dazu gelernt?
Da ist jede Bildungsbude anders. Gibt Buden denen ist das relativ egal, so lange das Geld fließt, bei anderen gibt es direkt (schriftlich) Hausverbot, wenn man nicht sofort alles unterschreibt.

Kommt eine Teilnahme etwa jetzt zustande, wenn man mit denen nur eine gewisse Zeit Online/telefonisch oder persönlich (durch Aufsuchen!) in Kontakt steht?
Eigentlich gibt es nur zwei Zustände:
Teilnahme = hingehen
Nicht-Teilnahme = nicht hingehen --> Sanktion

Und dann gibts natürlich noch die Nicht-Teilnahme, weil der MT einem trotz Zuweisung die Teilnahme verweigert (meist wegen fehlender Unterschriften)..... Da sollte man sich dann sofort schriftlich und nachweisbar beim JC oder der AfA beschweren, dass die doch bitte unverzüglich dafür sorgen mögen, dass der MT seinen vertraglichen Pflichten nachkommt, oder falls Ihnen das nicht gelingen sollte, alternativ die Zuweisung aufheben.

Das mit Telefonieren, Hausbesuche oder Mails ist eine Grauzone. Man kann die prinzipiell jederzeit ohne Konsequenzen abbrechen, aber besser ist es von Anfang an garnicht erst damit anzufangen.

Heißt das, wenn ich da gar nicht erst hingehe und in der Zeit auch nicht die Haustür öffne (wie Morrison hier schrieb), dann kann ich nicht Teilnehmer dieser Maßnahme werden? Sanktionsfrei?
Wenn die dich zu Hause belästigen oder versuchen anzurufen oder Mails zu schreiben, kannst du sanktionsfrei alles komplett ignorieren. Dann ist das Problem ganz einfach durch nichts-tun sanktionsfrei gelöst. Nicht hingehen, bei einer festen Adresse und Uhrzeit in der Bildungsbude, ist riskant - wenn der MT zur angegebenen Uhrzeit die Bude besetzt hatte und niemand geklingelt oder geklopft hat, ist die Sanktion sicher.

Das könnte eine langatmige aber vielleicht unterhaltsame Kommunikation werden. So habe ich das zumindest bei abcabc (Brieffreundschaft) gelesen.
Dafür muss der MT aber mit der Brieffreundschaft erstmal anfangen..... und darauf hat kaum ein MT Lust, weil die wissen, dass das Zeitverschwendung ist bei Kunden, die ihre Rechte kennen. Und nebenbei kann der MT in Briefen nicht drohen oder ähnliches (wenn der Kunde nicht so willig ist, wie der MT es will), weil sonst sehr schnell versuchte Nötigung im Raum steht - und der Kunde es gerichtsfest beweisen kann.
 
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Enkomion

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Bei einer Ganzheitlichen Massnahme ist man nicht schon Teilnehmer durch reines Erscheinen.
Allerdings sollte man kein Erstgespräch mit dem Träger führen oder gar die Sehnsucht zur Teilnahme zelebrieren.
Das Theater ist bei Ganzheitlichen Massnahmen nicht erforderlich und ansonsten schädlich.
Denn.Ganz im Gegenteil,sichern sich seriöse Träger selbst ab. Verlangen dazu das Vorzeigen einer vorher freiwillig unterschriebenen EGV dazu. Wegen der Ganzheitlichkeit. Kann ich Dir aus eigener Erfahrung mitteilen. Insofern selbst darauf hinweisen, dass es die nicht gibt und auch nicht geben wird, wegen Nichtbedarf und Nicht Notwendigkeit. Dann winken die selbst ab. Fahrkarten dahin aufheben. Und erstatten lassen. Und bestenfalls ein Prospekt mitnehmen. Keine Unterlagen mitnehmen oder gar was unterschreiben. Wozu auch?
 
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Onkel Tom

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Nur für diese § gilt § 65 SGB I - Absatz 1 Satz 2 und für nichts anderes.
Lütter Denkfehler dank vom BA/JC eingeengter H4-Denke.. ;)

Einfach mal verinnerlichen und dieser § ist doch nicht allein an den § 60 - 61 SGB II gebunden.
Das wäre ja noch schöner. Die Elo-Ini ELSE setzte dies bei verschiedenen Dingen ein, wie z.B.
beim Verlangen nach WUB und Blubb oder Zwangsouting als SGB-Leistungsbezieher bei Vermieter
u.s.w.

