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Gründung einer WG

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xbkth

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#1
Hallo,

ich wohne seit 3 Jahren in einer Wohnung die 150 qm hat, damals noch mit meiner Freundin und Ihren Kindern, jetzt aber alleine. Ich weiß dass diese für mich viel zu groß ist, daher habe ich ja jetzt meinen Bruder mit aufgenommen und wir haben eine WG gegründet. Nur wurde mir jetzt die Miete auf 140 € + 20 € Heizkostenzuschuss gekürzt. Vorher erhielt ich 280 € + 40 € Heizkosten. Ist das normal, da mein Bruder auch nur 140 € + 20 € bekommt. Die Miete der Wohnung beträgt aber 540 €. Dürfen die den Höchstsatz ( 280 € ) einfach durch 2 teilen, obwohl wir doch eine WG und einen Untermietvertrag haben wo mein Bruder an mich 240 € zahlen sollte.
Oder sollen wir uns generell überlegen wie wir die Wohnung noch behalten können. Ich habe noch ein Nebengewerbe angemeldet. Wenn mein Vermieter mitspielt und die Wohnung an meine Firma vermietet, könnten wir doch beide einen Untermietvertrag mit meiner Firma machen. Dann müsste doch die ARGE die korrekte Miete an uns beide zahlen. Oder gibt es da wieder was von der ARGE zu bemängeln?
Für Hilfe wäre ich sehr dankbar, da ich die Wohnung sehr gerne weiter behalten möchte, da ich bevor ich arbeitslos wurde einige 1000 € in die Wohnung gesteckt habe durch Laminat Fußböden und Deckenpanelen usw.

Schöne Grüße aus Amberg
 

Rio

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#2
Hallo,
als Deine Freundin und Kinder aus der Wohnung ausgezogen sind, bist Du unverschuldet in die Situation einer "zu großen" Wohnung gekommen. Daher war das Amt verpflichtet, die vollen Mietkosten zunächst zu übernehmen.

Die Mietkosten nicht mehr zu übernehmen hätte vorausgesetzt, Dich schriftlich und widerspruchstauglich darauf hinzuweisen, dass Du in einer zu teuren Wohnung lebst und man hätte Dich mit einer Frist von mindestens sechs Monaten zur Mietkostensenkung auffordern müssen. (= Untervermietung, alternative Wohnung bzw. die dokumentierte Suche danach.)

Erst nach Ablauf dieser Frist und auch nur dann, wenn Du nicht nachweisen kannst, dass Du tatsächlich der Aufforderung des Bemühens zur Mietkostensenkung nachgekommen bist, ... könnte das Amt ggf. die Zahlung kürzen. Ansonsten ist die Frist zu verlängern.

Insofern wäre natürlich zu jedem Bescheid in dieser Angelegenheit ein fristwahrender Widerspruch notwendig gewesen. Wenn diese Frist abgelaufen ist, dann bleibt nur noch die rückwirkende Überprüfung des Sachverhalts gem. § 44, SGB X. Dies sollte man schriftlich beantragen.

Wenn das alles so stimmt, wie ich es hier behaupte :icon_wink:, dann kann man davon ausgehen, dass das Amt immer von den tatsächlichen Kosten der Unterkunft hätte ausgehen müssen. Zumal Du Dich bereits eigeninitiativ um die Senkung der Mietkosten bemühtest, muss auch hier das Amt für den Untermieter die tatsächlichen Kosten der Wohnung zu Grunde legen. Also auch Dein Bruder muss eigenständig und unter Verweis auf seinen Untermietvertrag in Widerspruch gehen.

Ich empfehle Euch, den Sachverhalt einem Anwalt des Sozialrechts vorzulegen, um dort abzuwägen, ob die Beantragung einer einstweiligen Anordnung durch das Sozialgericht sinnig erscheint. Man kann dies freilich auch ohne Anwalt versuchen, aber vielleicht verbessert sich dadurch die Argumentation gegenüber Gericht und Amt.

