Grenzenloser Spielraum für Integrationsberater (Bildungsträger)? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

LilaSpinne

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Hallo werte Community!

Seid heute beschäftigt mich eine Frage.. die mir quasi in der Umschulung über den Weg gestolpert ist.

Wie viel muss ich mir von einem Integrationsberater meines Bildungsträgers gefallen lassen?

Die Situation bei meinem Bildungsträger - mit dem ich ansonsten zufrieden bin und diese Umschulung auch gewünscht habe - sieht folgender Maßen aus:

In mehreren Fällen ist mir jetzt bekannt, dass von Seiten des betreuenden Integrationsberaters vor Ort sehr viel Druck gemacht wird. Da werden Leute mit Schulden zur Schuldnerberatung beordert, Essgestörte zur Therapie gezwungen und Leute, die alkoholaffin sind auch mal zur Suchtberatung geschickt... Das ganze wird dann schriftlich festgehalten und der Umschüler MUSS unterschreiben - inkl. einer Schweigepflichtsentbindung (ein Nicht-Unterschreiben hätte ein Anschwärzen beim Leistungsträger zur Folge). So kommt es dann auch vor, dass ohne Kontrolle durch den Umschüler ganz intime Details erfrage werden können UND erfragt werden!

Ich mache mir nun selbst etwas Sorgen. In einigen Wochen stehen sog. Zielvereinbarungsgespräche an. Dort werden schriftlich die Ziele fixiert. Kann mein Berater von mir z. B. verlangen, dass ich meinen Therapeuten von der Schweigepflicht entbinde (psych. Erkrankung als Reha-Leiden)? Das ich wegen meiner Schulden zur Schuldnerberatung gehe (will ich ja, aber das sollte denen egal sein und in jedem Fall ist das vertraulich) etc. ?

Vielleicht liegt es ja auch an meinem Berater... persönlich. Zwanghafte Überwachung... Selbst ein einzelner Krankheitstag muss bis ins Detail "erörtert" werden. Wir haben schon "Angst" einen wichtigen Facharzt-Termin während der Unterrichtszeit anzumelden, denn alles muss diskutiert werden. Rückfragen werden allerdings mit "ich diskutiere jetzt nicht mit Ihnen...!" beantwortet.

Haben andere Umschüler ähnliche Erfahrungen gemacht? Sind das wirklich Informationen, die der Leistungsträger fordert? Muss man sich das gefallen lassen, da man sonst Ärger riskiert? Mein Bauchgefühl sagt mir, dass das definitiv zu weit geht.

Danke für Hinweise und Ratschläge!
"grüßen tut" die LilaSpinne
 

Paolo_Pinkel

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Weder kann man jemanden per Vertrag zu einer Behandlung zwingen, noch darf eine Schweigepflichtsentbindung verlangt werden, da freiwillig.
Ich mache mir nun selbst etwas Sorgen. In einigen Wochen stehen sog. Zielvereinbarungsgespräche an. Dort werden schriftlich die Ziele fixiert. Kann mein Berater von mir z. B. verlangen, dass ich meinen Therapeuten von der Schweigepflicht entbinde (psych. Erkrankung als Reha-Leiden)? Das ich wegen meiner Schulden zur Schuldnerberatung gehe (will ich ja, aber das sollte denen egal sein und in jedem Fall ist das vertraulich) etc. ?
Aha, man versucht also die arge Denke auf die Bildungsträger zu adaptieren. Aber auch hier dürfte es keinen Zwang geben, etwas zu unterschreiben. Vielleicht sollt mal jemand denn Herrn Berater mitteilen, dass er den Bogen weit überspannt hat und wenn diese stasiänlichen Überwachungsmethoden kein Ende haben, man sich beim Bildungs- und Leistungsträger geschlossen beschweren würde und man auch ggf. rechtliche Schritte erwägt. Die Typen treiben es nur so weit, weil keiner vor versammelter Mannschaft NEIN sagt und den mal zur Sau macht! Es herrscht noch immer die Vertragsfreiheit und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung! Aber wenn es keiner einfordert, freut sich so ein Gesocks natürlich, wenn man in fremden Lebens rumschnüffeln kann, weil sein eigenes so langweilig ist.
 

