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Gutachter und Fragen nach Tagesablauf

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anjamueller

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#1
Hallo!

Ich muss zu einem med. Gutachter wegen einer Teilerwerbsfähigkeitsrente (mir fällt der richtige Ausdruck nicht ein). Also ich bin krank, ungekündigt und bekomme kein Krankengeld mehr und auch nichts merh vom Arbeitsamt, weil die Zeit abgelaufen ist, daher nun dieser Rentenantrag von der Rentenversicherung, vormals BFA. Ich bin wegen Depressionen krankgeschrieben.

Ich habe mir sorgfältig das hier
http://www.elo-forum.org/merkblatt-fuer-gutachtertermine-rentenantrag-t2766.html
durchgelesen und habe noch Fragen.

1. wenn ich gefragt werde nach Tagesablauf, was soll ich sagen?
In Wahrheit verbringe ich viel Zeit im Internet, aber mit Pausen, wenn ich das aber wahrheitsgemäss sage beim Arzt, wird er wohl folgern, dass ich sehr wohl imstande bin, mehrere Stunden am Tag was zu tun.
Obwohl es ja Quatsch ist, denn gerade im Internet switscht man ja weiter, wenn es zu anstrengend wird.

Also, was soll ich sagen, was ich so den ganzen Tag mache?

Kann ich sagen, ich weiss selber nicht, was ich so mache, versuche eben dies und das, aber fange vieles an, kriege es nicht vollendet und lasse es dann unfertig liegen?

Was antwortet Ihr denn, was Ihr den ganzen Tag so macht?
 

kalle

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#3
Tja, die Wahrheit sagen ist natürlich immer gut.
Nur wenn Du den Artikel, bzw. das Merkblatt aufmerksam gelesen hast, dann wirst Du auch wissen, was Du sagen sollst.
Manchmal drehen sie eben auch aus winzigen Dingen gerne einen Strick.
Nun ja, ich iege viel am PC (notebook) und arbeite halt so im Internet. Da ich nicht lange sitzen kann ist das die einzige Möglichkeit.

Wenn die mir einen liegenden Arbeitsplatz geben könnten wäre ich ja sofort dabei.
Bei Untersuchungen erwähne ich das aber auch nicht unbedingt.

Also, alles genau lesen und bedenken.:icon_pfeiff::icon_daumen:
 

Schnuckel

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#4
Oh jaaa...die Fragen kenn ich.
Damals kannte ich dieses Forum noch nicht, sonst hätte ich vieles anders gemacht. Wollte nämlich meinen guten Willen zeigen und hab erzählt, dass ich 3 mal die Woche Schwimmen gehe, wegen meiner kaputten Bandscheiben...und dass ich mich mit Freunden treffe.

Natürlich endete dies mit einer Ablehnung meines Rentenantrages. Hab es aber dann im Widerspruch doch noch geschafft.

Also die Wahrheit...die ist immer gut. Aber verschöne nichts. Beschreib es so, wie Du Dich fühlst. Das mit den Depris hab ich auch...
Denke Du wirst Dich so wie ich, oft antriebslos, müde und lustlos fühlen. Du kannst schlecht ein- und durchschlafen, weil Dir ständig die Gedanken kreisen...und die Vorstellung zu einem festen Zeitpunkt aufstehen zu müssen, löst Angstzustände aus, weil man Abends schon im Bett liegt und weiss, dass man mal wieder nicht ausschlafen kann, ergo man erst recht nicht weiss, wie man einen ganzen Arbeitstag überstehen soll.

Kurz gesagt...kotz Dich richtig aus bei dem Gutachter...sag nichts "unheimlich tolles", weil Du meinst, Du müsstest einen guten Willen zeigen. Wenn es Dir scheisse geht, dann ist das so.
Tu Dir vielleicht selbst noch den Gefallen und schmink Dich nicht.
Denn sogar das stand in meinem Gutachten.
Wenn er/ sie Dich fragt, wie Du Deinen Haushalt schaffst, kannst Du ruhig zugeben, dass es Tage gibt an denen alles stehen bleibt, weil Du Dich kraftlos fühlst...oder dass es Tage gibt, wo Du Dich nicht zum einkaufen raustraust, weil Du niemanden sehen möchtest, bzw gesehen werden möchtest.
(Zumindest geht es mir oft so).

Also..mit der Wahrheit fährt man schon ganz gut.
Und hab keine so große Angst vor dem Termin. Zumindest bei mir war es nicht schlimm...
Und wenn Du vorab den Namen bekommst, kannst Du mal googeln. Manchmal findet mal etwas über den Gutachter. Und wenn´s nur ein Bild ist. Aber man weiss dann zumindest schon mal ein bisschen, wer einem da entgegen tritt.

Viel Glück.
 

