Grundsicherung: mutti altersrente/vater erwerbsminderungsrente + pflegeheim

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interpolnyi

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Hallo

ich hoffe in diesem Forum Hilfe zu finden. Bei meinen Eltern ist der Fall ziemlich kompliziert. Mein Vater lebt seit 2.1. im Pflegeheim. Meine Mutter ist schwer krank, liegt seit Mitte November im KH, eine Entlassung ist nicht in Sicht. Die Wohnung ist zum 31.3. gekündigt, wird aber (aufgrund er gesundheitlichen Situation meiner Mutter) weiter aufrecht erhalten. Habe Antrag auf Grundsicherung für meine Mutter gestellt, dieser wurde abgelehnt. Kann ich absolut nicht nachvollziehen.

Fakten:

Rente Vater: 1170€
Kosten Pflegeheim: ca. 840€
Rente Mutter: 613€
Warmmiete Whg: 525€
Strom: 50€

+diverse Nebenkosten
(Premiere-Abo 45€, kann erst zum September gekündigt werden
Auto (13 Jahre alt)
Garten

Die Grundsicherung für meine Mutter wurde heute abglehnt. Gibt es hier besondere Regelungen, weil mein Vater im Pflegeheim ist (Essen schon inklusive)?. Meinem Vater bleiben ca. 322€/Monat, davon gehen aber nochmal ca 100€/Monat für Apotheke/Medikamente/Pflegemittel etc. weg.
Als mein Vater noch zu Hause war hat er (aufgrund seiner Krankheit) nur geheizt (Stromkosten betrugen 159€/Monat). Konnte ich schon runter setzen. Nun wird das Geld meines Vaters für meine Mutter veranschlagt. Aber ganz ehrlich, rechnet man alles zusammen merkt man doch, dass da nix zum Leben bleibt. Die Kosten sind ja kaum gedeckt. Meine Mutter kann aufgrund ihrer Krankheit nicht einfach mal umziehen. Und warum soll mein Vater für meine Mutter zahlen? Verstehe diese Regelungen nicht. Müssen sie sich scheiden lassen, dass mein Vater nicht mehr herangezogen wird oder wie ist hier die Gesetzeslage? Die Bearbeiterin beim Sozialamt ist zwar sehr nett, hat aber leider überhaupt keine Ahnung von irgendwas. Sie schlug mir heute vor: Wohngeld beantragen oder Antrag erneut prüfen lassen (von oberster Stelle). Wobei ich natürlich zweiteres beantragt habe.
Wer kennt sich mit dieser Pflegeheimregelung aus?
Freue mich über Antworten. Lieben Dank

interpolnyi
 

ikarus

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Die Kosten fürs Pflegeheim sind aber ziemlich niedrig angesetzt!

Aber es i.d.R. so, das das Sozialamt von den Eltern eine Vermögensaufstellung will.
Deine Mutter behält einen Anteil als Selbstbehalt!
Der Selbstbehalt der Mutter wird leider auf Sozialhilfeniveau landen!
Ob damit die Wohnung gehalten werden kann ist fraglich!
Am besten du googelst mal in Unterhaltsforen, da wird es meistens ziemlich genau
beschrieben.
Wenn das alles nicht ausreicht und deine Mutter nicht Leistunfähig ist kommt das Sozialamt
noch auf euch zu, dann geht es um Eltenunterhalt!
Ihr habt als Kinder aber hohe Freibeträge!

Leider sind die Sozialämter keine Hilfe. Die nehmen was sie können und rechnen immer
zu ihren Gunsten.
Wenn du da deine Fragen stellst fragst du meist deinen eigenen Henker!

Ich kann dir aus eigener Erfahrung sagen: Jetzt wirst du unseren "Sozial-Staat" erst richtig kennenlernen!


In deinem Fall wäre ein Rechtsanwalt für Familien- und Sozialrecht angebracht!
Der kommt dir ggf. billiger als das was das Sozialamt mit Traumbescheide hinterher verlangt!
Da gibt es Abzugsbeträge die du nicht kennst, das Sozialamt nicht mit einrechnet, evtl. zu ihren Gunsten einfach vergisst zu berechnen.
 

hartaber4

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Ist er ohne Pflegeleistungen in der Einrichtung?

