Grüne lehnen Grundeinkommen für alle ab

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waldau

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.... dafür aber wenigstens die Erhöhung der RL von Hartz4 :icon_klarsch:

Und ab wann werden die jetzt erhöht noch vor Weihnachten 2007 ??
 

Martin Behrsing

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eine gute Entscheidung das Grundeinkommen für alle abzulehnen. Allerdings betrachte ich deren andere Entscheidung auch nicht hilfreich.
 

Martin Behrsing

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deine haltung versteh ich nu nicht.

??
ich bin kein Fan von Grundeinkommen und halte es für nichts anderes, als den Kapitalismus einen sozialen Antrich zu geben. Mit solchen Modellen können sich Unternehmen völlig ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung entzoiehen. Viel besser sind ein vernünftiger Mindestlohn und erhöhung der Grundsicherung und Arbeitzeitverkürzung.
Warum sollte ein Ackermann Bürgergeld erhalten???? Ich halte viel mehr davon, dass Grundsicherung wirklich nur für die Menschen da ist, die es auch benötigen. Alle anderen sollten gefälligst ihre soziale Verantwortung warnehmen. Aber eigentlich sollte meine Haltung doch bekannt sein. Gerade große Unternehmen wollen doch hinter vorgehaltener Hand das Grundeinkommen haben, weil sie damit aus der Solidargemeisnchaft raus sind und noch mehr Gewinne abschöpfen können. Die Suppe auslöffeln müssen dann Arbeitnehmer und Bezieher von Bürgergeld, weil es eigentlich nur über Verbrauchssteuern zu finanzieren ist. Verbrauchssteuern sind für Unternehmen aber durchlaufende Posten und belasten nicht.
 

Liebe Tweety

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eine gute Entscheidung das Grundeinkommen für alle abzulehnen. Allerdings betrachte ich deren andere Entscheidung auch nicht hilfreich.

27 Milionen Menschen sind nur davon betroffen, also dürfte es nicht falsch sein ein Grundeinkommen zu ermöglichen, momit jeder Leben kann. Schuld des Bürgers ist es nicht eine zu hohe Miete zu bezahlen Strom und diverse andere hoher Kosten. Wer H.IV erhöht sorgt auch dafür das auch andere Bürger schickaniert werden, denn ich betrachte es als Schickane wenn ich mein freier Herr nicht sein kann und darf mit meinen eigenen Gedanken. Mit deinen 10,- € Mindestlohn erreichen auch die wenigsten Leute ein Gewinn in der heutigen Zeit. Eine Mutter mit Kind ist gezwungen voll zu arbeiten als wie nur eben verkürzt was auch den Kind dienlicher sein könnte.
 

Sally38

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Deshalb strebe die Parteiführung eine Anhebung der Regelsätze von 347 auf 420 Euro im Monat ein.
und was ist mit denen die nur 312 euro bekommen,weil sie eine gemeinschaft bilden :confused:
 

Assi0815

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ich bin kein Fan von Grundeinkommen und halte es für nichts anderes, als den Kapitalismus einen sozialen Antrich zu geben. Mit solchen Modellen können sich Unternehmen völlig ihrer sozialen und ökologischen Verantwortung entzoiehen. Viel besser sind ein vernünftiger Mindestlohn und erhöhung der Grundsicherung und Arbeitzeitverkürzung.
Warum sollte ein Ackermann Bürgergeld erhalten???? Ich halte viel mehr davon, dass Grundsicherung wirklich nur für die Menschen da ist, die es auch benötigen. Alle anderen sollten gefälligst ihre soziale Verantwortung warnehmen. Aber eigentlich sollte meine Haltung doch bekannt sein. Gerade große Unternehmen wollen doch hinter vorgehaltener Hand das Grundeinkommen haben, weil sie damit aus der Solidargemeisnchaft raus sind und noch mehr Gewinne abschöpfen können. Die Suppe auslöffeln müssen dann Arbeitnehmer und Bezieher von Bürgergeld, weil es eigentlich nur über Verbrauchssteuern zu finanzieren ist. Verbrauchssteuern sind für Unternehmen aber durchlaufende Posten und belasten nicht.


Martin,

dann müssten wir von einem Mindestlohn über 12 Euro reden, alles andere wäre PipiFax und nem Eingangssteuersatz ab z.B. 35.000 Euro p.a.
ABER, da alle immer NUR Billig kaufen, is der ML auch ne Utopie.