Schnuckel

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#5
PS. Und wenn Du Schlafstörungen hast, dann kannst Du dem Gutachter ruhig sagen, dass Du Dich am Tage immer wieder mal hinlegen musst, weil Du so erschöpft bist. Sag, Du schaust fern...Du liest manchmal...kannst Dich aber nur schlecht konzentrieren.
Und der Satz den Du gesagt hast...was ja auch vollkommen der Wahrheit entspricht: Du fängst immer mal wieder was an, schaffst es aber nicht, was zu Ende zu bringen....
Genau das sagst Du dem Arzt. Mehr muss er nicht wissen.

Und wie gesagt...nichts erfinden. Auch nicht, wenn er Dich 10 mal fragt: Und was noch? Und was noch? Und was noch?

Das hat der Typ bei mir gemacht..und man ist irgendwie in so ner Zwangslage was antworten zu müssen. Lass Dich nicht davon verunsichern.
Und auch beim 20. mal "Und was noch?" sagst Du, dass es das war und das es mehr nicht zu sagen gibt.
 

anjamueller

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#7
vielen dank für eure lieben antworten.

hab ich auch gelesen, man soll sich eher nicht schön zurechtmachen, wenn man hingeht...mal sehen, ich gehe ansonsten nicht mal ungeschminkt zum briefkasten, lieber warte ich, bis es dunkel ist :)

der witz ist, ich sehe eigentlich gar nicht fern, interessiert mich gar nicht. wenn er mich fragen würde, was ich als letztes gesehen habe, ich weiss es nicht. ich sehe nur nachrichten.

lesen...mache ich auch nur online.
für bücher fehlt mir nämlich wirklich die konzentration, aber ob er mir das so glaubt?
der quatsch in zeitschriften interessiert mich auch wenig. ist sowieso immer dasselbe.
ich lese tatsächlich nur kurze artikel im internet. selten mehr als 20 sätze.

Erfinden werde ich sicher nichts, aber irgendwie denke ich auch immer, das glaubt mir kein mensch, das ich nichts mache. ich weiss abends selber nicht, wo die zeit geblieben ist, ich verliere völlig das zeitgefühl.

aber am ende sagt er, ich kann doch dann prima arbeiten, weil ich so wieder disziplin lerne. :)

dass ich vermutlich nicht mal meine arbeitsstätte finde ohne schweissausbrüche und x mal verfahren, wie soll ich ihm das erklären?

wenn er dann noch erfährt, dass es mir im urlaub weit weg aber meistens gut geht... bin mir auch nicht sicher, ob ich das so sagen kann.
 

Nimschö

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#8
Sag ihm genau das, was Du hier grad geschrieben hast...
Wenn DAS nicht reicht um klar zu machen, daß Du zumindest im Moment in keinster Weise in der Lage bist 8h/Tag konzentriert zu arbeiten, dann weiß ich auch nich...

vielen dank für eure lieben antworten.

hab ich auch gelesen, man soll sich eher nicht schön zurechtmachen, wenn man hingeht...mal sehen, ich gehe ansonsten nicht mal ungeschminkt zum briefkasten, lieber warte ich, bis es dunkel ist :)

der witz ist, ich sehe eigentlich gar nicht fern, interessiert mich gar nicht. wenn er mich fragen würde, was ich als letztes gesehen habe, ich weiss es nicht. ich sehe nur nachrichten.

lesen...mache ich auch nur online.
für bücher fehlt mir nämlich wirklich die konzentration, aber ob er mir das so glaubt?
der quatsch in zeitschriften interessiert mich auch wenig. ist sowieso immer dasselbe.
ich lese tatsächlich nur kurze artikel im internet. selten mehr als 20 sätze.

Erfinden werde ich sicher nichts, aber irgendwie denke ich auch immer, das glaubt mir kein mensch, das ich nichts mache. ich weiss abends selber nicht, wo die zeit geblieben ist, ich verliere völlig das zeitgefühl.

aber am ende sagt er, ich kann doch dann prima arbeiten, weil ich so wieder disziplin lerne. :)

dass ich vermutlich nicht mal meine arbeitsstätte finde ohne schweissausbrüche und x mal verfahren, wie soll ich ihm das erklären?

wenn er dann noch erfährt, dass es mir im urlaub weit weg aber meistens gut geht... bin mir auch nicht sicher, ob ich das so sagen kann.
 

anjamueller

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#9
Hallo, ich habe den Termin jetzt hinter mir.
Es war halb so wild, der Gutachter kam mir sympathisch, verständnisvoll und unaufdringlich vor. Er bohrte auch nicht intensiv nach, farget auch nicht intensiv nach meinem Tagesablauf.
Dennoch bin ich froh, dass ich vorher das Merkblatt gelesen hatte, welches ich in meinem ersten Beitrag erwähnt habe.