Normalerweise (ca. Zahlen)

Pfegestufe I kostet ein Heim

2500 (schwankt regional vor allem wegen der Unterkunftskosten)

minus 1023 von der Pflegekasse zu Pflegestufe I

minus 1170 Rente

ungedeckte Heimkosten von 307

plus Barbetrag nach § 27b SGB XII in Höhe von 100,00

407 Bedarf von Vater (wenn kein Vermögen über der Grenze vorhanden ist)

Bitte erstmal antworten, bevor man hier weiter im SGB XII-und XI Nebel stochert>

Oma/Opa Einkommen und Vermögen

Ausgaben wie Miete etc.


Danke!

Ferner gibt es noch Optionen zu ggf. Mehrbedarfen ...

Zuzahlungsbefreiung Krankenkasse nach SGB V beantragen!

Oft versuchen Heime Hilfsmittel (Erforderliche Medis müssen ja die KK tragen) dem Pflegeling unterzujubeln... hatte ich letztes Jahr bei meiner Oma durch!

Musste das Heim dann erstatten!


SAMMEL UNBEDINGT ALLE QUITTUNGEN!!!!

Über Monate macht auch Kleinvieh ordentlich Mist.... gerade wenn man vom Taschengeld "leben" muss.... die Verjährungsfristen sind ausreichend.

Aber ohne Belege und Quittungen ist schwerlich zu regressieren!
 

interpolnyi

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erstmal lieben dank ihr zwei. also. die kosten fürs pflegeheim passen so. er hat pflegestufe I im moment. pflegestufe II ist beantragt und es ist eins der wenigen pflegeheime, bei der bei pflegesutfe II sogar noch mehr raus bekommen würde: zuzahlung pflegestufe I ca: 840 €, zuzahlung pflegestufe II ca. 870€.
Zuzahlungsbefreiuung haben beide (da er 50% schwerbehindert).
Vermögen ist nicht vorhanden.
Bezüglich Medikamenten: mein Vater meinte, dass er sonst alle Medikamente umsonst gekriegt hat (von entsprechenden FA). Der neue HA im Heim aber schreibt ihm manche Medikamente nicht kostenfrei aus. Da kamen im ersten Monat schon min. 80 € zusammen, die an Apotheke, Sanitätshaus etc gingen.
Frage ist aber trotzdem
1. Warum wird das Restgeld meines Vaters auf meine Mutter angerechnet und was kann man dagegen tun (Trennung, Scheidung...)
2. Inwiefern wird eben bei der Berechnung der Grundsicherung für meine Mutter das Restgeld meines Vaters einberechnet? Er hat ja eigentlich auch nur 322 €/Monat übrig (exclusive Apotheke/Medikamente etc.).
Meine Mutter kann die Wohnung natürlich nicht allein zahlen. Selbst mit dem Geld meines Vater wird es knapp alle Rechnungen zu tilgen. Ich verstehe einfach nicht, dass sie keine Grundsicherung erhält. Wohnung ist ja gekündigt aber wie gesagt, Mutti liegt seit 2,5 Monaten im KH, ist sterbenskrank. Man weiss überhaupt nicht ob sie nochmal nach Hause kommt. Wir hatten geplant ihr eine neue Wohnung zu suchen (aufgrund der Kosten)...aber man kann auch verstehen, dass sie in ihrer Lage zurück in ihr gewohntes Umfeld möchte...und Sozialamt zahlt ja bis mx. 6 Monate.....
 

hartaber4

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erstmal lieben dank ihr zwei. also. die kosten fürs pflegeheim passen so. er hat pflegestufe I im moment. pflegestufe II ist beantragt und es ist eins der wenigen pflegeheime, bei der bei pflegesutfe II sogar noch mehr raus bekommen würde: zuzahlung pflegestufe I ca: 840 €, zuzahlung pflegestufe II ca. 870€.

