Habe ein Maßnahme"angebot" erhalten. Muß ich da hin? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Nala87

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Oha, nun kamen ja doch noch einige Beiträge hinzu, die mich gerade doch irgendwie verunsichern... Nun ja, mein Lebensgefährte interpretiert dieses Maßnahmeangebot ebenfalls als Angebot, das ich auch ablehnen könne. Klingt ja auch logisch. Lehne ich es ab, könnte es natürlich sein, dass aus dem Angebot eine Zuweisung wird.

Übrigens hatte ich heute eine neue EGV in der Post, in welcher die Maßnahme nun festgehalten ist. Die soll ich innerhalb von zwei Wochen unterschrieben dem JC zurückzuführen. Glücklicherweise hab ich da auch noch einen Termin bei meiner SB. Werde diese Angelegenheit bei dieser Gelegenheit hoffentlich klären können.

Was mich irritiert, ist, dass in der EGV der Maßnahmezeitraum einen Monat (Anfang bis Ende März) beträgt. Auf dem Infoblatt des MT jedoch steht was von 6 Monaten. Finde ich komisch.
 

Ghansafan

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Hallo @Nala87 ,

bei Dir soll ja die Erwerbsfähigkeit abgeklärt werden, bis das nicht erfolgt ist, darf man Dir auch keine EGV anbieten.

Denn : Eingliederungsvereinbarungen sollen gemäß § 15 SGB II nur mit erwerbsfähigen Leistungsbeziehern abgeschlossen werden.

Der Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung mit einem Hilfebedürftigen mit fraglicher Erwerbsfähigkeit verstößt gegen den elementaren Leistungsgrundsatz des § 7Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB II und ist daher gem. § 58 SGB X i.V.m. § 134 BGB nichtig.


Weiß ich nun nicht, ob Du Morgen die Maßnahme antreten willst oder nicht. Falls nicht, empfehle ich, Dich AU schreiben zu lassen.

Bin zwar der Ansicht, dass man Dich bei Nichtantritt ncht sanktionieren darf aufgrund Deiner nicht abgeklärten Erwerbsfähigkeit, s. Post 5, wissen kann man es bei dem JC aber nicht, ob sie es nicht trotzdem versuchen würden.

Wie Du nun diesbezüglich weiter verfährst, musst Du im Endeffekt natürlich selber entscheiden.


Betreffs der Diskussion bezüglich des Maßnahmeangebots halte ich an meinen Ausführungen fest, Post 5,14 und 21.
 
Zuletzt bearbeitet:

Nala87

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Ich habe gerade nicht wirklich den Durchblick, wie ich mich verhalten soll. Morgen zum Arzt um einen gelben Zettel zu holen, möchte ich echt ungern. Meine jetzige Hausärztin ist zwar verständnisvoller als die ehemalige, doch mit Krankschreibung aufgrund meiner psychischen Probleme ist es dennoch immer so eine Sache... Um meine letzte Maßnahme (eine AGH) abzuwehren, hatte sie mich zwar krankgeschrieben, aber ich musste sie da schon etwas "bearbeiten". Und bei meinem Psychiater brauch ich erst gar nicht antanzen, der nimmt einen ohne Termin nicht dran.

Andernfalls hatte ich die Idee, ein Schriftstück für meine SB aufzusetzen. Darin würde ich mich für ihr Maßnahmeangebot, welches ich als Vorschlag interpretiere, bedanken, dieses aber zunächst ablehne, weil mir keine genauen Informationen zu der Maßnahme vorliegen, da im Vorfeld keine Beratung hierzu stattgefunden hat. Denn weder in dem Maßnahmeangebot noch in der mir postalisch zugesandten EGV, sind bestimmte Details zu Ziel, Ablauf, Inhalten zu entnehmen. Desweiteren würde ich erwähnen, dass für mich nicht ersichtlich ist, ob es sich bei dem Maßnahmeangebot um eine Zuweisung handelt. Sowas in der Art halt würde ich ihr zukommen lassen und schauen, was passiert.