Der aufsuchende Dienst des Maßnahmenträger würde laut meiner Behauptung den Hausfrieden stören,
die Nachbarschaft (unbeabsichtigt) darauf aufmersam machen können, das mensch Leistungen nach
dem SGB bezieht.

Der 65er SGB 1 lässt sich wunderbar universell ein setzen. Die Frage nach dem Erfolg richtet sich danach,
wie der "wichtige Grund" überzeugend in Zeilen gebracht wird, zumal der "wichtige Grund" kein juristich
definierter Begriff ist. Auch wenn BA/JC das immer wieder versucht, den wichtigen Grund eingrenzen zu
wollen..
 

Mondstrahl

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Es gab doch hier in der Vergangenheit oft den Rat, dem MT und dem JC das Schreiben "Widerspruch zur Datenweitergabe / Datenübermittlung gemäß Bundesdatenschutzgesetz" vorab oder zum Termin zu geben. Soll ich das hier auch noch machen?
 

Onkel Tom

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Das ist auch ok so.. Mein Vorschlag dient nur dem Nachladen, falls SB Repressionen einleiten will
und dies vor dem SG erwiedert werden müsste.. @abcabc hat alles für das Vorfeld eingebracht.
Wer weiß, ob Du überhaupt an deiner Haustür von Maßnahmenträger-Sozialschnüffler belästigt
wirst. Solange Du nix beim MT unterschreibst, bleibst Du auf der sicheren Seite. :biggrin:
 

Mondstrahl

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Heute war ich nun da. Hat nicht mal zehn Minuten gedauert. Der Mitarbeiter war ein wenig erstaunt, dass ich erschienen bin (viele kommen wohl nicht trotz Sanktion). Die wollten nun wissen, wie sie mich unterstützen können und ob ich Hilfe brauche (hat solche Dinge aus dem Flyer vorgetragen). Habe mitgeteilt, dass ich keine Hilfe oder Unterstützung brauche und auch nicht danach gefragt hätte. Darüber war er ein wenig verwundert, da ich doch wohl mit meiner SB darüber gesprochen hätte. Habe ihm dann mitgeteilt, dass ich die SB überhaupt nicht kenne und noch nie ein Gespräch mit ihr hatte. Nun wollte er wissen, ob ich an dieser Maßnahme teilnehmen möchte. Ich antwortete, dass ich nicht wüsste wozu - bin glücklich und bei mir ist alles im grünen Bereich. Dann ging es darum, wer denn nun (er oder ich) bei der SB nachfragt, wie es weiter geht (Teilnahme macht kein Sinn, wenn kein Bedarf besteht). Soll er für sich selber entscheiden, ob er im JC anruft. Dann hat er von einem Stapel Blätter das oberste genommen und gefragt, ob ich ihm quittieren könnte, dass ich nicht an der Maßnahme teilnehmen möchte. Nach einem Moment hat er mir dann das Blatt mitgegeben (Dokumente sollen eigentlich nicht das Haus verlassen) und ich soll morgen wiederkommen mit den Worten: "Mit/ohne Blatt, mit/ohne Unterschrift für Nicht-/Teilnahme". Auf dem Blatt (-> Anlage) steht aber was von "Maßnahme angetreten oder nicht". Komisch.
Sieht aber jetzt ein bisschen danach aus, als wäre die Sache gegessen, oder?

