Grüne wollen 1 Euro Ticket für Bus und Bahn (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Dagegen72

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https://www.derwesten.de/politik/gr...tagestickets-fuer-nahverkehr-id215559217.html
Nur noch ein Euro pro Tag für den Nahverkehr, Schüler und Auszubildende sollen gratis fahren: Zwei Punkte eines neuen Plans der Grünen.
wäre gut, denn hier vor Ort - und bei anderen sicherlich auch - steigt in einem bestimmten zeitlichen Abstand ständig der Fahrkartenpreis. Und die ÖPNV-Bedürftigen können nichts anderes tun als dem mit offenem Mund vor Staunen zuzusehen. :(
 
S

SelfDelUser_63679

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Wo kann ich die Finanzierung nachlesen?
Die spielt keine Rolle. Die Grünen schwimmen gerade auf einer Erfolgswelle. Da möchte man natürlich - so kurz vor der Wahl in Hessen - noch etwas nachlegen.

Daß man dadurch noch mehr Menschen als bisher an den ÖPNV bindet, die sich dann wiederum kein Auto mehr kaufen und keinen Führerschein mehr leisten wollen, wird nirgendwo thematisiert.

Arbeitnehmer, die später nicht in der Lage sind ein Fahrzeug zu führen, schießen sich früher oder später selbst in "Aus".
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

Gast
Erfolgswelle?

Mag sein, allerdings merken die euphorischen Grünen nicht, dass der momentane Erfolg eher auf der Erodierung der Volksparteien beruht.

Afd und Fdp als Alternative scheiden aus.
Also eher eine zwanghafte Erfolgsstory.

Hofreiter der Schreihals wird schon dafür sorgen, dass auch der letzte merkt, welches Gedankengut die Verbotspartei anstrebt.
 

Zeitkind

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Wo kann ich die Finanzierung nachlesen?
Z.B. ► hier. Wenn Du dieselbe Frage auch zur Finanzierung des Rüstungsetates stellen würdest ...
Daß man dadurch noch mehr Menschen als bisher an den ÖPNV bindet, die sich dann wiederum kein Auto mehr kaufen
und keinen Führerschein mehr leisten wollen, wird nirgendwo thematisiert.
Warum? Das ist doch neben dem Umweltgedanken das erklärte Ziel.
Oder denkst Du schon wieder an das Totschlagargument "Arbeitsplätze um jeden Preis"?
Auch das ist nur eine Frage der richtigen Verteilung von Arbeit
und der Vermeidung sinnfreier Arbeit incl. der Folgen wie z.B. Überproduktion oder Aufrüstung.
Arbeitnehmer, die später nicht in der Lage sind ein Fahrzeug zu führen, schießen sich früher oder später selbst in "Aus".
Nicht, wenn der ÖPNV entsprechend ausgebaut wäre.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
Die spielt keine Rolle. Die Grünen schwimmen gerade auf einer Erfolgswelle. Da möchte man natürlich - so kurz vor der Wahl in Hessen - noch etwas nachlegen.
Wieso nachlegen? Das hat schon seinen Sinn.

Daß man dadurch noch mehr Menschen als bisher an den ÖPNV bindet, die sich dann wiederum kein Auto mehr kaufen und keinen Führerschein mehr leisten wollen, wird nirgendwo thematisiert.
Geht der Dieselskandal an Dir vorbei? Die Benziner werden übrigens bald folgen, davon bin ich überzeugt.

Arbeitnehmer, die später nicht in der Lage sind ein Fahrzeug zu führen, schießen sich früher oder später selbst in "Aus".
In Naher Zukunft werden Elektro-Fahrzeuge zur Pflicht werden, auch davon bin ich überzeugt. Aber ich bin nicht davon überzeugt, dass sie erschwinglich für jedermann sein werden, und auch nicht davon, dass der Strom NICHT teurer wird, und ebenfalls nicht davon, dass die Technik so ausgereift sein wird, dass alles problemlos funktionieren wird, sei es die Reichweite, oder sei es die Möglichkeiten Strom zu tanken.