Sonntagsmaja

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Selbst ein einzelner Krankheitstag muss bis ins Detail "erörtert" werden
Muß er nicht. Ihr müßt lernen ganz klare, deutliche Grenzen zu setzen!
Private Auskünfte von mir gäbe es nicht mit dem Hinweis "das ist privat".
Oder "das ist nicht relevant für die Arbeitsplatzsuche oder Vermittlung".
Oder deren Antwort "ich diskutiere jetzt nicht mit Ihnen" verwenden.
Oder einfach nur schweigen und lächeln.

Zwingen zum Reden können sie niemanden.
 

LilaSpinne

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...
Zwingen zum Reden können sie niemanden.
Wenn man die Grenzen nicht kennt, ist es manchmal gar nicht so leicht im richtigen Moment die Klappe zu halten.

Wie sieht es denn mit dem Druckmittel "Leistungsträger informieren" aus? Kann einem daraus ein Nachteil entstehen und man ggf. nach einigen Monaten aus der Reha-Umschulung "genommen" werden?
 
E

ExitUser

Gast
Wenn man die Grenzen nicht kennt, ist es manchmal gar nicht so leicht im richtigen Moment die Klappe zu halten.

Wie sieht es denn mit dem Druckmittel "Leistungsträger informieren" aus? Kann einem daraus ein Nachteil entstehen und man ggf. nach einigen Monaten aus der Reha-Umschulung "genommen" werden?
Ich würde agieren statt reagieren. Also jetzt schon vor dem Zielsetzungsgespräch zum SB und dem im Vorfeld mitteilen, welcher Druck da auf die Teilnehmer ausgeübt wird und das du das mit dir nicht machen lassen wirst.
 

Sonntagsmaja

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Wenn man die Grenzen nicht kennt, ist es manchmal gar nicht so leicht im richtigen Moment die Klappe zu halten.
Schon klar, geht mir oft nicht anders:icon_smile:

Aber da hilft es sich vorher ein paar Gedanken zu machen: was will ich und was nicht.
Und dann sich Stichpunkte aufschreiben, was man auf gar keinen Fall will, z.B. "nichts unterschreiben!!".
So eine "Erinnerungshilfe" habe ich mir bei jedem meiner Termine in Sichtweite gelegt und immer wieder mal drauf geguckt. Damit mich eben doch keiner überrumpelt (kennt man ja...alle unterschreiben, automatisch greift man selbst zum Stift usw.)
Also in Deinem Fall " Nichts privates erzählen!!".

Glaub mir, das hilft:icon_smile:
 
E

ExitUser

Gast
Ich würde agieren statt reagieren. Also jetzt schon vor dem Zielsetzungsgespräch zum SB und dem im Vorfeld mitteilen, welcher Druck da auf die Teilnehmer ausgeübt wird und das du das mit dir nicht machen lassen wirst.
Und warum sollte das einen SB, der einem diesen menschenverachtenden Sch...dreck ja erst einbrockt, interessieren?
 

LilaSpinne

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Schon klar, geht mir oft nicht anders:icon_smile:

Aber da hilft es sich vorher ein paar Gedanken zu machen: was will ich und was nicht.
Und dann sich Stichpunkte aufschreiben, was man auf gar keinen Fall will, z.B. "nichts unterschreiben!!".
So eine "Erinnerungshilfe" habe ich mir bei jedem meiner Termine in Sichtweite gelegt und immer wieder mal drauf geguckt. Damit mich eben doch keiner überrumpelt (kennt man ja...alle unterschreiben, automatisch greift man selbst zum Stift usw.)
Also in Deinem Fall " Nichts privates erzählen!!".