Neue Konzepte MÜSSEN her; die Finanzierung kann wohl über diverse Regularien gerechnet werden, NICHT NUR über Verbrauchs/Konsumsteuern.
Hierzu ist unabdingbar ein solides Konzept UND dann ein Volksentscheid.

Dies ma in Kürze......ich schreibe ungern endlose Monologe.

Gruss
Assi:icon_pause::icon_pause:
 

Liebe Tweety

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deine haltung versteh ich nu nicht.

??

Ich auch nicht, denn durch die Erhöhung der Regelsätze treibe ich eindeutig noch mehr Menschen in der erdrückenden Armut, jeden Pup den man läßt muss man weiterhin angeben. Das nenne ich eine kontrollierte Gesellschaft. Wir sind keine Straftäter. Der der nur H.IV dazu bekommt muss jeden Monat seine Lohnzettel abgeben und zur ARGE und nicht nur alle 1/4 Jahr sein Konto ablichten lassen. Ferner gehört auch zum Grundeinkommen eine Lohnminderung und da müssen auch die Politker runter denn von den Geld kann man ja Leben. Alles was bürokratischen Müll ist kann weg. Ein Unternehmer kann durchseine Einsparung der Lohnkosten gut noch einen Mitarbeiter einstellen und das Geld was gebraucht wird kann von Unternehmen teilfinanziert werden. Es ist ein Umdenken erforderlich in vielen Bereichen.
 
H

Hutter

Gast
Nur soviel ich kann nicht Familienmitlieder voneinander abhängig machen, ergibt Streit der nicht sein braucht.
Doch! Das muß so sein!

Die Familie ist die Keimzelle jeder Gesellschaft. Und eigentlich ist die Familie dafür zuständig, daß in Notfällen für einzelne Familienmitglieder gesorgt ist. Nicht der Staat!

Außerdem gelingt es einer Familiengemeinschaft meistens sehr viel effektiver, "Blau-Macher" zur Arbeit zu "ermuntern".

Macht gar nichts, wenn da zwischendurch mal Streit entsteht.
 
R

Rounddancer

Gast
Durchaus verständlich

Nun, die Grünen ahnen halt, daß dem Bürger, hier: Dem Langzeitarbeitslosen, und damit Hartz IV-Hilfeempfänger, das Geld dringend fehlt,- und daß der den wähen wird, der ihm am sichersten verspricht, daß das Geld mehr wird.
Die wissen, daß das Bürgergeld, oder wie auch immer es heißen wird, zwar eine hehre Theorie ist, der verschiedene Leute in verschiedensten Parteien, etc., in ihren schlaflosen Nächten nachhängen,- daß jedoch da die Interessen der jeweiligen Bürgergeld-Unterstützer noch viel zu konträr sind. Einen schnell lebbaren Kompromiss für ein Bürgergeld (o.ä.) wird es für die heute lebenden Menschen sicher nicht geben. Und so, da noch immer der alte Satz von Bert Brecht aus der "Drei-Groschen-Oper" gilt: "Erst kommt das Fressen, dann die Moral!", ist es besser, die Träume beiseite zu stellen,- und lieber erstmal den Menschen mehr Geld zu geben.
Was dann wieder die Wirtschaft ankurbelt, denn Transferleistungsempfänger geben ihr Geld, der Not gehorchend, nicht dem eignen Triebe sehr schnell wieder für existenzielle Bedürfnisse aus,- da wird schon mangels Masse kein Geld gehortet, wie das die Reichen tun.

Der ganze Beschluß scheint mir aber nur aus Angst vor der Die Linke. gemacht zu sein, genau wie auch die paar Beschlüsse zur Umwelt,- auch da versuchen die Grünen nun krampfhaft dagegen anzutraten, daß ihnen die Die Linke. selbst bei den den Grünen eigentlich ureigensten ökologischen Themen längst den Schneid und die Kompetenz abgenommen hat.

Bevor ein bedingungsloses Grundeinkommen/Bürgergeld, etc. kommt, wird erstmal ein Kamel durch ein Nadelöhr passen.

