Grundsicherung im Alter ohne festen Wohnsitz-Status,wie verhält sich das bei einem Antrag auf SGB XII Grundsicherung,Meldeadresse?

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Balindys

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Hallöle :)

Thema Grundsicherung im Alter ohne festen Wohnsitz:

Läuft die Antragstellung ab wie bei ALG 2, sprich der Bezirk der letzten Meldeadresse ist die zuständige Stelle?
Ist die Höhe der KDU identisch mit der KDU bei ALG 2?
Ist bei Problemen mit der Grundsicherung auch das Sozialgericht zuständig?

Ich weiß, mal wieder drängende Fragen, aber ich hab keine Ahnung von Grundsicherung und nur bis Dienstag Zeit, einen Überblick zu bekommen.
Vielen Dank an euch Besten schon mal vorab! :)
 

Helga40

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Welche Art ofw meinst du denn? Jemand, der durch ganz Deutschland tingelt oder jemand, der an einem Ort bleibt?

Was für KdU bei einem Obdachlosen? Obdachlosenunterkunft?

Wie kommst du darauf, dass im SGB II das JC der letzten Meldeanschrift zuständig ist?
 

Stauer

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Welche Art ofw meinst du denn? Jemand, der durch ganz Deutschland tingelt oder jemand, der an einem Ort bleibt?
OfW ist ofW, da gibt es keinen Unterschied. Jemand, der durch ganz D tingelt hat keine KDU, das sind Berber. Die schlafen im freien oder in Notunterkünften oder bei Freunden, so sie denn noch welche haben. Obdachlose in Obdachlosenheimen gelten als wohnungssuchend und werden nicht als Obdachlose geführt, haben aber das ofW im Ausweis stehen.

Läuft die Antragstellung ab wie bei ALG 2, sprich der Bezirk der letzten Meldeadresse ist die zuständige Stelle?
Nein. Alg II wird im JC beantragt. Grusi im Grundsicherungsamt. Das sind 2 verschiedene Ämter. Der zuständige Bezirk richtet sich nach dem gewöhnlichen Aufenthaltsort des Obdachlosen, z.B. Adresse des Obdachlosenheim's oder einer Tagesaufenthaltsstätte. Sie richten oft eine postalische Anschrift ein. Ohne postalische Anschrift ist keine Antragstellung möglich, da die Post sonst nicht zustellbar ist und in Folge dessen Bescheide nicht ankommen würden. Der Bezirk in dem das Obdachlosenheim bzw. die Tagesaufenthaltsstätte oder der gewöhnliche Aufenthaltsort ist, ist dann zuständig.

Ist die Höhe der KDU identisch mit der KDU bei ALG 2?
Soweit ich weiß, ja.

Ist bei Problemen mit der Grundsicherung auch das Sozialgericht zuständig?
Ja.
 
Zuletzt bearbeitet:

Helga40

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OfW ist ofW, da gibt es keinen Unterschied.

Wenn es um die Frage der Zuständigkeit geht, gibt es durchaus einen Unterschied.

Die postalische Erreichbarkeit spielt im SGB XII keine Rolle, notfalls muss eben öffentlich zugestellt werden. Eine Postanschrift ist daher keine Voraussetzung für einen Antrag. Durchreisende erhalten Tagessätze.
 

Balindys

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Es handelt sich um gewöhnlichen Aufenhalt und letzte Meldeadresse in Hamburg, ofW erst seit Ende letzten Jahres.

Hier in Hamburg ist es, zumindest bei AlG 2, so geregelt, dass ein bestimmtes Jobcenter für ofW nur noch für die Menschen zuständig ist, die

allein stehend sind und ihre letzte Meldeadresse in Hamburg vor 4 Jahren verloren haben
oder
von außerhalb Hamburgs nach Hamburg ziehen und hier ihren gewöhnlichen Aufenthalt wählen, ohne bereits über eine Wohnung bzw. Meldeadresse zu verfügen
oder
aus Haft kommen und nicht in eine Wohnung oder eine Bedarfsgemeinschaft zurückkehren
oder
in einer stationären Einrichtung gem. § 67 - 69 SGB XII untergebracht sind.
(Quelle: Jobcenter team.arbeit.hamburg | Für wohnungslose Menschen)


Alle anderen bleiben bei dem Jobcenter, welches auch davor für sie zuständig war. Deswegen die Frage, ob es sich bei GruSi ähnlich verhält, weil ich bislang nichts ergooglen konnte, vielleicht ist das aber auch wieder so eine örtliche Regelung.