Glaub mir, das hilft:icon_smile:
"Erinnerungshilfe" - gefällt mir ;) Das wird mir hoffentlich bei dieser u. a. auch manipulierenden Art des Beraters helfen können. Auch in Hinblick auf ansässige Sozialarbeiter und Psychologen bin ich jetzt vorsichtiger

Weiß zufällig noch jemand, ob ein betroffener Umschüler seine Schweigepflichtsentbindung (bei Therapeut/ Beratungsstelle) widerrufen kann ohne etwaige Mitwirkungspflichten zu verletzen? Mein Gedanke wäre dazu, sich auf das Recht von informeller Selbstbestimmung zu berufen, zu betonen, dass diese "Vereinbarung" keinen Bezug zur Umschulung hat und auch derartige Vereinbarungen in keiner EGV oder VA zu finden sind (Anmerkung: Besagter Betroffener hat hervorragende Leistungen/Noten und fällt - abgesehen von einer blöden Fehltag-Situation, die auch als Druckmittel genutzt wird - nicht negativ auf).
 

Sonntagsmaja

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Und warum sollte das einen SB, der einem diesen menschenverachtenden Sch...dreck ja erst einbrockt, interessieren?
Die Frage stelle ich mir auch:icon_kinn:

Ich habe es erlebt daß die SB gesagt hat "Komisch. Bislang hat sich noch niemand beschwert". Ja nee is klar:icon_neutral:

Bei vielen sitzt die Angst vor Sanktionen so tief daß sie nicht wagen den Mund aufzumachen. Andere widerum sind so abgestumpft und weichgespült daß sie ohne aufmucken alles mitmachen was SB oder MT sagen.

Da beschwert sich keiner. Als ich es tat war ich das Sand im Getriebe, "immer so ablehnend" wie der SB das ausdrückte, kurzum das schwarze Schaf.

Aber das die wegen einem einzigen schwarzen Schaf eine Massnahme kippen?:icon_eek:
Nee....das hab ich noch nie erlebt.
 

Tollkirsche

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Schweigepflichtentbindungen sind nach meinem Wissen immer freiwillig und können jederzeit widerrufen werden.

Es gehört auch zur psychischen Gesundheit bwz. Gesundung, sich seiner Rechte bewußt zu sein und nicht alles mit sich machen zu lassen!

Verweigere alle Diskussionen.
"Dazu werde/muß ich mich nicht weiter äußern."

Du kannst auch über das Verhalten Deines Integrationsberaters Protokoll führen und dem Leiter des Jobcenters zukommen lassen.
 

LilaSpinne

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Schweigepflichtentbindungen sind nach meinem Wissen immer freiwillig und können jederzeit widerrufen werden.

Ist dir vielleicht ein Urteil dazu bekannt oder gar ein Gesetz? Suche da schon eine Weile und finde nichts handfestes, womit ich auch den shclimmer Betroffenen den Rücken stärken kann

Es gehört auch zur psychischen Gesundheit bwz. Gesundung, sich seiner Rechte bewußt zu sein und nicht alles mit sich machen zu lassen!

JA! Das ist wahr!

Verweigere alle Diskussionen.
"Dazu werde/muß ich mich nicht weiter äußern."

Du kannst auch über das Verhalten Deines Integrationsberaters Protokoll führen und dem Leiter des Jobcenters zukommen lassen.

Interessiert den Leiter des Jobcenters denn überhaut das Tun des Integrationsberaters des Maßnahmeträgers?
........
 
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xyz345

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Haupt-Grundlage für Zustimmung und Rücktritt sind hier belegt:

BGB
§ 182
Zustimmung
(1) Hängt die Wirksamkeit eines Vertrags oder eines einseitigen Rechtsgeschäfts, das einem anderen gegenüber vorzunehmen ist, von der Zustimmung eines Dritten ab, so kann die Erteilung sowie die Verweigerung der Zustimmung sowohl dem einen als dem anderen Teil gegenüber erklärt werden.

§ 183
Widerruflichkeit der Einwilligung
Die vorherige Zustimmung (Einwilligung) ist bis zur Vornahme des Rechtsgeschäfts widerruflich, soweit nicht aus dem ihrer Erteilung zugrunde liegenden Rechtsverhältnis sich ein anderes ergibt. Der Widerruf kann sowohl dem einen als dem anderen Teil gegenüber erklärt werden.

