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Grundsicherung und Erben darf ich davon was behalten oder wird das voll abgezogen??

Woman

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Hallo
meine Mutter starb im Dezember
nun werde ich wohl etwas erben
darf ich davon was behalten oder wird das voll abgezogen?
 
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Seepferdchen

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Hallo liebes Seepferdchen

meine Mutter hatte zwar ein Testament aber kein besonderes
meine frage wäre falls ich überhaupt was erben ,was mir davon bleiben würde,wegen der grundsicherung
ich muss eh mein Pflichtteil einklagen
danke für den Link lese ich gleich
 

Seepferdchen

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meine frage wäre falls ich überhaupt was erben ,was mir davon bleiben würde,wegen der grundsicherung
Nun leider wird dir das voll angerechnet und wie bereits geschrieben, falls dir Kosten entstanden sind bitte dafür einen Beleg/Rechnung.

ich muss eh mein Pflichtteil einklagen
Wenn dir hier Kosten entstehen bitte auch die Rechnung gut aufheben.
 
G

Gast1

Gast
Woman, wenn das (Rest-) Erbe nach seinem Zufluss auf Dein Konto höher ist als

6 x Deine monatlichen Leistungen

, fliegst Du aus dem Leistungsbezug raus.

Und dann darfst Du Dich nicht "entreichern", wie das in meinem Bescheid des Sozialamts drinstand (ich habe auch geerbt, werde bald aus dem Leistungsbezug des Sozialamts ausscheiden).

Also das Geld des Erbes nicht aus dem Fenster rauswerfen. Aber sinnvolle und notwendige Dinge für den Haushalt oder ein günstiges Auto oder auch eine kleine Reise (keine Weltreise), das sollte drin sein.

In meinem Bescheid stand noch drin, dass ich von nun an für meine Anschaffungen Belege sammeln soll - um die so genannte "Entreicherung" zu widerlegen, wenn ich mal wieder eine Grundsicherung wie Sozialhilfe bzw. Hartz IV beantragen müsste.
 

Woman

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danke euch schon mal
es wird sicher nicht viel werden
ich hoffe es reicht für ein paar gebrauchte möbel
 

TazD

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ich muss eh mein Pflichtteil
Wenn es ein Testament gibt und du deinen Pflichtteil geltend machen musst, dann zählst du auch nicht zu den Erben. Pflichtteil und Erbe gleichzeitig geht nur in Ausnahmefällen.

Vom Pflichtteil können aber keine Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden, da diese nur der Erbe geltend machen kann.

Es wäre also erstmal zu klären, ob du wirklich Erbe bist oder nur Pflichtteilsberechtigter.
Bist du denn laut Testament vom Erbe ausgeschlossen worden oder musst du deinen Erbteil einklagen und meintest das?
 

TazD

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Lebt dein Vater noch?
 

Woman

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nein der starb vor 25 jahren


meine mutter hat nach der scheidung vom vater nochmal geheiratet
 

TazD

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Entschuldige, dass ich da noch ein bisschen weiter "bohren" muss, aber um den Sachverhalt richtig zu beurteilen ist es leider notwendig.

Das Testament, was du hochgeladen hast, ist das von deinem Vater und deiner Mutter geschrieben worden oder von Mutter und Stiefvater?

Ich gehe mal davon aus, dass es von deiner Mutter und deinem Stiefvater ist.
Demnach wärst du durch das Testament von der gesetzlichen Erbfolge ausgeschlossen und du wärst nur auf den Pflichtteil gesetzt. Dieser beträgt die Hälfte der gesetzlichen Erbquote ( § 2303 BGB ).

Nach gesetzlicher Erbfolge würde der zweite Mann deiner Mutter die Hälfte erben. Dir und deinen Geschwistern würde 1/6 zustehen ( § 1924 BGB, § 1931 BGB, § 1371 BGB ). Dementsprechend liegt dein Pflichtteilsanspruch bei 1/12.

Damit du die Höhe deines Pflichtteils auch in € beziffern kannst, hast du einen Anspruch gegen den Erben auf Auskunft bezüglich der Höhe des Nachlasswertes ( § 2314 BGB ).

Zum weiteren Vorgehen wäre es also jetzt angeraten, den Erben (also deinen Stiefvater) schriftlich dazu aufzufordern, dir den Wert des Nachlasses mitzuteilen, damit du den Wert deines Pflichtteils berechnen kannst.
 

