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Grusi .Erwerbsminderungsprüfung ohne vorherige Arbeitsverhältnisse

anfrager

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hi

Ich ( um die 30)habe nie gearbeitet,habe eine Erkrankung die für einen recht verkorksten Lebenslauf verantwortlich ist.
Würde die volle EWminderung ( unter 3 Stunden arbeitsfähig ?) dann überhaupt von der RV festgestellt werden?
Oder würden die sich mit mir nicht abgeben?
Würde man da eher zum JC oder Sozialamt gehen?
Habe in einem Nachbarthread gelesen,dass ein GdB von 70 das JC zum Abschieben zum Sozialamt veranlasste.

Nur mit der Grusi wären ja Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig( unter 100 000 Eur netto) ,wenn ich das richtig verstanden habe?
äDanke euch
 
E

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Gast
Wenn du die Pflichtversicherungszeiten nicht bzw. nie erfüllt hast kann nur das Sozialamt eine Prüfung bei der DRV auf Erwerbsminderung veranlassen wo dann selbige die medizinischen Voraussetzungen prüft auch wenn die Beitragszeiten nicht vorhanden sind.

Bei einem selber gestellten Antrag wird immer seitens der DRV zuerst geprüft ob die Pflichtversicherungszeiten erfüllt sind sollte das nicht der Fall sein kommt immer eine Ablehnung nur aus diesem Grund oder wie du schon schreibst wird man sich dann mit dir "nicht weiter abgeben".

Und Grundsicherung (Kapitel 4 SGBXII) gibt es aber erst wenn die DRV eine unbefristete EM-Rente zuerkennt wovon bei einer ersten Bewilligung eher nicht auszugehen ist.


liesa
 
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Doppeloma

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Hallo anfrager, :welcome:

Ich ( um die 30)habe nie gearbeitet,habe eine Erkrankung die für einen recht verkorksten Lebenslauf verantwortlich ist.
Würde die volle EWminderung ( unter 3 Stunden arbeitsfähig ?) dann überhaupt von der RV festgestellt werden?
Wovon lebst du denn bisher, wie bist du krankenversichert ???
Der Einstieg ist IMMER das JC mit ALG II wenn es keine Ansprüche auf Krankengeld (von der KK) oder ALG I als Lohnersatzleistungen (von der AfA) gibt.

Eine Erwerbsminderung ist ja (von einem Amtsarzt / einer Behörde) bisher bei dir nicht nachweislich festgestellt worden, also gilt rechtlich zunächst mal die "Fiktion", dass du wenigstens 3 Stunden täglich Erwerbstätig sein könntest. :idea:

Weitere "Ermittlungen" zu deiner tatsächlichen Erwerbsfähigkeit hätte dann das JC anzustellen, natürlich nicht die Arbeitsberater sondern deren ärztlicher Dienst hätte das zu prüfen, ob du in Arbeit vermittelbar bist oder eher nicht oder nur eingeschränkt.

Oder würden die sich mit mir nicht abgeben?
Die sind also gesetzlich zunächst dafür zuständig, sich mit dir "abzugeben" und die notwendigen medizinischen Prüfungen durch den ÄD einzuleiten.

Bis dahin hast du (mindestens) Anspruch vom JC deine Leistungen zu bekommen, weil du ab 25 + X einen eigenen Rechtsanspruch (unabhängig von Elterneinkommen) auf ALG II erheben kannst.

Deine komplette gesundheitliche Lebensgeschichte solltest du allerdings nicht direkt den SB dort anvertrauen, solche Dinge gehen nur einen Arzt was an, du bist bereit wenigstens 3 Stunden zu arbeiten, das muss auch so in den Antrag, aber du bist (leider) gesundheitlich eingeschränkt ...

Wodurch konkret geht die SB NICHTS an, das hat zu genügen, um dich zum Arzt vom JC schicken zu müssen ...

Würde man da eher zum JC oder Sozialamt gehen?
In der Regel wird man dich beim Sozial-AMT genau zum JC verweisen, wenn du noch keine (amtliche) ärztliche Stellungnahme vorzuweisen hast, dass du tatsächlich nicht wenigstens 3 Stunden arbeiten könntest, dann will das Sozial-AMT dich auch NICHT haben ... :icon_evil:

Zumindest ein "Gutachten" vom JC-ÄD wollen die dann schon sehen und meist werden die dann selbst erst ein Gutachten bei der DRV anfordern, um das bestätigen zu lassen, was man beim JC festgestellt haben will.

