Gutachten des Amtsarztes / Forderung einer AU

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Gelöschtes Mitglied 58727

Gast
Hallo zusammen,

ich wurde letzten September fristgerecht zum 31.10.16 von meinem AG gekündigt und war währenddessen und auch nach meinem Arbeitsverhältnis bis zum 06.11.16 krankgeschrieben und erhielt ab Mitte Oktober 2016 bis zum 06.11.16 Krankengeld, das auch ab dem 01.11.16 von der AfA angerechnet wurde.

Bei meinem Erstgespräch mit meiner Sachbearbeiterin im Dezember 2016 wurde mir erklärt, dass ein ärztliches Gutachten erstellt wird, ob ich arbeitsfähig bin bzw. dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe.
Da ich im Januar sowie im Februar 2017 die beiden Termine bei der AfA auf Grund von Krankheit (AU's wurden eingereicht) nicht wahrnehmen konnte, hatte ich gestern, am 23.03, erneut einen Termin.
Mir wurde von meiner Sachbearbeiterin erklärt und auch schriftlich vorgelegt, dass ich laut des amtsärztlichen Gutachtens täglich weniger als 3 Stunden arbeiten könne und die Prognose auf voraussichtlich 6 Monate festgelegt ist.
Nachdem ich der Sachbearbeiterin erklärte, dass ich nach eigener Einschätzung arbeitsfähig bin, sagte sie mir, dass das Gutachten trotzdem gültig bleibt und sie es leider nicht aus dem System nehmen bzw. mich arbeitsfähig eintragen könne und ich jetzt für die restlichen 2 Monate (der insgesamt 6) eine AU meines Arztes brauche, da ich sonst eine Leistungssperre erhalte.
Nach dem gestrigen Termin habe ich mich direkt zu meinem Arzt begeben und ihm das Gutachten vorgelegt und ihm den Sachverhalt erklärt.
Er hat mich allerdings erst mal nur bis zum 31.03 krankgeschrieben und mir auch einen Termin für diesen Tag gegeben, an dem ich dann eine weitere AU erhalten werde.
Auf meine Bitte per eMail, dass sich die Sachbearbeiterin telefonisch bei mir melden soll, kam bisher keine Reaktion.

Da ich für die 2 Monate am Stück keine AU bekommen werde, sondern immer nur von Datum zu Datum, ist nun meine Frage, wie es mit der Leistungssperre aussieht?
Zumal ich laut meiner Sachbearbeiterin die AU innerhalb von 3 Tagen (bis Montag) einreichen soll und die Frist somit nicht einhalten kann.

Danke und Grüße,
Krakauer
 

Doppeloma

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Hallo Krakauer,

ich wurde letzten September fristgerecht zum 31.10.16 von meinem AG gekündigt und war währenddessen und auch nach meinem Arbeitsverhältnis bis zum 06.11.16 krankgeschrieben und erhielt ab Mitte Oktober 2016 bis zum 06.11.16 Krankengeld, das auch ab dem 01.11.16 von der AfA angerechnet wurde.

Wie meinst du das, Krankengeld bekommst du von der KK, damit hat die AfA nichts zu tun und da wird auch nichts "angerechnet" (sofern es keine "Doppelzahlungen" im gleichen Zeitraum gibt, jedenfalls nicht).

Bist du denn tatsächlich schon gesund (und Vermittlungsfähig) gewesen als deine AU vom Arzt beendet wurde, es muss ja einen Grund gegeben haben für das AfA-Gutachten ?

Bei meinem Erstgespräch mit meiner Sachbearbeiterin im Dezember 2016 wurde mir erklärt, dass ein ärztliches Gutachten erstellt wird, ob ich arbeitsfähig bin bzw. dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe.

Wie lange warst du denn nun vom Arzt AU geschrieben, für kranke Arbeitslose ist die AfA nicht zuständig, jedenfalls nicht wenn noch ein Anspruch auf Zahlung von Krankengeld besteht.
Vielleicht magst du das ja ein wenig deutlicher erklären, warum du überhaupt bei der AfA Termine hast wenn du eigentlich AU geschrieben bist und gar nicht vermittelt werden kannst ???

Es muss ja Aussagen von dir dazu gegeben haben, dass du dich NICHT Vermittlungs-Fähig siehst, sonst wird man als Arbeitsloser nicht vom ÄD "begutachtet".

