Habe eine EGV unterschrieben, in der ich einer Maßnahme zugewiesen wurde. Was kann ich dagegen tun? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Karsten76

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Hallo,

folgender fiktiver Fall.

Person X gilt als Langzeitarbeitsloser, weil er in seinem Beruf keine Arbeit mehr findet. Er arbeitet aber für 3 Stunden die Woche in einer geringfügigen Beschäftigung.

Er hat nun einen neuen Vermittler zugewiesen bekommen, der das nicht ausreichend findet und aufgrund der erfolglosen Bewerbungen verlangt, dass Person X einen mehrmonatigen Lehrgang macht, der ihn besser vermitteln soll. Dieser Lehrgang hat nichts mit dem eigentlichen Beruf von Person X zu tun.

Person X hat die EGV unterschrieben in der steht, dass er sich verpflichtet: "Angebot der Teilnahme an einer Maßnahme bei einem Träger".

Nun musste Person X aber feststellen, dass er jeden Tag 3:25h Fahrzeit und Wartezeit hat, plus 10 min Fußweg zum Bahnhof, damit er die MAT erreichen kann. Konkret setzt sich das wie folgt zusammen:

8-15 Uhr Arbeitszeit der MAT

Hin - 6:25 - 7:38 Uhr Fahrzeit = 1:13h Fahrzeit + 22 min Wartezeit bis zum Lehrgangsbeginn + 5 min Fahrweg von Zuhause = 1:40h Pendelzeit

Zurück: 15:14 - 16:50 Uhr Fahrzeit = 1:36h Fahrzeit + 14 min Wartezeit nach dem Lehrgang + 5 min Fahrweg nach Hause = 1:55h Pendelzeit

Person X hat jetzt gelesen, dass bei mehr als 6 Stunden Arbeit, eine MAT gilt sicherlich als Arbeit, "nur" 2,5 Stunden als zumutbare Pendelzeit gelten. Da liegt er ja über eine Stunde drüber. Problem ist aber, dass gleichzeitig geschrieben steht: "Sind regional längere Pendelzeiten als die o.g. Richtwerte üblich (> 50% der Erwerbstätigen), können diese zumutbar sein."

Jeder der an seinem Wohnort wohnt und einen Lehrgang vom Jobcenter in der anderen Stadt besucht hat natürlich ähnliche Pendelzeiten. Es sei denn er ist nicht auf Bus und Bahn angewiesen. Weiterhin weiß Person X natürlich nicht wie viele % der Erwerbstätigen nun möglicherweise länger pendeln.

Person X fragt sich daher wie es bei 3,5 Stunden (Fahr- und Wartezeit) mit der Verhältnismäßigkeit aussieht, dass er diese MAT annehmen muß, um keine Sanktion zu riskieren. Vor allem wenn er eigentlich einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht.

Vielen Dank für mögliche Antworten
 

karuso

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AW: Zumutbarkeit MAT (Fahrweg)

3.5 Stunden sind eindeutig zu lang.Er soll einen Anwalt fragen ob man dann die Maßnahme ablehnen kann. Ist er in der Gewerkschaft dann die mal fragen.:wink:
 

Karsten76

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AW: Zumutbarkeit MAT (Fahrweg)

Vielen Dank für die erste Antwort.

Person X ist nicht in der Gewerkschaft.

Zum Anwalt gehen? X ist nicht versichert (Rechtssschutz) und sein Wissensstand ist der, dass der Beratungsschein (?) doch nur zu beantragen ist, wenn es eine konkrete Situation gibt bzgl. einer Sanktion etc. und dann muß man auch noch Erfolgschancen haben. Daher wäre der Anwalt doch erst eine Option wenn bereits sanktioniert wird?!

Im Moment überlegt X dem Sachbearbeiter einen Brief zu schreiben, mit dem Hinweis, dass er die Pendelzeit als deutlich zu hoch ansieht und irritiert ist, weil die Bestimmungen von 2,5 Stunden sprechen und er gerne eine schriftliche Erklärung dazu haben möchte, wenn der Sachbearbeiter auf die Maßnahme trotz der überlangen Pendelzeit besteht, damit er diese evtl. einem Anwalt vorlegen kann, falls eine Sanktion daraus resultiert.

Als Knackpunkt und Problem in seiner Argumentation sieht er aber das Problem mit den "regional üblichen Pendelzeiten".
 