Es geht IMMER um Geld dabei und wer das letztlich zahlen muss (die AfA / der Staat / die Gemeinde), nicht wirklich um dich und deine gesundheitlichen Probleme. :icon_evil:

Wenn die DRV bestätigt, dass du (voll) EM bist, dann ist das Sozial-AMT erst wirklich zuständig zu machen ... bei einer Befristung dieser Feststellung nach Kapitel 3 (Rückgriff auf unterhaltspflichtige Angehörige) und bei Bestätigung "auf Dauer" auch direkt die "Grundsicherung des SGB XII" nach Kapitel 4.

Die Grusi des SGB XII gibt es generell NUR wenn die DRV bereits "auf Dauer" dazu entschieden hat, ohne einen Geld-Anspruch auf eine EM-Rente kommt das durchaus mal früher vor, als wenn man dann auch eine Geldrente (von der DRV) bekommen muss, bei Feststellung voller Erwerbsminderung.

Habe in einem Nachbarthread gelesen,dass ein GdB von 70 das JC zum Abschieben zum Sozialamt veranlasste.
Es kommt immer auf die genauen Umstände an und (leider) inzwischen auch auf die "Zusammenarbeit" der sozialen Ämter an unterschiedlichen Orten.
Da passiert schon viel was es so eigentlich gar nicht geben dürfte, ein GdB 70 alleine hat keine Bedeutung dafür, ob man als Erwerbsgemindert anzusehen wäre oder nicht.

Es gibt Menschen mit GdB 100 und mehreren Merkzeichen, die an einem (geeigneten) Arbeitsplatz Vollzeit arbeiten können.
Leider sieht es die "Gesellschaft" inzwischen meist als weniger anstrengend an die beeinträchtigten Menschen in die Sozial-HILFE abzuschieben, anstatt sich um ihre Eingliederung wirklich zu bemühen wo das noch möglich wäre.

Nur mit der Grusi wären ja Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig( unter 100 000 Eur netto) ,wenn ich das richtig verstanden habe?
Das hast du durchaus richtig verstanden, im Bezug von ALG II haben deine Eltern aber auch vorerst KEINE Unterhaltspflichten mehr, sie müssen auch keine persönlichen Angaben beim JC machen, denn sie selbst wollen ja dort kein Geld haben.

Du solltest also von Beginn an darauf achten deine Eltern da raus zu halten, man wird immer versuchen euch irgendwie "gemeinsames wirtschaften" zu unterstellen, das kannst du aber abstreiten und dein eigens Geld vom JC verlangen, was dir gesetzlich zusteht.

Bis du mal in der Grusi (nach SGB XII / Kapitel 4) sein wirst, kann noch ein langer Weg (für euch Alle) werden, denn nur deine eigene Einschätzung (zur Erwerbsfähigkeit) interessiert die Behörden dabei nicht ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 
E

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Nur mit der Grusi wären ja Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig( unter 100 000 Eur netto) ,wenn ich das richtig verstanden habe?
äDanke euch
Wenn die DRV bestätigt, dass du (voll) EM bist, dann ist das Sozial-AMT erst wirklich zuständig zu machen ... bei einer Befristung dieser Feststellung nach Kapitel 3 (Rückgriff auf unterhaltspflichtige Angehörige) und bei Bestätigung "auf Dauer" auch direkt die "Grundsicherung des SGB XII" nach Kapitel 4.
Hallo anfrager und Doppeloma!

Die Unterhaltspflicht beträgt pauschal 24,94€ im Monat bei HzL (Hilfe zum Lebensunterhalt also Grundsicherung für befristet Erwerbsgeminderte).

Das klingt oft so, als müssten die Eltern da wer weiß wie tief in die Tasche greifen.
 
E

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Gast
Also meine hoch betagte Mutter wird jedes Jahr (bin auch im Kapitel 3/HzL) überprüft und muss ihr Einkommen offenlegen. Da sie nur ihre geringe Rente plus Witwenrente hat kam nach dieser jährlichen Prüfung noch nie eine Aufforderung Unterhalt zu zahlen bzw. sich mit einer pauschalen Summe zu beteiligen.