Ca. € 1900 für PS in der stationären Pflege...sehr günstig!

Zuzahlungsbefreiuung haben beide (da er 50% schwerbehindert).

Das hat mit SB nicht viel zu tun! 1% vom Brutto wenn er chronisch krank ist...allerdings muss man das durch die Haushaltsbrille sehen:

siehe auch § 62 SGB V (Belastungsgrenze) hier Absatz 2 lesen!

Meine Oma habe ich kleingerechnet bekommen (allerdings war der Heimplatz teurer in der PS I, mit der Folge, dass sie nur die 1% vom Jahres-Regelsatz wuppen musste..also bummelig 45€ p.a.)

Weswegen SB ? Bei Merkzeichen G wäre ggf. Mehredarf zu prüfen (§ 30 SGB XII)



Vermögen ist nicht vorhanden.

Bezüglich Medikamenten: mein Vater meinte, dass er sonst alle Medikamente umsonst gekriegt hat (von entsprechenden FA). Der neue HA im Heim aber schreibt ihm manche Medikamente nicht kostenfrei aus. Da kamen im ersten Monat schon min. 80 € zusammen, die an Apotheke, Sanitätshaus etc gingen.

Vooorsicht: Erfolgt die Versorgung über eine "Heim"-Apotheke und einen HA aus dem Heimdunstkreis wäre ich ganz kritisch.... hier wird gern ungeniert in den Geldbeutel des Bewohners gegriffen.... das habe ich auch schon erlebt...Apothkenwechsel ohne unser Wissen als Vorsorgebevollmächtigte... ich glaube es hackt! Aus Nächstenliebe macht das kein Heim...entweder gibt es % oder eine Umsatzbeteiligung... ich habeja schon 3% für meine Oma bekommen.... will nicht wissen was da abgegriffen wird!



Frage ist aber trotzdem
1. Warum wird das Restgeld meines Vaters auf meine Mutter angerechnet und was kann man dagegen tun (Trennung, Scheidung...)

2. Inwiefern wird eben bei der Berechnung der Grundsicherung für meine Mutter das Restgeld meines Vaters einberechnet? Er hat ja eigentlich auch nur 322 €/Monat übrig (exclusive Apotheke/Medikamente etc.).
Meine Mutter kann die Wohnung natürlich nicht allein zahlen. Selbst mit dem Geld meines Vater wird es knapp alle Rechnungen zu tilgen. Ich verstehe einfach nicht, dass sie keine Grundsicherung erhält. Wohnung ist ja gekündigt aber wie gesagt, Mutti liegt seit 2,5 Monaten im KH, ist sterbenskrank. Man weiss überhaupt nicht ob sie nochmal nach Hause kommt. Wir hatten geplant ihr eine neue Wohnung zu suchen (aufgrund der Kosten)...aber man kann auch verstehen, dass sie in ihrer Lage zurück in ihr gewohntes Umfeld möchte...und Sozialamt zahlt ja bis mx. 6 Monate.....


Zu den Fragen 1 und 2 gucke bitte u.a. hier mal:

https://www.elo-forum.org/grundsicherung-sgb-xii/108154-bedarfs-einsatz-haushaltsgemeinschaft.html

PDF Beitrag 1 - dort sind oder sollten alle möglichen Fälle dargestellt sein... du musst die passende Konstellation mal suchen.




P.S.

Der Zustand deiner Eltern ist dem SozA relativ egal... da kannst du dir sicher sein!

Aufgrund der schweren Krankheit dürfte aber ein wichtiger Grund bestehen, erstmal die KdU nicht mindern zu müssen.... aber SozÄ gehen hier sprichwörtlich über Leichen!
 

gismo41

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Mit was hat die Grusi abgelehnt? Was für eine Begründung?

Warum soll nur 6 Monate Sozialhilfe maximal bezahlt werden ?

Suche dir bitte schnell einen Anwalt für Sozialrecht .

Die können sich Zeit mit dem Widerspruch lassen ,und was ist denn mit deiner Mutter ?