Also finde ich die Idee von den Grünen gar nicht so schlecht.
Das Problem dabei ist aber, dass der ÖPNV mehr ausgebaut werden muss, und vor allem zuverlässiger wird.
 
G

Gelöschtes Mitglied 58736

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Z.B. ► hier. Wenn Du dieselbe Frage auch zur Finanzierung des Rüstungsetates stellen würdest ...
.
Ach ne, olle Kamellen ....

Rüstungsetat? Dachte es geht hier um ÖPNV?
Wenn Du Kosten der Verteidigung meinst, die müssen eher steigen, wenn ich mir so den Zustand der Bundewehr samt Equipment ansehe.

Zumindest die Jungen hier im Forum verstehen das aber mangels Wehrpflicht nicht.

Bin übrigens sehr für den Ausbau des ÖPNV.
Vernünftig finanziert und keine Wolkenkuckucksheime.

In der Regel steigt die Auslastung mit der Attraktivität des ÖPNV.
Das ist aber nicht nur der Preis.
In manchen ÖPNV würde ich nichtmal umsonst einsteigen.

Pünktlichkeit ist ein sehr hohes Kriterium, zumindest für Menschen die pünktlich zur Arbeit erscheinen müssen oder beim Arzt etc.
 

Mona Lisa

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Ich bin auf den ÖPNV angewiesen wegen gesundheitlicher Probleme.

Hier in Saarbrücken ist er zum K...tzen. Und das für über 50 Euro im Monat.

Grund angeblich: Zu geringe Bezahlung bei oft 12 Stunden Arbeit ohne mehr Bezahlung und dadurch starker Personalmangel. Wer will da schon arbeiten?

Ich kann die Busfahrer verstehen.

Ich kann auch jeden verstehen, der mit dem Auto fährt, obwohl bei uns die höchsten Benzin- und Parkgebühren bezahlt werden müssen.

Und außerhalb von Saarbrücken fahren die Busse noch schlechter, sonntags oft gar nicht.

LG

Mona Lisa
 
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Zeitkind

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Ach ne, olle Kamellen ....
Wenn Du die Fakten nicht anerkennst, brauchst Du auch nicht nach der Finanzierung zu fragen.
Hätte Dir ja auch den Bund der Steuerzahler verlinken können. Steuerverschwendung ist auch "ne olle Kamelle".
Rüstungsetat? Dachte es geht hier um ÖPNV?
Die Nennung von Alternativen war meine Antwort auf Deine Frage.
Mit der Verkennung von Zusammenhängen durch Fiktion des Bezuges änderst Du nicht die Fakten.
Ist mir aber nicht neu. Wenn Argumente fehlen, wird durch Unsinn abgelenkt.
Wenn Du Kosten der Verteidigung meinst, die müssen eher steigen,
wenn ich mir so den Zustand der Bundewehr samt Equipment ansehe.
Wer greift uns denn gerade an? Frankreich, Polen oder die Tschechoslowakei?
Achso, ich vergaß, daß die Bundeswehr ja neue Außengrenzen zu verteidigen hat.
Die vor Russland, Mali, Irak, Afghanistan etc... Das macht es natürlich teuer.
Zumindest die Jungen hier im Forum verstehen das aber mangels Wehrpflicht nicht.
Ich denke eher mangels Abscheu vor Kriegen. Verständnis aus Pflicht nenne ich manipuliert.
Bin übrigens sehr für den Ausbau des ÖPNV. Vernünftig finanziert und keine Wolkenkuckucksheime.
Andere (z.B. Tallin oder Oslo) machen es vor und stellen dabei fest, daß sie auf lange Sicht sparen.
Pünktlichkeit ist ein sehr hohes Kriterium, zumindest für Menschen
die pünktlich zur Arbeit erscheinen müssen oder beim Arzt etc.
Die Deutsch Bahn hat Jahre gebraucht, um nach schweizer Vorbild
endlich einen einheitlichen Verkehrstakt zumindest in Angriff zu nehmen.
 

Shazi

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Zur Finanzierung könnte man Sachen wie Diesel-Subventionen streichen.
 