Ebenso als mein Vater noch lebte und beide Renten berücksichtigt wurden.

Auch werden dabei monatliche finanzielle Belastungen wie z.B. Versicherungen oder krankheitsbedingte Ausgaben berücksichtigt.

Sicher würde das bei einem gut verdienenden Elternpaar bzw. bei hohen Beamtenpensionen anders aussehen...


liesa
 

anfrager

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Danke Leute.
Ich fasse zusammen.
Also EM " auf Dauer" wäre für mich Kapitel 3 "die Grundsicherung ,bei der Eltern nur ab 100 000 belangt werden"?

Kapitel 4 greift für mich,falls EM befristet wäre?
Könnt ihr genau sagen,wie hoch die Unterhaltsverpflichtung wäre?

Wenn das nur 30 Euro sind können das meine Eltern tragen.

Ich überlege auch eher zum JC zu gehen und. halt "irgendwie" 3 Stunden zu arbeiten. Meinen Eltern kann ich nicht mehr auf der Tasche liegen.

Das Problem ist auch,dass meine Eltern durch ihr Alter noch die totale Folgeleistung gegenüber dem Dienstherrn kennen,da der Dienstherr bei zu viel Opposition sofort gemauert und den Beamten angewiesen hat.
 
E

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Gast
Danke Leute.
Ich fasse zusammen.
Du hast nur 3. und 4. Kapitel verwechselt und es sind aktuell 24,94 €. :wink:


Da sie nur ihre geringe Rente plus Witwenrente hat kam nach dieser jährlichen Prüfung noch nie eine Aufforderung Unterhalt zu zahlen bzw. sich mit einer pauschalen Summe zu beteiligen.
Das ist klar. Da gibt es den Selbstbehalt für Unterhaltspflichtige und man kann entscheiden, ob man diesen geltend machen möchte.

Es muss auch eine Behinderung nach § 53 SGB XII gegeben sein, wobei ich mich frage, aus welchem Grund man HzL bekommen sollte, wenn die Teilhabefähigkeit nicht stark eingeschränkt ist. Dann würde man Alg-II bekommen.

p.s. zum Nachlesen:

http://www.hamburg.de/basfi/ah-sgbxii-kap11-94/3895772/ah-sgbxii-94-kap1u2/
 
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Doppeloma

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Hallo en Jordi,

Das klingt oft so, als müssten die Eltern da wer weiß wie tief in die Tasche greifen.
das mag schon sein, dass es so klingt, sicher ist es oft eher so, dass letztlich kein (oder nur wenig) Unterhalt wirklich gezahlt werden muss ...

Man sollte aber trotzdem nicht verschweigen, dass die Prüfung dieser leistungsfähigkeit von Angehörigen im SGB XII / Kapitel 3 in JEDEM Falle vorgenommen wird und das fördert nur selten den "Familien-Zusammenhalt".

Besonders da wo der ohnehin schon gestört ist, führt das häufig zu weiteren Zerwürfnissen ... leider auch bei denen "wo wirklich nichts zu holen ist", habe ich selber erlebt, als wir angeschrieben wurden wegen der Beisetzung und Pflegekosten unserer Mutter damals.

Keiner von uns musste Kosten wirklich übernehmen (sie hatte nicht vorgesorgt, nicht vorsorgen können), auch nicht für die Pflegeheim-Kosten.
Trotzdem redet eine Schwester seither mit Niemandem mehr von uns (hat alle Kontakte abgebrochen), weil auch SIE vom Sozial-AMT angeschrieben wurde und Auskunft geben musste, zu ihren Einkommens- und Vermögensverhältnissen..

Mir ist nicht bekannt was sie "zu verbergen hatte", dass sie das so übel genommen hat ... :icon_evil:

Ich erinnere mich andererseits auch hier im Forum schon an ausgedehnte Diskussionen mit Usern, die (eigentlich) genug Geld hätten (kranke Eltern oder Kinder zu unterstützen) und nur Tipps gesucht haben, eine berechtigte Unterhaltsleistung umgehen zu können ... :icon_neutral:

Man sollte das also nicht verschweigen, dass zumindest entsprechende Prüfungen (im Kapitel 3 bei Eltern und / oder KIndern) dazu erfolgen werden, dem kann sich zunächst Niemand entziehen, egal ob er später was zahlen muss oder nicht.