KdU deshalb, weil der Mensch einen Wohnwagen zur Miete angeboten bekommen hat, aber dieser verursacht natürlich auch Kosten (Miete und Stellplatz). Fachstelle zur Wohnungssicherung kann nichts machen ohne beschiedene Rente und Grundsicherung.
 

Seepferdchen 2010

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Hallo Balindys

Ich war so frei und hab' den Titel Deines Fadens mal etwas griffiger gestaltet.
Ich möchte dir noch mal in Erinnerung bringen die Forenregel 11, bitte immer eine aussagekräftige Überschrift

Ein ganzer Satz oder eine vollständige Frage ist immer freundlich und soviel Zeit sollte sein - ergänzend verweise ich auch auf die Forenregel #11

Beim Erstellen neuer Themen/Threads ist darauf zu achten, eine aussagekräftige Überschrift zu wählen. Themen mit nichtssagenden, allgemeinen Überschriften, oder wie z.B. Alle Reinschauen!!! oder Hilfeee!!!oder "Grundsicherung im Alter bei ofW-Status "sowie Topics mit irreführenden Angaben werden von den Moderatoren i.d.R ohne Ankündigung entfernt!

Unser TechAdmin hat sich die Mühe gemacht und den Editor für die Überschrift auf 150! Zeichen erweitert. Da passt deutlich mehr als ein bis drei Worte rein ...

und auch im Texteingabefeld bei der Überschrift findest du dazu den Hinweis.

schau bitte in diesen Link, hier hat unser @Admin2 genau erklärt warum eine

aussagekräftige Überschrift so wichtig ist:


Ich wünsche dir weiterhin einen angenehmen Aufenthalt im Forum.
 

Balindys

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Eine Postadresse ist kein Problem, die Auskunft zu erhalten schon mehr. Er hat bereits versucht, einen Antrag einzureichen beim Amt für GruSi in "seinem" letzten Bezirk, wurde dort aber mit der Aussage, man sei nicht zuständig samt Antrag wieder weggeschickt. Nicht mal zur Weiterleitung wurde der Antrag angenommen bzw die Auskunft erteilt, welche Stelle es sonst sei. Kennt man ja schon.

Ich werde morgen auch noch mit dem Behördenfinder telefonieren, allerdings sind die auch schnell überfordert, wenn die Fragen etwas kniffeliger sind. Ist ja auch nur ein Serviceangebot...
 

Makale

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Dann geht er dort noch mal hin mit § 16 SGB I im Gepäck und dann hat die Sozialbehörde den Antrag anzunehmen. Das übrige regelt § 30 Abs. 3 Satz 2 SGB I. Es liegt dann an der Sozialbehörde die eigene Zuständigkeit zu klären. Hält sie sich für unzuständig, so hat sie den Antrag unverzüglich an den zuständigen Leistungsträger weiterzuleiten. Wir sind hier nicht bei wünsch dir was. Die Verwaltung unterliegt der Gesetzesbindung. Übrigens halte ich es in einem solchen Fall für vertretbar sich einem "Hausverbot" zu widersetzen und solange dort zu verweilen, bis sich die Behörde an Recht und Gesetz hält. Alternativ mit dem Antrag zum Sozialgericht gehen und in der Antragsstelle vorsprechen und dort einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung mit dem Begehr auf Sozialleistungen stellen. Das Sozialgericht prüft dann eigenständig, welche Sozialbehörde letztendlich zuständig ist.
 
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Seepferdchen 2010

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KdU deshalb, weil der Mensch einen Wohnwagen zur Miete angeboten bekommen hat, aber dieser verursacht natürlich auch Kosten (Miete und Stellplatz). Fachstelle zur Wohnungssicherung kann nichts machen ohne beschiedene Rente und Grundsicherung.

Hat er/sie dieses Angebot schriftlich bekommen?

Er hat bereits versucht, einen Antrag einzureichen beim Amt für GruSi in "seinem" letzten Bezirk, wurde dort aber mit der Aussage, man sei nicht zuständig samt Antrag wieder weggeschickt.

Hat er/sie von diesem Bezirk, ich nehme an beim Jobcenter einen Aufhebungsbescheid erhalten?

Und für die örtliche Zuständigkeit nach § 98 SGB XII

(1) 1Für die Sozialhilfe örtlich zuständig ist der Träger der Sozialhilfe, in dessen Bereich sich die Leistungsberechtigten tatsächlich aufhalten. 2Diese Zuständigkeit bleibt bis zur Beendigung der Leistung auch dann bestehen, wenn die Leistung außerhalb seines Bereichs erbracht wird.
 
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