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Der ÖPNV ist aus Fahrkarteneinnahmen ohnehin nicht zu finanzieren. Es ist ein Subventionsgeschäft. Ob die Karte nun 2,60 oder 1 € kostet, macht den Braten auch nicht fett, zumal die Finanzierung derzeit ohnehin nicht gut funktioniert.

Um Menschen zum Umsteigen zu bewegen, darf der Zeitaufwand nicht oder nur wenig höher sein als mit dem Auto. Das ist vielleicht in einigen Innenstädten möglich, sonst eher nicht.

Zur Zeit ist die Finanzierung für viele Kommunen sehr schwierig, so dass Infrastrukturen und Angebot weiter leiden. Park- und Ride war mal ein tolle Idee, funktioniert aber nur für einige wenige.

Seit zwei Jahren funktionieren hier Aufzüge in zwei U-Bahnstationen nicht. Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen müssen die Rolltreppen nutzen, was eigentlich verboten ist. Manchmal funktionieren auch die nicht.

Wer da ein tragfähiges und konsensfähiges Konzept entwirft, der wird bei vielen Wählern punkten können.
 

Hyena

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Ich erinner mich noch an die Schlagzeile letztes Jahr: Sozialticket wird abgeschafft!

Nach Protesten und co kam dann die befreiende Rückmeldung: Es geht weiter.
Ohne den lauten Jubel zu stören, würde dann flüsternd eingeworfen: es ist nur bis 2020 gesichert.
Haben einige nicht mitbekommen, egal die Masse ist beruhigt.

Leider gehöre ich zu den 300.000 in NRW die dieses Ticket nutzen.
Dabei kenne ich genug in meiner Maßnahme, die lieber Zufuß gehen anstatt sich ein Ticket zu leisten - viele können es trotzdem nicht.
Dafür ist der neue Preis schon online ersichtlich: 38,65EUR.

Rechnet euch das mal hoch, aber das interssiert nicht.
Wer einen Chauffeur, sagt zu dem Thema nur:

Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.
 
S

SelfDelUser_63679

Gast
Oder denkst Du schon wieder an das Totschlagargument "Arbeitsplätze um jeden Preis"?
Auch das ist nur eine Frage der richtigen Verteilung von Arbeit
und der Vermeidung sinnfreier Arbeit incl. der Folgen wie z.B. Überproduktion oder Aufrüstung.
Nicht, wenn der ÖPNV entsprechend ausgebaut wäre.
Ach so! Dann kommt der Paketbote künftig mit dem Bus. Der Gas- und Wasser-Installeteur dann auch, wenn mal ein Wasserschaden eintritt. Na klar. Das ist daran nicht gedacht habe!

Ist doch sowieso alles egal, Hauptsache rein in den Bus und in die Bahn, und die Luft ist sauber! Wann wer irgendwo ist, ist nicht so wichtig. Und der Pflegedienst für die alten Leute kommt dann auch zu den Zeiten, wo der Bus fährt. :doh:
 

Shazi

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Ach so! Dann kommt der Paketbote künftig mit dem Bus. Der Gas- und Wasser-Installeteur dann auch, wenn mal ein Wasserschaden eintritt. Na klar. Das ist daran nicht gedacht habe!

Ist doch sowieso alles egal, Hauptsache rein in den Bus und in die Bahn, und die Luft ist sauber! Wann wer irgendwo ist, ist nicht so wichtig. Und der Pflegedienst für die alten Leute kommt dann auch zu den Zeiten, wo der Bus fährt. :doh:
Stimmt, weil man für Handwerker und Pflegedienste keine Ausnahmen machen kann?