Gerade auch für betagte Eltern mit kleiner Rente ist das sicher eine (meist unverständliche, bürokratische) zusätzliche Belastung, die man ihnen gerne ersparen würde ...

MfG Doppeloma
 
E

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Man sollte aber trotzdem nicht verschweigen, dass die Prüfung dieser leistungsfähigkeit von Angehörigen im SGB XII / Kapitel 3 in JEDEM Falle vorgenommen wird und das fördert nur selten den "Familien-Zusammenhalt".
Hallo Doppeloma!

Wenn das Familienverhältnis nicht gut ist, kann auf Antrag ganz von einer Kontaktierung der Eltern abgesehen werden. Eine Einkommensprüfung wird nur auf Wunsch der Unterhaltspflichtigen selbst vorgenommen, wenn sie die Pauschale nicht zahlen wollen oder können. Meine Eltern haben sich das damals gespart und einfach gezahlt, was ihnen sicher nicht wehtat.

Manchmal frage ich mich, ob der ganze Verwaltungsaufwand da nicht höher ist, als die Pauschalen. Ungerecht sind Pauschalen immer. Die einen merken es gar nicht, für andere sind vielleicht auch kleinere Beträge eine Belastung.

sds
 
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Meine Eltern haben sich das damals gespart und einfach gezahlt
Wann war das "damals" denn...? Vor 20 Jahren...?

Wie schon geschrieben wurde/wird bei meinen Eltern/Mutter seit ich die EM-Rente beziehe (2013) immer eine Prüfung der Einkommens/Vermögensverhältnisse (jährlich) durchgeführt ohne das vorher ein Angebot für eine Pauschalzahlung kam.

Ich glaube kaum das von dieser Gesetzgebung heutzutage abgewichen wird auch wenn das Familienverhältniss nicht gut ist.


liesa
 
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Ich glaube kaum das von dieser Gesetzgebung heutzutage abgewichen wird auch wenn das Familienverhältniss nicht gut ist.
liesa
Es wäre vielleicht hilfreich, wenn du dir diese Gesetzgebung mal durchliest, z.Bsp. in der verlinkten Arbeitshilfe.

Damals war nach aktueller Gesetzeslage 2015. Das hat sich nicht geändert. Man müsste seine Rechte halt auch kennen.
 
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Es wäre vielleicht hilfreich, wenn du dir diese Gesetzgebung mal durchliest, z.Bsp. in der verlinkten Arbeitshilfe
Jetz wird mir klar wie du auf diese Pauschalen kommst...!

Zitat: Begrenzung des Übergangs nach Paragraph 94 Abs.2 SGBXII; Elternpauschalen:

Anspruchsübergang bei Eltern von behinderten oder pflegebedürftigen volljährigen Kindern...auf Pauschalen begrenzt...

Ergo nur für diesen Personenkreis gelten diese Pauschalen..!

Das hättest du in deinem Post #5 erwähnen sollen...

Bei allen anderen "normalen" EM-Rentnern wie bei mir wird die ganz normale Vermögens/Einkommensprüfung bei den Eltern durchgeführt!



liesa
 
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Ja, das hatte ich ja in #8 nachgeholt ;-).

Wobei mir immer noch nicht einleuchten will, wie man erwerbsgemindert und nicht behindert oder von Behinderung bedroht sein kann, aber da steht ja auch etwas, das Behinderungen in Sinne eines GdB nicht zählen ...
 

anfrager

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Jetzt bin ich durcheinander.
Bei Kapitel 3 und 4 wäre die Unterhaltsleistung maximal 30 Euro, auch wenn "reich"? Oder ist das falsch?
Würde für die Berechnung der Unterhaltspflicht dann auch Vermögen also nicht Einkommen angerechnet werden?

Der GdB ist nicht Bedingung für die Sozialhilfe? (war in der Eingangsfrage)
Könnte man eigentlich als "Kunde" des Sozialamtes studieren oder gilt hier ,wie bei Alg2, das Studieren als Ausschluss der Anspruchsgrundlage?
 