Da ich im Januar sowie im Februar 2017 die beiden Termine bei der AfA auf Grund von Krankheit (AU's wurden eingereicht) nicht wahrnehmen konnte, hatte ich gestern, am 23.03, erneut einen Termin.

Hattest du nur jeweils zu den Terminen eine AU-Bescheinigung, das wäre nicht korrekt, denn entweder bist du durchgehend KRANK und dann zahlt (zumindest nach 6 Wochen) die KK wieder Krankengeld ODER du verschwendest sinnlos dein ALGI weil du (ohne AU) gar nicht in Arbeit vermittelbar bist.

Deine Angaben sind da nicht ganz nachvollziehbar, denn bei längerer AU läuft das automatisch nach § 146 SGB III, dass nur noch 6 Wochen ALGI gezahlt wird und dann die KK zuständig ist.

§ 146 SGB III Leistungsfortzahlung bei Arbeitsunfähigkeit

Bis zur endgültigen Genesung hast du dann mit der AfA gar nichts mehr zu tun ...

Mir wurde von meiner Sachbearbeiterin erklärt und auch schriftlich vorgelegt, dass ich laut des amtsärztlichen Gutachtens täglich weniger als 3 Stunden arbeiten könne und die Prognose auf voraussichtlich 6 Monate festgelegt ist.

Das "Gutachten" (Teil A gibt es auch noch, den bekommen die SB nicht) kannst du dir beim ÄD aushändigen lassen, es erfolgte offenbar nach "Aktenlage", was du zu diesem Zweck eingereicht hattest (Gesundheitsfragebogen / Schweigepflicht-Entbindungen / Arztberichte) solltest du ja selbst am Besten wissen.

Nachdem ich der Sachbearbeiterin erklärte, dass ich nach eigener Einschätzung arbeitsfähig bin, sagte sie mir, dass das Gutachten trotzdem gültig bleibt und sie es leider nicht aus dem System nehmen bzw. mich arbeitsfähig eintragen könne und ich jetzt für die restlichen 2 Monate (der insgesamt 6) eine AU meines Arztes brauche, da ich sonst eine Leistungssperre erhalte.

Deine Beschreibeung sagt aber was Anderes aus, wenn du immer die Termine wegen AU abgesagt hast spricht das ja nicht dafür, dass du tatsächlich die ganze Zeit gesund und Vermittlungsfähig gewesen bist. :icon_evil:

Bei weiter durchgehender AU (nach deiner Entlassung) hätte man längst (gesetzlich vorgesehen und zulässig) deine Vermittlung vorerst eingestellt und das ALGI beendet (oder gar nicht erst bewilligt, weil Krankengeld vorrangig ist), damit du (unter Zahlung von Krankengeld) erst mal richtig gesund werden kannst.

Nach dem gestrigen Termin habe ich mich direkt zu meinem Arzt begeben und ihm das Gutachten vorgelegt und ihm den Sachverhalt erklärt.

Das AfA-Gutachten ist für die Vermittlung bei der AfA gemacht worden und muss deinen Arzt gar nicht interessieren, der sollte dich AU schreiben (ohne Unterbrechungen) wenn du AU bist, dann gibt es so ein Durcheinander gar nicht erst.

Er hat mich allerdings erst mal nur bis zum 31.03 krankgeschrieben und mir auch einen Termin für diesen Tag gegeben, an dem ich dann eine weitere AU erhalten werde.

Das ist in der Regel auch richtig, kein Arzt schreibt dich gleich für mehrere Monate AU, weil die AfA das gerne so hätte, der soll dich nach deinem Befinden AU schreiben und ist der KK dazu Rechenschaft schuldig, denn die soll ja dein Krankengeld dann auch zahlen ( müssen).

Ich glaube du hast den Unterschied noch gar nicht erfasst, nur weil der Betrag der Leistungen im Monat immer der Gleiche ist, wenn man erst mal ALGI bezogen hat und dann AU geschrieben wird ... trotzdem zahlt entweder die KK Krankengeld (weil du krank bist) oder die AfA ALGI, weil du in Arbeit vermittelt werden sollst und kannst.

Auf meine Bitte per eMail, dass sich die Sachbearbeiterin telefonisch bei mir melden soll, kam bisher keine Reaktion.