Gruß
Mondstrahl
 

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Enkomion

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@Mondstrahl. Für Dich ist das leider noch nicht so. Allenfalls, was die vorgesehenen Hausbesuche betrifft. Aber auch das ist nicht sicher.
Die Hausbesuche sollen, laut dessen Auftrag erfolgen, wenn der Teilnehmer zum Eintritt in die Massnahme nicht erscheint. Nun warst Du da, aber nicht zum Eintritt in die Massnahme. Und dann hat der Träger eine Berichtspflicht an das Jobcenter, mittels diesem Vordruck F. 5.2,den Du hier angehangen hast.
Melden kann und muss der Träger das sowieso. Warum wollte der jetzt von Dir darauf eine Unterschrift.?,was zudem so gar erforderlich, weil nachteilig? Weil es für ihn günstig wäre und zudem ein nonverbaler Hinweis an Dich ist.
Wenn die Massnahme nicht passen kann, dann ging es der IFK tats@chlich nur um die Statistik. Entweder Statistik durch Teilnahme oder durch Sanktion. Also solltest Du damit gleich die Sanktion anerkennen. Das nennt man versuchtes Teamwork, weil Deine Unterschrift dann eine Anhörungspflicht des JC überflüssig macht. Denn damit wäre nur der Tatbestand der Verweigerung durch Dich bestätigt und die Tatsache der willkürlichen Zuweisung unwichtig. Und die Sanktions Möglichkeit für die IFK gesichert. Mit der ungewöhnlichen Aushändigung klinkt sich derTräger aus,, was die Kenntnisnahme der willkürlichen Zuweisung anbelangt. Gleichzeitig unterschlägt der Träger die Sachlage der Freiwlligkeit bei dieser Massnahme, ohne die eine solche Massnahme unzulässig ist. Und bietet Dir nur an, auf die Anhörung zu verzichten und nur einen verweigerten Antritt zu statuieren.
Das ist unseriös. Und lässt mich vermuten, dass der Deine Sachlage nicht das erste Mal hört, oder/und bedient. Allerdings- solange Du den Vordruck hast, kannst Du damit belegen, daß Du dort keine Unterschrift geleistet hast. Und das Du vor Ort erschienen bist. Ich hoffe, Du hast die Fahrkarten dazu aufgehoben. Das JC wird die Meldung sicher schon vom Träger erhalten und müsste Dir jetzt eine Anhörung wegen Nichtantritt zusenden.. Den Vordruck nicht unterschreiben, denn dann wäre die Sanktion sicher, weil das als Eingeständnis der Verweigerung gewertet würde. Ohne Berücksichtung der unpassenden Massnahme und der fehlenden Notwendigkeit.
 
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abcabc

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Der Typ von der Maßnahme wirkt auf den 1. Blick vernünftig. Aber die unbekannte SB ist das Problem.
Unterschreibst du, dass du die Maßnahme nicht antrittst, wird sie dir mit größter Wahrscheinlichkeit eine Sanktion reinwürgen, weil sie die Statistik fälschen will oder von ihrem Chef gezwungen wurde irgendwie die eingekauften Plätze zu belegen. Oder die ist noch ganz neu beim JC und will sich durch willkürliche Zwangszuweisungen einschleimen.
Und gegen die Sanktion kannst du später nichts mehr machen, weil du dann die Verweigerung unterschrieben hast.

Sehr schwierige Angelegenheit.
Ich würde da morgen wieder auftauchen und sagen, dass du eine gültige Zuweisung hast und entsprechend teilnehmen musst, so lange die besteht. Außer der MT verweigert dir die Teilnahme und gibt dir dies schriftlich.

Und bzgl. dem Formular, das du unterschreiben sollst: Das würde ich schön zu Hause abheften und nicht wieder mitbringen. Stattdessen mündlich mitteilen, dass du das erst ausgefüllt mitbringen kannst, wenn das mit dem JC schriftlich geklärt ist.

Würdest du unterschreiben, dass du die Maßnahme antrittst, hast du ein genauso großes Problem: Du würdest in den ganzheitlichen Mist freiwillig einwilligen. Dann wird es schwierig bis unmöglich mit dem Widerspruch und ggf. Klage gegen die Zwangszuweisung! Das JC würde argumentieren, dass der Kunde mit seiner Unterschrift freiwillig eingewilligt hat und damit egal ist, ob es usprünglich mal eine Zwangszuweisung gab oder der Kunde eine EGV mit der Maßnahme freiwillig unterschrieben hat.
 
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noillusions

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(Teilnahme macht kein Sinn, wenn kein Bedarf besteht)
Den Ball hättest du aufgreifen sollen und fordern, dass du das schriftlich bekommst - stattdessen will man dir eine schriftliche Verweigerung abluchsen.
Der MT wird dir das zwar eher nicht geben, aber versuchen kannst du es ja immer noch - hast du ja immerhin gesagt bekommen.
 