Übrigens: Wenn Bürgergeld, dann wird das selbstverständlich auch der Reiche bekommen, denn es wird so sein wie mit dem heutigen Kindergeld:
Aus dem Gleichbehandlungsgrundsatz heraus müssen auch die Reichen das Kindergeld bekommen,- weil, würde man es ihnen nicht geben, dann müßte man ihnen stattdessen Steuervorteile einräumen, die effektiv dazu führten, daß die Reichen für ihre Kinder mehr Steuern sparen/gestalten könnten, als der Normalelter an Kindergeld für seine Kinder kriegt.
Das wurde ja schon mal versucht,- bei der Einführung erläuterte mir unsere Steuerberaterin das mit den Worten: "Nun, die Reichen geben ja auch viel mehr für ihre Kinder aus..."
Und das darf nicht sein, dem Staat dürfen die Kinder der Reichen nicht mehr wert sein als die Kinder der Armen und Normalbürger.

Darum lieber erstmal die Erhöhung vom Alg II, um die gröbste Not zu stopfen.

Wobei die Grünen ja gut reden haben,- denn als Oppositionspartei können sie beschließen, was sie wollen,- es wird eh gemacht, was die Regierung (und die Lobbyisten der Wirtschaft dort) wollen.
 

waldau

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Wobei die Grünen ja gut reden haben,- denn als Oppositionspartei können sie beschließen, was sie wollen,- es wird eh gemacht, was die Regierung (und die Lobbyisten der Wirtschaft dort) wollen.

..... :icon_pfeiff: sehr gute Aussage Rounddancer :icon_party:

Gilt aber auch für die PDS - eh die Linke :icon_twisted: oooder
 

Liebe Tweety

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Doch! Das muß so sein!

Die Familie ist die Keimzelle jeder Gesellschaft. Und eigentlich ist die Familie dafür zuständig, daß in Notfällen für einzelne Familienmitglieder gesorgt ist. Nicht der Staat!

Außerdem gelingt es einer Familiengemeinschaft meistens sehr viel effektiver, "Blau-Macher" zur Arbeit zu "ermuntern".

Macht gar nichts, wenn da zwischendurch mal Streit entsteht.

Wie denn? Das was man eventuell noch beim Vater /Ehemann machen kann, kann man nicht bei den Kindern machen. Es gibt hier noch ein Stückchen Hoffnung, wenn man die nötige Geduld auf bringt. Hört doch endlich mal auf zu träumen denn so mancher junge Mensch wurde die Zukunft schon verbaut bevor er richtig laufen lernte. Das sind die Dinge die nie betrachtet werden. Es geht nämlich nicht nur darum jemanden zur Arbeit zu ermuntern, denn damit habe ich die wenigsten Probleme.
 

scullers

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Hi !

Die Grünen schleichen um das eigentliche Thema herum !
Die Bürgerversicherung - in die ALLE Einkommensabhängig einzuzahlen haben - und nicht wie bisher , das Zwei-Klassen-Sozialsystem !
Halt die Einkommensabhängig gesetzlich Verpflichteten Zwangsozialzahler -
und die davon befreiten Privatabgesicherten - mit einer Top Rendite , ohne soziale Komponente in den Verträgen !
Eine Bürgerversicherung zur Rente-Erwerbslosigkeit-Pflege und Krankheit muss her - und die sollte von allen Bürgern finanziert werden !
 

alf53

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Die Grünen haben zuerst Hartz4 mit diesen zum Leben nicht ausreichenden Regelsatz mit beschlossen und jetzt auf einmal sehen die ein, dass dieser Regelsatz viel zu niedrig bemessen war. Ich finde diese Partei total unglaubwürdig. Trotzdem ist es gut, dass sie dieses Thema jetzt so öffentlich zur diskutieren . Man kann nur hoffen, dass andere Parteien das auch tun werden und der Regelsatz endlich erhöht wird. Und hoffentlich nicht erst in 10 Jahrten sondern ab Januar 2008!!!
 
E

ExitUser

Gast
deine haltung versteh ich nu nicht.

??

Wer sich gestern diesen *grünen*Parteitag im Original aufmerksam angeschaut hat, hat die Antwort und Erklärung in der Rede von Bsirkse bekommen.
Lassen wir die anderen, vielschichtigen Probleme mal aussen vor, denn die nachfolgende Aussage reicht eigentlich schon für ein 'Nein' zum Grundeinkommen.
Er sagte, dass bei Einführung des Bürgergeldes auf längere Sicht auch die Rentenkassen abgeschafft würden.

Sozialtransfers fallen dann ebenfalls flach.