Noch mal an dieser Stelle vielen Dank an dieses Forum und an die hilfsbereiten User!
So wie ich den Gutachter verstanden habe, hat er vollstes Verständnis dafür, dass ich in meinem Zustand nicht in meinem Beruf arbeiten kann, da eben spezielle Anforderungen gestellt werden.
Ich denke, er wird mir da entgegenkommen.

Wie es tatsächlich sein wird, wird man sehen, vielleicht kommen ja auch die bösen Überraschungen, wenn ich irgendwann sein Gutachten ( was er auf Verlangen an meinen Arzt aushändigen wird) lesen werde, man weiss ja nie, aber mein Eindruck war äusserst positiv. Er war fair, taktvoll und kein Inquisator, der einen in die Pfanne hauen will.

Ich höre dann wohl in 2, 3 Monaten von der Rentenversicherung, sie nimmt wohl sein Gutachten und legt es irgendwelchen eigenen Ärzten vor, die dann gemeinsam entscheiden. So habe ich es verstanden.

Dann mal abwarten...
 

anjamueller

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#10
Hallo!

Ich habe nun bescheid von der rentenversicherung bekommen.
Mein Antrag wurde abgelehnt.
"Ihrem Antrag auf rente wg teilweiser bzw voller Erwerbsminderung kann nicht entsprochen werden.
Teilw. erwerbsgemindert sind Versicherte, die wg Krankheit auf nicht absehbare Zeit ausserdstande sind, unter den übl. Bedingungen d Arbeistmarktes mindestens 6 Std tägl. erwerbstätig zu sein.
...
Diese Voraussetzuingen liegen bei Ihnen nicht vor.
Bei der Beurteilung der Erwerbstätigkeit ist ärztlicherweise Folgendes festgestellt worden:
1. Angststörung
2 .Belastungsstörung
3 persönlichkeitsstörung
Mit dem vorhandenen Leistungsvermögen können Tätigkeiten im Umfang von mindestens 6 Std tägl im Rahmen einer 5 tage Woche regelmässig ausgeübt werden. Sie sind daher in der Lage, unter den üblichen Bedinhugnen d. allg Arbeitstmarktes tätig zu sein.
Tja, was mache ich nun?
In meinem beruf kann ich in meinem Zustand nicht arbeiten.
Ich bin ungekündigt.
Die können doch nicht allen Ernstes erwarten, ich kündige, gehe dann zum Arbeitsamt in meinem Alter und werde dann als nicht vermittelbar zum Sozialfall? Oder sie schicken mich zum Strassenfegen?
Selbst das könnte ich vermutlich nicht 5 Tage 6 Std täglich.

Was ratet Ihr mir?
Immerhin sind meine Konzentrationsstörungen so stark, dass weder eine Umschulung in Frage kommt noch irgendwas, wo man sich konzentrieren muss.
kein Arbeitgeber wird darauf Rücksicht nehmen, wenn ich nach 2 Stunden nur noch fehler mache. Ganz davon abgeshen dass ich auch nichts anderes als meinen beruf, in dem ich seit fast 20 jahren tätig bin, machen will und kann, da ich nichts anderes gelernt habe.
 

MissMarple

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#11
Also erst einmal bittest du die RV schriftlich um eine Übersendung des ärztlichen Gutachtens ( Kopie ).
Hier kannst du lesen, was wirklich über dich geschrieben wurde, wo evtl etwas fehlt oder falsch aufgenommen wurde.

Daraufhin kannst du Widerspruch einlegen. ( Widerspruch erst einmal formols einlegen, um die Frist zu wahren, Begründung kannst du nachschicken ).

Zumindest eine Art Teilrente würde dir vielleicht zustehen oder eine berufliche Rehabilitation ( läuft auch über die RV ) wo du langsam wieder in den Job eingegliedert wirst oder ähnliches.
http://www.deutsche-rentenversicher...nte/Leistungen/EM/em__BU__node.html__nnn=true

Wurde dir so etwas als Alternative
(berufliche Reha ) jemals genannt ?