Woman

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Stell fragen soviel du musst
also mein Stiefvater starb vor ca 2 Jahren
er vererbte alles an meine Mutter ausser 50 000 Euro
die an seine Tochter gehen sollten

Mein Bruder wird mir und meiner Schwester nichts geben
das ist schon mal sicher
Wertsachen wie Schmuck und so Dinge hat er sicher schon weg gebracht

Meine "Mutter" mochte uns Mädchen nicht deswegen auch dieses Theater nun

das Testament das ich hier hochgeladen habe war vom Stiefvater und Mutter
 

TazD

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Okay, wenn nun der Nacherbfall eingetreten ist, dann verändern sich eigentlich nur die Quoten.

Nach gesetzlicher Erbfolge würde jedem von euch 1/3 zustehen. Dementsprechend steht dir nicht 1/12, sondern 1/6 als Pflichtteil zu.
Da die Gefahr besteht, dass werthaltige Nachlassgegenstände beiseite geschafft werden, wäre es angebracht, dass du dich mit deiner Schwester zusammensetzt und ihr gemeinsam das einfordert, was euch zusteht.
Fordert euren Bruder auf, euch innerhalb einer angemessenen Frist von einem Monat ein Nachlassverzeichnis zu übersenden. Dort müssen auch auch solche Dinge wie Schmuck, wertvolle Möbel, Kfz, etc. aufgeführt sein.
Sollten dann Schmuckstücke oder wertvolle Nachlassgegenstände fehlen, die es nach eurem Wissen definitiv beim Tode der Mutter noch gegeben hat, so habt ihr schon mal einen konkreten Anhaltspunkt, um das Nachlassverzeichnis anzuzweifeln.

Sollte dein Bruder dir weder Auskunft über den Nachlasswert noch ein Nachlassverzeichnis zur Verfügung stellen, so würde ich dringend zu einen Fachnawalt für Erbrecht raten. Dies wäre mMn dann auch über Beratungshilfe und/oder PKH möglich, so dass du keine Angst wegen den Kosten haben musst.
 

Woman

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Vielen vielen Dank
ich tue mich mit meiner Schwester zusammen
damit wir wenigstens etwas bekommen
 

Kerstin_K

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Vom Pflichtteil können aber keine Nachlassverbindlichkeiten abgezogen werden, da diese nur der Erbe geltend machen kann.
Washeisst das konkret? Erst den Pflichtteil bestimmen und dann vom Rest die Nachlassverbindlichkeiten abziehen?
 

TazD

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Umgekehrt. Erst werden alle Nachlassverbindlichkeiten berücksichtigt und von dem, was übrig bleibt, wird der Pflichtteil berechnet.
 

Kerstin_K

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Dann der Pflichtteilsberechtigte aber doch an den Nachlassverbindlichkeiten beteiligt, denn er bekommt ja dadurch weniger.
 

TazD

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Indirekt. Aber beteiligt wäre übertrieben, weil die Gläubiger keine Ansprüche gegen den Pflichtteilsberechtigten stellen können, sondern nur gegen den Erben.
Andererseits gewährleistet diese Regelung, dass im Extremfall überhaupt noch was zum Erben übrigbleibt. Könnten die Nachlassverbindlichkeiten nicht vorher abgezogen werden, würde der Pflichtteilsanspruch unter Umständen den eigentlichen Nachlasswert übersteigen. Das wäre ja auch Quatsch.
 

Woman

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Hallo alle
nun meine Schwester und ich erben nichts
da alles schon vor Jahren an den Bruder überschrieben wurde
somit gehen wir beide leer aus laut Anwalt
 

Fairina

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Nöh, der Pflichtteil steht euch zu, es sei denn, ihr habt einen vorzeitigen Erbausgleich erhalten oder ihr wurdet enterbt. Allerdings besteht der Erbteil nur aus Geld.

Wenn es um Persönliches geht, würde ich mal mit den/dem Erben sprechen. Ohne Vorwürfe oder sonst was.

TaZ, leider irrst du dich ein wenig was die Hinterbliebenen angeht. Falls ich aber deine Ausführungen falsch verstanden haben sollte, so entschuldige ich mich jetzt schon.