Drecksschweine Staat .:icon_dampf:Alte Leute haben jahrelang eingezahlt ,wenn wenn sie dann Hilfe benötigen werden Sie im stich gelassen .

Wo bleibt der Auftstand in Deutschland? Sogar london steht gestern still ,wegen Demo .
Mich macht sowas wütend .:icon_dampf:
 

interpolnyi

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Das Pflegeheim habe ich selbst gesucht und natürlich Augenmerk auf die Kosten/Bezahlbarkeit gelegt. Drum so günstig! :biggrin:
Hab aber auch mehr als 70 Heime nacheinander abtelefoniert um einen sofort freien Platz zu finden. Die 1% Regelung gilt, da er chronisch krank ist.
Hat aber kein Kennzeichen G.
Ja, das Pflegeheim hat einen eigenen HA und versorgt über eine eigene Apotheke. Die Apotheke kann man wohl frei wählen aber den HA? Ich glaube ihm wenn er sagt, er habe bisher diese Medikamente ohne Zuzahlung erhalten. Problem ist, ich habe kein besonders gutes Verhältnis zu meinem Vater. Habe mich bereits um so vieles gekümmert. Hab da einfach keine Lust mehr zu auch noch seinen Medikamenten-Kram zu erledigen. Und er selbst ist nicht fähig sich darum zu kümmern. Ein Betreuer für ihn ist beantragt, hat sich seit Wochen aber auch nichts getan.
Grundsicherung für eine zu teure Wohnung wird für 6 Monate gezahlt...und die Wohnung ist ja definitiv zu teuer.
Naja ich habe noch keine schriftliche Ablehnung...die gute Frau hat mich telefonisch informiert, mir ihn ihrem Fachjargon alles vorgerechnet und dann gesagt, dass meine Mutter keine Grundsicherung erhält. Am selben Tag noch wurde der Antrag auf meinen Wunsch zur erneuten Prüfung gegeben.

Hm...Anwalt für Sozialrecht suchen. Das muss ich dann wohl über einen Beratungsschein für meine Mutter machen. Aber ob dann in ihrem Namen zum Analt gehen kann? Wahrscheinlich brauche ich dann wieder eine Vollmacht.
 

gismo41

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Am besten schreibst du das Grusi - Amt nocheinmal an .Du jetzt denen eine Frist ,die sollen den antrag bearbeiten bis zum .....

Für deine mutter würde ich ganz schnell versuchen eine Vollmacht zu besorgen ,sonst wird das schwierig in unserem Schweine Staat .

Wie dein Verhältnis zu deinem Vater ist kann ich nicht beurteilen .Wenn er aber einen Betreuer dein Vater hat ,ist das auch nicht gut ,weil dies eine Entmündigung ist .
Wenn du möchtest ,das ein Fremder über dein Vater entscheidet , bitte . Du hast denn aber keine Handhabe mehr .

Weiteres können sicher Experten wie Hartaberfair sich dazu äußern .
 

Kerstin_K

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Vor einem Beriufsbetreuer kann ich auch nur warnen. Vor allen Dingen kann es wahnsinnig schwer werden, den wieder los zu werden.

Auch bei der Mutter in dieser Hinsicht aufpassen. Wenn die sich nicht selber äussern kan, ob sie mi medizinischen Eingriffen usw. einverstanden ist, ist das KH quasi gezwungen, eine gerichtliche Betreuung zu beantragen. Und das geht dann ganz fix.

Auch wenn man im Pflegeheim lebt, kann man den Arzt frei wählen. Das einzige Problem: Unbedingt prüfen, ob der Arzt bereit ist, Hausbesuche in dem Heim zu machen. bei meriner Mutter war es so, dass bei Artbesuchen auch immer jemnd vom Pflegepesonal die Bewohner begleitet hat, aber in vielen Heimen ist das nicht so.
 

gelibeh

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Grundsicherung für eine zu teure Wohnung wird für 6 Monate gezahlt...und die Wohnung ist ja definitiv zu teuer
Wenn sie aus gesundheitlichen Gründen nicht umziehen kann, müssen die auch noch länger bezahlen. Also macht das mit einem Anwalt.
 
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