MissM.
 

jane doe

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#12
Also erst einmal bittest du die RV schriftlich um eine Übersendung des ärztlichen Gutachtens ( Kopie ).
um einen brief zu sparen, würde ich gleich einen behandelnden arzt angeben, dem das gutachten übersandt werden soll. ich hatte das problem auch, als ich das gutachten haben wollte, dies aber wurde von der DR agelehnt mit dem hinweis, auf § 35 SGB X:

§ 35 SGB X
(2) Soweit die Akten Angaben über gesundheitliche Verhältnisse eines Beteiligten enthalten, kann die Behörde statt dessen den Inhalt der Akten dem Beteiligten durch einen Arzt vermitteln lassen. Sie soll den Inhalt der Akten durch einen Arzt vermitteln lassen, soweit zu befürchten ist, dass die Akteneinsicht dem Beteiligten einen unverhältnismäßigen Nachteil, insbesondere an der Gesundheit, zufügen würde. Soweit die Akten Angaben enthalten, die die Entwicklung und Entfaltung der Persönlichkeit des Beteiligten beeinträchtigen können, gelten die Sätze 1 und 2 mit der Maßgabe entsprechend, dass der Inhalt der Akten auch durch einen Bediensteten der Behörde vermittelt werden kann, der durch Vorbildung sowie Lebens- und Berufserfahrung dazu geeignet und befähigt ist. Das Recht nach Absatz 1 wird nicht beschränkt.
 

anjamueller

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#13
um einen brief zu sparen, würde ich gleich einen behandelnden arzt angeben, dem das gutachten übersandt werden soll. ich hatte das problem auch, als ich das gutachten haben wollte, dies aber wurde von der DR agelehnt mit dem hinweis, auf § 35 SGB X:
ja, ich weiss, das gutachten kann wohl nur der Arzt anfordern, nicht ich. das werde ich jetzt mal veranlassen.

Mir wurde gar nichts angeboten. Eine schrittweise Eingliederung in meinen Beruf ist aus berufsbedignten Gründen leider nicht möglich, da das - was ich auch verstehe- dem arbeitgebr nicht zuzumuten ist aus betrieblichen Gründen.
 

gelibeh

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#14
Das scheint Standard zu sein erstmal abzulehnen. Ich hab wegen ähnlicher Probleme einen Rentenantrag laufen. Und natürlich kann ich nach deren Meinung auch voll arbeiten.
Hab jetzt mit Hilfe des VDK Widerspruch eingelegt. Zur Not wird geklagt.
 

MissMarple

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#15
also ich wurde 4 begutachtet über die RV und habe auch jedes Mal ohne Probleme eine Kopie des Gutachtens nach schriftlicher Bitte erhalten.

Wenn es über den Hausarzt besser geht, dann versuch es halt darüber.

MM
 

kalle

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#16
Meistens wird diese Bestimmung bei Personen mit seelischen Krankheiten eingesetzt. Dort meint man (in manchen Fällen ja auch zu Recht), das hier eine Einsicht in die Akten schlecht fürs Befinden ist.

Trotzdem kann man die Akte (Gutachten) auch direkt anfordern.
Hat bei uns jedesmal geklappt. Auch mit seelischen Problemen meiner Frau.

Gelesen hab allerdings ich zuerst.:icon_wink:
 

anjamueller

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#17
Ich habe nun folgendes Schreiben entworfen, kann ich das so absenden?


Sehr geehrte Damen und Herren,

Hiermit lege ich fristgerecht gegen den Bescheid Ihrer Behörde vom xx11.2007 Widerspruch ein und bitte um eine erneute Prüfung meines Antrages auf Erwerbsminderung.

Gründe: Ich bin der Ansicht, dass ich erwerbsgemindert bin aus gesundheitlichen Gründen, die vermutlich von Ihnen nicht entsprechend gewürdigt wurden.

Daher bitte ich um Übersendung des in Ihrem Auftrag erstellten medizinischen Gutachtens des Gutachters Dr xxx, entweder direkt an mich oder an meinen behandelnden Arzt:
xxx
xxx
xxx
Mit freundlichen Grüssen
 

Vanzella

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#19
Anja:

Bist du schon längerfristig bei einem Psychiater? Gibt es frühere Gutachten über dich, z.B. auch aus einer Reha? Warst du schon mal beim medizinischen Dienst der Krankenkasse und gibt es von da Gutachten?

Sammeln, alles sammeln. In meinem Fall ist auch die Krankenkasse äusserst hilfbereit bezgl. des Gutachten des medizinischen Dienstes der KK, was schon fast 5 Jahre alt ist.

Du hast eine Wischiwaschi-Begutachtung bekommen, die sich wie meine liest. Ich klage mit dem VDK vor dem Sozialgericht und sie scheinen jetzt einzulenken. Bist du im VDK?

Wichtig ist, langjährig Patientin EINES Arztes zu sein (Psychiaterin UND Hausarzt), mehrere langfristige Krankschreibungen, stationäre Reha, erfolglose Wiedereingliederungsversuche mit wiederauftretenden Krankschreibungen in immer kürzeren Abständen.

In meinem Fall weist der VDK darauf hin, dass in einer 45-minütigen Untersuchung kein Vertrauensverhältnis zum Gutachter aufgebaut werden konnte und allein meine mich langjährig behandelnden Ärzte Aufschluss über meine Erkrankung geben können.