Zuerst einmal sind alle Hinterbliebenden der 1. Rangfolge bestattungspflichtig und können so in Haftung genommen werden (Außenverhältnis), gleichzeitig sind erst einmal alle Kinder Erben. 1. einmal. (Innenverhältnis) Da es ein Testament gibt und einen Erben, ist der dann für die Bestattungskosten zuständig. Wenn das getilgt ist, wird - wie du richtig anmerktest - der Nachlass bis auf die Pflichtteile an den im Testament genannten Erben vererbt. So der/die Erblasser/in Schwierigkeiten mit Mädchen hat, ist dies kein ausreichender Grund um die TE und die Schwester vom Erbe aus zu schließen. In dem Fall steht ihnen der Pflichtteil zu und zwar in Geld.
Es gibt nur wenige Gründe ein Kind vom Erbe aus zu schließen. Hier trifft ja wohl nichts davon zu. Ich nehme nicht an, daß die Mädels ihre Mutter durch eine Gewalttat verletzt haben oder umgebracht haben um erbunwürdig zu sein. Und auch die anderen Gründe liegen nicht vor. https://de.wikipedia.org/wiki/Erbunwürdigkeit

Offenbar wird hier bereits gemauert. Wenn nicht wirklich "etwas zu holen ist", würde ich mir diesen Affront nicht geben wollen und auf mein Erbe verzichten. Versucht die guten Seiten der Mutter im Gedächtnis zu behalten und die Schlechten …

Auch wenn es euch nicht tröstet, aber ich bin selbst Mutter und ich kann mir so etwas kaum vorstellen, wie man ein Kind nur aufgrund seines Geschlechtes ablehnt. Das empfinde ich als beschämend und es setzt den Begriff Mutter herab. Macht es bei euren Kindern besser, denn man hat nur einmal Kinder und ist nur einmal Mutter (egal wie viele Kinder man hat und ob dies leibliche oder adoptierte Kinder sind).
 
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Woman

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wir haben nichts erhalten
aber da es vor 13 jahren alles überschrieben wurde
ist nichts zu machen
 

Woman

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@Fairina
ich behalte sie so im gedächtnis wie ich sie kenne ,eigentlich gar nicht
sie schob uns mädchen ab zu den grosseltern
der bruder lebte bei ihr
meine schwester wurde bei den grosseltern geholt ich blieb dort
das sagt viel aus
mit dem bruder sich verständigen ,ist nicht möglich
er sagte zu mir was willst du von "meiner "mutter
 

Fairina

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Wenn alles überschrieben wurde, warum gibt es dann noch ein Testament? Das eben beißt sich. Es sei denn, es hätte neues Vermögen gegeben nach der Überschreibung. Dann wärt ihr aber wieder im Spiel.
 

TazD

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TaZ, leider irrst du dich ein wenig was die Hinterbliebenen angeht. Falls ich aber deine Ausführungen falsch verstanden haben sollte, so entschuldige ich mich jetzt schon.
Ich weiß gerade nicht, worauf du dich genau beziehst.

Die Bestattungskosten sind zwar Nachlassverbindlichkeiten, aber erst mal von den Bestattungspflichtigen zu bezahlen. Sofern diese aber nicht gleichzeitig Erben sind, können sie sich das Geld für die Bestattungskosten von den Erben wiederholen. Weil es eben Nachlassverbindlichkeiten sind und der Erbe für diese haftet.
 

Fairina

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Ok TaZ, dann liegen wir beide richtig. Dann war es doch wohl ein Mißverständnis.
 

Kerstin_K

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Wenn alles überschrieben wurde, warum gibt es dann noch ein Testament? Das eben beißt sich.
Es soll auch vorkommen, dass Leute vergessen, ihr Testament zu ändern. Oder es gibt ein neueres, dass nicht gefunden wurde.
 

Fairina

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Kerstin, es wurde überschrieben, nicht vererbt. Da liegt der Hund erst einmal begraben.
 

Kerstin_K

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Kerstin, es wurde überschrieben, nicht vererbt. Da liegt der Hund erst einmal begraben.
Das
Und? Erst ein Testament gemacht, dann uebeschriebeben, Testament vergessen oder nicht vernichtet....

Allerdings wuerde ich diese angebliche Ueberschreibung mal genauer ansehen. Irgendwie ist das alles etwas seltsam.
 
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Fairina

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Genau das meine ich. Eine Überschreibung vergisst man nicht. Dafür ist zu viel dazu zu erledigen. Ein Testament auch nicht.
 

Gescheitert1524

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Hallo
meine Mutter starb im Dezember
nun werde ich wohl etwas erben
darf ich davon was behalten oder wird das voll abgezogen?
Hallo, wenn Du dann laut Thread Deinen Pflichtteil einklagt, gibt es auch bei der Grundsicherung nach SGB XII ein Schonvermögen 5000 Euro , das sich allerdings auch dort aus Vermögenswerten von Bargeld, Mobiliar und anderen Wertgegenständen berückzusichtigenden Art zusammensetzt.