0zymandias

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AW: Zumutbarkeit MAT (Fahrweg)

Person X sollte am besten noch die Pendelzeitberechnung detailliert darlegen, mit allen Quellen (Google Map/Earth, Falk, Deutsche Bahn, ...).

Jobcenter Y müsste dann darlegen, wie denn die regionale Pendelzeit aussieht, wobei es mit schlichtem Behaupten natürlich nicht getan wäre.

Bei über 200 Minuten Pendelzeit hat man allerdings definitiv ein begründetes Anliegen.
 

Karsten76

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AW: Zumutbarkeit MAT (Fahrweg)

Vielen Dank für die weitere Meinung. X wird dann, wie bereits vorher erwähnt, den Weg gehen und seinem Sachbearbeiter schreiben und damit argumentieren, dass Fahr- und Wartezeit deutlich zu lang sind.
 

0zymandias

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AW: Zumutbarkeit MAT (Fahrweg)

Wenn Du magst, dann mache doch im Unterforum für Maßnahmen einen Thread auf.

Normalerweise findet sich mehr als die Unzumutbarkeit durch die Pendelzeit.

Auf jeden Fall: Toi-toi-toi! :wink:
 

Karsten76

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Maßnahme abwenden

Hallo,

hatte bereits in einem anderen Thema mein Problem geschildert und wurde von einem fleißigen Forenmitglied darauf aufmerksam gemacht, dass ich hier noch einmal ein Thema eröffnen könnte (vielen Dank für den Hinweis).

Hier noch einmal eine Kopie meines Ausgangsbeitrages:

Hallo,

folgender fiktiver Fall.

Person X gilt als Langzeitarbeitsloser, weil er in seinem Beruf keine Arbeit mehr findet. Er arbeitet aber für 3 Stunden die Woche in einer geringfügigen Beschäftigung.

Er hat nun einen neuen Vermittler zugewiesen bekommen, der das nicht ausreichend findet und aufgrund der erfolglosen Bewerbungen verlangt, dass Person X einen mehrmonatigen Lehrgang macht, der ihn besser vermitteln soll. Dieser Lehrgang hat nichts mit dem eigentlichen Beruf von Person X zu tun.

Person X hat die EGV unterschrieben in der steht, dass er sich verpflichtet: "Angebot der Teilnahme an einer Maßnahme bei einem Träger".

Nun musste Person X aber feststellen, dass er jeden Tag 3:25h Fahrzeit und Wartezeit hat, plus 10 min Fußweg zum Bahnhof, damit er die MAT erreichen kann. Konkret setzt sich das wie folgt zusammen:

8-15 Uhr Arbeitszeit der MAT

Hin - 6:25 - 7:38 Uhr Fahrzeit = 1:13h Fahrzeit + 22 min Wartezeit bis zum Lehrgangsbeginn + 5 min Fahrweg von Zuhause = 1:40h Pendelzeit

Zurück: 15:14 - 16:50 Uhr Fahrzeit = 1:36h Fahrzeit + 14 min Wartezeit nach dem Lehrgang + 5 min Fahrweg nach Hause = 1:55h Pendelzeit

Person X hat jetzt gelesen, dass bei mehr als 6 Stunden Arbeit, eine MAT gilt sicherlich als Arbeit, "nur" 2,5 Stunden als zumutbare Pendelzeit gelten. Da liegt er ja über eine Stunde drüber. Problem ist aber, dass gleichzeitig geschrieben steht: "Sind regional längere Pendelzeiten als die o.g. Richtwerte üblich (> 50% der Erwerbstätigen), können diese zumutbar sein."

Jeder der an seinem Wohnort wohnt und einen Lehrgang vom Jobcenter in der anderen Stadt besucht hat natürlich ähnliche Pendelzeiten. Es sei denn er ist nicht auf Bus und Bahn angewiesen. Weiterhin weiß Person X natürlich nicht wie viele % der Erwerbstätigen nun möglicherweise länger pendeln.

Person X fragt sich daher wie es bei 3,5 Stunden (Fahr- und Wartezeit) mit der Verhältnismäßigkeit aussieht, dass er diese MAT annehmen muß, um keine Sanktion zu riskieren. Vor allem wenn er eigentlich einer geringfügigen Beschäftigung nachgeht.