Man kommuniziert mit der AfA weder telefonisch noch per Mail, das hat sowieso keine rechtliche Bedeutung und was bitte soll sie dir antworten, es ist gesetzlich richtig, was sie da macht, das hätte sie schon viel früher machen müssen wenn noch Anspruch auf Krankengeld besteht.

Da ich für die 2 Monate am Stück keine AU bekommen werde, sondern immer nur von Datum zu Datum, ist nun meine Frage, wie es mit der Leistungssperre aussieht?

Es gibt keine AU für so lange Zeit auf einmal, du bist doch sicher nicht zum ersten Mal in deinem Leben AU geschrieben, dein Arzt hat zu entscheiden wie lange eine AU ausgestellt werden muss, immerhin scheint der dich ja auch nicht für gesund zu halten, sonst bekommt man keine AU-Bescheinigung, weil die AfA ein "Gutachten" erstellt hat und das "erwartet".

Du bekommst nach 6 Wochen (durchgehender AU auch in Folge-Bescheinigungen) den Aufhebungsbescheid und die AfA zahlt vorerst KEIN ALGI mehr, weil sie dazu bei (längerer) Krankheit nicht mehr verpflichtet ist.

Die Ausnahme wäre erst das Ende deines Krankengeld-Anspruches (Aussteuerung nach 78 Wochen), aber aktuell ist das ja noch nicht der Fall, darum ist die SB der AfA berechtigt so zu handeln.

Zumal ich laut meiner Sachbearbeiterin die AU innerhalb von 3 Tagen (bis Montag) einreichen soll und die Frist somit nicht einhalten kann.

Warum kannst du diese Frist nicht einhalten, das Wochenende zählt doch gar nicht und es dürfte genügen wenn du deine AU-Bescheinigung überhaupt erst mal kurzfristig (nachweislich !!!) einreichen würdest und dann eben die (notwendigen) Verlängerungen nach jedem Arztbesuch, zumindest bis diese 6 Wochen bei der AfA abgelaufen sind.

Danach benötigst du natürlich weiter (laufend, OHNE Unterbrechungen) den AU-Nachweis aber dann zahlt die Krankenkasse und die AfA ist erst mal raus und braucht diese Bescheinigung nicht mehr zu bekommen von dir.

HABEN musst du die aber trotzdem, das ist dein Nachweis dass du krank bist und aktuell nicht arbeiten KANNST.
Wie oft dein Arzt dich sehen will, um die Dauer der AU zu prüfen und den Krankenschein zu verlängern hängt von den medizinischen Notwendigkeiten und der gesundheitlichen Entwicklung bei dir ab, in der Regel muss man alle 2 Wochen zum Arzt, damit die AU verlängert wird, bei Erfordernis.

Bist du wieder gesund, dann stellst du bei der AfA wieder den Antrag auf ALGI, um deinen Restanspruch ALGI zu bekommen ... es wäre natürlich angebracht gewesen, dass die AfA-SB dich dazu entsprechend aufgeklärt hätte und nicht nur meint "Holen Sie sich eine AU, sonst zahlen wir bald kein Geld mehr" ...

Die werden auch MIT AU die Zahlungen nach 6 Wochen einstellen, weil dann die KK zuständig ist.

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 58727

Gast
Wie meinst du das, Krankengeld bekommst du von der KK, damit hat die AfA nichts zu tun und da wird auch nichts "angerechnet" (sofern es keine "Doppelzahlungen" im gleichen Zeitraum gibt, jedenfalls nicht).

Bist du denn tatsächlich schon gesund (und Vermittlungsfähig) gewesen als deine AU vom Arzt beendet wurde, es muss ja einen Grund gegeben haben für das AfA-Gutachten ?

Krankengeld habe ich bis zum 06.11 bekommen, somit habe ich Zahlungen der KK während des Beginns meiner Arbeitslosigkeit (01.11.16) erhalten.
Deshalb wurde die Zahlung dann auf mein erstes ALG angerechnet.

Wie lange warst du denn nun vom Arzt AU geschrieben, für kranke Arbeitslose ist die AfA nicht zuständig, jedenfalls nicht wenn noch ein Anspruch auf Zahlung von Krankengeld besteht.
Vielleicht magst du das ja ein wenig deutlicher erklären, warum du überhaupt bei der AfA Termine hast wenn du eigentlich AU geschrieben bist und gar nicht vermittelt werden kannst ???

