Grundsicherung (Sozialamt) beantragen oder weiterhin ALG II beziehen, wer kann mir einen Hinweis geben?

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Arnonymous

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Hallo, ich hoffe, ich bin hier richtig? Ich habe ein paar Fragen.

Aufgrund Psychischer Erkrankung bin ich seit einigen Jahren ALG II Empfänger. Dieses Jahr hat das Jobcenter mich zum Gesundheitsamt geschickt, bei dem ich ausgiebig von zwei Ärzten (Facharzt für Intensivmedizin und Facharzt für Psychiatrie) sowie von einer Psychologin untersucht wurde. Ein Monat nach der letzten Untersuchung erhielt ich ein Termin beim Jobcenter, um das Gutachten zu besprechen, dabei wurde mir auch eine Kopie des Gutachten ausgehändigt. Der Jobcenter Mitarbeiter sagte zu mir: "In all den Jahren, die ich hier arbeite, habe ich noch nie so ein schlimmes Gutachten gesehen". In dem Gutachten steht z.B., dass bei mir eine langjährige, hochgradige und schwere Erkrankung im Neurologisch/Psychiatrischen Formenkreis vorliegt, ich bis auf unbestimmte Zeit Vollerwerbsunfähig bin und das ich ganz dringend eine Therapie brauche aber selbst ein Erfolg mit Therapie ungewiss ist. Also im Klartext: Es ist ungewiss, ob ich jemals wieder arbeitsfähig werde.

Nun habe ich mich hierzu an das Sozialamt gewandt, da ich Vollerwerbsunfähig bin und hab denen auch eine Kopie des Gutachten geschickt. Vorgestern erhielt ich ein Brief des Sozialamt mit einem Antrag und weiteren Papieren zum ausfüllen zurück und hier kommen wir auch schon zu meinen Fragen:

1. Soll ich den Antrag ausfüllen etc. und ans Sozialamt zurücksenen? Das Jobcenter hat mich bis dato noch nicht ans Sozialamt "überwiesen o.ä.".

2. Ich bin fast 26 und lebe derzeit LEIDER noch bei meinen Eltern, ich suche aber verzweifelt eine Wohnung um so schnell wie möglich auszuziehen. Nach dem Auszug (sollte ich eine Wohnung finden) werde ich sofort und unwiderruflich den Kontakt zu meinen Eltern abbrechen (die Gründe hierfür gehen niemanden etwas an). Wird das Einkommen meiner Eltern bzw. die Rente (1200€) meines Vater angerechnet? Das Konto meiner Eltern ist jeden Monat ausnahmslos immer 800-900€ im Minus, mein Vater hat zudem 50.000€ Schulden und muss jetzt auch noch 2400€ Strafe wegen Beleidigung zahlen. Also mein Vater hat mittlerweile 52.400€ Schulden schon. Meine Mutter arbeitet nicht und lebt von der halben Rente meines Vaters. Meine Eltern unterstützen mich aber weder finanziell noch materiell! Ich lebe von meinem eigenen Geld (ALG II), ich koche mir mein Essen selbst, ich staubsauge, putze etc. selbst, ich wasche mein Zeug selbst ab usw.

3. Fordert das Sozialamt Unterlagen/meine Akte vom Jobcenter an? Ich frage deshalb, da ich in der Vergangenheit einige male nicht sehr nett zum Jobcenter war und Angst habe, dass man mir das evtl. negativ anrechnen könnte.

4. Was ist besser? Weiterhin ALG II beziehen oder Grundsicherung (Sozialamt) beziehen? Rechtlich gesehen ist das Sozialamt für mich zuständig, da ich Erwerbsunfähig bin.

Danke für eure Hilfe :)
 

Seepferdchen 2010

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AW: Grundsicherung (Sozialamt) beantragen

Willkommen @Arnonymous:welcome:

nach dem was du hier schreibst, bezogen auf das Gutachten, stelle bitte den Antrag beim Sozialamt.Und auch wichtig vom Antrag erstellst du bitte dir eine Kopie, so kannst du immer alles nachvollziehen.

