• Herzlich Willkommen!
    Schön, dass Sie zu uns gefunden haben.

    Wir sind das Erwerbslosen Forum Deutschland und befassen uns vor allem mit den Problemen bei Erwerbslosigkeit, Armut und gesellschaftlicher Benachteiligung.
    Das wichtigste Ziel ist, dass jeder zu seinem Recht kommt und diese nicht von den Behörden vorenthalten werden. Dazu gehört auch, dass Sie Ihre gewonnenen Informationen an andere weiter tragen. Bei den vielen völlig willkürlichen Handlungen von Behörden - und besonders bei Hartz IV - müssen Betroffene wissen, wie sie sich erfolgreich wehren können.
    Was man als Erwerbsloser zur Abwehr von Behördenwillkür alles wissen muss.
    Genauso wichtig ist es, dass Sie mit dazu beitragen, dass dieses unsägliche Gesetz Hartz IV überwunden werden muss. Deshalb brauchen wir auch aktive Unterstützer, die durch zivilen Ungehorsam, bei Demonstrationen etc. sich für diese Ziele einsetzen. Hierzu geben wir regelmäßig Informationen heraus.
    Mit diesen Zielen haben wir hier viele Menschen versammeln können, welche offen über sich diskutieren und ihre eigenen Erfahrungen hilfsbereit anderen mitteilen. Am besten ist es, wenn Sie sich kurz fürs Forum registrieren und Ihre Probleme, Meinungen und Ideen schreiben Das geht ganz schnell, ist kostenlos und bringt Ihnen nur Vorteile. So werden Sie sicherlich auf Gleichgesinnte stoßen, welche gerne versuchen, Ihnen weiter zu helfen, damit Sie den richtigen Weg finden. Ebenso habe Sie damit Zugriff auf unsere Vorlagen zu Widersprüchen, Klagebeispiele etc... Hier können Sie sich registrieren.

    Hoffentlich finden Sie, was Sie suchen.

Gutachter des ÄD erstellen abenteuerlich realitätsferne Gutachten!

Haudegen

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
20 Feb 2018
Beiträge
9
Gefällt mir
0
#1
Hallo,

ich hoffe, ich mache hiermit nicht schon wieder etwas falsch.

Ich habe mal wieder einen Termin bei der Jugendberufsagentur wahrnehmen müssen.

Dort wurde das ärztliche Gutachten des ÄD besprochen. In diesem Gutachten hat man zwar gewisse Einschränkungen festgestellt, man kommt aber zu der Einschätzung, dass ich vollschichtig arbeitsfähig sei. (6 Stunden oder mehr; mittelschwere Arbeit)

Da ist mir erstmal alles aus'm Gesicht gefallen. Selbst die Arbeitsvermittlerin war relativ überrascht.

Eigentlich kann ich gerade so an die 3 Stunden lang etwas arbeiten (!).

Ich bin und werde fortlaufend durch einen Facharzt krank geschrieben (mit gelbem Schein). Und auch die Psychologin ist der Meinung, dass ich eigentlich (dringend) eine Psychotherapie (Langzeit-Therapie) machen sollte.

Ich persönlich fühle mich jedenfalls nicht annähernd so fit, dass ich 6 Stunden oder mehr arbeiten könnte! Das gehört wirklich in's Reich der Fantasiewelt.

Wie kann das sein? Wie kommt sowas zustande?

Die Arbeitsvermittlerin konnte nicht viel mehr dazu sagen und druckste auch ein wenig rum. Ich mutmaßte, dass es wohl mit Statistiken zu tun haben muss? Mit Quoten? Dass die irgendetwas zu erfüllen versuchen? Druck von oben? Nach dem Motto "der hat arbeitsfähig zu sein"?

Wer kann mir das erklären?

Und welche Konsequenzen hat das nun für mich?

Und wie sollte ich mich nun am besten verhalten?

Habe ich eine Möglichkeit aus eigener Initiative heraus erneut ein Gutachten erstellen zu lassen, also nochmal dort vorstellig zu werden? Und/oder könnte ich den Gutachtern etwas dazu schreiben?

Danke für Aufklärung!

Gruß
Haudegen
 
E

ExitUser

Gast
#2
Hallo Haudegen!

Wie kann das sein? Wie kommt sowas zustande?
Willkür, ungenügende Befunde, fehlende Akteneinsicht, mangelnde fachliche Kompetenz, Faulheit, keine Lust ... Such dir was aus! :wink:


Und welche Konsequenzen hat das nun für mich?
Du müsstest dich auf Vollzeitstellen bewerben, allerdings erst dann, wenn die AU abgelaufen ist und du auch keine neue mehr bekommst. Gegen ein Gutachten selbst kannst du nichts machen, höchstens gegen eine daraus resultierende Entscheidung.

Lass dich nicht verrückt machen. Ich war jahrelang angeblich vollschichtig einsetzbar und habe dennoch nur Teilzeit gearbeitet.

Kümmere dich vorrangig um deine Gesundheit. Auch ein Klinikauftenhalt (medizinische Reha) könnte zu einer anderen Einschätzung führen.

Gruß
 

Dark Vampire

VIP Nutzer/in
Mitglied seit
7 Apr 2014
Beiträge
1.991
Gefällt mir
1.012
#3
Hast du auch was körperliches? Mittelschwer ist schon hart....

In meinem Falle darf ich nur noch leichte Tätigkeiten machen, Rücken am *****, 20 Jahre Schmerzpatient, psychisch angeschlagen , darf trotzdem noch vollschichtig arbeiten , mit ner Latte an Einschränkungen.....

Dass es da nix passendes gibt sah auch mein JC und hat mich aus der Vermittlung genommen......