Einzige Einschränkung in meinem Fall: Es könnte auf eine 3-Jahres-Rente rauslaufen (was ja ein erster Erfolg wäre).

Ich drücke dir die Daumen. Es ist ein langer Kampf, aber er ist zu schaffen.

LG
Van
 

anjamueller

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#20
Hallo Vanzella

Ich bin seit 2 Jahren bei demselben Psychiater.
Bei der Psychotherapeutin bin ich schon einige Jahre länger.
Beim selben Hausarzt seit 20 Jahren.

Ich war zweimal beim MDK und beide Male wurde gesagt, ich sei zu krank zum arbeiten.
Ich war einmal bei einem Arzt vom Arbeitsamt, im letzten Monat bevor das geld von denen auslief. ich bin ungekündigt aber bekam dennoch vom arbeitsamt nach auslauf des Krankengeldes der Krankenkasse 1 Jahr lang in etwa dasselbe ausgezahlt. Der Arzt vom Arbeitsamt nahm sich etwa 10 minuten zeit und meinte, Arbeit würde mir nicht schaden, ich soll es ausprobieren. ich sagte, in meinem beruf kann ich nicht mal eben ausprobieren, entweder ich bin kerngesund oder eben krank.

Was ist VDK?

Vom Hausarzt bin ich seit Jahren konstant längerfristig krankgeschrieben. Psychiater und Therapie sind untestützend.

Ich habe meinen Widerspruch nun eingereicht, mein Psychiater hat auch ein Schreiben für die Rentenvesicherung erstellt.
Er schrieb, er will das Gutachten, um mich besser behandeln zu können :)
 

lalelu

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#23
hi anja,

ich habe gerade deinen bericht zur rente gelesen.

es gibt sozialverbände in deutschland, die sich für behinderte menschen einsetzen und dich dann z.b auch in rentenangelegenheiten sehr kompetent vertreten.

ich kenne zum einen den vdk und den sovd.

ich kann dir jeden der beiden genannten vereine sehr ans herz legen, da bei mir auch der erstantrag für eine rente abgelehnt wurde. mir wurde dann später im widerspruch mit hilfe des sovd doch noch meine volle erwerbsminderung (für 2 jahre) zuerkannt.

du musst dort allerdings mitglied werden. kosten pro monat 5 €. dieses geld ist aber zu 100% sehr gut angelegt.

hier die links:

http://www.vdk.de/perl/cms.cgi?ID=de1

http://www.sovd.de/sozialverband_deutschland.0.html

viel glück und halte uns bitte auf dem laufenden.

herzliche grüße
lalelu
 

sindytomlea

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#24
Hallo,


ich denk - kalle kann sich noch schwach an meinen Fall erinnnern. Aber des sei dahingestellt.


SO, bei mir ist des analog - Antrag auf Berentung gestellt, weil ichdie Empfehlung von so einigen Stellen bekam. Der Erstantrag wurde abgelehnt, incl. der Begutachtung. Ich hatte nich so viel Glück einen "netten" Gutachter zu treffen. Meiner trotz der med. Vorraussetzung - Orthopäde - meinte mit seiner Kraft einige Stellen meines Körpers mit Gegendruck in die korrekte Weise zu biegen und so dies als machbar ins Gutachten zu tragen.

nächster Tag - nachdem ich die Nacht senkrecht stand teilweise und den Rest der Nacht im Winkel auf dem Fußboden zubrachte zu meinem Doc. Der machte ein entsprechendes Schriftstück fertig ... in der freien Übersetzung, du idiot hast mehrer Monate Arbeit zunichte von mir gemacht, nur damit Du dem REntenträger sagen kannst die is arbeitsfähig und entsprechend weiter von denen Geld erhälst? War froh, das ich die Frau wieder teilweise laufbar ohne Krücken auf die Beine gebracht habe und nun wars fürs Hinterteil. Wegen dir muss der Mann wieder zu Haus bleiben, damit die kidds versorgt sind ... usw. Dies dann mit einem saftigen Anwaltsschreiben zum Rententräger ...

Heute is es beim SozG - neue Gutachten ... diese sagt im Gegensatz zum 1. Gutachten folgendes (zu der Zeit war ich noch nicht wieder auf dem Level wo ich bei der 1. Begutachtung war sondern litt noch an den Folgen - weil nach 2 daneben gegangenen OP´s legt man sich kein 3. mal auf´s Schaffot) das ich nicht mehr arbeitsfähig bin. Umschulung / Weiterbildung ffällt flach, weil in dem Bereich ich alle Ausbildungsmöglichkeiten schon in meinem Leben vorweg ausgeschöpft habe.

