Grundloses Einstellen der Leistungen zum wiederholten Male

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Teppichfliese

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Hallo.
seit ungefähr drei Jahren möchte mich das Jobcenter zur Sozialhilfe 'abschieben'. Ich selbst möchte trotz Krankheit nicht berentet werden, da ich ja lediglich körperlich leidend und nur nicht in der Lage zu Arbeit wie Schnee schippen usw bin.
Wie dem auch sei, die Leistungen wurden einfach eingestellt und es wurde mir nach viel Hin und Her gesagt, ich könne mir ja, bis der 'Übergang' vollzogen sei, Sozialhilfe holen. Das Sozialamt sagte, das Jobcenter sei weiter zuständig, es werde später intern abgerechnet. Ich musste mir alles allein zusammensuchen, rief das Sozialgericht an und musste mir damals monatelang Essen usw schenken lassen.
Selbstverständlich ist es so, dass Zahlungen nicht einfach beendet werden können. Nun ja, seitdem passiert das aber alle paar Monate, ich schätze, dass dann jeweils ein neuer Sachbearbeiter meine Akte bekommt. Am Ersten ist kein Geld auf dem Konto, Anrufe führen zu nichts, ich rufe das Sozialgericht schriftlich an, nach einigen Tagen ist der Eilantrag durch und das Geld da.
Das letzte Mal liegt vier Monate zurück, jetzt ist es wieder soweit. Im letzten Jahr wurde ich gezwungen, Rente zu beantragen. Das ist die einzige Veränderung, die stattgefunden hat. Ich musste schon vor Jahren eine Kur absagen, denn ich traue mich hier nicht weg- ich kann mich ja nicht auf Weiterführung von Mietzahlung etc verlassen- und nun geht es mir so schlcht, dass ich das Haus nicht mehr verlassen kann. Die Ärztin kommt her, Essen wird geliefert. Ich kann also nicht mit dem berühmten 'tagesaktuellen Kontoauszug' hingehen und mich in den Flur setzen. Ich habe auch niemanden, der für mich zum Jobcenter geht, in meinem Namen meine Mittellosigkeit zu erklären. Seit einer Woche bin ich überall im Minus, habe dies Mal auch vom Sozialgericht noch nichts gehört, habe bereits letztes Wochenende alle, die von mir Geld zu bekommen haben, vertröstet (ich dachte ja, Mitte der Woche ist das Geld da) und weiß nun nicht mehr, was tun. Letzten Freitag sagte mir der junge Herr im Call-Center, das Geld sei am 23. gestoppt und ein Brief an mich verfasst worden, der allerdings sei auch gestoppt und nicht herausgegangen, er könne mir also gar nichts sagen. Seitdem ist überall Funkstelle, trotz Eilantrag und trotz Dienstaufsichtsbeschwerde beim Gruppenleiter.
Ich MUSS das Geld JETZT bekommen!

Habt ihr eine Idee, wo und wie ich so etwas telefonisch in die Wege leiten kann? Das Callcenter ist ja nun nicht der richtige Ort.

Und was gibt es für eine Möglichkeit, dies für die Zukunft zu verhindern? Ich weiß, dass ich damit 'gezwungen' werden soll, beim Sozialamt Druck zu machen. Aber die interessiert das ja nun nicht, im Gegenteil, die legen gar keinen Wert darauf, mich zu 'übernehmen', und irgendwie ist das doch auch gar nicht meine Aufgabe, das durchzudrücken.
Was soll ich tun? Danke schon mal :)
 

Teppichfliese

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P.S: Soeben habe ich im Callcenter erfahren, dass an mich 'ein Schreiben' verfasst sei und es wurde mir auch vorgelesen: Eine 'ausdrückliche Entschuldigung', und es sei doch 'versehentlich'. Die Zahlung sei neu angewiesen.
Aber das Geld ist nicht auf dem Konto, und die Mitarbeiteriun sagte mich:'Na, nu wars ja auch erst der Sechste, ein paar Tage Zeit müssen Sie da schon einplanen- öh, Banklaufzeit und so'. Meine Bank sagt- was ich auch weiß- dass es keine längeren Laufzeiten mehr gibt als zwei Tage. Und ERST der Sechste- wenn ich die Kohle dafür hätte, wäre ich auch ähnlich entspannt.

Das wollte ich nur anfügen. Das Geld ist angewiesen, ich bin wie immer also schuldlos und muss nun trotzdem überall den Kopf hinhalten. Und die Frage bleibt: Was tun?
Danke für eure Ideen. Ich bin völlig zermürbt.
 

AEMR

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Letzten Freitag sagte mir der junge Herr im Call-Center

Gespräch einstellen, alles nur noch schriftlich.

Habt ihr eine Idee, wo und wie ich so etwas telefonisch in die Wege leiten kann?

Nie mehr telefonieren! Alles nur noch schriftlich.

Telefonnummer löschen lassen (Zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigen Sie meine Telefonnummer nicht), E-Mail-Adresse löschen lassen, sich die Löschung schriftlich bestätigen lassen - und dann alles nur noch schriftlich.

Die JC-Briefe dann hier einstellen.
 