Nächste Frage ich gehe davon aus, das du bisher keine Ausbildung und einen Job hattest?


3. Fordert das Sozialamt Unterlagen/meine Akte vom Jobcenter an? Ich frage deshalb, da ich in der Vergangenheit einige male nicht sehr nett zum Jobcenter war und Angst habe, dass man mir das evtl. negativ anrechnen könnte.

Nein und du mußt keine Angst haben, was mal in der Vergangenheit war, ist jetzt nicht relevant für den Abspruch auf Sozialleistung.

Bestimmt melden sich noch einige zu deinem Problem.
 

Arnonymous

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AW: Grundsicherung (Sozialamt) beantragen

Nächste Frage ich gehe davon aus, das du bisher keine Ausbildung und einen Job hattest?
Ja, das ist korrekt so. Ich hatte damals die Schule ohne Abschluss verlassen, da ich viel Mist in der Schule gebaut hatte (Schule geschwänzt usw.) aber nicht weil ich dumm bin, sondern wegen massivem Mobbing gegen mich. 2014 habe ich mein Abschluss erfolgreich nachgeholt und auch bestanden. Ich hatte zwar immer versucht Ausbildung oder Job zu bekommen aber ohne Abschluss und mit einem katastrophalen Abgangszeugnis ist das verständlicherweise nichts geworden. 2015, kurz nachdem ich meinen Abschluss erhielt, bin ich nach einem Krankenhausaufenthalt erkrankt.

Zu meiner Krankheit: Ich leide unter einer akuten Angst- und Panikstörung mit Agoraphobie und Hitzeunvertäglichkeit.
 

Seepferdchen 2010

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AW: Grundsicherung (Sozialamt) beantragen

4. Was ist besser? Weiterhin ALG II beziehen oder Grundsicherung (Sozialamt) beziehen?

Du bist zur Zeit nicht vermittelbar auf dem Arbeitsmarkt, so wie sich dein Gutachten sich liest.

Gut ist es, wenn du dich nur um dich kümmerst und eine Therapie bekommst, dann kann man weitersehen.

2. Ich bin fast 26 und lebe derzeit LEIDER noch bei meinen Eltern, ich suche aber verzweifelt eine Wohnung um so schnell wie möglich auszuziehen.

Mit der Wohnung nun hier mußt du drauf achten bzw. lies mal in der örtlichen Richtlinie deiner Stadt, wie hoch deine Miete sein darf, wichtig!

https://harald-thome.de/oertliche-richtlinien/

Wenn du eine Wohnung gefunden hast, mußt du bitte ein Mietangebot beim Amt einreichen.

Also immer einen Schritt nach dem anderen, ich weiß die Wohnungssuche ist schon schwierig.
 

Arnonymous

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Wie ist das denn aber nun wegen meinem Vater? Wird seine Rente bei mir angerechnet wegen Vermutung, er würde/könnte mich unterstützen? Weil ich ja bedauerlicherweise noch bei meinen Eltern wohne, was schon schlimm genug ist. Wie gesagt: Ich lehne jegliche Unterstützung und Hilfe seitens meiner Eltern rigoros ab! Ich würde jederzeit auch in Anwesenheit eines Notar eine Verzichtserklärung unterschreiben, dass ich absolut keinerlei Unterstützung meiner Eltern akzeptiere.

Wenn die Rente meines Vaters angerechnet wird, wäre es sehr unklug Grundsicherung beim Sozialamt zu beantragen. Den Fall hatte ich nämlich, bevor ich 25 wurde... da hat das Jobcenter auch die Rente von meinem Vater angerechnet und das Ende vom Lied war: Ich bekam nur noch ca. 40€ jeden Monat und Krankenkasse wurde auch nicht übernommen. Man hat von mir verlangt, dass ich meine Krankenkasse (182€ pro Monat) von den 40€ selbst zahle (was logischerweise nicht ging). Dadurch entstanden mir pro Monat 182€ Schulden, die immer mehr wurden und eines Tages stand der Gerichtsvollzieher vor der Tür und ich bekam ein "netten" Brief bitte beim Amtsgericht bezüglich eines Offenbarungseid zu erscheinen. Dank meines Anwalt konnte dies in letzter Sekunde verhindert werden. Ich hätte den Offenbarungseid ohnehin nicht unterschrieben, ich sagte meinem Anwalt damals auch, dass ich lieber ins Gefängnis gehen will statt den Offenbarungseid zu unterschreiben.
 