SO und nun streiten sich seit ca. Febr. 07 die Gemüter, was nun wird. Achso, ein Dauerbericht vom Doc wurde mal wieder angefordert - kann ja sein, das ich super genessen bin und springen kann wie ein junges Rehlein.

Für mich sind Amtsärzte und Begutachter ein rotes Tuch. Die Praxen, wo man da begutachtet wird - je glanzvoller und besser die ausgerüstet sind, um so eher erkennt man, wie die Begutachtung aus geht. Leider kommt man als Privatmensch nur schwer an einen weißen Kittel ran. Den nach der 1. Begutachtung durfte ich 2 Stufen in der BTM-Klassifizierung nach oben gehen und nur weil der ein gutes ERgebnis für den Rententräger bringen wollte.

stl
 

binamende

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#25
hallo
anjamueller
das ist der standardtext bei seel. störungten-eine depression wird zugtegteben, trotzdem wirst du als voll erwerbsfähigt eingtestuft-
bitte mein tread lesen s.u.


...... man kann heute davon ausgtehen, dass ca 90% der EM-rentenanträgen abgelehnt werden.
Eu rente zu bekommen ist ziemlich schwierig.
da nützt ein bezahlter gutachter wenig ein o.zwei amtsärzte sollten da schon AU bescheinigen.
1. Arbeitsunfähikeit muss seit längerem bestehen (denn wer arbeiten kann braucht auch keine Rente)
2. Aok (o.a.) muss einen ausgemusstert haben
3. eine schwerbehinderung muss bestehen min 50 %
4. die behandelnden ärzte müssen loyal sein u erkrankung muss seit min 5 jahren bestehen.
wenn diese punkte nicht erfüllt sind braucht man es mit der rente gar nicht versuchen
also schnell mal ne rente gteht auf gar keinen fall
 

anjamueller

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#26
Hallo und ein frohes neues Jahr!

Das Gutachten des Arztes ist da.

Bevor ich auf Inhalte eingehe, eine Frage:

Ich hab den Eindruck, als habe der Gutachter ein Tonband mitlaufen lassen.
Es stehen Formulierungen im Gutachten, bzw es ist ein Protokoll, dass er unmöglich aus dem Gedächtnis gemacht haben kann.
Wortwörtlich meine Worte, umgangssprache.
Genauso wie ich ihm Fragen beantwortet habe, hat er es protokolliert.
So viele Stichworte kann er gar nicht gemacht haben, als dass es NICHT von einem Tonband kommt.

Ist es erlaubt, Tonbandaufnahmen zu machen, OHNE dass ich es vorher erfahre?????

Und diese Aufnahmen dann WORTWÖRTLICH im Gutachten niederzuschreiben?
Gutachten hat etwa 50 Seiten...
 
E

ExitUser

Gast
#27
Mitlaufen lassen darf er ein Tonband nur mit deinem Einverständnis...

er könnte aber auch Steno beherrschen oder ein gutes Gedächtnis haben...mitgeschrieben wird er doch haben?
 

anjamueller

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#28
Er hat mitgeschrieben, aber so viel auch nicht. Das hätte ich mitbekommen, wenn das Steno gewesen wäre. Das Gutachten hat etwa 50 Seiten gefüllt und ist praktisch eine lückenlose Wiedrgabe des Gespräches. Es wurde sogar meine Wortwahl übernommen, meine Formulierungen. Selbst die Schilderung von Belanglosigkeiten. Es war minutiös alles aufgezählt, Eben genauso, wie man spricht. Solche Formulierungen würde niemand noch so im Gedächtnis haben.
Ich bin mir zu fast 100 % sicher daß da mitgeschnitten wurde.

Auch wurden im Gutachten sehr intime Details aus dem Fragbogen wiedergegeben, den ich vorher zu hause ausfüllen musste und die meiner Meinung nach nicht in das Gutachten gehören. Berufe meiner Eltern und Details zu meinen Geschwistern und deren Krankengeschichte gehören sicher nicht in das Gutachten.
Auf dem Bogen stand auch, dass die Angaben in der Praxis verbleiben. Sonst hätte ich sicherlich einige Fragen anders beantwortet.

Es steht nichts unwahres im Gutachten, aber ich bin empört darüber, dass intime Details so offen der Rentenversicherung mitgeteilt wurden ohne meine Erlaubnis.
Das ist für mich ganz eindeutig ein Verstoß gegen den Datenschutz. Vor allem die Krankengeschichte meiner Familie in Ausführlichkeit geht die Versicherung wirklich nichts an.
 
E

ExitUser

Gast
#29
Das ist für mich ganz eindeutig ein Verstoß gegen den Datenschutz. Vor allem die Krankengeschichte meiner Familie in Ausführlichkeit geht die Versicherung wirklich nichts an.
Dann wende dich doch an den Datenschutzbeauftragten deines Landes....
 