Im SGB II / ALG II errechnet sich die Höhe des Schonvermögens aus einem Pauschalbetrag × Lebensjahren und etwaig noch zusätzlich Sparanlagen zur Altersrückstellung . Siehe dazu hier :

https://www.cecu.de/schonvermoegen.html

Was darüber hinaus geht in der um absetzbare Kosten bereinigten Erbsumme , musst Du dann erst mal anstelle Fortbewilligung von Grundsicherungen für Deinen Lebensunterhalt einsetzen und dafür entsprechend aufbrauchen.
 

Kerstin_K

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Hallo, wenn Du dann laut Thread Deinen Pflichtteil einklagt, gibt es auch bei der Grundsicherung nach SGB XII ein Schonvermögen 5000 Euro , das sich allerdings auch dort aus Vermögenswerten von Bargeld, Mobiliar und anderen Wertgegenständen berückzusichtigenden Art zusammensetzt.


Was darüber hinaus geht in der um absetzbare Kosten bereinigten Erbsumme , musst Du dann erst mal anstelle Fortbewilligung von Grundsicherungen für Deinen Lebensunterhalt einsetzen und dafür entsprechend aufbrauchen.
So läuft das nicht. Vermögen ist das, was man schon vor Antragstellung besessen hat.
 

Gescheitert1524

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@Kerstin, laut Fragestellung scheint es hier ja darum zu gehen, wenn ein Erbvermögen während des laufenden Bezuges von ALG II / GruSi nach SGB XII zufliessen könnte.

Wenn das Vermögen bereits vor Erstantrag solcher Leistungen vorhanden war, ginge es hier letztlich auch nur um die Frage, ob Leistungen bewilligt werden können, oder erst mal angemessen bis auf Schonvermögen aufzubrauchen wäre bis erstmaliger Bewilligung.

Unterm Strich also inhaltlich relativ und nahezu gehopst wie gesprungen .

Bei zu grossem Vorvermögen wird die Leistung erst nach angemessenem Vorverbrauch ab Antragstellung bewilligt, im lfd. Bezug nach Zufluss halt entsprechend lange eingestellt.
 

Kerstin_K

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Nicht ganz.

wenn man durch das Erbe nicht mindestens sechs Monate aus dem Bezug ist, wird das gesamteErbe aus sechs Monate aufgeteilt und mit der Leistung verrechnet. Da bleibt kein Schonvermögen.

Erben größerer Vermögen sind hier also in siern im Vorteil, dass si ihr Schonvermögen mit dem Erbe auffüllen können bis zum Höchstbetrag.
 

Gescheitert1524

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Gab es dahingehend nicht auch mal eine andere Rechtsprechung, oder bezog sich dies nur auf etwaige Nachzahlung aus säumigen Arbeitslöhnen ?

Bezüglich Ansprüchen aus nachgeforderten Ansprüchen aus Arbeitslöhnen habe ich jedenfalls vor kurzem irgendwo gelesen, dass es gemäss des Zuflussprinzips in bestimmten Grenzen für Jobcenter nicht statthaft sein soll, dieses auf 3 oder 6 Monde mindernd aufzurechnen im lfd. Bezug.
 

Kerstin_K

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Das bezog sic dann wohl nur auf Erwerbseinkommen. Da funktioniert das mit der verteilung auch nicht wirklich. Jedenfalls muss da für jeden Monat, für den einkommen nachgezahlt wird, der Freibetrag abgesetzt werden. Den gibt es aber auf ERbe nicht, dass sit ja kein Erwerbseinkommen.
 

TazD

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Genau das meine ich. Eine Überschreibung vergisst man nicht. Dafür ist zu viel dazu zu erledigen. Ein Testament auch nicht.
Sag das mal nicht. Ich erlebe es regelmäßig, dass in den Testamenten noch Grundstücke drin stehen, die schon längst einem der Kinder übereignet oder auch an Dritte veräußert wurden.
Viele machen ein Testament und sind froh, dieses unangenehme Thema endlich erledigt zu haben und abhaken zu können. Aus den Augen, aus dem Sinn.


@Gescheitert1524
Was einem vor Antragstellung gehörte, ist Vermögen. Alles was nach Antragstellung zufließt, ist Einkommen.
Da der Erbfall während des Leistungsbezugs eingetreten ist, ist das, was der TE eventuell noch zufließt als Einkommen anzusehen.
 

Fairina

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OK danke TaZ. Da wäre ich nicht drauf gekommen.
 

TazD

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Man sollte ja auch meinen, dass so etwas wichtiges wie ein Grundstücksverkauf oder ein Testament im Gedächtnis bleibt. Aber, wie gesagt, ich werde regelmäßig eines Besseren belehrt.
 
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