:biggrin:
 
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xyz345

Gast
Und hier aus dem Bundesdatenschutzgesetz:


§ 4a Einwilligung


(1) Die Einwilligung ist nur wirksam, wenn sie auf der freien Entscheidung des Betroffenen beruht. Er ist auf den vorgesehenen Zweck der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung sowie, soweit nach den Umständen des Einzelfalles erforderlich oder auf Verlangen, auf die Folgen der Verweigerung der Einwilligung hinzuweisen. Die Einwilligung bedarf der Schriftform, soweit nicht wegen besonderer Umstände eine andere Form angemessen ist. Soll die Einwilligung zusammen mit anderen Erklärungen schriftlich erteilt werden, ist sie besonders hervorzuheben.
...
(3) Soweit besondere Arten personenbezogener Daten (§ 3 Abs. 9) erhoben, verarbeitet oder genutzt werden, muss sich die Einwilligung darüber hinaus ausdrücklich auf diese Daten beziehen.


§ 4 Zulässigkeit der Datenerhebung, -verarbeitung und -nutzung

(1) Die Erhebung, Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten sind nur zulässig, soweit dieses Gesetz oder eine andere Rechtsvorschrift dies erlaubt oder anordnet oder der Betroffene eingewilligt hat.
(2) Personenbezogene Daten sind beim Betroffenen zu erheben.
...

(3) Werden personenbezogene Daten beim Betroffenen erhoben, so ist er, sofern er nicht bereits auf andere Weise Kenntnis erlangt hat, von der verantwortlichen Stelle über
1.
die Identität der verantwortlichen Stelle,
2.
die Zweckbestimmungen der Erhebung, Verarbeitung oder Nutzung und
3.
die Kategorien von Empfängern nur, soweit der Betroffene nach den Umständen des Einzelfalles nicht mit der Übermittlung an diese rechnen muss,
zu unterrichten. Werden personenbezogene Daten beim Betroffenen aufgrund einer Rechtsvorschrift erhoben, die zur Auskunft verpflichtet, oder ist die Erteilung der Auskunft Voraussetzung für die Gewährung von Rechtsvorteilen, so ist der Betroffene hierauf, sonst auf die Freiwilligkeit seiner Angaben hinzuweisen. Soweit nach den Umständen des Einzelfalles erforderlich oder auf Verlangen, ist er über die Rechtsvorschrift und über die Folgen der Verweigerung von Angaben aufzuklären.

:biggrin:
 
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xyz345

Gast
@LilaSpinne:
Ganz kurz: Wenn ihr zulasst, dass euer Privatleben und eure Sozialdaten veröffentlicht werden, dann... braucht sich auch niemand beklagen. :eek:
Jeder kann jederzeit darauf bestehen, dass das sofort zu unterlassen ist und dass Sozialdaten zu sofort zu sperren sind.
Datenschutz gilt für alle - also auch für euch.

Einen Zwang zur Unterschrift Schweigepflichtsentbindungserklärung gibt es nicht. Auch diese ist jederzeit widerrufbar.

Mein Privatleben, meine Probleme, meine Fehler, meine Stärken, meine Sozialdaten gehen andere Leute einen Sch**dreck an! :icon_dampf:

Warum lasst ihr euch alles gefallen??? :confused: :icon_neutral:

Suchtberatung? Heikles Thema. Keine Ahnung, ab wann Grenzen der Mitwirkungspflicht erreicht sind.
Mir wäre aber neu, dass man einen Alki zu einer Suchtberatung zwingen kann.
Therapien sind meines Wissens immer freiwillig. Es sei denn, ein Richter ordnet an oder man wird entmündigt.
 

LilaSpinne

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@LilaSpinne:
Ganz kurz: Wenn ihr zulasst, dass euer Privatleben und eure Sozialdaten veröffentlicht werden, dann... braucht sich auch niemand beklagen. :eek:
Jeder kann jederzeit darauf bestehen, dass das sofort zu unterlassen ist und dass Sozialdaten zu sofort zu sperren sind.
Datenschutz gilt für alle - also auch für euch.