Merse

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Das ich da bin und nicht an einer Teilnahme interessiert bin (weil nicht benötigt).
Du hättest mit der Unterschrift nicht bestätigt, dass du keine Maßnahme benötigst, sondern dass du die Maßnahme ausdrücklich verweigerst. Der Grund, warum er diese Unterschrift wollte, ist einfach: Wenn du die Maßnahme verweigerst, ist der MT fein raus und bekommt gleich den nächsten Teilnehmer, der dann evtl williger ist. Wenn der MT hingegen dir die Teilnahme verweigert, macht es das für den MT komplizierter, er muss begründen, warum er dich nicht haben will - und wenn du von Anfang an Teilnahmewille vortäuschst und nur deine Rechte wie Vertragsfreiheit wahrnimmst, ist das mit der Begründung für den MT nicht ganz so einfach.
 

Enkomion

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@Merse. Exakt meine Meinung. Das Eingeständnis dessen hätte genauso dem JC die Sachlage erleichtert.
@abcabc. Eine reine Zuweisung und damit der Zwang zur Ganzheitlichkeit ist unzulässig. Das war schon mal ähnlich Thema zu 16i und dem Ganzheitlichen Coaching beim Deutschen Bundestag als Anfrage. Lösung dort. Nur durch die vorherige freiwillige Unterschrift unter den Arbeitsvertrag wird die Zuweisung zum Coaching zulässig.
Hier fehlt das analoge Gegenstück in Form einer vorher freiwillig unterschriebenen EGV. Das ist ein offensichtliches Versäumnis des JC. Was aber auch Absicht sein kann, wenn es dem JC nur um die Kennzahl der Verminderung der Hilfebedürftigkeit durch eine forcierte Sanktion geht. Was, nach meiner Meinung, das Verhalten des Trägers aktuell nahelegt.
 
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Onkel Tom

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Der Typ von der Maßnahme wirkt auf den 1. Blick vernünftig.
Mal ohne Hand vor dem Munde betrachte ich diesen Ergatterungsversuch eines Autogramm eine reine
Schreibtisch-Abzocke.

Unterschreibst du, dass du die Maßnahme nicht antrittst, wird sie dir mit größter Wahrscheinlichkeit eine Sanktion reinwürgen,
Da können wir bestimmt ne Kiste Bier für wetten..

Das würde ich schön zu Hause abheften und nicht wieder mitbringen. Stattdessen mündlich mitteilen, dass du das erst ausgefüllt mitbringen kannst, wenn das mit dem JC schriftlich geklärt ist.
d'accord.

Hat damit auch schon mal den Beweis für den Erstbesuch.. Und der §39 SGB II ist damit schon mal ausgenockt. :wink:

@Mondstrahl Haste gut gemacht :cool:

Edit:

Nur durch die vorherige freiwillige Unterschrift unter den Arbeitsvertrag wird die Zuweisung zum Coaching zulässig.
Das rot eingefärbte stimmt definitiv nicht ! Der AV serlbst bleibt von 16i-Verpflichungen unberührt.

Die Verpflichtungs-Prozedur wird schon im Vorfeld des vorbereitendem 16i-Coaching fixiert und
unter dem Deckmantel §45 SGB III (wegen der sanktionierbarkeit) verabreicht !

So wird es auf jeden Fall in HH fabriziert und wird von vielen andere Städten auch so gehandhabt,
da 16i-Verpflichtungen im AV dann eine Angelegenheit für Gewerkschaft und Arbeitsgerichte werden
würde und an letztere Stelle wegen der Zwangsoption nicht durchkommen könnte. ;)
 
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Mondstrahl

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Nachdem ich am Wochenende meine Anträge (Widerspruch, Akteneinsicht, Widerspruch Datenübermittlung) per FAX und Papier abgeschickt hatte, wollte ich eigentlich heute den Antrag auf aW ans SG absenden. Nach dem Termin heute dort dachte ich erst, mal abwarten - vielleicht hat sich morgen alles erledigt. Nach den Antworten hier bis jetzt hört sich das so an, als sollte ich den Antrag auf aW doch noch schnellstens rausschicken, oder?
BTW: Das war dort ziemlich verwaist. Außer mir waren in dem ganzen Laden lediglich drei Mitarbeiter anwesend.
 

