Habe eine EGV unterschrieben, die mich verpflichtet, mich auf Vermittlungsvorschläge zu bewerben. Gilt das auch für solche ohne Rechtsfolgenbelehrung? (1 Betrachter)

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DasPferd

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Hallo,
nach abgeschlossenen Studium habe ich ALG II beantragt und eine EGV unterschrieben. Darin verpflichte ich mich montlich mindestens 5 Bewerbungsbemühungen vorzunehmen und mich auf Vermittlungsvorschläge des Jobcenters zeitnah zu bewerben.

Die EGV enthällt weiter eine Rechtsfolgebelhrung über die Konsequenzen, wenn ich nicht alle Punkte der EGV befolge.

Nun habe ich in den letzten vierzehn Tagen schon acht Vermittlungsvorschläge ohne Rechtsfolgebelehrung erhalten, von denen nicht einer nur Ansatzweise in mein Profil passt. Das einzige was hin haut ist das Studium, obwohl die meisten Jobs auch von ungelernten Erledigt werden könnten. Ich habe mich daher noch nicht beworben, da ich lieber Unternehmen kontaktiere, die in mein Profil passen.

Es heißt üblicherweise, auf VVs ohne RVB müsse man sich nicht bewerben, das wurde mir auch telefonisch so gesagt, aber gilt das auch bei mir?
Oder drohen mir jetzt sanktionen?
 

DasPferd

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Die fünf Bewerbungen pro Monat wurden aus gutem Grund ausgemacht. Wenn ich jetzt fast Täglich eine Bewerbung raushauen muss weiß ich nicht mehr was ich machen soll.... Ich habe also fünf Jahre umsonst studiert.
 

DasPferd

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Extrapoliert kommen wir auf 16 pro Monat. Das ist täglich fast eine. Irgendwann muss ich auch noch Richtige Bewerbungen schreiben, mich auf Vorstellungsgespräche vorbereiten und auch noch durch halb Deutschland fahren um dort hin zu gelangen.
 

Ramteid

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Warum unterschreibst du dann eine EGV? Vermittlungsvorschläge gehören dann zu deinen Eigenbemühungen, sobald du dich aktiv darauf bewirbst. Kannste also auf die 5 anrechnen.
 

DasPferd

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Der Zusammenhang mag sich mir nicht so ganz erschließen.
Ich werde mit Vermittlungsvorschläge auf unpassende Jobangebote zugespammt und komme nicht dazu mich auf Jobs bewerben, die meiner Qualifikation entsprechen.
Wenn man sich bei uns nicht permanent innerhalb des Fachgebietes weiterentwickelt wird man sehr schnell unbrauchbar innerhalb der eigenen Fachrichtung.

@Ottokar: Einen Master im Bereich der Ingenieurswissenschaften. Man schlägt mir permanent Stellen als Techniker bei irgendwelchen ZAFs vor. Das Jobcenter trägt die Fahrtkosten. Wenn ich allerdings für eine Strecke fünf Stunden im Zug sitze kannst du dir ausrechnen, zu wie viel ich komme, wenn ich 16 Bewerbungen pro Monat + x sinnlos Bewerbungsgespräche + 6-8 sinnvolle Bewerbungen + y sinnvolle Bewerbungsgespräche + Vorbereitung durchführen muss.

@Ramteid:
Ich komme schon so auf 5 Bewerbungen pro Monat. Irgendwelchen sinnlosen Bewerbungen brauche ich nicht. Die halten mich auch davon ab mich langfristig in den Arbeitsmarkt zu integrieren.
 

Maximus Decimus

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Extrapoliert kommen wir auf 16 pro Monat. Das ist täglich fast eine. Irgendwann muss ich auch noch Richtige Bewerbungen schreiben, mich auf Vorstellungsgespräche vorbereiten und auch noch durch halb Deutschland fahren um dort hin zu gelangen.
Also wenn ich mich nicht ganz täusche hat ein Monat 30 Tage und das bedeutet ca. alle zwei Tage eine neue Bewerbung.
Was sind denn richtige und falsche Bewerbungen?
Ich würde mal behaupten, dass die Bewerbungen auf die Vermittlungsvorschläge fast nur copy und paste sind. Ich kann mir nicht vorstellen, dass insgesamt 40 Wochenstunden Bewerbungen geschrieben werden, demnach kann ich die Rechnung nicht ganz nachvollziehen.
Von einem Akademiker kann man ja wohl erwarten, dass man die EGV prüft und sich Gedanken drüber macht, ob sie erfüllbar ist oder nicht. Eine Hausarbeit bereitet man doch auch erst vor, indem man sich auf Literaturrecherche begibt und diese bewertet, ob sie nutzbar für das Thema bzw. Hausarbeit ist. Danach überlegt man, soll ich sie zitieren oder nicht. Letztendlich ist das mit einer EGV nicht wirklich was anderes. Ein wenig Transferwissen muss man von einem Akademiker erwarten müssen.
Dieses Mal hast du Pech gehabt und ins Klo gegriffen, weil du vorschnell eine EGV unterschrieben hast, die zu deinem Nachteil ist. Beim nächsten Mal wird dir das mit Sicherheit nicht mehr passieren.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Das mit den vielen VV kenne ich nur, wenn man entweder neu dort gemeldet ist, oder wenn wieder ein SB-Wechsel war, und der Neue besonders eifrig sein will.