Seepferdchen 2010

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@Arnonymous

Wird seine Rente bei mir angerechnet wegen Vermutung, er würde/könnte mich unterstützen?

Es geht bei SGB XII nach dem 3 Kapitel, nicht nach der Vermutung, sondern das Amt wird ggf. deine Eltern anschreiben, wegen Einkommensnachweis.

Das beruht auf der Unterhaltspflicht Eltern für Kinder und umgekehrt.

§ 1605 BGB

(1) 1Verwandte in gerader Linie sind einander verpflichtet, auf Verlangen über ihre Einkünfte und ihr Vermögen Auskunft zu erteilen, soweit dies zur Feststellung eines Unterhaltsanspruchs oder einer Unterhaltsverpflichtung erforderlich ist. 2Über die Höhe der Einkünfte sind auf Verlangen Belege, insbesondere Bescheinigungen des Arbeitgebers, vorzulegen. 3Die §§ 260, 261 sind entsprechend anzuwenden.

Du kannst auch hier nachlesen in diesem Link aus dem Forum, da findest du auch Hinweise bzw. weiter Erklärung zur Unterhaltspflicht.

https://www.elo-forum.org/grundsicherung-sgb-xii/146426-unterschied-kapitel-kapitel-sgb-xii.html

Wird das Einkommen meiner Eltern bzw. die Rente (1200€) meines Vater angerechnet?

Ist hier der Nettobetrag gemeint oder Bruttobetrag von der Rente?

Also mein Vater hat mittlerweile 52.400€ Schulden schon

Das ist leider für das Sozialamt nicht relevant.

Meine Mutter arbeitet nicht und lebt von der halben Rente meines Vaters.

Rente kommt für deine Mutter nicht gefragt?

Ich würde jederzeit auch in Anwesenheit eines Notar eine Verzichtserklärung unterschreiben, dass ich absolut keinerlei Unterstützung meiner Eltern akzeptiere.

Das bringt dir leider auch nichts, weil wie oben erwähnt Unterhaltspflicht besteht.

Wenn allerdings nur 1200€ als Einkommen zur Verfügung stehen und nicht ein großes Haus mit Grundstück usw.?
 

Arnonymous

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1. Mein Vater bekommt 1200€ Netto jeden Monat aufs Konto.
2. Meine Mutter hat mehrfach versucht Rente zu beantragen aber immer wieder kamen absurde Begründungen für die Ablehnung z.B. das ihr 2 Monate in der Rente fehlen, dann plötzlich 5 Monate, dann 4, dann plötzlich wieder 5 usw.
3. Meine Eltern besitzen ein eigenes Haus + Grundstück. Wie viel m² es sind, weiß ich nicht, ich glaube es sind etwas über 100m² aber das Haus ist laut eines Gutachters nur noch ca. 500€ wert. Ehrlich gesagt ist das eine Bruchbude, wenn ich das mal so sagen darf. Das Haus hier ist von 1880 etwa. Alles ist schief, nichts gedämmt, der Schimmel (schwarzer) wuchert fast überall, es stinkt nach Schimmel, es gibt keine Heizungen sondern nur ein Holzofen im Wohnzimmer, die Fensterrahmen sind aus Holz und morsch, der Kit bröckelt raus usw. Das Jobcenter kam auch mehrfach hier hin schauen, weil ich umziehen wollte, der Umzug wurde mir immer genehmigt mit der Begründung: Die Wohn- und Lebenssituation ist katastrophal. Das Haus hier meiner Eltern ist meiner Meinung nur noch für eins gut: Abriss!