Eine andere Möglichkeit wäre eben noch, morgen zu dem Träger hinzugehen, mir anzuhören, worum es da gehen soll. Aber nix verbindlich zuzusagen/zu unterschreiben. Aber irgendwie wiederstrebt es mir, mich da von dem MT zutexten zu lassen. Schließlich soll mir das JC doch alle relevanten Informationen geben, wenn ich schon von denen aus da mitmachen soll. Auf der anderen Seite würde ich ja erstmal meiner Mitwirkungspflicht nachkommen, sollte ich morgen beim MT aufschlagen und mich zumindest interessiert zeigen...

Mann, bin echt angenervt von dieser Sache. Bisher wurden mir immer richtige Maßnahmezuweisungen gegeben, da wusste ich wenigstens woran ich bin. Aber dieses dubiose "Maßnahmenangebot" jetzt macht mich kirre, weil ich nicht weiß, was ich davon halten soll. Selbst Gerichte scheinen sich ja uneinig zu sein, ob so ein Angebot eine Zuweisung ist oder nicht.
 

grün_fink

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Was steht denn bezüglich der Maßnahme in der EGV?
Kannst du das bitte hochladen, anonymisiert?

Ich kann mir schlecht vorstellen, dass es in einer EGV noch Angebote zu Maßnahmen gibt. Man wird doch da eher dazu verpflichtet, wenn auch in gegenseitigen Einvernehmen.

Was mich stutzig macht:
Du sollst morgen in eine Maßnahme, aber erst in 2 Wochen unterschreiben.
Und das, obwohl noch nicht ma deine Erwerbsfähigkeit geklärt ist.
Das ist ja die völlig verkehrte Reihenfolge.
Die richtige wäre:
ärztlicher Dienst ermittelt Leistungsbild,
Jobcenter vermittelt in entsprechende Arbeit oder Maßnahmen,
mit oder ohne EGV.
Wenn EGV, dann erst Unterschrift, dann Maßnahmeantritt
(natürlich nach Prüfung).

Aber lasse das Forum bitte zuerst etwas mehr zu der EGV wissen.

Und irgendwer weiß sicher auch das Urteil, wonach man nicht besprochene lediglich per Post versendete EGVs einfach abheften kann.
 

Zeitkind

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Desweiteren würde ich erwähnen, dass für mich nicht ersichtlich ist, ob es sich bei dem Maßnahmeangebot um eine Zuweisung handelt.
Würde ich nicht. SB sollte zum Auseinanderhalten von Angebot und Zuweisung selbst in der Lage sein.
Eine Zuweisung unterliegt als VA dem Bestimmtheitsgebot, also kann es sich bei dem Angebot auch nur um ein Angebot handeln.
Selbst zur Begründung der Ablehnung bist Du nicht verpflichtet. Dankend ablehnen und basta.
In der inzwischen vorgeschlagenen EGV soll die Maßnahme wohl zementiert werden.
 

gila

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So ausführlich solltest du das nicht schreiben. Das führt zu Diskussionen auf Nebenkriegsschauplätze, denn letztlich geht es hier nicht darum ob du eine Zuweisung einmal Angebot bekommen hast und einen bestreite und gezanke darum, es geht auch nicht um eine neue EGV... Dazu hat dir Ghansafan schon das Richtige geschrieben.

Ich würde der Sachbearbeiterin schreiben:

vielen Dank für Ihr Angebot einer Maßnahme, dass ich unter den derzeitigen Umständen leider nicht annehmen kann, da zum einen meine Erwerbsfähigkeit noch nicht abschließend geklärt ist, zum anderen mein Gesundheitszustand derzeit nicht stabil ist.
Auch die Eingliederungsvereinbarung werde ich nicht zu Ihrem gewünschten Termin unterschrieben zurück senden, da eine Eingliederungsvereinbarung ausschließlich mit erwerbsfähigen Leistungsberechtigten abgeschlossen werden darf.

Ich würde Sie bitten, die Entscheidungen des ärztlichen Dienstes abzuwarten und danach alles weitere zu besprechen.

Ich fühle mich durch diese Aktionen auch unter Druck gesetzt, was mir gesundheitlich nicht entgegenkommt.

mfG



bei Dir soll ja die Erwerbsfähigkeit abgeklärt werden, bis das nicht erfolgt ist, darf man Dir auch keine EGV anbieten.

Denn : Eingliederungsvereinbarungen sollen gemäß § 15 SGB II nur mit erwerbsfähigen Leistungsbeziehern abgeschlossen werden.