Erfahrungsgemäß lassen die recht schnell nach, spätestens wenn sie ihr Pulver mit den Fake-Stellen der Leihklitschen verschossen haben. Halte durch.
 

DasPferd

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Von einem Akademiker kann man ja wohl erwarten, dass man die EGV prüft und sich Gedanken drüber macht, ob sie erfüllbar ist oder nicht.
Ich bin nun mal kein Jurist und kann nicht die Konsequenz jeder Klausel abschätzen.
Meine Freundin wurde damals wenigstens einen Monat mit VVs in ruhe gelassen. Das ich mit VVs zugespammt würde hätte ich nicht erwartet. Dies Flut von VVs entstellt irgendwo den Gedanken hinter der EGV. Wir hatten die Zahl so niedrig gesetzt, weil es bei mir nicht gerade einfach ist.

Als richtige Bewerbung meine ich welche, bei denen ich mich ernsthaft für das Unternehmen interessiere und deswegen gerne mal einen Tag recherchiere, und zwei Tage schreibe damit es auch wirklich gut passt.

Das mit den vielen VV kenne ich nur, wenn man entweder neu dort gemeldet ist, oder wenn wieder ein SB-Wechsel war, und der Neue besonders eifrig sein will.

Erfahrungsgemäß lassen die recht schnell nach, spätestens wenn sie ihr Pulver mit den Fake-Stellen der Leihklitschen verschossen haben. Halte durch.
Wir haben wohl eine Gruppe im Jobcenter extra für Akademiker. Der Witz ist, dass ich meinen SB noch nicht einmal getroffen habe.
Und jeder Vermittlungsvorschlag der mir zugesendet wird ist wieder von einem anderen SB, der nicht der SB ist, der als Ansprechpartner genannt wird.
 
G

Gelöschtes Mitglied 64517

Gast
Der Arbeitgeberservice muss natürlich auch die Leihbuden zufriedenstellen, gabs doch beim letzten Besuch so feine Schnittchen, Tassen und Kugelschreiber. Es ist also nicht so dass nur dein SB tätig wird.
 

Couchhartzer

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Ich komme schon so auf 5 Bewerbungen pro Monat.
Ja, dann ist doch alles gut und du hast damit das Soll der EGV erfüllt.
Was soll dann nun noch das Problem sein?
Wenn du 5 getätigte Bewerbungsbemühungen als EGV-Soll nachweisen kannst im Monat und die sonstigen Vorschläge ohne RFB sind, kannst du diese Vorschläge abheften (um den Beweis der fehlenden RFB zu sichern) und ansonsten links liegen lassen.


Der Witz ist, dass ich meinen SB noch nicht einmal getroffen habe.
Sei doch froh drüber, dann kann er dich auch nicht mit irgendwelchen zusammenfantasierten Spinnereien volllabern.


Und jeder Vermittlungsvorschlag der mir zugesendet wird ist wieder von einem anderen SB, der nicht der SB ist, der als Ansprechpartner genannt wird.
Das ist fast normal an den Jobcentern, denn da klickt jeder SB einfach mal auf "Vermittlungsvorschlag für xxx aktivieren" um sich mit dadurch vorgetäuschtem Fleiß sein Fleißbienchen in seiner Personalakte zu sichern.
Glaub ja nicht, dass die sich dann auch vorher noch genau anschauen, ob der Job überhaupt zur Person passt, oder gar für die Person die ihn dann bekommt zumutbar (z.B. Pendelzeiten / gesundheitliche Beschränkungen / usw.) ist.
Darum geht es den wenigsten SB, dass es alles korrekt ist, denn die leben vorwiegend für ihre eigene Fleißbienchenstatistik um den eigenen Hintern vor negativer Beurteilung, unliebsamer Versetzung, Nichtverlängerung eines befristeten eigenen Vertrages, oder gar Kündigung zu schützen.
Ein Großteil der SB versuchen nur noch den Selbsterhaltungszweck ihres Arbeitsplatzes und/oder der Verwaltung mit (oftmals völlig qualifikationsfreier) Herumklickerei im Vermittlungsystem oder mit Textbausteinschubserei bei Eingliederungsvereinbarungen und Verwaltungsakten zu bedienen.
 