Doppeloma

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Halo anfrager,

Jetzt bin ich durcheinander.
warum bist du durcheinander, es wurde doch nun schon (mehrfach) lang und breit darauf hingewiesen, dass im Kapitel 3 (normale Sozial-HILFE des SGB XII) IMMER die finanzielle Leistungsfähigkeit von Eltern und Kindern geprüft wird.

Ob sie dann was zahlen müssen (und wie viel) oder nicht wird das Sozial-AMT festlegen ... in JEDEM Falle ... gewisse Ausnahmen mag es geben aber wir schreiben hir vom Regelfall.

Bei Kapitel 3 und 4 wäre die Unterhaltsleistung maximal 30 Euro, auch wenn "reich"? Oder ist das falsch?
Ja das ist FALSCH, Kapitel 3 ODER Kapitel 4 macht den Unterschied (was das Jahreseinkommen betrifft) ... wer (nachweislich) reich genug ist MUSS IMMER Unterhalt leisten (in der notwendigen Höhe) an bedürftige Angehörige (Eltern oder Kinder), warum bitte soll das dann die Gesellschaft, der Steuerzahler übernehmen müssen. :doh:

Würde für die Berechnung der Unterhaltspflicht dann auch Vermögen also nicht Einkommen angerechnet werden?
Natürlich, wer Vermögen hat sollte doch wohl in der Lage sein hilfebedürftige Angehörige zu unterstützen ... das regelmäßige Einkommen wird zusätzlich geprüft ...

Der GdB ist nicht Bedingung für die Sozialhilfe? (war in der Eingangsfrage)
Magst du auch mal nachlesen was dir geantwortet wurde, ein GdB hat KEINE Bedeutung dafür, ob man Sozial-Hilfe bekommen wird oder nicht ... :icon_evil:

Könnte man eigentlich als "Kunde" ...es Sozialamtes studieren oder gilt hier ,wie bei Alg2, das Studieren als Ausschluss der Anspruchsgrundlage?
Das dürfte schwierig werden, wofür willst du studieren, wenn du dich generell nicht für Erwerbsfähig halten möchtest, das dient ja in der Regel einer zukünftigen Berufstätigkeit, wer soll das bezahlen ???

Dazu ist zumindest mir nichts bekannt, ob das bei Bezug von Sozial-HILFE möglich wäre, ein Fernstudium auf eigene Kosten ginge vielleicht aber woher soll das Geld dafür kommen ...

Es kommt wohl eher selten vor, dass sich jemand einem Studium gewachsen sieht, der sich sonst zu keiner Tätigkeit den Lebensunterhalt zu verdienen gesundheitlich im Stande sehen möchte ...

MfG Doppeloma
 

anfrager

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Halo anfrager,
.

Das dürfte schwierig werden, wofür willst du studieren, wenn du dich generell nicht für Erwerbsfähig halten möchtest, das dient ja in der Regel einer zukünftigen Berufstätigkeit, wer soll das bezahlen ???

Dazu ist zumindest mir nichts bekannt, ob das bei Bezug von Sozial-HILFE möglich wäre, ein Fernstudium auf eigene Kosten ginge vielleicht aber woher soll das Geld dafür kommen ...

Es kommt wohl eher selten vor, dass sich jemand einem Studium gewachsen sieht, der sich sonst zu keiner Tätigkeit den Lebensunterhalt zu verdienen gesundheitlich im Stande sehen möchte ...

MfG Doppeloma
Ja ich bin dennoch durcheinander.
Ich las hier mal, dass es zb bei Wiedereintritt in die Beihilfe über dem 27. LJ möglich wäre. Dazu muss man nicht in der Lage sein sich zu versorgen, GdB über 50 und Krankheitseintritt vor 27. LJ. Dennoch könnte man dabei studieren. Man hätte dann aber eben kein H4 oder Sozialhilfe.
Kommt dir das richtig vor?
 

Doppeloma

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Hallo anfrager,

Kommt dir das richtig vor?
was möchtest du jetzt gerne dazu lesen ... soll ich einen Blick in die Glaskugel werfen ...:glaskugel:

Mir kommt es überhaupt nicht richtig vor, wenn junge Menschen ohne medizinische Nachweise vorlegen zu können davon ausgehen, dass sie nicht Erwerbsfähig sind und wohl von Sozial-Leistungen existieren müssen ...