Ich war bis zum 06.11.16 AU geschrieben, also für die Tage, für die ich auch Krankengeld erhielt, danach nicht mehr.

Es muss ja Aussagen von dir dazu gegeben haben, dass du dich NICHT Vermittlungs-Fähig siehst, sonst wird man als Arbeitsloser nicht vom ÄD "begutachtet".

Ich wurde bei meinem Erstgespräch im Dezember nicht zu meinem 'aktuellen' Krankheitsstand befragt (eine AU lag ja im Dezember auch nicht vor) sondern nur, woran ich erkrankt 'war'. Daraufhin wurde mir bei diesem Gespräch gesagt, dass ein ärztliches Gutachten eingeleitet wird um zu prüfen, ob ich arbeitsfähig bin oder nicht.

Hattest du nur jeweils zu den Terminen eine AU-Bescheinigung, das wäre nicht korrekt, denn entweder bist du durchgehend KRANK und dann zahlt (zumindest nach 6 Wochen) die KK wieder Krankengeld ODER du verschwendest sinnlos dein ALGI weil du (ohne AU) gar nicht in Arbeit vermittelbar bist.

Deine Beschreibeung sagt aber was Anderes aus, wenn du immer die Termine wegen AU abgesagt hast spricht das ja nicht dafür, dass du tatsächlich die ganze Zeit gesund und Vermittlungsfähig gewesen bist. :icon_evil:

Ich hatte jeweils für die Wochen, in denen ich die Termine hatte, eine AU, aber nicht durchgehend und vor allem, wegen einer anderen Erkrankung.

Bei weiter durchgehender AU (nach deiner Entlassung) hätte man längst (gesetzlich vorgesehen und zulässig) deine Vermittlung vorerst eingestellt und das ALGI beendet (oder gar nicht erst bewilligt, weil Krankengeld vorrangig ist), damit du (unter Zahlung von Krankengeld) erst mal richtig gesund werden kannst.

Was ja nicht der Fall ist! :bigsmile:


Das AfA-Gutachten ist für die Vermittlung bei der AfA gemacht worden und muss deinen Arzt gar nicht interessieren, der sollte dich AU schreiben (ohne Unterbrechungen) wenn du AU bist, dann gibt es so ein Durcheinander gar nicht erst.

Das ist in der Regel auch richtig, kein Arzt schreibt dich gleich für mehrere Monate AU, weil die AfA das gerne so hätte, der soll dich nach deinem Befinden AU schreiben und ist der KK dazu Rechenschaft schuldig, denn die soll ja dein Krankengeld dann auch zahlen ( müssen).

Das sehe ich auch so, aber mir wurde gesagt, wenn ich keine AU für die nächsten 2 Monate einreiche, werden meine Leistungen umgehend eingestellt.


Man kommuniziert mit der AfA weder telefonisch noch per Mail, das hat sowieso keine rechtliche Bedeutung und was bitte soll sie dir antworten, es ist gesetzlich richtig, was sie da macht, das hätte sie schon viel früher machen müssen wenn noch Anspruch auf Krankengeld besteht.

Meine SB bat mich darum, meine AU per eMail an sie zu richten und mich doch zu melden, sobald ich Fragen hätte oder es Probleme mit der AU gibt.


Warum kannst du diese Frist nicht einhalten, das Wochenende zählt doch gar nicht und es dürfte genügen wenn du deine AU-Bescheinigung überhaupt erst mal kurzfristig (nachweislich !!!) einreichen würdest und dann eben die (notwendigen) Verlängerungen nach jedem Arztbesuch, zumindest bis diese 6 Wochen bei der AfA abgelaufen sind.

Die Frist bezieht sich auf die zweimonatige AU. Denn wie geschrieben, tritt laut meiner SB eine Einstellung der Leistungen ein, wenn ich eine AU für die kompletten 2 Monate nicht bis Montag eingereicht habe.


Bist du wieder gesund, dann stellst du bei der AfA wieder den Antrag auf ALGI, um deinen Restanspruch ALGI zu bekommen ... es wäre natürlich angebracht gewesen, dass die AfA-SB dich dazu entsprechend aufgeklärt hätte und nicht nur meint "Holen Sie sich eine AU, sonst zahlen wir bald kein Geld mehr" ...