Bruno1st

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#31
Ob mir das etwas nutzen wird?
Bzw, was kann der ausrichten?
das kannst du nur herausfinden, wenn du ihn einschaltest - schaltest du ihn nicht ein, wird jeder dieser Typen sagen "wenn Sie selbst an diese dummen Vorwürfe glauben würden, hätten Sie schon lange Untersuchungen gefordert und z.B. den Datenschutzbeauftragten eingeschaltet - ein einfacher Brief/Fax/Mail hätte doch genügt".
 

andrea35

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#32
...natürlich können Angaben über die Famile im einem Gutachten stehen, dies ist eigentlich ganz normal, wenn es der Gutachter für wichtig hält, du hast ja alles im Fragebogen angegeben, warum sollte er es dann nicht verwenden dürfen.

Du kannst ja deine Bedenken dem Auftraggeber des Gutachten mitteilen, nur wenn das Gutachten für dich spricht und du gehst dagegen gleich mit einem Datenschutzbeauftragten an, na ob das gut ist.

Andrea
 

sun2007

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#34
Auch wurden im Gutachten sehr intime Details aus dem Fragbogen wiedergegeben, den ich vorher zu hause ausfüllen musste und die meiner Meinung nach nicht in das Gutachten gehören. Berufe meiner Eltern und Details zu meinen Geschwistern und deren Krankengeschichte gehören sicher nicht in das Gutachten.
Auf dem Bogen stand auch, dass die Angaben in der Praxis verbleiben. Sonst hätte ich sicherlich einige Fragen anders beantwortet.

Es steht nichts unwahres im Gutachten, aber ich bin empört darüber, dass intime Details so offen der Rentenversicherung mitgeteilt wurden ohne meine Erlaubnis.
Das ist für mich ganz eindeutig ein Verstoß gegen den Datenschutz. Vor allem die Krankengeschichte meiner Familie in Ausführlichkeit geht die Versicherung wirklich nichts an.
Das geht gar nicht. Wenn in dem Fragbogen steht, die Informationen würden in der Praxis verbleiben, dürfen sie so auf keinen Fall in irgendetwas auftauchen, was an eine andere Stelle kommt. Da kannst Du sicher gegen vorgehen.

Was den Mitschnitt betrifft: Sch*** eben aber Du kannst es ihm nicht nachweisen. Von Deiner Seite sind das juristisch gesehen nur Mutmaßungen.

Gegen die anderen Sachen kannst Du aber vorgehen. Ich finde auch, der Datenschutzbeauftragte ist die richtige Anlaufstelle, da mal nachfragen, inwieweit Du das strafrechtllich verfolgen lassen kannst.

Sowas geht wirklich gar nicht.
 

anjamueller

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#35
Ich habe nun die Unterlagen vom Gútchter herausgesucht.
Dort steht sehr ausführlich, wie man den Fragebogen ausfüllen sollte und wie wichtig es sei, dass man es ganz genau und ausführlich machen solle.

Ganz unten steht dann:
Abgesehen davon, daß die Schweigepflicht im Rahmen Ihrer Begutachtung ggü dem Auftraggeber nicht besteht, werden Ihre Angaben selbstverständlich streng vertraulich behandelt.
Ist er damit nun aus dem Schneider, wenn er so ziemlich alles aus dem etwa 20 seitigen Fragebogen nun auch der Rentenversicherung geschildert hat???

Dann bliebe nur noch der Punkt des Tonbandmitschnittes.
 

anjamueller

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#36
Kann denn niemand etwas dazu sagen?
Beinhaltet das denn tatsächlich, daß er die Details des Fragebogens wörtlich weitergeben darf?
 

Bruno1st

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#37
Kann denn niemand etwas dazu sagen?
Beinhaltet das denn tatsächlich, daß er die Details des Fragebogens wörtlich weitergeben darf?
rechtlich fundiert kann un dwerde ich nichts dazu sagen - aber wieso fragst du ihn nicht, wieso er deine Daten, also die Basis sienes Befundes, völlig unüblich dem Auftraggeber auch mitteilt.

Wer nicht wagt, kriegt auch keine Antwort. Irgendwie habe ich das Gefühl, du möchtest eine garantiert funktionierende und tausendfach erprobte Antwort. fang einfach an Fragen zu stellen und solange dir die Antworten nicht gefallen und auch nicht vollständig oder ausweichend sind, dann bleib dran - stell die Fragen schriftlich und bestehe auch auf schriftliche Antworten.
viel erfolg und viel spaß
 

anjamueller

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#38
aber wieso fragst du ihn nicht, wieso er deine Daten, also die Basis sienes Befundes, völlig unüblich dem Auftraggeber auch mitteilt.
Ich weiß leider nicht, was üblich ist.
Daher dachte ich, erstmal hier zu fragen und mich zu informieren, bevor ich weitere Schritte erwäge, da ich mich mit diesen ganzen Dingen gar nicht auskenne und auch niemanden kenne, der sich auskennt.
Jetzt weiß ich aber schon mal, es ist nicht übllich, das ist ja schon mal etwas.
 