Ich habe selbst fast 40 jahre gearbeitet (ab dem 16. Lebensjahr), 2 Kinder dabei bekommen und groß gezogen, die haben beide studiert und gehen seit dem Abschluss Vollzeit arbeiten.

Musste nach schwerer Erkrankung mit 55 noch jahrelang um die EM-Rente kämpfen und mach das hier nur als "Freizeit-Beschäftigung", weil mich diese gesamte soziale Thematik einfach (noch nicht) loslassen will.

Das bedeutet aber nicht, dass ich in ALLEN SGB - Bereichen Bescheid weiß, zu deinen Fragen (betreffs Studium bei Sozial-HILFE) kann ich dir keine korrekten und konkreten Antworten geben. :icon_evil:

Zumal dir die erforderlichen (von dir aufgezählten) Nachweise ja schon fehlen würden ... wie mindestens GdB 50 und dass deine Erkrankung bereits vor dem 27. Lebensjahr eingetreten ist (sein soll) und, dass du dich nachweislich NICHT selbst versorgen kannst.

Ich kann dir nur bestätigen, dass es NICHT ausreicht wenn du nur selber meinst, dass es so ist ... und KEINE amtlichen / ärztlichen Beweise dafür vorweisen kannst ... :icon_evil:

Ich wusste für mich selber auch schon bald nach der Herz-OP, dass es nicht wie früher weitergehen wird mit der Arbeit, bis die DRV davon dann auch überzeugt war, brauchte es fast 3 Jahre und das Sozialgericht.

Alles Gute für dich, ich denke mal ich bin hier raus ... was ich beitragen konnte habe ich versucht ...

MfG Doppeloma
 
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Als regulärer Student hast du keinen Anspruch auf Sozialleistungen. (§22 SGBXII).

Du könntest dich als Gasthöhrer einschreiben.

p.s. Wovon lebst du jetzt überhaupt? Zuerst müsstet du ja beim JC vorsprechen und sehen ob die Gutachter dort deine Einschätzung überhaupt teilen.
 
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anfrager

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Als regulärer Student hast du keinen Anspruch auf Sozialleistungen. (§22 SGBXII).

Du könntest dich als Gasthöhrer einschreiben.

p.s. Wovon lebst du jetzt überhaupt? Zuerst müsstet du ja beim JC vorsprechen und sehen ob die Gutachter dort deine Einschätzung überhaupt teilen.
Bei Wiederbezug Kindergeld,da krank, würde Studieren gehen, da erwerbsgemindert dort kein Ausschluss für Studieren wäre.
Auch komisch.
Ich wurde von Eltern unterstützt . Die wollen aber langsam nicht mehr.Schwierige Situation
 
E

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Schwierige Situation
Die du jetzt so langsam in die Hand nehmen musst. Wenn du damit überfordert bist, wäre eine Betreuung möglich. Rechtlich oder aber auch ambulant betreutes Wohnen. Das könnte dir helfen, im Leben voranzukommen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären.
 

anfrager

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Die du jetzt so langsam in die Hand nehmen musst. Wenn du damit überfordert bist, wäre eine Betreuung möglich. Rechtlich oder aber auch ambulant betreutes Wohnen. Das könnte dir helfen, im Leben voranzukommen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären.
ich bin zB so erschöpft,dass ich keine Ausbildungs"vorschlag" eines JC annehmen könnte.
Deswegen wollte ich versuchen auf Sparflamme mit Lebensmittelmarken zu leben, sofern die nicht komplett gestoppt werden können ,nach x Monaten.
Dennoch will ich nicht in eine Sozialamtsschiene rutschen,bei der Eltern dann wieder löhnen müssten,sonst könnte es ja so bleiben,wie es ist.
Nur zum kurzen Überblick: Gäbe es einen Fall,bei dem Eltern massiv Vermögen verkaufen müssten? Also 30 Eur wäre kein Problem.Wenn das gedeckelt wäre
 
E

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Gast
Wie oft willst du das denn jetzt noch fragen?