Bis zu einem gewissen Punkt war/ist es notwendig... so wäre ohne entsprechende Einwilligung (z.B. Leistungsträger -> behandelnde Ärzte) ja kein entsprechendes Gutachten zustande gekommen, welches den Weg in die berufliche Rehabilitation eröffnet. Spielraum gab es für mich z. B. weniger

Einen Zwang zur Unterschrift Schweigepflichtsentbindungserklärung gibt es nicht. Auch diese ist jederzeit widerrufbar.

Mein Privatleben, meine Probleme, meine Fehler, meine Stärken, meine Sozialdaten gehen andere Leute einen Sch**dreck an! :icon_dampf:

Warum lasst ihr euch alles gefallen??? :confused: :icon_neutral:

Ich will es bei mir ja gar nicht soweit kommen lassen, jetzt wo ich weiß, dass ich nicht gezwungen werden kann. Andererseits ist die laufende Umschulung wichtig und die Angst, dass der Leistungsträger auf Grund etwaiger Anschwärzungen und aus Sicht des Bildungsträgers... fehlender Mitwirkungspflicht und so etwas... kurzerhand die Umschulung nach wenigen Wochen für beendet erklärt, ist relativ groß.

Suchtberatung? Heikles Thema. Keine Ahnung, ab wann Grenzen der Mitwirkungspflicht erreicht sind.
Mir wäre aber neu, dass man einen Alki zu einer Suchtberatung zwingen kann.
Therapien sind meines Wissens immer freiwillig. Es sei denn, ein Richter ordnet an oder man wird entmündigt.

Eigentlich ist es ein wirklich schlechter Scherz zumal keine Sucht/ Überschuldung/ keine die Umschulung beeinflussende Ess-Störung oder ähnliches in Realität besteht. Scheinbar entspringen diese Gedanken dem Kopfe des Beratermenschen

Danke für die vielen Paragraphen!
 

Tollkirsche

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Zitat von Tollkirsche
Schweigepflichtentbindungen sind nach meinem Wissen immer freiwillig und können jederzeit widerrufen werden.

Ist dir vielleicht ein Urteil dazu bekannt oder gar ein Gesetz? Suche da schon eine Weile und finde nichts handfestes, womit ich auch den shclimmer Betroffenen den Rücken stärken kann
Nein, ich kenne keine Urteile. Mir ist aber auch keine Schweigepflichtentbindung bekannt, auf der nicht auf die Freiwilligkeit hingewiesen wird.

Andererseits ist die laufende Umschulung wichtig und die Angst, dass der Leistungsträger auf Grund etwaiger Anschwärzungen und aus Sicht des Bildungsträgers... fehlender Mitwirkungspflicht und so etwas... kurzerhand die Umschulung nach wenigen Wochen für beendet erklärt, ist relativ groß.
Schweigepflichtentbindungen unterschreibt man dann, wenn sie einem helfen, das eigene Ziel zu erreichen, wie in Deinem Fall die Reha-Umschulung.

Höre Dir doch erst einmal in Ruhe an, was der Intergrationsberater unter "ZielVEREINBARUNGen" versteht. Du hast ja auch eigene Ziele, die Du nennen kannst, z.B. "Wahrnehmung Deiner Rechte", "Einstehen für Dich":icon_smile::biggrin:.
Unterschreibe nichts, bitte Dir Bedenkzeit aus. Wenn man Dich unter Druck setzen will oder Dir mit Verpflichtungen kommt, frage nach den gesetzlichen Grundlagen.

Und dann nenne die KONKRETEN Punkte hier im Forum, um sie zu beraten.

Der Integrationsberater scheint auch unter Druck zu stehen - Erfolgsdruck.

Bei "Anschwärzungen" würde auch Deine Seite gehört, Du bekämst eine Anhörung.