Die werden auch MIT AU die Zahlungen nach 6 Wochen einstellen, weil dann die KK zuständig ist.

Das weiß ich und so wurde mir das auch am vergangenen Donnerstag erklärt.
''Schicken Sie mir eine AU für die nächsten 2 Monate bis Montag, um keine Sperre zu erhalten. Sie bekommen aber nach 6 Wochen Krankengeld von Ihrer KK! Wenn die 2 Monate rum sind, kann ich nach Ihrem Ermessen dann von einem weiteren ärztlichen Gutachten absehen.''

Danke für die Antworten. :welcome:
 

Doppeloma

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Hallo Krakauer,

Ich wurde bei meinem Erstgespräch im Dezember nicht zu meinem 'aktuellen' Krankheitsstand befragt (eine AU lag ja im Dezember auch nicht vor) sondern nur, woran ich erkrankt 'war'. Daraufhin wurde mir bei diesem Gespräch gesagt, dass ein ärztliches Gutachten eingeleitet wird um zu prüfen, ob ich arbeitsfähig bin oder nicht.

Verstehe ich nicht warum man eine Begutachtung für erforderlich gehalten hat, wenn du selbst gar keine besonderen Einschränkungen bei der Arbeitsvermittlung angesprochen hast.

Deine sonstige Gesundheit (woran du mal erkrankt warst) geht die Arbeitsvermittler einen "feuchten Kehricht" an, es hat nur Bedeutung wenn deine Vermittlung dadurch eingeschränkt ist (Arbeitsschwere/ bestimmte Tätigkeiten / bestimmte Bewegungsabläufe usw,) ansonsten gibt es doch gar keinen Grund einen gesunden Arbeitslosen vom ÄD "kaputt schreiben" zu lassen ???

Du solltest dir unbedingt das "Gutachten" komplett beim ÄD als Kopie aushändigen lassen, welche Vermittlungs-Bemühungen hat es denn gegeben seit Beginn deiner Arbeitslosigkeit, hast du mal (zumutbare) VV bekommen auf die du dich bewerben solltest, so ganz verstehe ich den Umgang der AfA mit dir immer noch nicht. :icon_kinn:

Ich hatte jeweils für die Wochen, in denen ich die Termine hatte, eine AU, aber nicht durchgehend und vor allem, wegen einer anderen Erkrankung.

Das kann ja immer mal vorkommen und ist keine Begründung für das "Gutachten" und / oder die aktuelle Aktion dich nun zur "Dauer-AU" verpflichten zu wollen. :icon_evil:

Was ja nicht der Fall ist! :bigsmile:

Du bist also (eigentlich) aktuell gesund und Voll Vermittlungsfähig, dann braucht dein Arzt dich auch nicht AU schreiben, wird ein vernünftiger Arzt auch nicht machen, da bekommt er nämlich sehr bald Ärger mit dem MDK der Krankenkasse.

Das sehe ich auch so, aber mir wurde gesagt, wenn ich keine AU für die nächsten 2 Monate einreiche, werden meine Leistungen umgehend eingestellt.

Dafür gibt es doch gar keine Rechtsgrundlagen, lass dir doch nicht solchen Unsinn erzählen, wenn du einen (schriftlichen) Bescheid bekommst, dass deine Leistungen eingestellt werden sollen deswegen, dann gibt es zusätzlich zum Widerspruch direkt eine Beschwerde in Nürnberg, damit hast du dann auch was gegen diese Begutachtung in der Hand.

Dafür gibt es KEINEN Sperrzeit-Tatbestand im SGB III und eine Arbeitsvermittlerin hat kein Recht von deinem Arzt eine AU-Bescheinigung für dich, über 2 Monate einzufordern.

Du solltest dir mal angewöhnen Rechtsgrundlagen zu verlangen (Gesetze und §§ schriftlich bitte, damit dein Anwalt das mal überprüfen kann) für solche Unverschämtheiten. :icon_dampf:

Kein ambulanter Arzt ist überhaupt berechtigt eine AU so lange für die Zukunft auszustellen, die haben sich damit nach den Vorschriften der Krankenkassen und Kassenärztlichen Vereinigung zu richten und nicht nach "Tagträumen" von AfA-SB

Meine SB bat mich darum, meine AU per eMail an sie zu richten und mich doch zu melden, sobald ich Fragen hätte oder es Probleme mit der AU gibt.