Die Möglichkeit, nur Lebensmittelgutscheine zu beantragen kenne ich nicht. Du beantragst Alg-II und dann wird man deine Erwerbsfähigkeit begutachtet. Solange wirst du auch nicht sanktioniert.

Erst bei Übergang ins SGB XII kann dann festgestellt werden, ob du behindert oder von einer Behinderung bedroht im Sinne von § 53 SGB XII bist. Allein davon hängt ab, ob die Pauschale beim Elternunterhalt gilt oder nicht.

Also nimm jetzt bitte eine der Möglichkeiten wahr, die ich dir genannt habe. Danach kannst du dich gerne wieder melden, wenn es konkret wird.
 

anfrager

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Wie oft willst du das denn jetzt noch fragen?


Erst bei Übergang ins SGB XII kann dann festgestellt werden, ob du behindert oder von einer Behinderung bedroht im Sinne von § 53 SGB XII bist. Allein davon hängt ab, ob die Pauschale beim Elternunterhalt gilt oder nicht.
.
Durch meine Erkrankung fällt es mir schwer konzentriert Dinge z verstehen.Deshalb frage ich öfter.
Aber die Behinderung im Sinne GdB meinst du jetzt nicht? Du meinst jetzt "unter 3 Stunden erwerbsfähig"? Und das heißt dann "Pauschale" von 30 Euro,auch bei über 100 000 Eur bei Befristung im Kapitel 3 oder individuelle Prüfung der Leistungsfähigkeit?
En jordi meinte ja,dass es nicht um " weiß was in die Tasche greifen ginge"
Wird bei Alg2 zwngsweise die ERwerbsfähigkeit begutachtet oder geht man bei einem jungen Mann über 28 einfach von aus,dass er 3 Stunden kann. Ich habe halt eine psychische Erkrankung,die auch einen GdB über 50 geben würde. Aufgrund der Überlastung habe ich dahingehend nie etwas übernommen. Ich wollte das eher verbergen.Deswegen die Frage nach Essensmarken
 
E

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Ja, das ist mir schon klar, aber viele Antworten ergeben sich doch, wenn du erstmal die ersten Schritte gemacht hast. Wenn es zuviel für dich ist, such dir bitte Untersützung.

Nein, §53 ist weder mit GdB noch mit Erwerbsminderung erfüllt. Das muss bei Bedarf gesondert entschieden werden.
 

anfrager

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Jetz wird mir klar wie du auf diese Pauschalen kommst...!
(........................)
Ich habe mit meiner Lernbehinderung jetzt mit Abstand noch mal darüber nachgedacht.
Ist die Schwerbinderung dann höherrangig als das Einkommen /Vermögen der Eltern?
Gilt das dann nur für die befristete EM?
Konkret: Die Eltern hätten vllt Einnahmen von über 25 000 Euro.
 
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Diese Fragen sind eigentlich bereits beantwortet worden. Es kann hier aber keiner wissen, ob die Gutachter dir eine Einschränkung der Teilhabefähigkeit attestieren werden oder sogar eine dauerhafte EM.

Hast du dich inzwischen beraten lassen, bzw. dich um eine Betreuung gekümmert?
 

anfrager

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Diese Fragen sind eigentlich bereits beantwortet worden. ?
Wie ich schrieb sind mir diese beiden Fragen noch unklar aufgrund meiner Erkrankung.
Man kann ja beide Fälle annehmen.
Ist die Schwerbinderung dann höherrangig als das Einkommen /Vermögen der Eltern?
Gilt das dann nur für die befristete EM oder auch unbefristet?
Wie hoch wäre die Unterhaltspflicht und wäre sie sicher auf 30 Eur zu beschränken?
Konkrete Angabe: Die Eltern hätten vllt Einnahmen von über 25 000

Danke für Ihre Hilfe
 

Rübennase

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Mit einem Schwerbehindertenausweis kann man so gut wie gar nichts anfangen. Gut, man kriegt eine 50 Cent Ermäßigung im Zoo.

EM stellt die DRV fest und das ist dann bindend für das Sozialamt.
 

Rübennase

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Doch, auch ohne erfüllte Beitragszeiten prüft die DRV auf Antrag des Sozialamtes.
 
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