Nun erkläre mir mal einer, wie ein Schwerbehinderter, gebrechliche Oma etc. lediglich mit einem Bürgergeld über die Runden kommen soll.
Man sprach gestern von einem Bürgergeld im Rahmen von 800€( und das ist schon viel, denn Althaus sprach von nur 600). Jo, hört sich auf den ersten Blick gut an. Es vergisst aber jeder, dass hiervon noch KV undPflgV abgehen. Nehmen wir den Pauschbetrag ( Althaus) von 200€, bleiben 600€ übrig.

Wenn die Preisexplosion so weitergeht, wie bisher, und das Bürgergeld eingeführt würde, hätten wir leicht die doppelte Menge an Armut, als heute, denn 600€ Grundeinkommen wird Menschen, die NICHT mehr arbeiten können, auf keinen Fall das Überleben sichern.

Ganz abgesehen von den Vorhaben der Steuererhebung von 50-70% auf jeden erarbeiteten €, das Anheben der Mehrwert/Umsatzsteuer usw.usf.

Nicht blenden lassen von diesem Begriff 'bedingungsloses' Grundeinkommen, sondern auch einmal dahinterschauen, welche Stolpersteine vorhanden sind!!!


Was Bsirske gestern auch sagte, bzw. fragte, war: ob man wirklich glaube, dass man bei einem Finanzamt/ Finanzbeamten höflicher oder gerechter glaube behandelt zu werden, als in einer ARGE?
 

Assi0815

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Nicht NUR Schwarz oder Weiss

Bis dato sind doch sämtliche Sozialsystem fast am Ende wenn nicht schon kolabiert.....(H4, Sozialhilfe, Gesundheitswesen, Renten, Wohngeld usw).
Also, ein Berechnen/Ansparen über Erwerbstätigkeit is nich mehr, da Morgen und Übermorgen noch mehr klassische Arbeit hier wegfällt.

Die Paar, die "noch" arbeiten, können dieses volkswirtschaftliche Volumen an Transferleistungen nicht bis niemehr stemmen.....is doch logo.....*

Also muss etwas ganz Neues, aber Ausgereiftes her und das ist nun mal "ein bedingungsloses Grundeinkommen".
Über den Inhalt/die Finanzierung muss man sich profund unterhalten und wenn möglich wäre unabdingbar DANN eine Volksabstimmung!!

So rumdocktern wie bisher is nich mehr, denn die Repräsalien (H4) werden erhalten bleiben und dazu habe ich persönlich NULL Bock.
Kranke, Schwache usw. müssten natürlich ein wesentlich höheres bGE erhalten, da sie NICHTS dazuverdienen können.

Und wenn ich mir die Milliaden anschaue, die jährlich NUR verplempert werden, dann hätten wir schon die halbe Miete für so ein NEUES Konzept.

Assi*:icon_pause:
 

zebulon

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Ich verstehe die Argumentation gegen das Grundeinkommen nicht:

Wenn die Preisexplosion so weitergeht, wie bisher, und das Bürgergeld eingeführt würde, hätten wir leicht die doppelte Menge an Armut, als heute, denn 600€ Grundeinkommen wird Menschen, die NICHT mehr arbeiten können, auf keinen Fall das Überleben sichern.
Alle diese Probleme treffen auch auf die jetzige Situation für Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich und für die Rentner zu.

Alle anderen sollten gefälligst ihre soziale Verantwortung warnehmen.
Martin, mal abgesehen was du mit sozialer Verantwortung genau meinst, warum sollte das nicht auch mit einem Grundeinkommen möglich sein?
Im Gegenteil, HartzIV verhindert das vielleicht sogar eher, Stichwort: "eheähnliche Gemeinschaften"-Problematik.

Ich möchte noch anführen, dass ich mit Grundeinkommen reisen könnte und anderweitig Vermögen aufbauen kann, wie ich möchte, zum Beispiel auch an der Börse.

Ich geb' dir aber insofern Recht, das Grundeinkommen ist kapitalistisch, aber dann wäre ich daran beteiligt, in der heutigen Situation bin ich ausgeschlossen. So würde ich mir den Kapitalismus vielleicht gefallen lassen.

Ein Problem wäre, eine mangelnde Beteiligung an innerbetrieblichen Entscheidungsprozessen, wenn viele Menschen nicht mehr in solchen Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind, sondern mit Grundeinkommen und Erwerb aus Nebentätigkeit zurechtkommen. Das wäre natürlich ein demokratisches Manko.

Allerdings kann man bei den heutigen Verhältnissen in den Betrieben auch kaum von "innerbetrieblicher Beteiligung" der Arbeitnehmer sprechen. Das dürfte die Ausnahme sein.

