Habe bereits eine Schuldnerberatung gemacht und abgebrochen. Muss ich alles erneut machen? Gelten schon die neuen 3 Jahren für Privatinsolvenz?

robert888

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Hallo zusammen :)

Hab im Juni 2019 eine Schuldnerberatung durchgeführt. Zuletzt wurden die Gläubiger informiert und es sollte daraufhin schon losgehen. Jedoch habe ich es aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr geschafft.

Jetzt will ich unbedingt in die Insolvenz. Geht das jetzt schon für 3 Jahren? Und muss ich alles neu machen?

Danke
 

axellino

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Jetzt will ich unbedingt in die Insolvenz. Geht das jetzt schon für 3 Jahren?

Das Gesetz ist noch nicht durch.

Der Gesetzentwurf der Bundesregierung zur weiteren Verkürzung des
Restschuldbefreiungsverfahrens steht weiterhin zur Entscheidung aus ( 19/21981).


Auf der Tagesordnungsliste ist auch diese Woche die Änderung weder im Bundestag noch im Rechtsausschuss Thema, so dass eine kurzfristige Entscheidung nicht zu erwarten ist.

Quelle

desweiteren eine Empfehlung in diesen Zusammenhang,

Kai Henning rät: „Insolvenzanträge sollten vor diesem Hintergrund von SchuldnerInnen, die in ein dreijähriges Verfahren möchten, noch nicht gestellt werden.“

Quelle
 

robert888

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Das Gesetz ist noch nicht durch.



Quelle

desweiteren eine Empfehlung in diesen Zusammenhang,



Quelle

Danke. Muss ich dann alles von vorne machen?
 

axellino

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Kommt drauf an, siehe u.a. § 305 Abs.1 Nr.1 InsO

(1) Mit dem schriftlich einzureichenden Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens oder unverzüglich nach diesem Antrag hat der Schuldner vorzulegen:

1. eine Bescheinigung, die von einer geeigneten Person oder Stelle auf der Grundlage persönlicher Beratung und eingehender Prüfung der Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Schuldners ausgestellt ist und aus der sich ergibt, daß eine außergerichtliche Einigung mit den Gläubigern über die Schuldenbereinigung auf der Grundlage eines Plans innerhalb der letzten sechs Monate vor dem Eröffnungsantrag erfolglos versucht worden ist; der Plan ist beizufügen und die wesentlichen Gründe für sein Scheitern sind darzulegen; die Länder können bestimmen, welche Personen oder Stellen als geeignet anzusehen sind;
 
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