Gutachten und Minijob mit vielen Einschränkungen

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DadaDamani

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Hallo!

Ich habe Frage.

Ich bin schwerbehindert 70%

Grund: Anfallsleiden (Epilepsie), Funktionionsstörung der Atmungsfunktion und des Nervensystems.

Ich war gestern beim Jobcenter, weil das Gutachten des Arztes, der sich meine Unterlagen angefordert hat, fertig war.

Daraus resultiert:

Die o.g. Probleme und

dass ich von 3 bis unter 6h arbeiten darf.

Keine Leiter- und Gerüstarbeiten, kein Bewegen von Lasten, kein psychischer Stress, kein starker Leistungsdruck, keine rasch wechselenden Beleuchtungsverhältnisse, keine Bildschirmarbeit, keine Schichtarbeit, keine Zeitarbeit, keine Nachtarbeit und keine Verantwortung für Personen und Prozesse.

Zum Schluss der klare Widerspruch. Ich kann meine erlernten Beruf Industriekaufmann weiter ausführen bei Berücksichtigung der o.g. Kriterien.

Das ist ein Widerspruch in sich, daher meinte meine zuständige Jobcenter Beraterin, ich solle Widerspruch einlegen.

Aber zum Schluss druckte sie mir noch einen Vermittlungsvorschlag aus als Helfer in der Verwaltung für 1,50 Euro die Stunde, 6h am Tag, ab Mai dann in Schichtarbeit.

Dazu jetzt meine Fragen:

1. Das widerspricht sich doch alles? Wieso bekomme ich so einen Vermittlungsvorschlag wenn sich das Gutachten ohnehin widerspricht und ich Einspruch einlegen soll?

2. Was bedeutet "3 bis unter 6 Stunden". Im Vermittlungsvorschlag ist die Rede von 6 Stunden...aber im Gutachten steht "3 bis unter 6 Stunden". Wie denn nun?

3. Ich habe dort morgen Vorstellung...was soll ich denen sagen? Bzw. habe ich das Recht den Vermittlungsvorschlag abzulehnen? Am Telefon hieß es ja auch "Bildschirmarbeit", die ich definitiv nicht ausführen kann. Durch die Epilepsie ist mir auch andauernd schwindlig und düsig.

Zur Zeit habe ich auch noch psychologische Probleme....aber es dauert zu lange um bei einem Psychologen angenommen zu werden, daher hab ich da nichts vorzuweisen.

Ich wiege bei einer Größe von 1,73 nur 42 kilo und unter diesen Umständen nehme ich dann noch mehr ab, das weiß ich jetzt schon. Die Pause ist mir zu kurz und ich weiß nicht mal wo ich dort eine gesunde warme Mahlzeit zum Mittag herbekommen soll, die ich definitiv brauche.

Danke für eure Hilfe!
 
E

ExitUser

Gast
du bist sicher in ärztlicher Behandlung. was sagt denn dein Hausarzt dazu?
bei der genannten Situation (z.B. Epi, dein massives Untergewicht) bist du doch garnicht arbeitsfähig.
ich hatte bei 1,70m selber mal nur 48 Kilo. ich war in einer Tour umgekippt. und dann hast du noch eine Epi.
das sie dich da noch überhaupt eine Stunde für arbeitsfähig halten, der Gutachter hatte wohl Tomaten auf den Augen.
 

gelibeh

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Aber zum Schluss druckte sie mir noch einen Vermittlungsvorschlag aus als Helfer in der Verwaltung für 1,50 Euro die Stunde, 6h am Tag, ab Mai dann in Schichtarbeit.
Ist die 1,50€ ein Schreibfehler oder soll das ein Ein-Euro-Job sein? Scann den VV bitte mal ohne persönliche Daten ein.
Du kannst gegen das Gutachten keinen Widerspruch einlegen. Es ist die Aufgabe der SB Dir einen passenden Job zu besorgen. Jobs, die Du gesundheitlich nicht machen kannst, kannst Du ablehnen. -> §10 SGBII
Ich wiege bei einer Größe von 1,73 nur 42 kilo und unter diesen Umständen nehme ich dann noch mehr ab, das weiß ich jetzt schon. Die Pause ist mir zu kurz und ich weiß nicht mal wo ich dort eine gesunde warme Mahlzeit zum Mittag herbekommen soll, die ich definitiv brauche.
Bekommst Du einen Mehrbedarf für kostenaufwändige Ernährung? Bei einem BMI unter 18,5 kann man den beantragen und davon beispielsweise Maltodextrin finanzieren. Das habe ich nach meiner Krebserkrankung bekommen, um wieder was auf die Rippen zu bekommen. Schmeckt nach nichts und kann überall runtergemixt werden.
Edit:
Zum Schluss der klare Widerspruch. Ich kann meine erlernten Beruf Industriekaufmann weiter ausführen bei Berücksichtigung der o.g. Kriterien.