Und was will sie dann dagegen unternehmen, ein "vertrauensvolles Gespräch mit deinem Arzt führen" oder was stellt sie sich so vor ihn davon zu überzeugen ... sie verlangt von DIR, was ein Dritter (dein Arzt) erfüllen müsste (und nicht mal erfüllen darf), das ist überhaupt NICHT zulässig und darum kann sie dir dafür auch gar keine rechtmäßige Frist setzen ...

Die AU muss im Original zur AfA, wenn du eine AU bekommst und nicht per Mail, solche Unterlagen schickt man besser gar nicht per Mail, wenn überhaupt nur per Fax (mit Sendenachweis), du musst gesetzlich NUR auf dem Postwege erreichbar sein, NICHT per Mail und NICHT per Telefon, man MUSS dir schreiben wenn man was von dir will und du solltest dich auch an den Postweg halten.

Die Frist bezieht sich auf die zweimonatige AU. Denn wie geschrieben, tritt laut meiner SB eine Einstellung der Leistungen ein, wenn ich eine AU für die kompletten 2 Monate nicht bis Montag eingereicht habe.

Hast du das schriftlich (mit der Frist für diese 2-Monate-AU und der Drohung sonst dein Geld einzustellen?), das geht nämlich GAR NICHT (was dazu "gesagt" wird ist wertlos und hat keine Bedeutung), zudem weiß sie das ja selber wenn man deinen letzten Absatz nun dazu liest ...

Das weiß ich und so wurde mir das auch am vergangenen Donnerstag erklärt.
''Schicken Sie mir eine AU für die nächsten 2 Monate bis Montag, um keine Sperre zu erhalten. Sie bekommen aber nach 6 Wochen Krankengeld von Ihrer KK! Wenn die 2 Monate rum sind, kann ich nach Ihrem Ermessen dann von einem weiteren ärztlichen Gutachten absehen.''

Das ist doch kompletter Unsinn, sie kündigt dir selbst an, dass nach 6 Wochen ALGI eingestellt wird und du dann Krankengeld von der KK bekommen wirst.
Es gibt kein "Ermessen" wenn eine Begutachtung notwendig ist und wenn keine Notwendigkeit dafür besteht, braucht auch keine durchgeführt werden, das ist KEINE "Ermessensfrage".

Damit suggeriert sie dir jetzt schon, dass deine weitere Behandlung (später wieder bei der AfA) von ihrem "persönlichen Wohlwollen" (Ermessen) abhängig sein wird, solche Frechheiten würde ich mir nicht bieten lassen, die braucht mal einen Dämpfer von "ganz oben" ...

Das entspricht der regulären Anwendung von § 146 SGB III ... nach 6 Wochen durchgehender AU, wie oft das dafür vom Arzt verlängert wurde ist völlig irrelevant ...
KEIN Arzt bescheinigt das sofort für 2 Monate ... :icon_evil:

Es gibt KEINE Sperre weil man sich nicht wunschgemäß und fristgemäß für 2 Monate AU schreiben lässt ... ob und wie lange du AU geschrieben wirst entscheidet dein behandelnder Arzt und nicht die SB von der AfA ... :icon_evil:

Hier kannst du nachlesen wofür man eine Sperre bekommen kann im ALGI ...

§ 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit

MfG Doppeloma
 
G

Gelöschtes Mitglied 58727

Gast
Hallo Doppeloma,
erst noch einmal einen großen Dank für deine Hilfe!

Deine sonstige Gesundheit (woran du mal erkrankt warst) geht die Arbeitsvermittler einen "feuchten Kehricht" an, es hat nur Bedeutung wenn deine Vermittlung dadurch eingeschränkt ist (Arbeitsschwere/ bestimmte Tätigkeiten / bestimmte Bewegungsabläufe usw,) ansonsten gibt es doch gar keinen Grund einen gesunden Arbeitslosen vom ÄD "kaputt schreiben" zu lassen ???

Ganz genau!
Zumal ich ja weder einen Attest hatte, der irgendwelche körperlichen Einschränkungen bestätigt, noch irgendwann in der Zeit bis zur Einleitung des Gutachtens krankgeschrieben war.