Denkt ihr auch mal von 12 bis Mittag, wenn ihr zu diskutieren versucht?
 

erwerbsuchend

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Stimmt, weil man für Handwerker und Pflegedienste keine Ausnahmen machen kann?
Denkst du wirklich, es bliebe bei diesen Ausnahmen? Dann käme schnell der Nächste, der eine Ausnahme für sich und sein Gewerbe wünscht. Alternativ, wie willst du überprüfen, ob die ambulanten Pflegedienste wirklich immer nur Dienstfahrten durchführen und die Fahrzeuge nicht auch zum privaten Gebrauch überlassen werden? Es könnte aber auch eine Welle an Neugründungen von ambulanten Pflegediensten geben, wobei es sich dabei um Menschen handelt, die ausschließlich ihre Verwandten pflegen und dafür einen Pflegedienst gründen, damit sie das Recht, ein privates Kfz fahren zu dürfen, nutzen können. Meinst du wirklich die Menschen seien so unkreativ?

Wenn man die Menschen wirklich zum Umstieg auf den ÖPNV bewegen will, dann muss das Angebot an Fahrstrecken und Taktfolge dringend immens ausgebaut werden. Dies gilt auch für die Verknüpfungen mit den Städten und Gemeinden in der jeweiligen Umgebung. Die Nutzung des ÖPNV muss genau so einfach sein, wie die Nutzung eines PKW.

Dazu gehört aber auch, dass die AG verpflichtet werden müssen, auf die Fahrpläne des ÖPNV Rücksicht zu nehmen, wenn der Mitarbeiter mit dem ÖPNV zur Arbeit erscheint.
 

Shazi

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Ausnahmen heißen so, weil sie Ausnahmen der Regel sind. Der Autoverkehr wäre trotzdem um mindestens 70% kleiner.

Wem der ÖPNV zu komplex ist, der fährt mit Sicherheit auch kein Auto. Von welcher Komplexität sprechen wir hier?
Ich gehe an eine Haltestelle, schaue auf die Uhrzeit, schaue wohin ich will, schaue auf die Zahl an der farbigen Linie und steige in den Bus, die Tram, die S-Bahn. Das ist jetzt nicht gerade kompliziert.

Die Problematik ist, da gebe ich dir recht, der fehlende Ausbau. Aber der ist eben durch Nutzung und Platz begrenzt. Es gibt viel zu viele Autos auf den Straßen und viel zu viele Straßen und Parkplätze.
Ein Auto ist auf dem Land von Bedeutung, aber in einer Großstadt wirtschaftlicher Unsinn, der durch günstige Benzinpreise gefördert wird.

Da liegt das Kernproblem. Und das könnte man tatsächlich durch 1€ pro Tickets auffangen.

Man könnte das sogar noch immens vereinfachen. Lass jeden Beschäftigten für 10€ im Monat eine Monatskarte kaufen, setz 10€ zusätzlich ins Hartz4 für sowas und setze so Anreize für den ÖPNV. Stattdessen kommt man bei uns mit "Autobahnmaut".

e: Viel Spaß beim Versuch einen Pflegedienst zu gründen, der dann keinen Umsatz macht und versucht die Fahrten von der Steuer abzusetzen. Ist bestimmt lustig für eine Ausnahmegenehmigung wegen Scheinselbstständigkeit im Knast zu landen.
 

erwerbsuchend

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Ausnahmen heißen so, weil sie Ausnahmen der Regel sind.
So weit die Theorie und die Definition des Wortes "Ausnahme". Wie sieht aber die Realität aus? Schaue dazu einfach mal in andere Bereiche rein, wo es Ausnahmen geben soll. Dazu passt, dass es viele Ausnahmen für Dieselfahrer bei den Dieselfahrverboten geben soll, u.a. für Anwohner.

Wem der ÖPNV zu komplex ist, der fährt mit Sicherheit auch kein Auto. Von welcher Komplexität sprechen wir hier?
Ich gehe an eine Haltestelle, schaue auf die Uhrzeit, schaue wohin ich will, schaue auf die Zahl an der farbigen Linie und steige in den Bus, die Tram, die S-Bahn. Das ist jetzt nicht gerade kompliziert.
Ich meine damit, dass es viele Ziele gibt, die man nicht ohne weitere Umstiege und Wartezeiten erreichen kann. Ich rede dabei auch nicht von Wartezeiten im Bereich von wenigen Minuten, sondern, dass man unter Umständen bis zu 30 Minuten auf den Anschluss warten muss.

