Habe die Krankmeldung zu spät eingereicht bei der Krankenkasse. Sind jetzt Probleme beim anschliessendem Krankengeldbezug zu erwarten?

Billieboy

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Moin,

mal die Fakten:

-ich befinde mich im ALG1 Bezug
-bin seit 5 Wochen in Therapie + Krankgeschrieben.
-evtl. gibt es noch eine weitere Krankschreibung im Anschluss - dann wäre ich bei insgesamt 8 Wochen.
-den ersten Krankschein (für die ersten 4 Wochen) habe ich erst 8 Tage NACH der Ausstellung bei der KK eingereicht.
-Ich habe das per e-mail erledigt - und auch eine Empfangsbestätigung erhalten
-den zweiten für Woche 5-6 dann aber pünktlich eingereicht

Da eine Krankschreibung binnen einer Woche eingereicht werden muß kam meine erste 2 Tage zu spät.

Ich kenne mich null damit aus - könnte das zum Problem werden, wenn ich später Krankengeld für Woche 7-8 beantrage?
Wie kleinlich sind die da?
 

saurbier

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Also im schlimmsten Fall dürfte dir dann die AfA für die Tage das ALG-I nicht auszahlen, welche du die AUB dort zu spät eingereicht hast.

Also Ähnlich bei einem Arbeitgeber der dir die Lohnfortzahlung für die unentschuldigten Tage nicht zahlen würde/müßte, denn dort sollst du dich ja umgehend bzw. spätestens ab 3 Tag per AUB melden.

Da du ja seitens der AfA für die ersten 6 Wochen dein ALG-I im Sinne der Lohnfortzahlung erhälst, sollte das keine Auswirkungen haben. Nur wenn du seitens der KK dann tatsächlich ein KG (ab der sechsten Woche) erhalten würdest insofern dich dein Arzt weiter AU schreibt, solltest du eher darauf bedacht sein die neue AUB immer rechtzeitig ausstellen zu lassen, also lieber einen/zwei Tag zu früh als auch nur einen Tag zu spät - auch wenn es da inzwischen eine rechtliche Änderung gab -. Du solltest im eigenen Interesse einen Termin für eine neuerliche AUB seitens deines Arztes ggf. durch dessen Mitarbeiterinnen besser nie aus möglichen Termingründen verschieben lassen (was manchmal ja passiert weil der Arzt plötzlich auf Lehrgang etc. pp. ist/mußte), sowas gibt dann meist mit manchen KK´s Probleme.
 

Birt1959

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Vielleicht hilft dem*der TE diese Links weiter:

Der DGB Rechtsschutz bringt diese Meldung:

Beim VdK findet sich diese Meldung:
BSG: Arbeitnehmer muss Krankmeldung an Krankenkasse leiten

Alle Links verweisen auf Urteile, die mindestens 3 Jahre alt sind, in wieweit sich da eventuell etwas geändert hat, kann ich nicht sagen. Allerdings finden sich auf den Homepages vieler gesetzlicher Krankenkassen Hinweise zum aktuellen juristischen Stand bezüglich der Frage.
 

saurbier

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Hallo Kerstin_K,

@saurbier Hier geht es nicht um eine Lücke in der Krankschreibung, sondern die AUB wurde nicht an die KK geschickt.

Ganz genau und daraus haben die KK´s in der Vergangenheit die Lücke bei der Krankschreibung gemacht, welche von @Machts Sinn ja bekämpft wurde und dann durch eine Anwendungsänderung von Jens Spahn über den Bundestag geändert wurde, genaueres müßte man dann mittels der Suche hier im Forum eruieren, denn @Machts Sinn ist darauf geziehlt und ausgiebig eingegangen.

Schau gerne mal hier auf die schnelle:





Grüße saurbier
 

Billieboy

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Ist die Entgeltfortzahlung beendet, zahlt die Krankenkasse Krankengeld. Dazu muss eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorgelegt werden. Die Versicherten haben dafür eine Woche Zeit.

Geht die Meldung später ein, bringt die Kasse das Krankengeld so lange zum Ruhen, bis die Bescheinigung eingeht

Demnach ja kein Problem. Die KK wird die Bescheinigung ja vor dem Beginn des Krankengeldes erhalten.
Versteht ihr, was ich meine?
Ich denke, ich werde da einfach mal anrufen.

Falls nicht, werde ich einfach auf die letzten 2 Wochen Krankschreibung verzichten.
Ich wäre da eh zu Hause, der einzige Vorteil wäre, 2 Wochen ALG1 Bezug zu sparen - wer weiß, ob ich die in Kriesenzeiten später noch brauche...
 

grün_fink

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Ich verstehe den letzten Satz so, dass das Krankengeld nachgezahlt wird, wenn die AU bei der KK vorliegt.
Bin da juristisch allerdings ziemlich unbewandert.
 

saurbier

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Wo bitte ist hier denn das Problem, die Links sollten doch alles erklären.

Du bekommst derzeit ALG-I und bist nun während dessen leider mal seit 5 Wochen AU was du doch der AfA auch durch die AUB nachgewiesen hast. Die AfA zahlt dir doch auch fleißig das ALG-I weiter, oder.

Die AfA wird natürlich nach 6 Wochen fortlaufender AUB die Zahlung des ALG-I einstellen, weil du ihr dann ja aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zur Verfügung stehst und dich an die KK zwecks KG verweisen. Heißt also die KK wird für dich ab dem Tag X (Einstellung des ALG-I) zuständig.

Ab diesem Tag gilt für dich, immer pünktlich die AUB der KK zukommen zu lassen und zwar nahtlos und am besten auf sicherem Weg, schon im eigenen Interesse.
 

Billieboy

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Moin,

nochmal eine kleine Nachfrage an die Experten:
Ich habe jetzt nach 6 Wochen noch zwei weitere Wochen bekommen.

Auf der AU sind 2 Kästchen im Feld "im Krankengeldfall":
"ab 7. AU Woche oder sonstiger Krankengeldfall"
"Endbescheinigung"

Endbescheinigung ist angekreuzt. "ab 7. Woche..." ist nicht angekreuzt. Es ist aber die 7. und 8. Woche.
Ist das so OK?
 

saurbier

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Nun damit hält dich der Arzt mit dieser AUB nun ab dessen Ende wieder für arbeitsfähig (Endbescheinigung). Wenn du jetzt damit dann in die 7. AU Woche gehst, nun dann kommt es darauf an wie die AfA reagieren wird, denn nach Ablauf der 6. AU Woche sollte man dich ja an die KK zwecks KG verweisen womit dann auch dein ALG-I einzustellen wäre.

Es bliebe also abzuwarten wie die AfA verfährt, wenn du ihr die neue AUB vorlegst.
 

Billieboy

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Die liegt jetzt KK und AA vor. Mal gucken, was passiert.


Mir geht es eigentlich bloß darum, die 2 Wochen ALG1 Anspruch für die weitere Krise zu sparen.
VVs bekomme ich vom AA schon lange keine mehr, letzte Einladung war im Februar. Die wussten aber auch von meiner Misere.
Druck vom AA wird von daher kein Problem sein. Es stellt ja eh niemand ein, ich habe noch nichtmal die üblichen ZAF Werbebriefe bekommen.
 
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