Vielen Dank für mögliche Antworten
Ergänzend dazu möchte ich erwähnen, dass Person X sich vor allem darüber ärgert, dass diese Maßnahme ihm absolut nicht hilft, in seinem Beruf wieder tätig zu werden bzw. allgemein einen Vollzeitjob zu erlangen.

Dem Mitarbeiter des Jobcenters ist bewusst, dass Person X derzeit Vermittlungshemmnisse privater Natur hat, die dazu führen, dass es sehr unwahrscheinlich ist, dass ein Arbeitgeber ihn einstellt. Damit Person X trotzdem aus der Statistik verschwindet soll er jetzt irgendeine Maßnahme machen (der Mitarbeiter hat es natürlich nicht so gesagt). Während des Gesprächs wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezählt und Person X hat dabei selbst vorgeschlagen, dass es eine Maßnahme aus dem EDV Bereich sein darf. Nach dem Motto "Wenn man irgendetwas Unsinniges machen muß, dann eben das." Der Mitarbeiter des JC hat auch selbst geäußert, dass ihm bewusst ist, dass eine richtige Arbeit momentan sehr unwahrscheinlich ist. Hat dann aber argumentiert, dass die Maßnahme dazu führt, dass Person X irgendwann wieder besser vermittelbar ist, sobald die privaten Probleme aus der Welt sind.

Weiterhin ist es so, dass Person X ja seine geringfügige Beschäftigung hat und dort KEINE festen Arbeitszeiten. Er muß also auf Abruf bereit sein und weiß immer erst kurz vorher welchen Tag der Woche er arbeiten muß. Der Mitarbeiter des Jobcenters argumentierte dabei so, dass bei einer MAT in Teilzeit das kein Problem wäre und man das dann jeweils absprechen kann.

Dieses kann Person X sich schwer vorstellen. Bei einem telefonischen Gespräch mit dem Träger wurde er darauf aufmerksam gemacht, dass die Kurse dort alle von 8-15 Uhr gehen. Möglicherweise gibt es bei einer Teilzeit MAT die Möglichkeit einen Tag auszulassen, da fehlt Person X die Erfahrung. Während des Gesprächs konnte er auch leider nicht mehr fragen, da die Mitarbeiterin sehr schnell extrem unfreundlich wurde, als er seine Bedenken bzgl. der Fahrzeiten angesprochen hat und das Gespräch kurz darauf mit einem beidseitig gewünschten Abbruch endete.

Spätestens nach diesem Gespräch war Person X klar, dass er die Maßnahme auf keinen Fall antreten will. 10,5 Stunden täglich außer Haus, bloß um aus einer Statistik zu verschwinden, obwohl beide Seiten genau wissen, dass es nicht hilft einen Job zu bekommen und das in Verbindung mit einem Träger, der derart unfreundlich auf Bedenken und Fragen reagiert. Da sträubt sich alles.
 

erwerbsuchend

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AW: Maßnahme abwenden

@ Karsten76,

welche schriftlichen Unterlagen zu dieser Maßnahme liegen vor? Sind diese Unterlagen verbindlich, z.B. eine Zuweisung?
 

Karsten76

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AW: Maßnahme abwenden

Schriftlich liegt noch gar nichts vor, von der EGV abgesehen. In der EGV wurde festgehalten, dass Person X sich verpflichtet "Angebot der Teilnahme an einer Maßnahme bei einem Träger". Weiterhin, dass Person X bis zum Ende November das Jobcenter informiert, wann der Kurs beginnt.

Alle Absprachen drüber hinaus waren mündlich. Es lief (ungefähr)wie folgt ab:

Sachbearbeiter: "Irgendetwas werden sie jetzt tun. Bewerbungstraining, 1 Euro Job, MAT (EDV Lehrgang)."

Person X: "Wenn ich neben der geringfügigen Beschäftigung unbedingt was tun muß, dann am ehesten der EDV Lehrgang."

Sachbearbeiter: "Melden sie sich beim Träger XY, der bietet diese MAT an. Danach melden Sie sich wieder bei mir und kriegen den Bildungsgutschein dafür."

Das ist der derzeitige Stand der Dinge.
 

erwerbsuchend

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AW: Maßnahme abwenden

Schriftlich liegt noch gar nichts vor, von der EGV abgesehen. In der EGV wurde festgehalten, dass Person X sich verpflichtet "Angebot der Teilnahme an einer Maßnahme bei einem Träger". Weiterhin, dass Person X bis zum Ende November das Jobcenter informiert, wann der Kurs beginnt.
Was steht dazu konkret in der EGV? Wurde die EGV unterschrieben und ist diese damit gültig? Ist der Träger konkret genannt?
 