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DasPferd

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Ja, dann ist doch alles gut und du hast damit das Soll der EGV erfüllt.
Was soll dann nun noch das Problem sein?
Wenn du 5 getätigte Bewerbungsbemühungen als EGV-Soll nachweisen kannst im Monat und die sonstigen Vorschläge ohne RFB sind, kannst du diese Vorschläge abheften (um den Beweis der fehlenden RFB zu sichern) und ansonsten links liegen lassen.
Das Problem welches ich sehe ist, dass ich mich AUßERDEM dazu verpflichtet habe mich auf VVs des Jobcenters innerhalb von drei Werktagen zu Bewerben.

Ich habe die Entsprechende Passage mangels Scanner mal abfotografiert.

Wenn es mit 5 Bewerbungen pro Monat getan ist, wäre ja wirklich alles in Ordnung. Die kriege ich hin und werde meinen Suchradius auch auf ganz Deutschland ausweiten, sollten die interssanten Angebote in der Zielregion nichts werden.

Ich bin jetzt verwirrt, reichen die fünf Bewerbungen pro Monat jetzt oder muss ich mich trotzdem auf jeden VV bewerben?
 

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Couchhartzer

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Kein guter Rat wenn er sich laut EGV auch dazu verpflichtet hat sich auf die Vorschläge des JC zu bewerben.
Lerne einfach nur die Bedeutung der Festlegung 5 (!) Pflichtbewerbungsbemühungen, die (wie ich sehr deutlich nachlesbar beschrieb) mit 5 nachgewiesenen Bemühungen vollumfänglich erfüllt sind, denn auch getätigte Bewerbungen auf VV zählen zu den getätigten Bemühungen dazu !
 
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
@Pferd
... ja du hast das unterschrieben und musst da durch. Denk daran Dich nur auf die Stelle zu bewerben und keinem pool des AG/ZA beizutreten. Zum Thema Umgang/Abwehr der ZAF findest Du in diesem Forum viele Erfahrungen.
Ich hoffe Du bekommst bald einen richtige, Deinem Studium entsprechende Arbeitsstelle.

@Couchharzer. Es sind hier bezüglich der Bewerbungen zwei verschiedene Dinge zu denen sich "Pferd" per EGV verpflichtet hatte. Noch einmal bitte genau lesen.
 

atasteofbunny

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Man schlägt mir permanent Stellen als Techniker bei irgendwelchen ZAFs vor. Das Jobcenter trägt die Fahrtkosten. Wenn ich allerdings für eine Strecke fünf Stunden im Zug sitze kannst du dir ausrechnen, zu wie viel ich komme, wenn ich 16 Bewerbungen pro Monat + x sinnlos Bewerbungsgespräche + 6-8 sinnvolle Bewerbungen + y sinnvolle Bewerbungsgespräche + Vorbereitung durchführen muss.
Eine Pendelzeit von mehr als 2,5 Stunden (für Hin- und Rückweg) ist nicht zumutbar. Solche Stellenangebote kannst du ablehnen, bzw. den VV einfach ignorieren.
 

erwerbsuchend

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@DasPferd, wieviele VG aus diesen VV hast du bereits gehabt und wie oft wurde dir bereits ein Arbeitsvertrag vorgelegt? Du solltest dabei immer bedenken, dass nicht aus jeder Bewerbung ein VG erfolgt und nicht in jedem VG auch direkt ein Arbeitsvertrag zur Unterzeichnung vorgelegt wird. Schreibe für diese VV einfach eine angepasste Anti-ZAF-Bewerbung und warte auf die Ergebnisse.

Wie ist die Übernahme der Bewerbungskosten mit dem JC geregelt? Übernimmt das JC für alle von dir getätigten Bewerbungen die dabei anfallenden Kosten oder Pauschalen? Was ist dazu in der EGV vereinbart worden? Sollte das JC für alle anfallenden Bewerbungen, inkl. VV, die Kosten übernehmen, wirst du dich nicht gegen Bewerbungen auf diese VV wehren können, zumindest nicht mit dem Kostenargument.
 

DasPferd

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Eine Pendelzeit von mehr als 2,5 Stunden (für Hin- und Rückweg) ist nicht zumutbar. Solche Stellenangebote kannst du ablehnen, bzw. den VV einfach ignorieren.
Schwierig. Habe bei dem ersten Gespräch angegeben, dass ich in der Region Arbeit suchen würde und meinen Wohnort dafür streichen lassen. Das klingt irgendwie falsch.

@erwerbssuchend:
Wurde noch zu keinem Gespräch eingeladen. Das liegt aber auch daran, dass ich noch nichts rausgeschickt habe, da es im Callcenter hieß, dass keine RFB dabei sei, also müsse ich mich nicht bewerben.
Ich habe jetzt ein generisches Anschreiben entworfen, bei dem nur der Ansprechpartner und die Stellenbeschreibung ausgetauscht werden müssen.
Der Lebenslauf ist auch entsprechend allgemeiner formuliert.
Das ganze hat dem Perfektionisten in mir weh getan, aber was soll's.
Ich rette was zu retten ist und haue Morgen und Übermorgen die Bewerbungen raus.

Zum Glück werden alle Fahrtkosten übernommen.
 
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