Gründung einer BG = kein mehrbedarf für alleinerziehende?

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sphings

Elo-User*in
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Hallo,

ich gründe mit einer Partnerin und deren Tochter (Ich bin nicht der leibliche Vater) eine BG.
Stimmt es das der anspruch auf mehrbedarf für alleinerziehende wegfällt?

Gruß

sphings
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Sie bleibt weiterhin alleinerziehend! Sie hat alle Rechte und Pflichten dem Kind gegenüber.
Dein Einzug berechtigt z.B. nicht zu einem Steuerklassenwechsel, oder zur bezahlten Freistellung von der Arbeit wenn das Kind mal krank sein sollte.

Zur Chaosabwehr würde ich nicht einziehen. Man kann sich auch so besuchen.
 
E

ExitUser

Gast
Sie hat leider Pech. Sie gilt ab da eben nicht mehr als alleinerziehend. Das hat auch Auswirkungen auf die Steuerklasse. Steuerklasse 2 ist dann auch nicht mehr, auch nicht der Alleinerziehendenzuschlag.
Die Rechte und Pflichten berührt es nicht. Deshalb kann trotzdem der neue Freund auf das Kind aufpassen, wenn es sein muss. Das ist nicht verboten.
 

ela1953

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Wieso?? Habe nichts von Hochzeit gelesen.

hier zum Verlust der Steuerklasse II


Steuerklasse II gilt für die zu Steuerklasse I genannten Arbeitnehmer, wenn ihnen der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende zusteht. Voraussetzung für die Gewährung des Entlastungsbetrags ist, dass der Arbeitnehmer Alleinerziehender ist und zu seinem Haushalt mindestens ein Kind gehört, für das ihm ein Freibetrag für Kinder oder Kindergeld zusteht und das bei ihm mit Haupt- oder Nebenwohnung gemeldet ist. Ist das Kind bei mehreren Personen gemeldet, steht der Entlastungsbetrag demjenigen Alleinerziehenden zu, der das Kindergeld erhält.
Lebt der Arbeitnehmer in einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft, kann der Entlastungsbetrag nicht gewährt werden. Das Gleiche gilt, wenn der Alleinerziehende mit einer anderen volljährigen Person, für die ihm kein Freibetrag für Kinder oder Kindergeld zusteht, einen gemeinsamen Haushalt führt, es sei denn, dass es sich um ein volljähriges Kind handelt, das den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst leistet, sich freiwillig für die Dauer von nicht mehr als drei Jahren zum Wehrdienst verpflichtet hat oder eine vom gesetzlichen Grundwehrdienst oder Zivildienst befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausübt.


und hier aus dem SGB


§ 21 Leistungen für Mehrbedarfe beim Lebensunterhalt

(1) Leistungen für Mehrbedarfe umfassen Bedarfe nach den Absätzen 2 bis 5, die nicht durch die Regelleistung abgedeckt sind.
(2) Werdende Mütter, die erwerbsfähig und hilfebedürftig sind, erhalten nach der 12. Schwangerschaftswoche einen Mehrbedarf von 17 vom Hundert der nach § 20 maßgebenden Regelleistung.
(3) Für Personen, die mit einem oder mehreren minderjährigen Kindern zusammen leben und allein für deren Pflege und Erziehung sorgen, ist ein Mehrbedarf anzuerkennen 1.in Höhe von 36 vom Hundert der nach § 20 Abs. 2 maßgebenden Regelleistung, wenn sie mit einem Kind unter sieben Jahren oder mit zwei oder drei Kindern unter sechzehn Jahren zusammen leben, oder
 

catwoman666666

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Das Gleiche gilt, wenn der Alleinerziehende mit einer anderen volljährigen Person, für die ihm kein Freibetrag für Kinder oder Kindergeld zusteht, einen gemeinsamen Haushalt führt, es sei denn, dass es sich um ein volljähriges Kind handelt, das den gesetzlichen Grundwehr- oder Zivildienst leistet, sich freiwillig für die Dauer von nicht mehr als drei Jahren zum Wehrdienst verpflichtet hat oder eine vom gesetzlichen Grundwehrdienst oder Zivildienst befreiende Tätigkeit als Entwicklungshelfer ausübt.

D. h. solange du für dein erwachsenes Kind Kindergeld bekommst, solange hast du Steuerklasse II, oder habe ich jetzt einen Denkfehler???
 
G

Gelöschtes Mitglied 4560

Gast
Dann muss aber Steuerklasse drei gewährt werden. Wenn eheähnlich zum Verlust von zwei führt, da man nicht mehr allein ist, dann ist nur drei(ggf. fünf) passend. Eins wäre ja für ganz allein. Ach ja, die Familienversicherung gibt es dann auch??? Macht hier der Papst die Gesetze? Klingt so.
 
E

ExitUser

Gast
Dann muss aber Steuerklasse drei gewährt werden. Wenn eheähnlich zum Verlust von zwei führt, da man nicht mehr allein ist, dann ist nur drei(ggf. fünf) passend. Eins wäre ja für ganz allein. Ach ja, die Familienversicherung gibt es dann auch??? Macht hier der Papst die Gesetze? Klingt so.

Scheint so. Familienversicherung ist nicht. Nur der Vater des Kindes kann das Kind mitversichern, die Frau muss sehen, dass ihre der Freund bezahlt, falls sie keinen Cent mehr an ALG2 bekommen sollte, aber das ist hier noch gar nicht zur Sprache gekommen, ob das zutrifft.

Wobei wir nicht einmal wissen, ob er arbeitet und seine Partnerin dann überhaupt noch etwas bekommt. Hat er nicht gesagt. Seit drei Tagen ist er nicht hier gewesen, vielleicht hat ihm die erste Antwort schon gereicht und wir und auch ich haben uns zu tief da rein versetzt.
Manchmal will man helfen und übetreibt es, na ja. Wer weiß, wer das noch alles lesen wird.

Gtue Nhcat (Test)
 
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