Ein Auto ist auf dem Land von Bedeutung, aber in einer Großstadt wirtschaftlicher Unsinn, der durch günstige Benzinpreise gefördert wird.
Du vergisst dabei, dass es Pendler gibt, die in der Stadt wohnen und auf dem Land arbeiten, weil die Betriebe selten mitten in der Stadt sind, je nach Gegend.

Wo siehst du günstige Benzinpreise? Derzeit werden in meinem Ort um die 1,50 EUR/l Benzin aufgerufen. Günstig finde ich das gerade nicht.

Viel Spaß beim Versuch einen Pflegedienst zu gründen, der dann keinen Umsatz macht und versucht die Fahrten von der Steuer abzusetzen.
Seit wann gibt es gesetzliche Umsatzvorgaben für Unternehmen, gerade im Bereich der kleinen Unternehmen? Es gibt höchstens Vorgaben, ab wann ein Unternehmen dem HGB unterliegt und bis wann dem BGB. Unterstellst du per se jedem Unternehmen direkt Steuerbetrug?
 
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Gelöschtes Mitglied 63650

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Die Grünen müssten eingestehen, dass individueller KfZ-Verkehr niemals ökologisch und nachhaltig sein kann.

Das fällt ihnen schwer und wird auch bei ihrer Wählerschaft (gutverdienende Akademiker) nicht gut ankommen.

Wie sie wirklich ticken, wird man in den Koalitionsverhandlungen sehen.

Zur Zeit ist es wohl eher Linksblinken vor der Hessenwahl.
 

hansklein

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Ein Auto ist auf dem Land von Bedeutung, aber in einer Großstadt wirtschaftlicher Unsinn, der durch günstige Benzinpreise gefördert wird.
Auch Unsinn. Bei uns in der Stadt wird derzeit viel gebaut und sogar Hauptstrecken Teil gesperrt - unerreichbar bis auf evtl. Sondergenehmigte Taxis, die aber auch nicht überall hinkommen - und die nicht jeder bezahlen kann, alte Menschen und Behinderte haben Not noch ihren Arzt zu erreichen oder ihr Geschäft. Das ist auch sowas gut durchdachtes. ÖTV kannste vergessen.

Und als Arbeitnehmer, der in einen verkehrsmäßig hoch frequentierten Stadtteil wohnt, ist es nicht möglich, eine Arbeitsstelle in lediglich 8-9 km Entfernung um 06.00 Uhr - Arbeitsbeginn für viele hier - zu erreichen, so gut fahren die Busse. Nach 00.00 Uhr, da arbeiten noch Leute die erst so spät Feierabend haben, fährt natürlich auch nix passendes mehr. Besonders gut für die benachteiligten mit Behinderung. Da müssten recht teure Lösungen her. Z.b. Pendelbusse speziell für eine Handvoll Leute, die sonst nicht wissen, wie es gehen soll oder Fahrzeuge auf Abruf. Bezahlt bestimmt die Wirtschaft gerne für us bzw. bezahlt die Leutz Entschädigenderweise, die nicht Arbeiten gehen können weil man mit der ÖTV nicht zeitig zur Arbeit kommt oder zurück.
 

Kampfmops

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Der Ansatz ist gut. Es geht ja hier nicht um Fahrverbote für Autos, sondern darum, ÖVM attraktiver zu machen. Der erste Punkt ist, das es günstiger werden muss.

Ein großes Problem ist (wie erwähnt), das die Busverbindungen teilweise einfach mist sind. Aber es GEHT besser. Ich kann mich z.B. daran erinnern, das damals (als ich noch jung war), als sich noch nicht jeder ein Auto leisten konnte, viel mehr Busse fuhren. Vor allem viel mehr Verbindungen, die es jetzt nicht mehr gibt. Es war also alles drauf ausgerichtet, das die Menschen gut zur Arbeit kommen und auch wieder zurück.