Teppichfliese

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Gespräch einstellen, alles nur noch schriftlich.



Nie mehr telefonieren! Alles nur noch schriftlich.

Telefonnummer löschen lassen (Zur Erfüllung Ihrer Aufgaben benötigen Sie meine Telefonnummer nicht), E-Mail-Adresse löschen lassen, sich die Löschung schriftlich bestätigen lassen - und dann alles nur noch schriftlich.

Die JC-Briefe dann hier einstellen.


Hallo und danke für deine rasche Antwort! :)
Die Telefonnummer habe ich löschen lassen. Das ist auch immer das Allererste, wonach die Guten fragen. Aber ich habe kein Telefon (*hust*) und sage immer sofort, dass ich aufgrund des Verhaltens des Jobcenters keines mehr habe.

Mein problem ist, dass ich, wie gesagt, nicht mehr vor die Tür kann. Nach mehreren Bandscheibenvorfällen bin ich praktisch gelähmt. Als ich das erste Mal damit im Krankenhaus war, wurden auch alle Zahlungen eingestellt. Seitdem, wie gesagt, habe ich mich nirgends mehr hingetraut (ich meine jetzt: zu Kuren oder, bei neuen BS-Vorfällen, ins Krankenhaus), weil ich damals ja schon erst nach fünf Wochen mich um meine Belange wieder kümmern konnte, das geht nicht mehrfach. In der Zeit konnte ich keine Miete und nichts zahlen.
Damals hat eine Freundin mich mitsamt dem Rollstuhl zum Amt gefahren, 'abgestellt' und nach Stunden wieder abgeholt. Das macht die aber kein zweites Mal.

Deshalb gehen diese Briefe hier nicht mehr her, sondern auf Anordnung des Sozialgerichtes in eine andere Stadt zu meiner Schwester, damit ich keine evtl Fristen versäume; ich kann ja nicht ins Vorderhaus zum Briefkasten.

Darum muss ich eben dort, im Call-Center, anrufen, um nachzufragen etc.
Schriftlich ist übrigens ohnehin Totenstille. Wenn ich schreibe und frage, warum ich kein Geld bekommen habe, wird das abgeheftet und gut, ich bekomme aber keine -schriftliche- Antwort.

Wenn mich das jetzt avisierte Schreiben erreicht, stelle ich es gerne ein. Es ist aber, wie gesagt, noch nicht da, auch nicht bei meiner Schwester. ( Es wurde lt. Aussage Call-Center Mittwoch verfasst).
Ohne den Anruf wüsste ich ja überhaupt nichts, und meine Frage von wegen 'telefonisch in die Wege leiten' habe ich gestellt, weil ja Freitag ist und mir da ein neuer schriftlicher Eilantrag o.ä. ja nicht noch heute helfen würde.
 

Reha1

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Ich verstehe dich nicht, warum lässt du dich nicht in die Sozialhilfe "abschieben" lassen, wie du sagst! Dann hättest du endlich deine Ruhe und Zeit, dich mehr deiner Gesundheit zu widmen. Und hättest keine Angst mehr um das finanzielle, da die Miete regelmässig bezahlt wird!
LG
 

Teppichfliese

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ch MÖCHTE eben keine Rente, ich möchte Arbeit. Wenn ich in der Sozialhilfe bin, komme ich da nicht mehr raus, das ist nicht nur meine Befürchtung, sondern wird mir immer wieder bestätigt. Ich bin ja kein Schmied, und wenn ich es wäre, würde ich eben umgeschult werden wollen.

Das ist doch wohl verständlich. Es steht auch nirgends, dass der Fakt, ALGII zu beziehen, einem das Recht auf Arbeit für alle Zeiten entzieht.
Ich ertrage den Gedanken, aussortiert zu sein bis ans Lebensende und nur noch ohne Anlass durch die Stadt zu laufen (oder auch nicht; wer sagt denn, dass es noch lange Kuren für 'Endgelagerte' gibt?) halt nicht. Ehrenrührig kann ich das nicht finden.
 

Reha1

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Ich dachte das du körperlich und psychisch krank bist, da du schon drei Jahren krank bist! Und die Rente gibst ja nicht für immer, es gib die für ca.2-3 Jahren, und wenn du wieder besser beinander bist, kannst immer noch arbeiten gehen!Wenn nicht wird die Rente verlängert. Du hast ja dann die Ruhe von Ämtern! Und wenn jemand in Sozialhilfe ist, muss nicht für immer drinnen bleiben, wer sagt sowas! Du kannst ja ruhig arbeiten gehen, wenn du soweit bist, niemand verbietet dir zu arbeiten.
Alles Gute
 

gelibeh

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Wenn ich in der Sozialhilfe bin, komme ich da nicht mehr raus, das ist nicht nur meine Befürchtung, sondern wird mir immer wieder bestätigt.
Das glaub ich nicht. Wenn Du wieder fit bist um zu arbeiten, dann gehst Du wieder arbeiten. Kannst Du das länger als 3 Stunden am Tag, dann ist wieder das Jobcenter zuständig, wenn das Gehalt nicht reicht. Zu der Rente wurde ja schon alles gesagt.
 
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