Du solltest dir unbedingt das "Gutachten" komplett beim ÄD als Kopie aushändigen lassen, welche Vermittlungs-Bemühungen hat es denn gegeben seit Beginn deiner Arbeitslosigkeit, hast du mal (zumutbare) VV bekommen auf die du dich bewerben solltest, so ganz verstehe ich den Umgang der AfA mit dir immer noch nicht. :icon_kinn:

Das Gutachten werde ich mir aushändigen lassen.

Ich habe ganze zwei VV bekommen. Einen im Dezember und einen Ende Januar. Nur komisch, dass ich eigentlich nach dem Ermessen des Gutachtens nicht in der Lage bin, Arbeit aufzunehmen. :bigsmile:

Du bist also (eigentlich) aktuell gesund und Voll Vermittlungsfähig, dann braucht dein Arzt dich auch nicht AU schreiben, wird ein vernünftiger Arzt auch nicht machen, da bekommt er nämlich sehr bald Ärger mit dem MDK der Krankenkasse.

Als ich meinem Arzt die Situation schilderte und das Gutachten vorgelegt habe, hat er es selbst nicht verstanden. Er selbst sagte mir, dass Ende Oktober mein letzter Besuch bei ihm war und ab da keine Behandlung mehr stattfand und er nicht verstehe, warum das jetzt nach dem Ermessen der AfA so entschieden wurde und ob ich in einer weiteren Behandlung bei anderen Ärzten war. Das war ich natürlich nicht!

Dafür gibt es doch gar keine Rechtsgrundlagen, lass dir doch nicht solchen Unsinn erzählen, wenn du einen (schriftlichen) Bescheid bekommst, dass deine Leistungen eingestellt werden sollen deswegen, dann gibt es zusätzlich zum Widerspruch direkt eine Beschwerde in Nürnberg, damit hast du dann auch was gegen diese Begutachtung in der Hand.

Dafür gibt es KEINEN Sperrzeit-Tatbestand im SGB III und eine Arbeitsvermittlerin hat kein Recht von deinem Arzt eine AU-Bescheinigung für dich, über 2 Monate einzufordern.

Du solltest dir mal angewöhnen Rechtsgrundlagen zu verlangen (Gesetze und §§ schriftlich bitte, damit dein Anwalt das mal überprüfen kann) für solche Unverschämtheiten. :icon_dampf:

Ich habe von meiner SB ein Heftchen bekommen, in dem alles beschrieben steht, falls noch Fragen meinerseits offen sind. Dort steht genau das, was du mir verlinkt hast: § 159 SGB III Ruhen bei Sperrzeit
Bezogen auf meinen Fall konnte ich also nichts dazu finden.
Da meine AU jetzt schon bei der AfA eingegangen sein müsste, werde ich fortan erst mal gar nichts unternehmen und abwarten, ob noch was seitens der AfA auf mich zu kommt.

Die AU muss im Original zur AfA, wenn du eine AU bekommst und nicht per Mail, solche Unterlagen schickt man besser gar nicht per Mail, wenn überhaupt nur per Fax (mit Sendenachweis), du musst gesetzlich NUR auf dem Postwege erreichbar sein, NICHT per Mail und NICHT per Telefon, man MUSS dir schreiben wenn man was von dir will und du solltest dich auch an den Postweg halten.

Das werde ich fortan auch nur noch so machen.

Hast du das schriftlich (mit der Frist für diese 2-Monate-AU und der Drohung sonst dein Geld einzustellen?), das geht nämlich GAR NICHT (was dazu "gesagt" wird ist wertlos und hat keine Bedeutung), zudem weiß sie das ja selber wenn man deinen letzten Absatz nun dazu liest ...

Ich habe weder postalisch, noch beim Termin irgendwas dazu bekommen, noch irgendwelche Rechtsfolgebelehrungen unterschreiben müssen.


Nochmals herzlichen Dank für die Hilfe. :smile:
 
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Dieses Thema ist geschlossen.
Geschlossene Themen können, müssen aber nicht, veraltete oder unrichtige Informationen enthalten.
Bitte erkundige dich im Forum bevor du eigenes Handeln auf Information aus geschlossenen Themen aufbaust.

Themenstarter können ihre Themen erneut öffnen lassen indem sie sich hier melden...
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