DonOs

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AW: Maßnahme abwenden

Hey Karsten76 "Hartz"lich :welcome: im Forum

Danach melden Sie sich wieder bei mir und kriegen den Bildungsgutschein dafür."
Ein Bildungsgutschein muß meiner Meinung nach nicht eingelöst werden bez. kann auch bei einem völlig anderen Träger nach Wunschwahl eingelöst werden.
"Irgendetwas werden sie jetzt tun. Bewerbungstraining, 1 Euro Job, MAT (EDV Lehrgang)."
Man kann nicht einfach jemanden irgendwo rein topfen, damit man was zu tun hat. Dahinter muß schon eine Eingliederungsstrategie stehen und keine willkürliche zu Schusterei.

Ebenso ist die Fahrtzeit von über 3Stunden völlig unzumutbar und damit bereits die angedachte sowie übergeholfene Maßnahme im Vorfeld obsolet.

Wenn Person X nun seine geringfügige Beschäftigung wegen einer Maßnahme kündigen muß, anders kann die Maßnahme ja nicht in Vollzeit besucht werden, ist das keine Verringerung der Hilfebedürftigkeit.
 

Karsten76

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AW: Maßnahme abwenden

Was steht dazu konkret in der EGV? Wurde die EGV unterschrieben und ist diese damit gültig? Ist der Träger konkret genannt?
EGV wurde unterschrieben.

Wortlaut ist konkret das was oben bereits steht. Es steht unter dem Punkt "Übernommene Pflichten von Person X: "Angebot der Teilnahme an einer Maßnahme bei einem Träger." Bedeutet ja nichts anderes als dass sich Person X zu einer Maßnahme bei einem Träger bereit erklärt.

Träger wurde nicht konkret benannt. Ein anderer Träger ist, soweit mir bekannt, aber nicht in der näheren Umgebung. Würde das Problem also nicht ändern.

Ein Bildungsgutschein muß meiner Meinung nach nicht eingelöst werden bez. kann auch bei einem völlig anderen Träger nach Wunschwahl eingelöst werden.
Siehe oben. Das Problem mit der Fahrzeit resultiert nicht aus der direkten Entfernung zum Träger. Mit Auto sind es vielleicht 20 min. Problem sind die Fahrzeiten von Bus- und Bahn, die aus der 20 min Fahrt bei der Hinfahrt 1:13h werden lassen und bei der Rückfahrt sogar 1:36h. Plus eben die Wartezeit auf den Beginn der Maßnahme bzw. nach Beendigung die Wartezeit bis der Bus kommt, plus der (geringe) Fußweg zum Bahnhof und zurück.

Man kann nicht einfach jemanden irgendwo rein topfen, damit man was zu tun hat. Dahinter muß schon eine Eingliederungsstrategie stehen und keine willkürliche zu Schusterei.
Die Strategie dahinter ist simpel. Den Kurs kann man bei einer potenziellen Arbeit immer mal gebrauchen und es macht Person X als Arbeitnehmer attraktiver. So in etwa ist die Begründung des Sachbearbeiters.

Ebenso ist die Fahrtzeit von über 3Stunden völlig unzumutbar und damit bereits die angedachte sowie übergeholfene Maßnahme im Vorfeld obsolet.
Genau darauf hoffe ich.

Wenn Person X nun seine geringfügige Beschäftigung wegen einer Maßnahme kündigen muß, anders kann die Maßnahme ja nicht in Vollzeit besucht werden, ist das keine Verringerung der Hilfebedürftigkeit.
Die Maßnahme soll Teilzeit sein. Wie genau das erreicht werden soll weiß ich nach dem derzeitigen Stand nicht, da die Absprache mit dem Träger, nach dem Telefonat, nicht mehr zustande kam.
 
G

Gelöschtes Mitglied 30227

Gast
AW: Maßnahme abwenden

Kannste ignorieren, da es eine pauschale Maßnahmeverpflichtung nicht gibt.
Eine Maßnahme muss immer vollständig bestimmt sein.

Also abwarten ob eine Zuweisung kommt.
 

Curt The Cat

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Moinsen Karsten76 und willkommen hier ...!

