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GÜTERSLOH - Rauswurf nach Arbeitsunfall

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ExitUser

Gast
  Th.Starter/in  
#1
Gütersloh. Mit 56 Jahren und einer schweren Behinderung hat der gelernte Bankkaufmann Martin Wurm die Hoffnung auf einen qualifizierten Arbeitsplatz aufgegeben. Besser als gar nichts, dachte er sich, als GT aktiv ihm über die Zeitarbeitsfirma T. einen Job als Hilfskraft bei einem Gütersloher Lebensmittelunternehmen vermittelte. "Nie wieder", sagt er heute. Denn nach einem Arbeitsunfall erhielt er umgehend seine Kündigung.

Am 6. August hatte er in der Brotverarbeitung angefangen, mit Verpacken und Schneiden der Scheiben an der Bandsäge. Der Job, obwohl anspruchslos, gefiel ihm gut, das Kollegenteam auch. Der Stundenlohn, obwohl niedriger als bei den direkt Beschäftigten, hielt er mit 7,50 Euro für akzeptabel. Seinem Ziel, nicht mehr von Arbeitslosengeld II abhängig zu sein, dem engen Korsett der Hartz-IV-Auflagen zu entkommen und sein Leben mit ein wenig mehr Unabhängigkeit zu gestalten, schien er näher gekommen zu sein.

....

Am 29. Oktober, unmittelbar nach seiner Entlassung aus dem Klinikum, sprach Wurm wegen des Unfallberichts bei der Zeitarbeitsfirma T. vor. Doch der wurde gar nicht verlangt. "Ich erhielt umgehend meine Kündigung." Und zwar rückdatiert mit Datum 16. Oktober für den 23. Oktober, drei Tage vor dem Unfall. Wurm lehnte ab, auch den nächsten Vorschlag des Personalleiters. Da sollte die Kündigung auf den 23. Oktober datiert werden und wirksam zum 30. Oktober. "Das konnte ich gar nicht annehmen, weil ich meine Kündigung am selben Tag bei GT aktiv melden muss", sagt Wurm. Denn auf das Aufstockungsgeld ist Wurm als Geringverdiener angewiesen. Am Schluss des fast einstündigen Gesprächs erhielt Wurm seine Kündigung zum 6. November und das Versprechen, so sagt er, auf einen neuen Arbeitsvertrag, sobald er wieder gesund sei. "Denn mit meiner Arbeit war man dort sehr zufrieden." Das Motiv liegt für Wurm auf der Hand: "Die wollten Krankengeld sparen."
Gütersloh: Rauswurf nach Arbeitsunfall | Neue Westfälische: Tageszeitung Gütersloh, Rheda-Wiedenbrück, Verl, Avenwedde, Isselhorst, Kaunitz, Rietberg, Herzebrock, Harsewinkel, Langenberg - Neue Westfälische - Gütersloh

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ShankyTMW

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#2
Wundert mich absolut nicht, vor allem nicht in der Probezeit. Nur eine der vielen immer noch Salonfähigen Maschen in der ZAF Branche.

Gehört in die Rubrik: Geld sparen wo es nur geht auf kosten der Skalven.
 
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Gast
  Th.Starter/in  
#3
Wundert mich absolut nicht, vor allem nicht in der Probezeit. Nur eine der vielen immer noch Salonfähigen Maschen in der ZAF Branche.

Gehört in die Rubrik: Geld sparen wo es nur geht auf kosten der Skalven.
Was noch auffällt, erst soll er angeblich "unhöflich" und vielleicht sogar "aufmüpfig" gewesen sein, dann bieten die ihm trotzdem wieder einen Vertrag an, wenn er wieder "gesund" ist.
 

Die Antwort

Elo-User/in

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#4
Da kenne ich jemandem, dem das 1989 auch schon passiert ist: Arbeitsunfall und noch während er im Krankenhaus war, stellte man den Nachfolger ein. Er hingegen wurde nach seiner Rückkehr per Intensiv-Mobbing mürbe gemacht und dann entfernt.

Den Betriebsrat hat das damals ebenso wenig interessiert, wie die Gewerkschaft.
 
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