Das ist ein Widerspruch in sich, daher meinte meine zuständige Jobcenter Beraterin, ich solle Widerspruch einlegen.
Das ist kein Widerspruch in sich, bloß es gibt solche Jobs nicht. Das ist aber das Problem der Vermittlerin und nicht Deins.
 

DadaDamani

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Leider ist mein Untergewicht nicht extra erfasst worden. Genauso wie meine Trichterbrust, die eine Folge der Atmungsgerkrankung war.

Die psychologischen Sachen auch nicht. Ich habe zwar schon immer damit gekämpft, aber wollt es immer ohne psychologische Hilfe schaffen, daher nehm ich auch keine Tabletten. Lediglich Tabletten gegen die Epilepsie.

Ich kann den VV leider nicht einscannen. Ich habe keinen Scanner. Ich kann gerne alle Informationen mitteilen. Was ich genau dort machen muss, werd ich erst morgen erfahren.

Ich habe nur Angst, dass mir das Geld gekürzt oder gestrichen wird, wenn ich nein sage.

Da steht Mehraufwandsentschädigung: 1,50 Euro..ich denke mal es gehört dennoch zu den 1-Euro-Jobs?

Bekommst Du einen Mehrbedarf für kostenaufwändige Ernährung? Bei einem BMI unter 18,5 kann man den beantragen und davon beispielsweise Maltodextrin finanzieren. Das habe ich nach meiner Krebserkrankung bekommen, um wieder was auf die Rippen zu bekommen. Schmeckt nach nichts und kann überall runtergemixt werden.

Nein, bekomme ich nicht.

Du kannst gegen das Gutachten keinen Widerspruch einlegen.

Warum sagt mir das meine Beraterin dann so etwas? Diese ganzen Widersprüche machen mich fertig....
 

gelibeh

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Schreib das bitte wortwörtlich ab!!! Ist wichtig, um helfen zu können.
Steht in Deiner Eingliederungsvereinbarung etwas von einer Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung?
Warum sagt mir das meine Beraterin dann so etwas? Diese ganzen Widersprüche machen mich fertig....
Ganz böse gesagt, weil die keine Ahnung hat.
Du hast doch einen Arzt, oder? Mit dem zusammen den Antrag auf kostenaufwändige Ernährung ausfüllen. Der soll da z.B. hochkalorisch Ernährung oder ähnliches reinschreiben. https://www.arbeitsagentur.de/zentr...erztl-Bescheinigung-Mehrbedarf-Ernaehrung.pdf
Was ich genau dort machen muss, werd ich erst morgen erfahren.
Nö, das hat die SB festzulegen und das ganz genau zu beschreiben. Der Maßnahmeträger hat sich das nicht auszusuchen.
 

DadaDamani

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Ok das mit dem Arzt werde ich tun, obwohl es mir um mehr Geld nicht geht.

Nö, das hat die SB festzulegen und das ganz genau zu beschreiben. Der Maßnahmeträger hat sich das nicht auszusuchen.

Das verstehe ich nicht. Die Tätigkeit wird doch vom Maßnahmeträger bzw. Arbeitgeber bestimmt?

Also wortwörtlich im Vermittlungsvorschlag:

Bezeichnung der Tätigkeit: Helfer Büro, Verwaltung

Tätigkeitsbeschreibung:

Besetzen des Besucherpunktes für Besucherinformation und Besucherbegleitung, statistische erfassung der Besucherströme, Grabstellenerfassung, Unterstützung biografischer Recherchen sowie Zustandsbeobachtung nd -beschreibung der Grabanlagen, Recherchearbeiten im Bundes- bzw.Landesarchiv zu den dort beigesetzten Persönlichkeiten

Teilnahmezeitraum:

26.02.2013 bis 25.08.2013
6 Monate

Verteilung der Arbeitszeit:

30,00 Stunden

08.00-14.30 Febr. bis April montags bis freitags
10.00-16-30 Mai bis Sept in Schichten montags bis sonntags

Angaben zu Mehraufwandsentschädigung:

1,50 / Std

Dann folgen die Kontaktdaten und bis zum 12.märz soll ich ihr bescheid geben was daraus wurde
 
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