Ich war mal so frei und hab' den Titel Deines Fadens etwas abgerundet. Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit muß sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11
[FONT=Arial,Wide Latin]11. Themen/Threads erstellen
[/FONT]
[FONT=Arial,Wide Latin]Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!! oder [/FONT]Maßnahme abwenden oder Zumutbarkeit MAT (Fahrweg)[FONT=Arial,Wide Latin], sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt![/FONT]
Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 110! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

Erhellendes zum Thema findet man auch hier ... ->klick

Zudem ist es wenig zielführend, ein und denselben Sachverhalt in zwei unterschiedlichen Subforen zu verkaspern. Deswegen habe ich Deine beiden Fäden mal hier zusammengeführt

Ich wünsche Dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt hier im Forum.


:icon_wink:
 
Zuletzt bearbeitet:

Karsten76

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Hallo Curt,

erst einmal vielen Dank für die freundlichen Hinweise.

Das mit der Überschrift war mir nicht bewusst. Ich habe versucht möglichst kurz das Problem selbst in der Überschrift zu schilden. Voll formulierte Sätze in einem Themen Titel habe ich noch nie in einem Forum erlebt, daher war das keine böse Absicht, sondern Unwissenheit.

Was die Regeln angeht. Ich habe versucht mich einzulesen, das fällt aber nicht leicht, weil das Forum riesig ist und wenn man neu ist erschlägt es einen Nutzer regelrecht. Was aber nicht negativ ist. Soll nur erklären, warum es am Anfang vielleicht noch nicht ganz rund läuft.

Dass ich das Thema noch einmal im zweiten Forum eröffnet habe lag an dem Hinweis des anderen freundlichen Helfers. Ich versuche alles richtig zu machen und höre daher auf gut gemeinte Hinweise von erfahreneren Nutzern. Vielleicht habe ich bei seinem Hinweis aber auch einfach nur was falsch verstanden.

Auf jeden Fall danke für die Hinweise und den angenehmen Aufenthalt. :)

Werde mich die Tage noch einmal zur Sache melden und hoffe dann auf weitere Meinungen.

Danke such noch einmal an alle, die sich bisher die Zeit genommen haben mir zu helfen.
 

Karsten76

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Hallo liebe Mitstreiter,

ich habe jetzt die (unterschriebene) EGV bzw. davon die aus meiner Sicht wichtigen Seiten hochgeladen. Ich habe alle Namen, Daten und sonstige Dinge, die irgendwie "verräterisch" sind entfernt. Ich bitte die Qualität zu entschuldigen. Ich besitze nur ein sehr altes Handy, welches ich für die Fotos benutzt habe. Trotzdem sollte alles gut lesbar sein.

Weiterhin habe ich ein Schreiben formuliert, um meiner in der EGV unterschriebenen Mitwirkungspflicht in Bezug auf die Information zur Maßnahme nachzukommen.

Würde mich sehr freuen wenn Ihr über die EGV und mein Schreiben mal gucken und mich auf Probleme hinweisen könntet.

Vielen lieben Dank.
Karsten

Das Schreiben:

Sehr geehrter Herr ...

hiermit möchte ich Ihnen die Ergebnisse meiner Kontaktaufnahme mit dem Träger für modulare Bildungsmaßnahmen im IT Bereich mitteilen.

Ich habe zweimal beim Träger angerufen, um das Gespräch über die Bildungsmaßnahme zu suchen. Beim zweiten Gespräch ging es darum einen Termin für ein Treffen abzusprechen. Bereits vor dem Anruf war ich verwundert, weil die Bus- und Bahnverbindung, auf die ich angewiesen bin, mir bereits bei einer Fahrt fast 2 Stunden anzeigte. Da ich von einem Fehler ausging fragte ich höflich am Telefon nach, ob man mir dort evtl. sagen könnte ob das seine Richtigkeit hat. Nach einer sehr unfreundlichen und unbefriedigenden Antwort rief ich danach beim Busverkehr an und erfragte dort noch einmal die genauen Verbindungen.

Nach der Auskunft hatte ich die richtigen Fahrzeiten, mußte zu meinem Bedauern aber feststellen, dass diese ebenfalls weit über dem erträglichen Rahmen liegen.