Der Abschluss einer Eingliederungsvereinbarung mit einem Hilfebedürftigen mit fraglicher Erwerbsfähigkeit verstößt gegen den elementaren Leistungsgrundsatz des § 7Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 SGB II und ist daher gem. § 58 SGB X i.V.m. § 134 BGB nichtig.
Mann, bin echt angenervt von dieser Sache.
Dann bringe das zum Ausdruck!
 
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Ghansafan

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Und irgendwer weiß sicher auch das Urteil, wonach man nicht besprochene lediglich per Post versendete EGVs einfach abheften kann.
Hallo @grün_fink ,

dazu:

Fachliche Hinweise der Bundesagentur für Arbeit 15.7(Persönliche Gespräche) zu § 15 SGB II:

(2) Im persönlichen Gespräch ist sich vor Abschluss der EinV über die individuelle Integrationsstrategie mit der erwerbsfähigen leistungsberechtigten Personen zu verständigen. Die postalische Übersendung einer EinV als Vorschlag zur Unterschrift ist nicht zulässig.
Quelle: https://harald-thome.de/fa/harald-thome/files/sgb-ii-hinweise/FH-15---20.10.2016.pdf

Ist allerdings in diesem Fall eher unerheblich, s. Post 27
 

gila

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Durch ein zielgerichtes Schreiben wie vorgeschlagen dürfte sich das eigentlich vorerst pulverisieren.
Zumindest müsste die SB sich dann erstmal erklären.

Parallel um längere AU bemühen.
Dringlichkeit dem Psychiater klar machen...
 

Nala87

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Zum Unterschreiben der postalisch zugeschickten EGV habe ich tatsächlich bis zum 13.3. Zeit. Am 9.3. habe ich einen Termin bei meiner SB.

In der EGV steht zur Maßnahme nur, dass ich "zur Unterstützung meiner berufl. Eingliederung die Maßnahme für Menschen mit gesundh. Einschränkungen beim Träger XY im Zeitraum 2.3. bis 31.3. antrete. Ich werde diese Maßnahme weder abbrechen, noch Anlass für einen Abbruch geben durch z.B. unentschuldigt Fehlen oder Missachtung von Anweisungen." Das ist alles. Nix detailreiches. Ich dachte immer, eine Maßnahme muss in der EGV genau beschrieben werden...

Zudem erscheint es mir hirnrissig, eine neue EGV abzuschließen, obwohl der ÄD meinen Gesundheitszustand noch klären muss. Sehr seltsam das Ganze.

Obendrein verunsichert mich mein Lebensgefährte leider in der Sache noch mehr. Wenn es nach ihm ginge, soll ich da halt morgen definitiv zum MT hingehen und mich "beraten lassen". Und, je nachdem ob ich die Sache für sinnvoll erachte oder nicht, das Maßnahmeangebot annehmen bzw. ablehnen.
 

gila

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Hat dein Lebensgefährte so viel Erfahrung und Wissen wie die Leute, die dir bisher geduldig geantwortet haben?
Dann soll er doch die Sache in die Hand nehmen...
Stell ihm eine Vollmacht aus, deine Interessen beim JC wahrzunehmen, da du gesundheitlich derzeit nicht in der Lage bist, und das bis auf Widerruf.
Das ist durchaus möglich.

Dann geht er morgen zum MT und lässt sich zulabern .... Entgegen allen fundierten Ratschlägen hier...
 

Nala87

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Gila, ich lehne eure Tipps doch deswegen nicht ab! Wollte nur zum Ausdruck bringen, dass ich von jedem, der sich zu dem Thema äußert andere Vorgehensweisen vorgestellt bekomme. Ich muss halt nur zusehen, was ich draus mache. Ich selbst tendiere jedoch eindeutig dazu, ein Schreiben an meine SB aufzusetzen mit der Ablehnung der Maßnahme, so ähnlich wie du es vorhin schon formuliert hattest.