Das Haus hier zu sanieren macht kein Sinn mehr, die Kosten würden die eines komplett neuen Hauses wohl deutlich übersteigen. In den Wänden ist vermutlich auch Schwamm (Schimmel) und jede menge Ungeziefer (Ratten, Mäuse, ...). Würde man hier alles sanieren, neu einbauen usw. ich denke, das würde am Ende rund eine halbe Millionen Euro kosten.
 

Seepferdchen 2010

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Gut @Arnonymous dann fällt das auch weg.

2. Meine Mutter hat mehrfach versucht Rente zu beantragen aber immer wieder kamen absurde Begründungen für die Ablehnung z.B. das ihr 2 Monate in der Rente fehlen, dann plötzlich 5 Monate, dann 4, dann plötzlich wieder 5 usw.

Hier sollte deiner Mutter sich mal beraten lassen, schau hier in diesem Link, da kannst du schauen wo sich die nächste Beratungsstelle befindet:

https://www.deutsche-rentenversiche.../01_servicezentren_beratungsstellen_node.html

Dann falls noch nicht gemacht Wohngeld beantragen, wenn deine Mutter Rente bekommt erhöht sich der Betrag bzw. Wohngeld soll für 2019 noch erhöht werden.

Zwar sind keine Heizkosten dabei aber dafür die Nebenkosten.

Schau doch mal im Net nach den Begriff Wohngeld da findest jede Menge hinweise, sowie einen Wohngeldrechner.
 

Arnonymous

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Gut @Arnonymous dann fällt das auch weg.
Bedeutet was? Also wird die Rente von meinem Vater nicht angerechnet bzw. er nicht auf Unterhalt "verdonnert"?

Ich habe noch mal geschaut, mein Vater bekommt folgendes Geld:

Lebensversicherung (Rente): 136,15€ Netto
Rente Pensionszahlung: 1.118,32€ Netto
----------------------------------------------------------------
Insgesamt (Rente): 1254,47 Netto

Davon bekommt meine Mutter: 627,23€ monatlich ab.


@Herr Lumpi
Ich würde gerne all deine Fragen beantworten aber da diese nichts mit meiner Frage und dem Thema zu tun haben und auch meine Frage(n) absolut nicht beantwortet, sehe ich von einer Antwort ab. Mir geht es einfach nur darum, ob die Rente von meinem Vater angerechnet wird oder nicht. Ob ich Hobbies habe, welche Medikamente ich nehme usw. haben absolut nichts mit dem Thema hier zu tun. Das ist nicht böse gemeint.
 

Arnonymous

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@Herr Lumpi, warum du mich nun beschimpfst "Du kannst wohl doch nicht so gut lesen wie schreiben" verstehe ich nicht. Ich habe dein Post sehr wohl durchgelesen.

Wegen deinem Punkt 2: Antrag auf Arbeitslosengeld stellen? Ich habe doch geschrieben, dass ich seit Jahren ALG II beziehe, also muss ich keinen Antrag auf "Arbeitslosengeld" mehr stellen. Das Jobcenter hat mich, wie ich auch bereits schrieb, bis dato noch nicht zum Sozialamt geschickt, obwohl ich dauerhaft erwerbsunfähig bin.

Wegen deinem Punkt 5: Aus meiner Sicht gibt es innerhalb meiner Familie keinerlei Geld zum umverteilen, auch sind keine Ersparnisse etc. vorhanden. Und die Bruchbude hier ist reif für die Tonne bzw. für den Abriss, da die Gesundheit hier durch den Schimmel und fehlende Heizungen etc. massiv gefährdet ist. Ich würde gerne Fotos davon zeigen aber glaube mir, den Anblick, der sehr furchtbar, katastrophal und ekelerregend ist, willst du dir garantiert nicht antun. Unter einer Brücke sieht es schöner und gemütlicher aus als hier in der Bude wo ich hausen muss! Das ist kein Glück und keine Ehre sondern eine bittere Strafe hier wohnen zu müssen.