Mir wurde im Rahmen des Telefonats mit dem Träger mitgeteilt, dass alle Kurse dort täglich von 7-15 Uhr gehen. Mir erschließt sich nicht inwiefern das Teilzeit sein soll und sich mit der Möglichkeit deckt, dass ich jederzeit auf Abruf meiner geringfügigen Beschäftigung nachgehen kann und nicht riskiere, dass man mich dort feuert und mir somit die Möglichkeit auf eine mögliche spätere Vollzeitanstellung genommen wird.

Weiterhin habe ich mir, basierend auf den Kurszeiten, meine täglichen Pendelzeiten errechnet und muß Ihnen mitteilen, dass diese deutlich über den im § 10 SGB II genannten 2,5 Stunden täglich liegen und ich deshalb dem Kurs leider nicht nachkommen kann. Die genaue Zusammensetzung der Pendelzeiten ist wie folgt:

Arbeitszeit der Bildungsmaßnahme: 8-15 Uhr

Hinfahrt - 6:25 - 7:38 Uhr Fahrzeit = 1:13h Fahrzeit + 22 min Wartezeit bis zum Lehrgangsbeginn um 8 Uhr + 5 min Fußweg von Zuhause zum Bahnhof = 1:40h Pendelzeit bei der Hinfahrt

Rückfahrt: 15:14 - 16:50 Uhr Fahrzeit = 1:36h Fahrzeit + 14 min Wartezeit nach dem Lehrgang + 5 min Fußweg vom Bahnhof nach Hause = 1:55h Pendelzeit

Die tägliche Pendelzeit liegt also bei ungefähr 3:35h und damit deutlich über der im § 10 SGB II genannten Zeit.

Weiterhin möchte ich anmerken, dass ich nach unserem letzten Gespräch für mich reflektiert habe und mich im Nachhinein frage wie genau diese Maßnahme mir helfen soll zurück in den Arbeitsmarkt zu finden? Inwiefern ist sie genau auf mich zugeschnitten? Ich habe Grundkenntnisse im IT Bereich, die für meinen Beruf vollkommen ausreichend sind. Für einen Wechsel in den IT Bereich selbst bräuchte ich wohl eine Umschulung und keinen kurzzeitigen Kurs, mit dem ich hinterher die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt habe wie vorher.

Abschließend möchte ich anmerken, dass ich das Gefühl habe, dass Ihre Vorschläge mich einzig aus irgendeiner Statistik rausbringen sollten, anstatt mir wirklich zu helfen eine Arbeit zu finden, von der ich leben kann. Laut SGB II soll der Sinn bzw. die Zielsetzung einer Maßnahme sein die individuelle Beschäftigungsfähigkeit durch Erhalt und Ausbau meiner Fertigkeiten und Fähigkeiten und meine berufliche Eingliederung in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Ich kann nicht erkennen, dass eine von ihnen geplante Maßnahme dem entspricht, da sie mir in meinem alten Berufsfeld nicht weiterhilft und für einen neuen Beruf nicht genug Wissen vermittelt, da dieses nur durch eine Umschulung möglich wäre. Weiterhin baut keine dieser Möglichkeiten meine aktuellen, Ihnen bekannten, Vermittlungshemmnisse ab.

Wie in der EGV festgelegt bin ich aber weiterhin zu einem "Angebot der Teilnahme an einer Maßnahme eines Trägers" bereit, solange diese Maßnahme speziell auf mich zugeschnitten ist und mir vermitteln kann, dass sie mir beruflich weiterhilft und nicht nur ihrer Statistik dient. Diese Maßnahme außerdem auch eine Pendelzeit hat, die nicht über den Empfehlungen laut § 10 SGB II liegt.

Mit freundlichen Grüßen
 

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Karsten76

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Ich pushe nochmal in der Hoffnung, dass evtl. Jemand einen Hinweis hat, bevor ich das Schreiben abschicke und mich durch irgendeinen Fehler in die Nesseln setze.
 

erwerbsuchend

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@ Karsten76,

du solltest auf jeden Fall den Punkt mit der Statistik aus deinem Schreiben entfernen. Wir wissen zwar alle, welche Wirkung eine Teilnahme an einer Maßnahme auf die Arbeitslosenstatistik hat, sollte dieser Fall jedoch vor das SG kommen, dann käme dieser Punkt eventuell nicht so gut an.
 

Karsten76

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Vielen Dank. Dem Hinweis werde ich nachkommen und den Punkt entfernen.
 
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