Der Anwalt sollte Dich nix kosten. Er kann für Dich einen Beratungsschein beantragen, ... in aller Regel aber bekommen Sozialrechtler ohnehin nur knapp die Hälfte ihrer Fälle honoriert. Vielleicht kann Dir eine Beratungsstelle vor Ort eine gute Kanzlei empfehlen.

Liebe Grüße, ... Rio
 

strümpfchen

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#3
Falsche Untermieterwahl *g*

hättest du statt Deines Bruders eine/n Alleinerziehenden mit 2 Kindern aufgenommen, könntest du von diesem/dieser 3/4 der Miete (unabhängig von der vermieteten Fläche) nehmen und hättest keinerlei Probleme mehr mit der Übernahme der Mietkosten.

(Ironiemodus wieder aus)

Die o.g. Antwort entspricht nicht meiner persönlichen Meinung, jedoch wird diese Mietverteilung von meiner ARGE offensichtlich ausdrücklich gewünscht. Da ich mit meinem Sohn in der Wohnung lebe, habe ich gefälligst 2/3 der Miete zu zahlen, ansonsten ist dies eine Unterstützungsleistung meines Vermieters. Dass dieser dann trotz eines guten eigenen Gehaltes für lächerliche 215 € (warm) in einer 60 qm Wohnung in guter Wohnlage leben würde, interessiert wohl nicht. Für mich wäre diese Mietverteilung Leistungsmissbrauch.

Ansonsten kann ich nur RIOs Ausführungen zustimmen.

LG
strümpfchen
 

biddy

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#4
Bei einer Wohngemeinschaft – bestehend aus 2 Personen
– kann nicht ohne Weiteres die für einen 2-Personenhaushalt
(Bedarfsgemeinschaft) angemessene
Wohnungsgröße von 60 m² zugrundegelegt werden.
Denn es kann jedenfalls nicht ohne Weiteres von annähernd
gleichen Lebens- und Wohnverhältnissen
in einer Wohngemeinschaft einerseits und einer Bedarfsgemeinschaft
andererseits ausgegangen werden.
Euch stehen also auf jeden Fall mehr qm zu als einer Bedarfsgemeinschaft. Wohl eher 2 x ca. 45 qm als Wohngemeinschaft.


Quelle und Urteile:
http://www.tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/2007/DW-EKD-Kosten_Unterkunft.pdf
 
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#5
Kostenaufteilung

Die Höhe der Miete des/r Untermieter ist nicht von der Miete, die die Gesamtwohnung kostet, abhängig.
Es treten neue Risiken und auch Kosten auf. Gewinn/Verlust darf man als Vermieter übrigens auch machen.
Nur sollte man sich an die Verträge halten. Auch wenn der Vertragspartner vom selbem Blut ist, ist er doch zu behandeln wie fremd.
Die ARGE hat Euch als zwei Haushalte zu werten. Also zweimal Höchstsatz Einzelperson. Aber erst nachdem die ARGE zu Kostensenkung aufgefordert hat und die Frist abgelaufen ist.
 

xbkth

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#6
Hallo Strümpfchen,

wäre bestimmt ne Möglichkeit, aber die ARGE würde mir dann eine Freundin mit 2 Kindern anhängen, und dann hätte ich auch nur wieder Anspruch auf einen Teil der Miete. Jedenfalls hat es mal ein Schnüffler der die Wohnung begutachtet hat so erwähnt, dass ich aufpassen soll an wem ich dann untervermiete oder mit wem ich eine WG gründe. Denn bei Frauen würde mir dann eine Freundin angehängt.

Hallo Kleindieter,

hast du hier irgendwo ein Urteil oder sonst was für mich, wo ich mich darauf beziehen kann. Ansonsten habe ich es bei der ARGE sehr schwer zu argumentieren, weil die ja mittlerweile nicht mal mehr richtige (fehlerfreie)Bewilligungsbescheide ausstellen kann. Ich bekomme mittlerweile nur noch knappe 190 €. Ok, ist noch ne Sanktion mit 60 % dabei, aber trotzdem.
Ich kann davon keine 540 € Miete und 160 € Strom und Gas bezahlen
 
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