Enkomion

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@Onkel Tom,. Vielleicht mag das in HH so sein. Aber ansonsten sind die Arbeitsverträge reine auf JC getrimmte Förder Verträge. Und neuerdings wird dem AG dazu gleich ein Infoblatt beigefügt, wo der AG gleich über die Hemmnisse des Geförderten in Kenntnis gesetzt wird. Herr X wird unverzüglich zu seiner Spielsucht (unverbindliches Beispiel) und dem Defizit der Sofaritis gecoacht werden, sofern er dem noch zustimmt. Sowas wäre bei regulären AV undenkbar. Und warum denkt sich die BA solche Infoblätter aus.? Liegt doch auf der Hand. Es gibt übrigens schon Firmen, die solche 16i Förderverträge erstellen.
Auch bei sogenannten reinen Vorbeteitungsmassnahmen wie hier, da wird der AG vom Träger und dem JC beraten, zur Ausgestaltung des AV. Der Träger begleitet und überwacht dann die Unterzeichnung des Arbeitsvertrages. Mit der Meldung des Vollzug erfolgt vom JC die Zuweisung zum Coaching. So kenne ich das, zumindest aus den Leistungsbeschreibungen dessen. Die AV sind für das Arbeitsgericht ungeeignet. Denn das wird ein 16i Teilnehmer nie bemühen,weil der dann vorher vom JC abberufen würde, aus der 16i Förderung, was dann ein Sonderkündigungsrecht des AG beeinhaltet.
Die Zuweisung zum Coaching als Pflicht nach der freiwilligen Unterzeichnung des AV kann ein Interessierter in der Antwort zur Drucksache 19/19413 vom 25.05.2020 des Deutschen Bundestag auf Seite 2 unten bestätigt finden.
 
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noillusions

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Eine reine Zuweisung und damit der Zwang zur Ganzheitlichkeit ist unzulässig.
EGV hat Mondstrahl ja nicht (VA wohl auch nicht?).
um die Kennzahl der Verminderung der Hilfebedürftigkeit durch eine forcierte Sanktion
Wäre dann ein Nichtantritt überhaupt sanktionierbar? Oder ist es so dass es auch Nicht-Ganzheitliche Teile der Massnahme gibt/geben kann, die dann geduldet werden müssen?
 

abcabc

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EGV hat Mondstrahl ja nicht (VA wohl auch nicht?).
Aber eine Zuweisung mit RFB in der eindeutig steht: Nichtantritt = 30% Sanktion.
Weiß man leider vorher nicht, wie der Richter am SG das sieht. Also ob der sagt Zuweisung = Zuweisung oder sagt, dass es eine ganzheitliche Maßnahme ist und daher keine Zwangszuweisung möglich ist.
 
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noillusions

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mal OT:
Bemerkenswert dass Beitrag #67 aktuell -1 Rating hat. Wenn das kein Versehen war, dann wohl von jemand der ein Problem damit hat nicht der einzig Wissende auf dem Gebiet zu sein.
Im Mindesten könnte jemand der Minus bewertet ja fachlich Stellung beziehen wenn das da Käse sein sollte.
 

abcabc

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@noillusions Das scheint hier irgendwie Mode zu sein, dass viel nach Sympathie bewertet wird. Früher war das noch sichtbar, wer einen (nicht) mag..... Ich bin jemand der sehr direkt schreibt und selten ein Blatt vor den Mund nimmt.... da fühlen sich teilweise manche hier aufn Schlipps getreten. Aber das ist überall im Alltag so mit der Sympathie.....
 
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Enkomion

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Wäre dann ein Nichtantritt überhaupt sanktionierbar? Oder ist es so dass es auch Nicht-Ganzheitliche Teile der Massnahme gibt/geben kann, die dann geduldet werden müssen?
Der Nichtantritt hier ist evtl aktuell anders zu bewerten. Denn laut mir vorliegender Beschreibung wird dem Träger mitgeteilt bzw. Informiert, dass der Teilnehmer den Status Teilnehmer ab dem Eintrittstermin auf dem Angebot des JC hat. Wenn das so ist, dann könnte der Träger theoretisch noch vom JC zu Aufsuchversuchen gedrängt werden. Wo der aber tatsächlich jetzt die Sinnlosigkeit dessen kennen müsste. Die Vorgabe dessen wären 6 Versuche in 3 Wochen. Das kann passieren, weil es als Standard zu dessen Auftrag für diese Massnahme gehört. Wenn es das JC auf die Spitze treibt. Erst danach muss dann das JC über einen Abbruch entscheiden.