Und nein, ich beherzige nicht alles, was mir mein LG mir rät. Der ist nicht allwissend, hat aber natürlich auch schon diverse Erfahrungen mit dem JC und "seine" eigenen Taktiken, wie er bestimmte Angelegenheiten klärt. Allerdings überzeugen die mich in diesem Fall aber nicht, daher hab ich hier im Forum um Rat gefragt. Und es kamen etliche Hinweise von euch, wie man vorgehen kann. Dafür danke ich euch und halte euch auf dem laufenden.
 

gila

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Das ist auch schon ernst gemeint mit der Vollmacht.
Du könntest derzeit aus gesundheitlichen Gründen angeben, dass du nervlich und psychisch stark angeschlagen bist und kannst ihm eine vorübergehende Vollmacht ausstellen und wenn er unbedingt das Gespräch mit dem Maßnahmeträger führen will kann er das machen, obwohl ich das überflüssig halte, so wie alle anderen hier eigentlich auch, da bei dir der absolut einzige brauchbare Fakt ist, dass deine Erwerbsfähigkeit noch nicht geprüft ist und du offensichtlich ja auch momentan gesundheitlich nicht wirklich auf der Höhe bist.

Natürlich kann man so tun als ob man interessiert ist und sich da beim Maßnahmeträger erkundigen, aber das Ganze würde ich überhaupt nicht in die Diskussion rein bringen sondern alles, was man dort erfahren kann zurückhalten für einen späteren Zeitpunkt, in dem eventuell Argumente notwendig werden.

wenn die Sachbearbeiterin einen Brief bekommt, dass du das Angebot momentan nicht annehmen kannst, was dein Lebensgefährte ebenso mit Vollmacht mitteilen könnte, und dass aus den genannten Gründen eine EGV nicht unterschrieben wird und das Ganze dich gesundheitlich sehr belasten würde, müsste die Sachbearbeiterin entweder das als leichte Warnung empfinden hier weiter zu bohren oder sie kommt mal mit Fakten rüber und mit Rechtsgrundlagen und auch näheren Informationen.

Das könnte man dann abwarten, sie müsste sich noch mal deutlich erklären und irgendwo handeln, entweder gleich mit Sanktionen drohen oder sie gibt Ruhe.

In jedem Fall denke ich persönlich, dass hieraus keine Nachteile entstehen können wenn die Fakten so sind wie du sie geschildert hast.

Manchmal ist das zeitweise Einschalten eines Bevollmächtigten nicht schlecht, das JC sieht sich dann einer weiteren Person gegenüber, die ein Auge auf die Sache wirft und so mancher wird etwas zurückhaltender... ,😉
 

Nala87

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So, ich melde mich zurück. Habe heute ein von Gila inspiriertes Schreiben für meine SB aufgesetzt und beim JC eingereicht. Zusätzlich bin ich doch noch kurz beim MT aufgeschlagen, eigentlich aus Neugier.

Die haben mich tatsächlich erwartet. Habe mir dann erklären lassen, um was es bei dieser Maßnahme überhaupt geht. Im Grunde alles totaler Schrott: Zusammen frühstücken. Spaziergänge machen. Damit man mal rauskommt und was anderes sieht. Ernährungsberatung. Hilfe beim Ausfüllen von Formularen. Umgang mit dem PC üben. Tipps zum Styling. Beratung zu allgemeinen Umgangsformen und Verhaltensweisen. Ich dachte echt, ich sei im falschen Film. Das ist doch alles Kindergarten. Ich entdeckte auf dem Tisch eine Art Wissenstest liegen und konnte ein paar der Fragen erspähen. Fragen wie "Welche Farbe hat der Edelstein Smaragd?" und "Welche geometrische Form besteht aus vier gleichlangen Seiten die im rechten Winkel angeordnet sind? Trapez, Rechteck, Quadrat oder Dreieck?" Ich muss zugeben, da war ich kurz belustigt. Das sagt was über das Niveau aus.

Jedenfalls wollte mich die Mitarbeiterin des Trägers schon davon überzeugen, dass ich an der Maßnahme mitmachen müsste. Ich äußerte, dass ich bei diesem Maßnahmekonzept den Sinn nicht erkenne und dies erst mit dem JC abklären will und das auch meiner SB schon mitgeteilt habe. Die Dame vom Träger zeigte sich zwar verständnisvoll, beharrte aber darauf, dass diese Maßnahme doch eine tolle Sache wär. Sie machte auch drauf aufmerksam, dass ich eine Sanktion riskiere, sollte ich die Maßnahme nicht machen wollen. Dann vermerkte sie, dass ich heute bei dem Träger vorstellig war und ich durfte gehen. Bis morgen solle ich mich zurückmelden, ob ich die Maßnahme antrete. Sie riet mir noch, zum Arzt zu gehen, sollte ich morgen nicht kommen wollen. Damit das JC nicht sanktionieren kann. Werde ich höchstwahrscheinlich auch so machen. Zur Sicherheit.
 