E

ExitUser

Gast
#39
stell die Fragen schriftlich und bestehe auch auf schriftliche Antworten.
Hallo, Bruno!

Ja, das kann man versuchen, aber was tut man, wenn keine Antwort kommt?
Da gehört viel Hartnäckigkeit dazu: und Wissen, das sie offensichtlich nicht hat!
 

kalle

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#40
Eigentlich ist es ja so:
Egal weswegen man das Gutachten machen lassen muss, also Rente oder Arge:
Der Gutachter, von dem man untersucht wird macht ein sehr ausführliches Gutachten.Da ist es durchaus üblich, das dort sehr genau wiedergegeben steht was man mit dem Arzt besprochen hat. Die sind auch sehr gut drauf geschult ein gutes Gedächtnis zu haben und Steno zu können.

Dieses ausführliche Gutachten geht dann zum medizinischen Dienst des Trägers, also Rentenversicherung oder Arge. Und die erstellen dann ein Resümee aus dem großen Gutachten und schicken dieses dann zum entsprechenden Sachbearbeiter. Der sollte das große Gutachten gar nicht in die Finger bekommen.

Als Betroffener kann man das große Gutachten anfordern . Und dann liest man eben alles.
 

Bruno1st

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#41
Hallo, Bruno!

Ja, das kann man versuchen, aber was tut man, wenn keine Antwort kommt?

versuchen einen anderen Ansatz zu finden - hartnäckig und nicht nur bei eienr Quelle

Da gehört viel Hartnäckigkeit dazu: und Wissen, das sie offensichtlich nicht hat!
da hilft nur lernen und Erfahrungen sammeln - ich stelle nur oft fest, daß immer nur die absolute Antwort gesucht wird - oder Wissen notwendig ist, daß man sich als Laie nur schwer aneignenen und noch schwerer finden kann.
Deshalb rate ich auch eher die eigenen Möglichkeiten zu finden und weiterzuentwickeln und sich nicht unbedingt auf die Paragraphenschlacht einzulassen. Denn dann wird Fachkenntnis vorausgesetzt, die nicht vorhanden ist. Ich würde auch keinem Arzt, usw. schrieben auf Grund der § und § verlange ich Einsichtnahme - sondern nur ein "ich verlange Einsichtnahme"
Mein Beispiel : die Behörde zitiert §xyz Abs. 0815 usw. - da fragt man einfach nach, was in diesen Paragraphen eigentlich steht und wie sie kommentiert sind. Ebenso welche § zu meinen Gunsten sprechen und ob das bisherige Vorgehen der Amtsmithilfepflicht entspricht.
Das Problem ist natürlich, daß man kaum Zeit dafür hat, weil es JETZT auf den Nägeln brennt. Doch auch diese wenige Zeit sollte man nutzen - Schrittchen für Schrittchen vorwärtsgehen.
Wichtig ist mir auch, daß die Personen sich nicht auf eine Quelle verlassen - sondern selbst loslegen - es ist schwer, ich kann es nur bestätigen, doch es geht und mit der Zeit geht es leichter.
 

anjamueller

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#42
Hallo,
nach langer Zeit scheint sich etwas zu tun.
Nachdem ich den Widerspruch letztes jahr eingelegt hatte bekam mein behandelnder Arzt ein Schreiben der Rentenversicherung. Er erstellte ein kurzes Gutachten und schrieb daß er mich für absolut nicht arbeitsfähig halte und führte einige Begründungen an.
Letzte Woche rief mich jemand von der Rentenversicherung aus Berlin an und fragte, ob ich inzwischen wieder gesund sei oder irgendwelche Einkünfte hätte, sie bearbeite gerade meinen Antrag.
Ich gab ihr wahrheitsgemäß Auskunft, kein Einkommen, noch immer krank, sie sagte dann daß bald der Bescheid kommen würde.
Ich fraget sie, ob sie mir sagen kann wie er ausfallen wird. Sie sagte, sie dürfe das nicht, ich bohrte weiter, da meinte sie, ich könne mir ja sicher denken, daß sie nicht ohne Grund nach meinem Einkommen fragen würde.
Also folgere ich, daß die Rente durchgeht.
Das wäre natürlich sehr erfreulich.
Was meint Ihr?

Wie hoch ist dann eigentlich die Rente? Etwa das, was auch seinerzeit die Krankenkasse an Krankengeld gezahlt hatte, oder weniger?
 
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