Generell bestimmt vorrangig der passgenaue Bedarf und die Notwendigkeit die Zulässigkeit von Massnahmen.
Wenn es hier konkreten, vermittlungsrelevanten Bedarf tatsächlich gäbe, dann wäre hier absolut eine vorherige freiwillige Zustimmung erforderlich.

Weil die Themen das Selbstbestimmungsrecht auf Privatheit tangieren, was ohne Zustimmung unzulässig ist.
Die Teilnahme mit der Ausblendung dessen würde hier gar keinen Sinn machen, weil darin ein Integrationsplan erarbeitet werden soll, der diese schwerwiegenden, privaten! Hemmnisse abbauen soll.
Auch für das hier angestrebte Ziel des 16i sollen diese Probleme ursächlich sein oder werden bzw. Begründung. Wie soll das denn funktionieren, wenn die private Problem Wühlerei ausgeblendet würde bzw überhaupt nicht vorhanden ist?
Das mit dem OT Minus entbehrt jeglicher Grundlage.. Mein Wissen dazu fusst auf echten Fakten. Mithin auch die Firma, welche im Einvernehmen mit der BA den Service der Erstellung von AV für 16i anbietet. Der Hauptsitz ist in Dresden. Oder die REZ BA Infoblätter zum 16i Vertrag. Allerdings erst bei Verträgen ab 31.08.2021.Soviel dazu.
Ich denke, es bedarf hier einer ganz grundsätzlichen Klärung, was den tatsächlichen Bedarf und die Einordnung der Profilage anbetrifft.
Die Massnahme ist der Klientel im untersten Fallmanagement zugeordnet. Also Stabilisierung und Unterstützungsprofil.

Es macht wenig Sinn, hier nur einen einmaligen Angriff abzuwehren,meiner Einschätzung nach.

Denn die Massnahme ermöglicht dem JC generell eine Optionziehung der Zuweisung bis mindestens Ende 2024.
 
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Mondstrahl

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Hallo, war heute wieder ein kurzes Gastspiel (nur wenige Minuten). Wollten wissen, was mit der Unterschrift ist. "Brauche noch Prüfzeit." "Wie lange?" "Keine Ahnung - dauert aber noch." Er will jetzt mit der Fallsachbearbeiterin (?) sprechen und nachfragen, wie es jetzt weitergehen soll. Das ist übrigens eine andere, als die Verfasserin der Maßnahme. Er will auch mitteilen, dass ich an den beiden ersten Tagen pünktlich zum Gespräch da war (Zuweisung zur Maßnahme also befolgt habe). Habe ihm dann gesagt, dass ich morgen früh um 9:00 Uhr wieder auf der Matte stehe. Er hat geantwortet, dass ich das nicht tun soll und abwarten bis sich die SB meldet. Es sei denn, ich komme mit Unterschrift. Ich erwiderte, dass ich nur die Zuweisung befolge und andernfalls sanktioniert werden könnte. Darauf sagte er nochmals: "Ich bitte sie höflichst (!) das nicht zu tun. Warten sie auf die Entscheidung vom JC. Es geht hier auch um versicherungstechnische Dinge." Tja, was mache ich jetzt am besten?
 

Enkomion

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Klingt danach, als ob man Dich ersatzweise oder überhaupt zur Abteilung Fallmanagement überstellen will. Oder neue SB im FM. Das musst Du nicht annehmen. FM ist freiwillig, weil das auch ganzheitlich mit den Kunden arbeiten will.
Warum warst Du da heute da? Der Träger hat das JC doch schon gestern informiert. Und der Wisch sollte Deine Verweigerung dokumentieren. Mit solchen Typen hätte ich mich an Deiner Stelle nicht noch einmal eingelassen.

Denn was der Träger nun daraus gemacht hat, das ist die offizielle Feststellung als Teilnehmer. Du bist aber eben kein vollwertiger Teilnehmer.
Denn ohne Eintritt kein Versicherungsschutz. Denn erst mit Eintritt darf und muss der Dich versichern.
Der Träger agiert weiter gegen Dich. Und eine Sanktion gibt nur mit Deiner Unterschrift auf dem Wisch des Trägers. Und zwar ohne Chance der Gegenwehr.
Das JC müsste Dir stattdessen vorher eine Anhörung schicken.
 
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