Hattest du keine Berichte dabei beim Amtsarzt? Vorteilhaft wäre ein Gutachten von der DRV, ich bekomme alle 2 Jahre eins weil ich alle 2 Jahre eine Reha mache in einer DRV Klinik.....
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.067
Gefällt mir
1.849
#4
Du kannst eine Gegenvorstellung schreiben, was ich anraten würde. Du kannst auch eine Neubegutachtung beantragen. Das ist aber in vielen Fällen nicht erfolgreich. Vielleicht solltest deine Reha beantragen.
 

Abobo

Elo-User/in
Mitglied seit
14 Mrz 2017
Beiträge
40
Gefällt mir
8
#5
Hallo,

wurde das Gutachten nach Aktenlage erstellt, oder hat der Gutachter dich untersucht?

Ich habe viele Einschränkungen die aufgeführt sind, kann aber angeblich in Vollzeit arbeiten, wie auch du maximal mittelschwere Arbeiten. Es wurden schon mehrere Gutachten erstellt, immer nach Aktenlage.
 
Zuletzt bearbeitet:

Haudegen

Elo-User/in
  Th.Starter/in  
Mitglied seit
20 Feb 2018
Beiträge
9
Gefällt mir
0
#6
Hallo,

ich wurde untersucht. Hatte 2 Termine. Körperliche Untersuchung. Und Psychologische.

Ich hatte sonst keine ärztlichen Befundunterlagen oder sowas dabei, weil ich so etwas nicht besitze. Habe auch noch nie etwas mit Reha oder so zu tun gehabt.

Ich bin einfach nur in ärztlicher Behandlung und bekomme bei jedem Termin meinen gelben Schein. Und das war's. Mehr gibt es da nicht.

Ich bin 24 Jahre alt.

Mich setzt das alles sehr unter Druck. Ich fühle mich an die Wand gestellt.

Ich würde gerne wirksam dagegen vorgehen, mich bei höheren Instanzen beschweren.

Ich würde gerne herausfinden, ob wirklich Willkür (Statistik-Manipulation, Druck aus Nürnberg) dahinter steckt.


Gruß
Haudegen
 

samuraji

Elo-User/in
Mitglied seit
8 Feb 2013
Beiträge
392
Gefällt mir
113
#7
Irgendeine Art von Befund und einer gesicherten Diagnose muss es doch aber geben. Mindestens steht doch etwas auf dem Krankenschein an Diagnose.

Wer schreibt dich also krank und wie kam er auf diese Diagnose? Der Hausarzt sicherlich nicht, oder?

Wenn doch, könnte es genau daran liegen, dass der Hausarzt als solcher gern nicht anerkannt wird, wenn es um Diagnosen im psychischen Bereich geht.

Generell sehe ich immer wieder, dass alles psychische enorm schwer gehandhabt wird, ganz anders wäre es, wenn man körperliche Behinderungen hätte, im Rollstuhl sitzt. Da reagieren auf einmal alle ganz anders.

Hausarzt
-> Rehaklinik (stationär/teilstationär)
-> Psychotherapeut /Psychiater
-> ärztlicher Dienst Gutachten

-> ggf. Rentenantrag Erwerbsminderungsrente (sollten die o.g. Punkte solch Antrag positiv befürworten)
 
E

ExitUser

Gast
#8
Ich bin einfach nur in ärztlicher Behandlung und bekomme bei jedem Termin meinen gelben Schein. Und das war's. Mehr gibt es da nicht.
Sicherlich wird auch die Zeit der ständigen AU-Bescheinigungen ein Ende finden. Die Frage ist, was danach kommt.

Du solltest Dich um eine REHA bemühen.XXXXXXXXXXXXXXXX
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.067
Gefällt mir
1.849
#9
Man kann auch eine stationäre Badekur von der KK bekommen. Dazu braucht man ein Kurgutachten, dass auch der HA erstellen kann. Dazu muss der HA ein bestimmtes Formblatt ausfüllen. Die gesetzliche Grundlage wusste meine KK nicht, aber sicher einer von euch.
Für eine ambulante Badekur über die KK reicht ein Attest des behandelnden Arztes aus. Allerdings gibt es die nur in einem anerkannten Badeort.
 

MarionH

Elo-User/in
Mitglied seit
4 Feb 2018
Beiträge
23
Gefällt mir
8
#10
Hallo!

Wie kann das sein? Wie kommt sowas zustande?
Nicht jeder, der Gutachten verfasst, hat das auch gelernt. Im Studium wird das nicht unbedingt unterrichtet bzw. nur relativ kurz, z. B. in einem Modul. Wenn man sich Gutachten zutraut, darf man.

Als Patient oder Richter hat man das in der Regel auch nicht studiert, so dass man weitere Gutachter bemühen muss, um ein Gegengutachten zu bekommen ... Das Problem wird seit langem diskutiert, s. auseinandergerissene Familien, Mollath etc. Geändert hat sich wenig.

Daher finde ich es richtig, was Muzel sagt: Gegendarstellungen verfassen. Wenn sich niemand beschwert, fällt auch nichts auf.

Viele Grüße

Marion
 

Muzel

Star VIP Nutzer/in
Mitglied seit
15 Dez 2008
Beiträge
12.067
Gefällt mir
1.849
#11
Ein Aktenlagegutachten ist leicht angreifbar.
Eine ablehnende Entscheidung darauf auch.
Wie alt ist denn das Gutachten des Urhebers vom Gutachten worauf sich das ärgerliche Aktenlagegutachten stützt?
Die Psychotherapeutenkammer hat mit mitgeteilt, dass alle Atteste von Psychotherapeuten nach einem Jahr zu alt sind.
 
Oben Unten