Grundsicherung vom Sozialamt (NICHT Harz 4/ ALG II !!!) – Zuverdienst

Meiser36

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Hallo, da ich arbeitsunfähig bin, werde ich demnächst wohl Grundsicherung bei Sozialamt beantragen müssen (achtung, das ist NICHT das gleiche wie harz 4 / Alg 2, das würde ich nur kriegen wenn ich generell arbeitsfähig bin und dem arbeitsmarkt zur verfügung stehe). Normalerweise wäre die rentenversicherung für mich zuständig, ist sie aber nicht, da ich bisher nicht lange genug in die rentenversicherungskasse eingezahlt habe. Ich möchte gerne wissen, falls ich zusätzliches einkommen haben sollte, wie es dann auf das geld vom sozialamt angerechnet werden wird.
Das hier habe ich im internet gefunden:

„Vom Erwerbseinkommen werden nach Abzug der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge ein Pauschalbetrag von 5,20 Euro für Arbeitsmittel sowie die notwendigen Fahrtkosten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte abgesetzt.
Bei der Hilfe zum Lebensunterhalt und der Grundsicherung bleibt monatlich ein Freibetrag von in der Regel 30 Prozent des Erwerbseinkommens anrechnungsfrei. Der Freibetrag darf jedoch die Hälfte der Regelbedarfsstufe 1 nicht überschreiten (das sind im Jahr 2017 höchstens 204,50 Euro).
Bei Personen, die Einkünfte aus einer ehrenamtlichen Tätigkeit erzielen, bleibt abweichend davon ein Freibetrag bis zur Höhe von 200 Euro anrechnungsfrei.“

Kann das jemand so bestätigen, bzw. auch bestätigen, dass es für mich in meiner situation gilt??

lg
 

Herr Lumpi

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Das Einkommen wird angerechnet. Sollte es geringer sein als Grundsicherung, wird die Differenz vom Sozialtamt ausbezahlt.
Ein Taschengeld in Höhe von 100 Euro im Monat darf anrechnungsfrei zuverdient werden.

Ich unterstütze das bedingungslose Grundeinkommen.
 

ExTachelesler

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Das Einkommen wird angerechnet. Sollte es geringer sein als Grundsicherung, wird die Differenz vom Sozialtamt ausbezahlt.
Ein Taschengeld in Höhe von 100 Euro im Monat darf anrechnungsfrei zuverdient werden.

Ich unterstütze das bedingungslose Grundeinkommen.
Bist Du dir da sicher? Also mit dem Freibetrag von 100,00 EUR? Wenn ja, welcher (Rechts-)Stand der Dinge ist das bzw. von wann?
Mein Kenntnisstand ist der, dass im SGB XII es generell keinen Freibetrag gibt.
Alles, was hinzuverdient wird, wird meines Wissens zu 2/3 komplett angerechnet.
 
G

Gast1

Gast
Ergänzend zu Herrn Lumpi Folgendes in § 82 SGB XII:

(3) Bei der Hilfe zum Lebensunterhalt und Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung ist ferner ein Betrag in Höhe von 30 vom Hundert des Einkommens aus selbständiger und nichtselbständiger Tätigkeit der Leistungsberechtigten abzusetzen, höchstens jedoch 50 vom Hundert der Regelbedarfsstufe 1 nach der Anlage zu § 28.
Beim Absetzen wird aber u. a. der Nettoverdienst berücksichtigt, siehe § 82 Abs. 2 SGB XII.
 
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