gila

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Zusammen frühstücken. Spaziergänge machen. Damit man mal rauskommt und was anderes sieht. Ernährungsberatung. Hilfe beim Ausfüllen von Formularen. Umgang mit dem PC üben. Tipps zum Styling. Beratung zu allgemeinen Umgangsformen und Verhaltensweisen
:icon_lol: ey da freut sich doch wieder der Steuerzahler! machst du denn so einen bedürftigen Eindruck auf deine SB dass man meint man müsste die Umgangsformen üben?
Vielleicht solltest du bei nächster Gelegenheit die Sachbearbeiterin mal fragen was sie denn von dir hält dass sie dir solche Dinge ungefragt und unbesprochen meint aufzwingen zu müssen. Frechheit sowas


Ich äußerte, dass ich bei diesem Maßnahmekonzept den Sinn nicht erkenne und dies erst mit dem JC abklären will und das auch meiner SB schon mitgeteilt habe.
Sehr gut. Die Bundesagentur und die Jobcenter sind zu einem Qualitätsmanagement verpflichtet, was auch die Überprüfung der Inhalte der Maßnahmen betrifft. Die Leute sollten sich viel öfter mal über so einen Kindergarten beschweren.

Sie machte auch drauf aufmerksam, dass ich eine Sanktion riskiere, sollte ich die Maßnahme nicht machen wollen
Und das ist so in dieser Art und Weise gelogen. sicherlich ist auch für diese Maßnahme ein Vertrag erforderlich den du ja wie du jetzt weißt nicht unterschreiben musst. Wenn man dir deswegen keine Maßnahme anbieten kann, hast du allerdings nicht den Tatbestand erfüllt, die Maßnahme nicht angetreten zu haben, du hast lediglich keinen Vertrag mit einer Firma außerhalb deinem Verhältnis zum Jobcenter unterschreiben wollen ... merke dir das, falls es noch mal sowas gibt

Sie riet mir noch, zum Arzt zu gehen, sollte ich morgen nicht kommen wollen
wieder eine grenzenlose selbstüberschätzung, denn die Dame hat dir überhaupt nichts zu raten. Sie hat wohl noch nicht begriffen, dass deine Erwerbsfähigkeit momentan gar nicht geklärt ist... Hast du ihr das nicht erzählt?
auch hat sie keinen deut davon, dass es sich hier offensichtlich erst einmal um ein Angebot handelt Punkt sie ist natürlich weniger darin interessiert dass du nicht sanktioniert wirst, als daran, an dir Geld zu verdienen. Das ist ja schon mal ganz glasklar.

Bei dem wie das hier alles gelaufen ist und bei den aufgezwungenen Maßnahme Inhalten ohne dass man mit dir darüber gesprochen hat oder dir die angeblichen Defizite die du haben sollst mal ins Gesicht gesagt hat, sehe ich eigentlich keine angriffspunkte um dich zu sanktionieren, sollte man es trotzdem machen habe ich das gute Gefühl dass man das im widerspruchsverfahren schon vom Tisch kriegt.

Ich würde mir vielleicht sogar mal den Spaß machen bei der SB eine schriftliche Stellungnahme anzufordern zu den angeblichen Defiziten die du ja unzweifelhaft haben musst, dass man dir eine Maßnahme mit solchen Inhalten anbietet ... das ist ja schon diskriminierend.
 

0zymandias

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Also ich würde da auf sehr schriftliche Weise sehr neugierig werden.

Mich würde interessieren, wie genau Frühstücken und Spaziergänge eine Eingliederung in Arbeit bewirken.
Mich würde noch mehr interessieren, auf welchem entscheidungserheblichem Tatsachenwissen die
Annahme basiert, bei mir würde in dieser Hinsicht ein Mangel vorliegen, der unbedingt mit dieser Maßnahme
behoben werden soll.

[...] "Welche geometrische Form besteht aus vier gleichlangen Seiten die im rechten Winkel angeordnet sind? Trapez, Rechteck, Quadrat oder Dreieck?" [...]
Keine der gegebenen Antworten ist richtig.

