Gutachter Rente Schweigepflichtsentbindung? (1 Betrachter)

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nikki74

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Wg. Rentenantrag war ich beim Gutachter. Das war furchtbar und wie im Gerichtssahl. Ich warte erst mal ab aber ich bezweifle das alles inhaltlich richtig ist. Zeitgleich läuft beim Versorgungsamt ein Antrag auf Schwerbehindertengrad. Wenn der Amtsarzt vom Versorgungsamt eine Schweigepflichtsentbindung vom Rentengutachter haben möchte, bin ich dann verpflichtet den von der Schweigepflicht zu entbinden? Oder darf ich das ablehnen und auf meine medizinischen Arztbefunde verweisen (bei meinen Ärzten liegt Schweigepflichtsentbindung vor, damit habe ich auch kein Problem, da korrekt dokumentiert worden ist). ???
 

Goldfield

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Wg. Rentenantrag war ich beim Gutachter. Das war furchtbar und wie im Gerichtssahl. Ich warte erst mal ab aber ich bezweifle das alles inhaltlich richtig ist. Zeitgleich läuft beim Versorgungsamt ein Antrag auf Schwerbehindertengrad. Wenn der Amtsarzt vom Versorgungsamt eine Schweigepflichtsentbindung vom Rentengutachter haben möchte, bin ich dann verpflichtet den von der Schweigepflicht zu entbinden? Oder darf ich das ablehnen und auf meine medizinischen Arztbefunde verweisen (bei meinen Ärzten liegt Schweigepflichtsentbindung vor, damit habe ich auch kein Problem, da korrekt dokumentiert worden ist). ???
Wenn schon ein Antrag auf Schwerbehinderung läuft, hast du ja schon alle von der Schweigepflicht entbunden, man wird dort ja auch gefragt ob man einen Rentenantrag gestellt hat oder man eine Rente bekommt und oder Untersuchungen dazu laufen.
Bei mir war es so, wurde Begutachtet wegen der Rente, kurz danach, bevor ich das Ergebniss wusste, habe ich einen Antrag auf Schwerb.gestellt, da hat sich das Amt, das Gutachten bei der DRV ohne weitere Zustimmung von mir geholt, eben weil man ja im Antrag damit einverstanden war/ist.
 

Muzel

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So eine Schweigepflichtentbindung kann man auch zurücknehmen und zwar jeder Zeit. Besser ist es aber eine Gegenvorstellung zu schreiben.
 

nikki74

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das ist ja doof, da der Rentengutachter nur sein Fachbereich Psychiatrie begutachtet hat. Meine starke Sehschwäche und noch ein paar wenige andere Dinge blieben unberücksichtig, da nicht Rentenrelevant. Zum anderen war die Begutachtung so furchtbar wie man es eben oft liest. Wenn mir da die Worte im Mund umgedreht wurden hat das Versorgungsamt ja dann auch alle Gründe um zu sparen. :icon_dampf::confused:
 

Doppeloma

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Hallo nikki,

das ist ja doof, da der Rentengutachter nur sein Fachbereich Psychiatrie begutachtet hat. Meine starke Sehschwäche und noch ein paar wenige andere Dinge blieben unberücksichtig, da nicht Rentenrelevant.
Die Kriterien der gesundheitlichen Prüfungen wegen EM-Rente und wegen Behinderung /Schwerbehinderung sind ohnehin völlig unterschiedlich, es ist gar nicht sicher, ob sich das Versorgungsamt überhaupt für das EM-Renten-Gutachten interessiert.

Ein Gutachter DARF (generell) auch nur seinen Fachbereich beurteilen, egal für welchen Zweck das Gutachten erstellt wird.
Wie soll ein Psychiater deine Augen-Probleme beurteilen, das kann (und darf gutachterlich) nur ein Augenarzt machen.

Da bist du doch sicher in Behandlung und hast diesen Arzt auch beim Versorgungsamt mit angegeben ???
Ob das nicht "rentenrelevant" ist sei dahingestellt, bei den meisten Tätigkeiten sollte man wohl auch was SEHEN können, das schränkt doch deine beruflichen Möglichkeiten sehr stark ein.

Zu deinen anderen gesundheitlichen Problemen hast du doch sicher auch (beim Versorgungsamt) die Ärzte angegeben, die das bestätigen können, dort fordert sich das Amt dann auch die entsprechenden Berichte an.

So sollte es jedenfalls sein, dafür erteilt man ja die Schweigepflicht-Entbindungen.
Zusätzlich sollte man (für das Versorgungsamt) seine Einschränkungen genau beschreiben, denn die können sonst nicht wissen, in welcher konkreten Weise dich diese Sachen im täglichen Leben belasten und behindern.

Zum anderen war die Begutachtung so furchtbar wie man es eben oft liest. Wenn mir da die Worte im Mund umgedreht wurden hat das Versorgungsamt ja dann auch alle Gründe um zu sparen.
In welcher Weise soll das Versorgungsamt was "sparen", von dort gibt es sowieso kein Geld...:icon_kinn:

Die entscheiden nur darüber, ob dir ein Behinderten-Grad oder eventuell die Schwerbehinderung zugesprochen /bewilligt wird, mehr passiert da nicht. :icon_evil:

Die einzige Stelle wo es eventuell Geld geben könnte, wäre die DRV, wenn dir eine EM-Rente bewilligt wird, dort geht es allerdings absolut NUR darum, ob du noch arbeiten kannst (Vollzeit /Teilzeit oder GAR NICHT mehr)...meinen die (bei der DRV) du kannst noch arbeiten gehen für deinen Lebensunterhalt, dann gibt es überhaupt NICHTS.

Deren Gutachter (aller Fachrichtungen) stellen allerdings nur zu gerne fest, dass man noch nicht krank genug ist für die EM-Rente, mit der Feststellung ob du einen GdB vom Versorgungsamt bekommst hat das überhaupt nichts zu tun.

MfG Doppeloma
 

Muzel

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Ich würde sagen, ein GdB ist ein Indiz für die EM und nicht mehr und nicht weniger.
Grundsätzlich muss ein Richter ein Urteil erlassen, was auch meine Großmutter versteht. Ein Mensch mit einer Schwerbehinderung ist nun mal in seiner Arbeitskraft eingeschränkt und das muss eine Behörde berücksichtigen.
 

Anna B.

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Hallo,

es gibt Menschen mit einer Einschränkung der Gesundheit...da stellt man dann einen Grad der Behinderung von 100 fest.....und die können trotzdem arbeiten..

GdB und EMR- sind völlig voneinander unabhängig zu beurteilen..

Beispiel: ein Maurer hat einen Autounfall..querschnittgelähmt...GdB von 100, Umschulung zum techn. Zeichner....volle Erwerbsfähigkeit gegeben...
er kann nur nicht laufen und nicht mehr als Maurer arbeiten..

hört sich jetzt schlimm und sarkastisch an, ist aber so...

siehe auch unseren Finanzminister...Schäuble...hat vermutlich einen GdB von 100...arbeiten als Politiker kann er...und seine Leute rumscheuchen und vor der Presse blamieren...
 
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