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Gutachter lobt Optionskommunen

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Nicht offen für weitere Antworten.

Ilse

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#1
Auf der Homepage des Landkreises Tuttlingen (Optionskommune) findet sich unter "Aktuelles" folgende Pressemitteilung:

Gutachten lobt Hartz IV- Optionslandkreis Tuttlingen

Tuttlingen ist der einzige Landkreis in Baden-Württemberg, der vom renommierten „Internationalen Institut für Staats- und Europawissenschaften“ (ISE) unter Prof. Joachim Hesse, Berlin, im Zuge der Umsetzung von Hartz IV wissenschaftlich untersucht und begleitet wird.

Landrat Wolf: „Insgesamt werden bundesweit 6 Optionskommunen und 6 Arbeitsgemeinschaften über mehrere Jahre hinweg begutachtet, darunter auch der Optionslandkreis Tuttlingen“. Das Gutachten wurde vom Deutschen Landkreistag in Auftrag gegeben. Bis 2007 wird die wissenschaftliche Untersuchung dauern und soll letztlich auch Erkenntnisse darüber bringen, welche Organisationsform bei der Vermittlung und Betreuung von Langzeitarbeitslosen erfolgreicher und effizienter ist. Landrat Wolf: „Wir sind sehr stolz darauf, dass wir als einziger Landkreis in Süddeutschland ausgewählt wurden, an dieser Untersuchung teilzunehmen.“ Immerhin sei die Umsetzung von Hartz IV eine der größten Sozialreformen in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Der Zwischenbericht, der nun vorliege, sei für den Landkreis Tuttlingen sehr erfreulich. Landrat Wolf: „Die Optionslandkreise schneiden sehr gut ab.“

Die Wissenschaftler kommen in ihrem Zwischenergebnis zu dem Schluss, dass die Umsetzung von Hartz IV eine tiefgreifende Veränderung des deutschen Sozialstaates und eine für die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland beispielslose Verwaltungsreform sei. Großes Lob zollen die Gutachter den Optionslandkreisen. Vor allem die ungeschmälerte Organisationshoheit, sowie die Möglichkeit, autonom und in Anbetracht der örtlichen Gegebenheiten zu entscheiden, stelle sich als großer Vorteil heraus.

Interessant ist auch, dass die Wissenschaftler die Option als eine konsequente Fortsetzung der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg sehen. Gerade im Sozialbereich werde hier die umfassende kreisliche Verantwortung und Vernetzung mit anderen Aufgaben fortgesetzt. Daher spricht sich das Gutachten klar für die Ausweitung der Option auch auf andere interessierte Stadt- und Landkreise aus.

Gleichwohl seien die Signale aus Berlin hier nicht positiv. Vielmehr wird damit gerechnet, dass es bei der derzeitigen Anzahl an Optionslandkreisen – insgesamt 69 in Deutschland – erst mal bleiben werde. Landrat Wolf: “Wir sind daher froh, dass wir bei den ersten waren, die sich für die Option beworben.“


Quelle

Wir werden den Herrn Professor in unsere noch recht junge Langzeitarbeitsloseninitiative einladen, damit er uns mal erklärt, in welcher Weise wir Vorteile aus der "ungeschmälerten Organisationshoheit und den autonomen Entscheidungsmöglichkeiten" ziehen. Bis jetzt ist uns das noch nicht aufgefallen.

Schmunzeln lässt mich, wie sich unsere Optionskommune angesprochen fühlt, obwohl sie im Zwischenbericht des Gutachters nicht ausdrücklich genannt wird. Eine allgemeine Behauptung wird zur Selbstlobhudelei: Gutachter lobt Landkreis Tuttlingen.


Ansonsten werde ich mich jetzt durch das gesamte Forum arbeiten. Tolle Leistung, die hier erbracht wird.

Danke, Ilse
 

Quirie

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#2
Was soll bei so einem Gutachten schon anderes herauskommen, als das, was der Auftrageber haben will? Natürlich sind alle die besten.

Vergeßt bitte nicht zu fragen, was die guten Gutachter denn für ihre Arbeit auf ihrem Konto so gutgeschrieben bekommen.
 

___________

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#3
...und welche drogen sie genommen haben, um bei so einer realität zu so einem ergebnis zu kommen....
 

Ilse

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#4
sadness sagte :
...und welche drogen sie genommen haben, um bei so einer realität zu so einem ergebnis zu kommen....
Mir ist bis jetzt nicht bekannt geworden, dass sich der Herr Gutachter für die Realität interessiert hätte. Der hat sich mit den Kalendersprüchen des Sozialdezernenten zufriedengegeben.
 

T400

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#5
:klatsch: ...Tuttlingen, wir sind stolz auf Dich... :klatsch:

:daumen: ...DU bist Deutschland... :daumen:
 

edy

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#6
Dieser Herr Hesse, den hätte der Hermann Hesse verflucht! Der ist als Job Killer unterwegs, und kassiert vermutlich (anders darf ich das hier nicht forumulieren, richtig viel Kohle). Der steht bei mir unter "besonderer Beobachtung": http://impulse.de/the/man/262906.html
 

lino

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#7
Tja,um die Langzeitarbeitslosen gehts bei Hartz4 nur leider nicht,weswegen der Professor Recht behält.
Gruss lino
 

Ichweißnix

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#8
Quirie sagte :
Was soll bei so einem Gutachten schon anderes herauskommen, als das, was der Auftrageber haben will? Natürlich sind alle die besten.
... ein Gutachter heißt Gutachter, weil er gut-achtet. Würde er schlecht-achten, hieße er Schlechtachter. Ist dieser Begriff bekannt? Na also. Und deswegen gibt es nur Gutachten und keine Schlechtachten. ;)

Grüße. :stern:
 

chio

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#9
Zu jedem Gutachten lässt sich ein Gegengutachten erstellen. :mrgreen:
 

Quirie

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#10
Und dazu gibt es dann ein Obergutachten. :lol:

Es ist also doch möglich, in diesem Land noch wirklich gut zu verdienen.

Wir haben wahrscheinlich nur das Falsche gelernt. :x :x
 
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