(Am nächsten käme wohl noch das Quadrat, weil hier wohl (im statistischen Mittel :biggrin: ) die vier
gleichlangen Seiten zu finden wären. Nur sind hier nicht alle Seiten zueinander im rechten Winkel;
einige Seiten könnten eventuell sogar parallel zueinander sein. :icon_lol: )

Beispiel für Maßnahmendozenten: 🚮

Nachtrag: Man kann hier nur froh sein, dass vor lauter Corona-Gedöns nicht auch noch die Rede von
einer Quadratäne ist. :biggrin:
 
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Nala87

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@gila: Doch, habe der Mitarbeiterin des MT erzählt, dass meine gesundheitl. Einschränkungen erst noch vom ÄD geklärt werden müssten und dass ich die relevanten Unterlagen dazu erst letzte Woche beim Medizinischen Dienst des JC eingereicht hab. Irgendwie pflichtete mir die Gute da bei, dass der Hergang etwas wirr ist. Die Mitarbeiterin des Trägers deutete das sogenannte "Maßnahmeangebot" jedoch als Zuweisung, schließlich hätten die anderen Teilnehmer ganz ähnliche Schreiben erhalten und die haben alle brav mitgespielt. Mir kam es so vor, als wäre sie etwas überfordert mit mir, weil ich kritisch war.

Dass das mir dort heute vorgestellte Konzept dieser Maßnahme absoluter Bullshit ist, darüber braucht man gar nicht mehr weiter reden. Mein Partner hat sich auch erstmal amüsiert. Traurig, dass es aber anscheinend genug Leute gibt, die solche Sachen ohne zu Murren mitmachen...

Wegen zweier Sachen muss ich euch aber nochmal um Rat fragen.

1. Sollte ich mir ab morgen nun eine AU besorgen, oder könne man da drauf verzichten?

2. Gilt meine Unterschrift auf einem Zettel des Trägers, dass ich heute dort war, schon als Antrittserklärung? Habe da im Netz unterschiedliches gelesen. Vielleicht war es dumm von mir, da meinen Wilhelm drunter zu setzen? Für mich war es aber einfach nur die Unterschrift dafür, dass ich heut dort war. Habe ich das verkehrt gemacht? War ich da mal wieder doch zu naiv?
 

gila

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Mir kam es so vor, als wäre sie etwas überfordert mit mir, weil ich kritisch war.
So wird es sein, und es ist gut dass du hier Haltung gezeigt hast. Verarschen lassen muss man sich nun wirklich nicht, das ist sehr grenzüberschreitend

Die Mitarbeiterin des Trägers deutete das sogenannte "Maßnahmeangebot" jedoch als Zuweisung, schließlich hätten die anderen Teilnehmer ganz ähnliche Schreiben erhalten
auch hier an sieht man dass sie überhaupt gar keine Ahnung hat sondern da nur ihren kleinen Job macht. Und da sie selber zugegeben hat dass das Ganze etwas wirr ist und die Maßnahme anders deutet als du oder wir hier zeigt, dass das Jobcenter in dieser Angelegenheit kein bisschen Klarheit rübergebracht hat, wozu es aber verpflichtet ist

Traurig, dass es aber anscheinend genug Leute gibt, die solche Sachen ohne zu Murren mitmachen...
Tja, wie sagt man so schön: jeder ist seines Glückes Schmied

Zu Punkt 1: es wäre für deine Angelegenheit sicherlich nicht schlecht dich endlich krankschreiben zu lassen und dies auch möglichst länger.

Zu 2: keine Ahnung was du da unterschrieben hast. Merke dir in Zukunft dass du für nichts und niemand etwas unterschreiben musst, wenn du das nicht willst.
 

Nala87

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Für mich einfach eine lapidare Anwesenheitsbekundung. Da stand aber nichts weiter drauf, daher erschien es mir harmlos. Da stand neben meinem Namen lediglich ein weiterer drauf. Mir wurde halt gesagt, es sei nur zum Nachweis, dass ich mir das da heute angehört hab. Es war absolut nix ersichtlich, dass ich da gleich automatisch eine Verpflichtung eingehe. Nur diese Fahrtkostenerklärung wollte mir die Dame gern heute schon abnehmen, ganz scheinheilig verpackt natürlich, das hab ich abgelehnt. Da war sie still.