Tinkalla schrieb:
Er sagte, dass bei Einführung des Bürgergeldes auf längere Sicht auch die Rentenkassen abgeschafft würden.

Sozialtransfers fallen dann ebenfalls flach.

Es ist klar, dass zur Finanzierung des Grundeinkommens die Betriebe und Konzerne steuerlich belastet werden müssen und dass das Ganze rechtlich Hand und Fuß haben muss. Was spricht also dagegen, dass dann andere Sozialtransfers abgeschafft werden. Sie werden dann durch einen neuen Anspruch ersetzt. Das Grundeinkommen müsste bei solch einem kompletten Systemwechsel allerdings höher sein, als die Althaus-Variante und natürlich inflationsgesichert. Bei den Gehältern haben wir eine Inflationssicherung im Übrigen nicht. Hier kann aber theoretisch der Arbeitnehmer streiken und die Verweigerung seiner Arbeitskraft als Ultima Ratio einsetzen um Gehaltsanpassungen durchzusetzen, THEORETISCH.

Man kann das also durchaus kontrovers sehen.
 

Liebe Tweety

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Wer sich gestern diesen *grünen*Parteitag im Original aufmerksam angeschaut hat, hat die Antwort und Erklärung in der Rede von Bsirkse bekommen.
Lassen wir die anderen, vielschichtigen Probleme mal aussen vor, denn die nachfolgende Aussage reicht eigentlich schon für ein 'Nein' zum Grundeinkommen.
Er sagte, dass bei Einführung des Bürgergeldes auf längere Sicht auch die Rentenkassen abgeschafft würden.

Sozialtransfers fallen dann ebenfalls flach.

Nun erkläre mir mal einer, wie ein Schwerbehinderter, gebrechliche Oma etc. lediglich mit einem Bürgergeld über die Runden kommen soll.
Man sprach gestern von einem Bürgergeld im Rahmen von 800€( und das ist schon viel, denn Althaus sprach von nur 600). Jo, hört sich auf den ersten Blick gut an. Es vergisst aber jeder, dass hiervon noch KV undPflgV abgehen. Nehmen wir den Pauschbetrag ( Althaus) von 200€, bleiben 600€ übrig.

Wenn die Preisexplosion so weitergeht, wie bisher, und das Bürgergeld eingeführt würde, hätten wir leicht die doppelte Menge an Armut, als heute, denn 600€ Grundeinkommen wird Menschen, die NICHT mehr arbeiten können, auf keinen Fall das Überleben sichern.

Ganz abgesehen von den Vorhaben der Steuererhebung von 50-70% auf jeden erarbeiteten €, das Anheben der Mehrwert/Umsatzsteuer usw.usf.

Nicht blenden lassen von diesem Begriff 'bedingungsloses' Grundeinkommen, sondern auch einmal dahinterschauen, welche Stolpersteine vorhanden sind!!!


Was Bsirske gestern auch sagte, bzw. fragte, war: ob man wirklich glaube, dass man bei einem Finanzamt/ Finanzbeamten höflicher oder gerechter glaube behandelt zu werden, als in einer ARGE?

Wenn keiner den Anderen richtig zu hören will wird das nie etwas. Ich diskutiere nicht um den heißen Brei sondern hatte auch meine Vorschläge schon gemacht. Was haltet ihr Euch daran fest was die Politiker irgendwo gesagt haben? Das da Oben ist ganz ehrlich gesagt nur dummes Gefasel
 

Liebe Tweety

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Ich verstehe die Argumentation gegen das Grundeinkommen nicht:

Alle diese Probleme treffen auch auf die jetzige Situation für Arbeitnehmer im Niedriglohnbereich und für die Rentner zu.

Martin, mal abgesehen was du mit sozialer Verantwortung genau meinst, warum sollte das nicht auch mit einem Grundeinkommen möglich sein?
Im Gegenteil, HartzIV verhindert das vielleicht sogar eher, Stichwort: "eheähnliche Gemeinschaften"-Problematik.

Ich möchte noch anführen, dass ich mit Grundeinkommen reisen könnte und anderweitig Vermögen aufbauen kann, wie ich möchte, zum Beispiel auch an der Börse.

Ich geb' dir aber insofern Recht, das Grundeinkommen ist kapitalistisch, aber dann wäre ich daran beteiligt, in der heutigen Situation bin ich ausgeschlossen. So würde ich mir den Kapitalismus vielleicht gefallen lassen.

