Grundlagen Kleingewerbe und ALG2 - Neuling ersucht Rat (1 Betrachter)

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Hyena

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Hallo liebe Selbstständige,

zu Anfang ein kleiner Abriss meiner Situation:

der Wunsch nach einem Stand/ Laden / ect. schlummert in mir seit Jahren.
Da ich aber nicht ohne eine Ausbildung da stehen wollte, habe ich mir den ersten Grundstein mit meinem Abschluss als Kaufmann gelegt.

Nun ist es so, dass ich mir aktuell, (alleine schon mit meinem mikrigen Geld das mir zur verfügung steht) kein "großes" Gewerbe leisten kann.

Wie soll ich mit ALG 2 ein Ladenlokal, Fixkosten und Lebensunterhalt bestreiten, wenn mir alleine für das Vorhaben das nötige Geld fehlt?

Wie sage ich immer so schön?
"Das was ich als Vermögen beim ALG2 haben darf, reicht nicht mal für das M beim Mc Donalds Franchise."

Jobtechnisch läuft es auch mehr als mies, ich bewerbe mich wie doof, sogar mitlerweile auf Saisonarbeit und Minijobs (obwohl ich dann immer Magenschmerzen hab, weil mein Abschluss ist nicht schlecht und hätte es fast zum Klassenbesten geschafft habe). Aber ich bekomme trotz guter Bewerbung pausenlos Absagen.
Eine Person die ich kennenlernte, hatte nach 10 min ihr Urteil gefällt: Ich wäre halt jemand, der einfach nicht in die meisten Läden passt.
(Ich weiß das ich anders bin, und auch wenn ich im Hemd, Anzug oder Polohemd komme, die Kleidung täuscht nicht über mich als Person hinweg).
Als ich erwähnte, dass ich auch gerne auf Märkten (Mittelalter, Fantasy, Steampunk . . .) aushelfe, wenn ich da nen Tagesjob ergatter, wurde mir von meinem Gegenüber bestätigt, dass dies genau die Ecke wäre, wo sie sich das mit mir vorstellen könnte.

Ja, aber genau das ist mein nächstes Problem: Läden in diesem Themen sind genau 2 im Umkreis ( beide gehören dem Inhaber, ist ne Kette), keine Chance da rein zu kommen - heute erst wieder Absage.
Alles andere findet auf den Märkten, oder im Internet statt.

Da die Händler von den Märkten, aber auch in ganz Deutschland verstreut sind, ist da eine Zusammenarbeit auch undenkbar.

Nun zu meinem Anliegen:

Eine Bekannte von mir hat sich neben ihrem Vollzeitberuf mit einem Kleingewerbe Selbstständig gemacht.
Sie hat natürlich nichts mit dem Jobcenter zu tun, darum ist sie in dieser Sache die falsche Ansprechpartnerin.

Wie realistisch ist die Chance im ALG2 Bezug ein Kleingewerbe aufzubauen?
Erst vor ein paar Tagen habe ich erfahren, dass das Jobcenter auch gerne mal gut laufende Gewerbe zerschlägt um einen dann am ausgestreckten Arm verhungern zu lassen :icon_sad:


Über Anregungen, Tipps und Hilfe bin ich euch sehr dankbar!
Weil Zeit habe ich genug.
Der Wunsch keimt nun so lange, dass es auf Wochen und Monate nicht mehr ankommt :wink:
 

etenüte

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Ich finde deine Frage sehr spekulativ und unklar...
Sich mit dem JC einzulassen ist immer ein zweischneidiges Schwert, mit oder ohne selbständiges Einkommen.
Aber der eigentliche Feind der Tat ist meistens eher die eigene Angst und Unsicherheit.
Trau dich doch einfach und hauptsache ist, du hast eine Idee für die du brennst, etwas das deine Leidenschaft weckt und die mit wenig Geld umzusetzen ist.
Klein anfangen, dann ist das Risiko auch gering und dann größer werden, wenns läuft.
So machen das doch meistens alle. (Es sei denn du bist reicher Erbe, aber dann würdest du ja hier nicht fragen)
Und natürlich kannst du einiges von deiner Freundin lernen, die ohne Geld vom JC auskommt.
Ich würde alle Lehren mitnehmen!

Es gibt da kein Patentrezept für die Selbständigkeit und schon gar nicht fürs JC, wo auch einiges vom Gutdünken des Fallmanagers abhängt.
Die Frage ist nicht wie realistisch es ist mit Hartz IV ein Kleingewerbe aufzubauen, sondern, wieviel Mut, Risiko und Durchhaltevermögen bringst du mit?
Und hast du überhaupt eine konkrete Idee? Ohne die wirs nämlich nichts.
Sorgen machen kann man sich dann immer noch später.
Hilfreiches Motto könnte sein: Wer keine Fehler macht, macht wahrscheinlich sowieso nicht viel.
Du kannst vorher eh nicht wissen, was die Leute von morgen wollen, also ich würde dementsprechend einfach ins kalte Wasser springen.
 

Maggawe

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Mach es einfach. Und sei gut darin. :bigsmile:

Das JC wirst du als Gängelband erstmal an dich haben. Mach dich schlau, was EKS exakt bedeutet, wie 6 Monats Zeitraum, vorläufige, abschließende EKS, andere Betriebskosten als im Steuerrecht, 0,1 EUR km-Pauschale bei Fahrkosten,50% Regelung bei Telefon/Internet, usw.

Ein Business-Plan ist sehr sehr nützlich. Plane deine Investitionen sinnvoll. Das JC stellt sich oft quer was die Anerkennung derselben angeht. Du wirst mitunter darüber streiten müssen.

Verliere keine Quittungen. ;-) Keine Buchung ohne Beleg, das weißte ja. :peace:
 
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