Denn der eigentliche Maßnahme-Vertrag und weiterer Papierkram soll ja erst morgen abgewickelt werden, so ich mich denn dort blicken lasse... ;) Aber dies will ich ja tunlichst vermeiden.

Also werde ich morgen zum Doc gehen, dann hab ich erstmal Ruhe, hoffe ich. Achso, laut der Mitarbeiterin des Trägers soll ich die AU ihr zukommen lassen. Bin aber der Ansicht, dass das JC die AU bekommen muss. Ist das korrekt?
 

gila

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Nur diese Fahrtkostenerklärung wollte mir die Dame gern heute schon abnehmen, ganz scheinheilig verpackt natürlich, das hab ich abgelehnt. Da war sie still.
es ist schon eine Unverfrorenheit bei einer unklaren Sachlage hier den Bürger noch weiter knebeln zu wollen. Sicherlich hast du dich doch klar und deutlich ausgedrückt.

Achso, laut der Mitarbeiterin des Trägers soll ich die AU ihr zukommen lassen. Bin aber der Ansicht, dass das JC die AU bekommen muss. Ist das korrekt?
Du hast mit dem Maßnahmeträger nichts am Hut. Es ist ein absolut unklarer Zustand, die Maßnahme ist von dir nicht gewollt, man hat dir nicht ins Gesicht gesagt warum du da hin sollst... vor allen Dingen hat man dir keine Defizite benannt die dort behoben werden sollen... des weiteren ist deine Erwerbsfähigkeit noch gar nicht geklärt und gesund genug um dieses Theater durchzustehen bist du auch nicht. Also ist für dich nach wie vor das Jobcenter der Ansprechpartner.

Lass dich da auch nicht später mal in einer Diskussion mit der SB verunsichern und beirren. Derartige Dinge sind keine konkrete Maßnahme, die dich morgen in Arbeit bringt, sondern das ist pseudo psychologischer Kram, den sich ein sowieso schon kranker Mensch nicht reinziehen muss. Das betrifft deine psychische Gesundheit und da hat man dir so etwas schon dreimal nicht aufzuzwingen, denn das Jobcenter ist nicht medizinisch kompetent um zu beurteilen ob dir sowas gut tut oder dich letztendlich unterfordert, was genauso schädlich sein kann.
Ich würde wohl irgendwann die SB fragen ob das nicht reichlich anmaßend ist einem sowas aufzunötigen ohne Rücksprache und ohne konkrete Begründung.

was sich immer gut macht ist, dass man androht, einen Bericht darüber zu verfassen und an die Bundesagentur für Arbeit zu schicken, damit hier eine Qualitätsüberprüfung stattfindet.
Das will meistens weder das Jobcenter noch ein Maßnahmeträger...
und nicht vergessen: sollte die SB darauf beharren, dass das eine Wundermaßnahme für dich wäre, dann bittest Du einfach um ausführliche schriftliche Begründung was für Defizite ihrer Meinung nach in deiner Persönlichkeit vorliegen würden die eine solche Maßnahme rechtfertigen.

Wetten dass sich das dann keiner traut? Denn das ginge so sehr in die Persönlichkeitsebene, dass sie am Rande einer Beleidigung und Verleumdung spazierengehen...
 
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grün_fink

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Ich finde, für die gesundheitlichen Sachen sind Ärzte und Therapeuten zuständig und nicht Maßnahmeträger.
Wie schon geschrieben: Vom Doc krank schreiben lassen, und Krankmeldung zum JC.
 

Ghansafan

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Also werde ich morgen zum Doc gehen, dann hab ich erstmal Ruhe, hoffe ich. Achso, laut der Mitarbeiterin des Trägers soll ich die AU ihr zukommen lassen. Bin aber der Ansicht, dass das JC die AU bekommen muss. Ist das korrekt?
Hallo @Nala87,

erachte ich auch für das Beste mit der AU. Kannst ja das Orginal nachweislich beim JC einreichen. Ok., dem Träger kann man ja eine Kopie der AU zukommen lassen.
Und sich vielleicht noch kurz beim Träger telefonisch krank melden (Falls Du das nicht schon heute gemacht hast).
 
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