Ein Problem wäre, eine mangelnde Beteiligung an innerbetrieblichen Entscheidungsprozessen, wenn viele Menschen nicht mehr in solchen Arbeitsverhältnissen beschäftigt sind, sondern mit Grundeinkommen und Erwerb aus Nebentätigkeit zurechtkommen. Das wäre natürlich ein demokratisches Manko.

Allerdings kann man bei den heutigen Verhältnissen in den Betrieben auch kaum von "innerbetrieblicher Beteiligung" der Arbeitnehmer sprechen. Das dürfte die Ausnahme sein.

Tinkalla schrieb:

Genau das ist es was mich ganz einfach stört, ich sehe viele Vorteile wenn die Höhe stimmt und ich sehe Arbeitsplätze die wieder kommen können.

Es ist klar, dass zur Finanzierung des Grundeinkommens die Betriebe und Konzerne steuerlich belastet werden müssen und dass das Ganze rechtlich Hand und Fuß haben muss. Was spricht also dagegen, dass dann andere Sozialtransfers abgeschafft werden. Sie werden dann durch einen neuen Anspruch ersetzt. Das Grundeinkommen müsste bei solch einem kompletten Systemwechsel allerdings höher sein, als die Althaus-Variante und natürlich inflationsgesichert. Bei den Gehältern haben wir eine Inflationssicherung im Übrigen nicht. Hier kann aber theoretisch der Arbeitnehmer streiken und die Verweigerung seiner Arbeitskraft als Ultima Ratio einsetzen um Gehaltsanpassungen durchzusetzen, THEORETISCH.

Man kann das also durchaus kontrovers sehen.

Klaro man kann es auch richtig rüberbringen, denn auch der Unternehmer geht auf einer Reise womit er durchaus Leben könnte. Unter 1000 geht nicht denn das ist das niedrigste der Gefühle.
 
D

Debra

Gast
Man könnte alle Sozialtransfers durch ein Bürgergeld ersetzen. Also ein Grundeinkommen für jene, die krank, arbeitslos oder eine minimale Rente haben oder eben gar kein ausreichendes Einkommen haben. Es ist klar, dass jemand wie Ackermann oder sonstige Gutverdiener kein Grundeinkommen bekommen sollten. Das ist bei der Diskussion Grundeinkommen bisher nicht beachtet worden. Dennoch sollte die Leistung von allen finanziert werden, nicht nur durch lohnabhängig Beschäftigte. - Und alle Repressalien durch Argen müssen natürlich wegfallen. Bereicherung von dubiosen "Trägern" auf Kosten der Steuerzahler, die dafür bezahlt werden, dass sie un- oder geringqualifizierte Arbeitslose verarschen... sollte so nicht mehr sein.
 

Liebe Tweety

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Bis dato sind doch sämtliche Sozialsystem fast am Ende wenn nicht schon kolabiert.....(H4, Sozialhilfe, Gesundheitswesen, Renten, Wohngeld usw).
Also, ein Berechnen/Ansparen über Erwerbstätigkeit is nich mehr, da Morgen und Übermorgen noch mehr klassische Arbeit hier wegfällt.

Die Paar, die "noch" arbeiten, können dieses volkswirtschaftliche Volumen an Transferleistungen nicht bis niemehr stemmen.....is doch logo.....*

Also muss etwas ganz Neues, aber Ausgereiftes her und das ist nun mal "ein bedingungsloses Grundeinkommen".
Über den Inhalt/die Finanzierung muss man sich profund unterhalten und wenn möglich wäre unabdingbar DANN eine Volksabstimmung!!

So rumdocktern wie bisher is nich mehr, denn die Repräsalien (H4) werden erhalten bleiben und dazu habe ich persönlich NULL Bock.
Kranke, Schwache usw. müssten natürlich ein wesentlich höheres bGE erhalten, da sie NICHTS dazuverdienen können.

Und wenn ich mir die Milliaden anschaue, die jährlich NUR verplempert werden, dann hätten wir schon die halbe Miete für so ein NEUES Konzept.

Assi*:icon_pause:

Genauso ist es, denn alle Sozialsysteme sind am Ende. Ich stelle mich nämlich auch schon die Frage warum soll ich was schultern wenn ich nichts für ein System kann? H.IV hat schon etliche Menschen in Ruin getrieben die nichts dafür können und davon abgesehen haben wir noch 40 Millionen menschen die es eben so ergehen würden.
 
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