Großes Problem mit der ARGE! (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Status
Für weitere Antworten geschlossen.

JeckasAlder

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Januar 2009
Beiträge
4
Bewertungen
0
Hallo,
Bin mir jetzt nicht sicher ob dass das richtige Forum ist.

Ich versuche mein Problem so klar wie möglich zu schildern.

Personen sind 2 Erwachsene und 4 Kinder (1, 3, 4 und 5 Jahre alt)
Vater hat Borreliose und wurde zu 95% arbeitsunfähig erklärt vom Amtsarzt.
Mutter ist im Erziehungsurlaub.

Zu der Arbeitsunfähigkeit: Es wurden 13 Einschränkungen bescheinigt.

Der Große hat ADHS und einen integrativen Kindergartenplatz. Der Kindergarten ist jedoch 40km weiter weg. Daraus folgt dass er jeden Morgen und Nachmittag hingebracht und abgeholt werden muss.

Die ARGE sagt nun: Der Vater wäre vermittelbar (sind ja keine 100% Unfähigkeit) würde er nicht jeden Morgen und Mittag zum Kindergarten fahren müssen.

Jetzt wollen die die Mutter ranziehen und ihr die Erziehung der Kinder nehmen und in einen Job vermitteln. Das ist natürlich nicht so schön.

Für mich sprechen 2 Dinge dagegen dass die ARGE damit durchkommt.
Erstens denke ich es ist nicht so einfach einer Frau den Mutterschaftsurlaub abzusprechen. Zweitens kann der Vater durch die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit sich gar nicht um die Kinder kümmern weil unter anderem keine Fremd- und Eigenverantwortung übernehmen darf. Kreislaufzusammenbrüche und extreme Rheumaähnlich Schmerzschübe kommen auch vor. Also normalerweise kann man den Vater nicht über Stunden alleine mit den Kindern lassen.

Die ARGE sieht das natürlich anders und wird jetzt alles versuchen.
Haben die eine realistische Chance damit durchzukommen, und was kann ich jetzt tun? Ein Gedanke ist noch ein Gang zum Arzt um nochmal konkret zu bescheinigen lassen dass keine Kinderbetreuung von seiten des Vaters möglich ist.

Bitte um schnelle Hilfe! Und danke im Vorraus!

P.S.: Wenns doch das falsche Forum ist bitte verschieben, sorry!
 

gerda52

Redaktion
Mitglied seit
21 März 2007
Beiträge
4.331
Bewertungen
366
JeckasAlder meinte:
Für mich sprechen 2 Dinge dagegen dass die ARGE damit durchkommt.

Erstens denke ich es ist nicht so einfach einer Frau den Mutterschaftsurlaub abzusprechen.

Mutterschaftsurlaub gibts nicht mehr, heute nennt sich das Elternzeit.

Die Mutter sollte der Aktivierung widersprechen, weil die Betreuung der Kinder nicht sichergestellt ist. Mehrere Kinder im Alter wie angegeben zu versorgen ist m.E. Schwerstarbeit, mit nur Beaufsichtigen kann man die Anforderungen nicht erfüllen.

Zweitens kann der Vater durch die bescheinigte Arbeitsunfähigkeit sich gar nicht um die Kinder kümmern weil unter anderem keine Fremd- und Eigenverantwortung übernehmen darf. Kreislaufzusammenbrüche und extreme Rheumaähnlich Schmerzschübe kommen auch vor. Also normalerweise kann man den Vater nicht über Stunden alleine mit den Kindern lassen.
Wehrt Euch mit Händen und Füßen dagegen, fordert ggf. eine Haushaltshilfe und eine Kinderpflegerin auf Kosten der Arge, falls man von dem Ansinnen nicht abrückt.
 