Damals war allerdings vieles anders. Auf der Straße, wo ich als Kind lebte, standen ein paar Autos vor den Häusern. Wenn ich mir die selbe Straße jetzt ansehe: Alles voll geparkt, obwohl viele einen Stellplatz neben oder hinter dem Haus besitzen. Früher gabs es pro Haushalt ein Auto (wenn überhaupt), nun sind es 2-3, da jeder über 18 ja ein eigenes haben möchte.

Lange rede, kurzer Sinn:
Es ist möglich, ÖVM wieder attraktiver zu machen. Preise senken, ist der erste Punkt. Danach müssen die Verbindungen verbessert werden, damit man auch gut dahin kommt, wo man hin mag.

Wenn sich da einiges tut, werden viele freiwillig das Auto zuhause lassen, denn Stau ist genauso nervig, wie schlechte Bus und Bahn-Verbindungen.

Geht das Konzept dann auf und viele Menschen fahren Bus, kann ich mir vorstellen, das es dann noch weiter ausgebaut wird. Momentan ist es eher so, das es sich kaum lohnt, da jeder meint, mit dem Auto fahren zu müssen. Gerade in den Ferien sind die Busse recht leer.
 

hansklein

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Bei uns in der Stadt sind die Busse oft überfüllt. Heute erst erlebt, das eine Dame mit Rollator "freiwillig" auf den nächsten Bus wartete - es waren keine ausreichenden Plätze mehr frei und das passiert öfter, da ist Drängeln angesagt, Dicht an dicht stehen - wers mag... . ( Und wir haben noch diese Woche Ferienzeit..., ausserhalb der Ferien fallen die Schulbusse weg)Alternativ hätten jüngere Personen Platz machen und dann auf den nächsten oder übernächsten mit Platz warten sollen. Und das ist im Zentrum schon mal der Fall.

In MG, wo ich auch schon gearbeitet habe, war es so "toll", das zur Schulzeit alles vollgepfropft war bis die Schulen abgefahren waren. Da fahren die Busse auch mal Überfüllt, Schit auf Vorschriften und Gefahren. Who Cares.

Im Zuge der Gewinnmaximierung wurden und werden schlechter frequentierte Haltestellen nicht mehr so oft angefahren. Pech für die Anwohner. Das wird sich nicht verbessern, solange der Rubel rollt. Und Busfahren ist teuer noch dazu. Wer keine Alternative hat, wird auch keine Kohle zurücklegen können, um sich eine Leisten zu können. Hier kenne ich einige, die auf die Öffentliche angewiesen sind, trotz aller Nachteile.

Das alles so hinzubekommen, das es passt, wird auch keiner schaffen - oder wir Privatisieren wieder alles und Enteignen die Unternehmen, wird den Unternehmern gefallen:doh:.
 

Dagegen72

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hier sind auch die Busse und Züge, vor allem zu Stoßzeiten, krass überfüllt. Es ist mir in der Tat unerträglich geworden, Öffis zu fahren. ich gehe lieber zu Fuß! (was natürlich aber auch Vorteile bietet: spart Geld, ist gesund, schont die Umwelt).

Die Forderung nach weniger Kosten für Kunden für den Öffi beinhaltet zumindest für Die Linke natürlich auch den Ausbau von Öffis.
Rot-Rot-Grün setzt auf den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs
https://kristianronneburgmahe.wordp...ausbau-des-oeffentlichen-personennahverkehrs/

und wegen der Finanzierung: https://www.finanznachrichten.de/na...n-setzen-hoehenflug-im-september-fort-015.htm
Der Bund verzeichnete 4,3 Prozent mehr und kam auf Steuereinnahmen von 31,3 Milliarden Euro. Die Länder nahmen mit 30,1 Milliarden Euro um 6,6 Prozent mehr an Steuern ein als im Vorjahresmonat. Der Gemeindeanteil an der Einkommens- und Umsatzsteuer erhöhte sich im September um 6,8 Prozent auf 5,1 Milliarden Euro. Auf EU-Eigenmittel entfielen 2,5 Milliarden Euro, ein Plus von 13,8 Prozent. Insgesamt belief sich das Steueraufkommen im September auf knapp 69,0 Milliarden Euro.
 
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