Ob ich gewillt bin zu arbeiten? Natürlich! Ich ging sogar im Februar zu einem Vorstellungsgespräch wegen Ausbildung aber ich musste mir vorher eine Diazepam (Valium) einwerfen, ohne hätte ich es nicht mal aus der Haustür geschafft. Ich bekam wenige Tage später eine Absage.
 

Seepferdchen 2010

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Guten Morgen @Arnonymous,

zunächst einmal du mußt dich nicht rechtfertigen.

Nun aber wieder zurück zu deinem Problem und deiner Frage:

Bedeutet was? Also wird die Rente von meinem Vater nicht angerechnet bzw. er nicht auf Unterhalt "verdonnert"?

Womit dein Vater rechnen muß, das ein Schreiben vom Amt kommt aber auch nicht so schlimm, das kann er ausfüllen und seine Unterlagen in Kopie beifügen, das dann bitte belegbar eim Amt einreichen, hier würde ich auf jeden Fall Einschreiben/Rückantwort verwenden, so hat er einen Beleg in den Händen. Dazu sollte er sich eine Kopie erstellen von dem Fragebogen.

Da du im Antrag auf Sozialhilfe nach dem 3. Kapitel auch gefragt wirst nach deinen Eltern (Unterhaltspflichtigen) kommt die Angabe rein zum einem das Geburtsdatum und die Angabe Rentner, bei deiner Mutter nur das Datum.Das Amt kann dann auch bei der DRV nachfragen über die Rentenhöhe.Was zum Beispiel auch bei der letzten Rentenerhöhung gemacht wurde, das Rentner mit zusätzlicher Leistung schon vorab ein Schreiben vom Sozialamt erhielten, wegen der Neuberechnung.


Das Haus und Grundstück ist ja Schonvermögen, da gab es am 30. August 2006 vom BGH ein Urteil hier ging es um die Unterhaltspflicht von Kindern und von Wohneigentum, ich stelle dir das mal rein zum lesen:

https://www.anwalt.de/rechtstipps/e...n-der-kinder-bei-immobilienbesitz_058149.html

Das nur zur Info für dich, so wie du schreibst ist das Haus in einem schlechten Zustand, also keine Sorge.

Insgesamt (Rente): 1254,47 Netto

Davon bekommt meine Mutter: 627,23€ monatlich ab.

Bei dem Betrag sehe ich keine Möglichkeit zur Unterhaltszahlung.

Wenn du noch Fragen hast dann schreibe, Gruß Seepferdchen
 
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Arnonymous

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Ich habe nun den Antrag für Grundsicherung nach SGB XII beim Sozialamt gestellt. Kurz darauf erhielt ich eine E-Mail von dem netten Herrn vom Sozialamt, ich solle doch bitte meine Kontoauszüge ungeschwärzt vorlegen.

Ich habe die Eingänge auf dem Konto unzensiert gelassen und lediglich die Ausgänge geschwärzt. Ich habe Überweisung, Lastschrift usw. leserlich gelassen, die Firmen, Verwendungszweck etc. geschwärzt.

Darf das Sozialamt tatsächlich die Auszüge unzensiert fordern? Sofern mir bekannt ist, habe ich ein Recht darauf, meine Kundennummern und andere sehr sensible Daten auf den Auszügen zu schwärzen. Ebenso habe ich, sofern mir bekannt, das Recht darauf, Firmen etc. zu schwärzen, wenn dies für mein Privatleben und Intimsphäre erforderlich ist. Oder bin ich da falsch informiert? Ich wüsste wirklich nicht, was das das Sozialamt angeht, wie meine Kundennummern bei Shop X, Shop Y usw. sind und bei welchen Shops ich so "Kunde" bin... Mich hat es ja schließlich auch nichts anzugehen, ob jemand z.B. ins Rotlichmilieu geht, Erotikshops besucht hat, inwieweit eine Person sich in politischen/religiösen Kreisen bewegt usw.

Ich finde es einfach ein undingt, mich so derart massiv zu kontrollieren und sogar meine Privats- und Intimsphäre (Intimleben) zu beleuchten.
 
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