JeckasAlder

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Januar 2009
Beiträge
4
Bewertungen
0
Danke erstmal für die schnelle Antwort.
Das mit der Haushaltshilfe wollen wir eher nicht weil Fremden gegenüber nur sehr schwer vertrauen.. und dann jemand Fremdes die Verantwortung für die Kinder übertragen geht leider nicht.
 

gerda52

Redaktion
Mitglied seit
21 März 2007
Beiträge
4.331
Bewertungen
366
Das mit der Haushaltshilfe wollen wir eher nicht weil Fremden gegenüber nur sehr schwer vertrauen.. und dann jemand Fremdes die Verantwortung für die Kinder übertragen geht leider nicht.
Mit der Forderung soll der Arge ja auch nur die Unsinnigkeit ihrer Strategie vorgeführt werden. Keine Sorge, Hartzler bekommen so leicht keine Bediensteten gestellt.
 

physicus

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
1 März 2008
Beiträge
6.713
Bewertungen
1.086
Vater hat Borreliose und wurde zu 95% arbeitsunfähig erklärt vom Amtsarzt.
sollen sie doch mal erklären welche tätigkeit sie sich mit 5% vorstellen ;)

irgendwie sollte der ersteller dieses schriebes mal zum amtsarzt gehen...
sollte mich nicht wundern wenn die arge selber den termin angestrengt hat für den herrn, dann kamen 95% behinderung raus, was nun? ^^
versuchen kann man es ja mal.

mit 5% arbeitskraft kann man sicher keine kinder "hüten",
wenn das anders wäre könnte er ja in einer kindertagesstätte anfangen.

gruß physicus
 

JeckasAlder

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Januar 2009
Beiträge
4
Bewertungen
0
Wie kann ich denn jetzt am besten dagegen vorgehen?
Dienstag soll die Mutter zu nem Gespräch vorbeikommen, muss man da sehr aufpassen was man sagt?
Der Vater hat jetzt durch die "unvermittelbarkeit" auch nicht mehr die vereinbarung der mitwirkungspflicht und bewerbung bekommen.
 

Martin Behrsing

Redaktion
Mitglied seit
16 Juni 2005
Beiträge
21.600
Bewertungen
4.177
Ihr sollt das ja auch nur fordern. Du glaubst doch nicht im Ernst, dass die ARGE sich dafür dann einsetzt. Dein Vater soll eine ärtzliche Bescheinigung vorlegen, dass er tatsächlich nicht die Betreuung der Kinder übernehmen kann. Eine AU reicht nicht.

Danke erstmal für die schnelle Antwort.
Das mit der Haushaltshilfe wollen wir eher nicht weil Fremden gegenüber nur sehr schwer vertrauen.. und dann jemand Fremdes die Verantwortung für die Kinder übertragen geht leider nicht.
 

JeckasAlder

Neu hier...
Startbeitrag
Mitglied seit
22 Januar 2009
Beiträge
4
Bewertungen
0
Danke!
Das is hier nur ne ganz kleine Stelle mit vielleicht 5 Mitarbeitern... aber das sind n paar A...
 

HajoDF

VIP Nutzer*in
Mitglied seit
19 Juli 2005
Beiträge
2.562
Bewertungen
1.549
Folgende Argumente könnten hilfreich sein:
Ein zu 95% Arbeitsunfähiger kann bei einem 8-Stunden-Tag (Durchschnitt) nur 0,4 Stunden, als 15 min arbeiten!

§ 8 Erwerbsfähigkeit SGB II
(1) Erwerbsfähig ist, wer nicht wegen Krankheit oder Behinderung auf absehbare Zeit außerstande ist, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein.
Damit steht der Erkrankte zur Zeit der Vermittlung und auch für andere Maßnahmen nicht zur Verfügung. Da die Erkrankung nicht von Dauer ist (im Normalfall), kommt auch kein Antrag auf Erwerbsminderung in Frage.
Die Mutter befindet sich in der gesetzlich geregelten Elternzeit und steht damit der Vermittlung auch nicht zur Verfügung. Eine Übertragung der Erziehungsarbeit auf den Ehemann kann in diesem Fall ausschließlich nach Begutachtung durch den Medizinischen und den psychologischen Dienst erfolgen und nicht durch einen medizinisch völlig inkompetenten Mitarbeiter der ARGE.
Sollte er dies dennoch tun, ist sofort Widerspruch und Klage zu erheben, daneben sicher auch eine Strafanzeige wegen Körperverletzung und Amtsgewaltsmissbrauch.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Oben Unten