Interessiert den Leiter des Jobcenters denn überhaut das Tun des Integrationsberaters des Maßnahmeträgers?
Derjenige, der die Maßnahme bezahlt (Jobcenter oder Renternversicherung) ist durchaus daran interessiert, dass die Mitarbeiter der Bildungsträger und die Art der Durchführung geeignet sind, eine erfolgreiche Integration zu erreichen.
Man findet im Forum viele Berichte, dass Beschwerden, gestützt durch Protokolle, etwas bewirken.
 

LilaSpinne

Elo-User*in
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Nein, ich kenne keine Urteile. Mir ist aber auch keine Schweigepflichtentbindung bekannt, auf der nicht auf die Freiwilligkeit hingewiesen wird.

Schweigepflichtentbindungen unterschreibt man dann, wenn sie einem helfen, das eigene Ziel zu erreichen, wie in Deinem Fall die Reha-Umschulung.

Höre Dir doch erst einmal in Ruhe an, was der Intergrationsberater unter "ZielVEREINBARUNGen" versteht. Du hast ja auch eigene Ziele, die Du nennen kannst, z.B. "Wahrnehmung Deiner Rechte", "Einstehen für Dich":icon_smile::biggrin:.
Unterschreibe nichts, bitte Dir Bedenkzeit aus. Wenn man Dich unter Druck setzen will oder Dir mit Verpflichtungen kommt, frage nach den gesetzlichen Grundlagen.

Und dann nenne die KONKRETEN Punkte hier im Forum, um sie zu beraten.

Der Integrationsberater scheint auch unter Druck zu stehen - Erfolgsdruck.

Bei "Anschwärzungen" würde auch Deine Seite gehört, Du bekämst eine Anhörung.

Derjenige, der die Maßnahme bezahlt (Jobcenter oder Renternversicherung) ist durchaus daran interessiert, dass die Mitarbeiter der Bildungsträger und die Art der Durchführung geeignet sind, eine erfolgreiche Integration zu erreichen.
Man findet im Forum viele Berichte, dass Beschwerden, gestützt durch Protokolle, etwas bewirken.
Ach... du machst mir Mut :)

Habe zudem auch gestern von meinem Praktikums-Chef zusätzlichen Zuspruch erfahren. Dinge, die ich bislang nicht "durchsetzen" konnte, hat er einfach noch einmal direkt beim Berater, der gerade zur Visite da war, angesprochen... Und der Chef durfte sogar ausreden ;) Und wenn der Berater-Mensch mich bevormunden wollte und mir einfach ins Wort gefahren ist, hat der Chef mir "offiziell" das Wort erteilt. Interessante Situation, aber auch erschreckend, dass der gemeine Umschüler gar nicht gehört werden soll.

Durchsetzen üben... Protokoll schreiben... ZielVEREINBARUNG wie bereits die EGV gut verhandeln (ja, habe diese unterschrieben nachdem sie geprüft wurde... habe sogar bis 2014 Ruhe und komme sehr gut dabei weg) und die Kommunikation auf Schriftliches mit dem Berater beschränken.

Wünsche euch jetzt ein schönes Wochenende!
 

Dagegen72

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Hallo lila Spinne,

NIX unterschreiben. Lass dir keine Angst machen. Ich hatte auch Ängste, aber ich habe es geschafft, eine Zwangsunterschrift zu umgehen!


siehe meinen Thread:

https://www.elo-forum.org/weiterbildung-umschulung-sinnlose-massnahmen/massnahmetraeger-zusaetzliche-egv-unterschreiben-95984/index2.html#post1228994

Und: privat ist privat!

In meiner aktuellen sinnlos Maßnahme wurden mir Fragen über mein Einkommen und Krankheiten gestellt..dummerweise sagte ich was dazu....das liegt jetzt unterschrieben von mir in deren Ordner. Gut, dass ich dahinter war und mir Kopien zu all meinen Unterlagen gegeben alssen habe, die ich unterschrieben hatte. Denn erst beim nochmaligen Durchlesen derer sah ich, dass auf diesem Frage - Blatt stand: Angaben sind freiwillig. Das aber hat mir der Ar*lo* coach unterschlagen! Und ich hatte es damals leider sogar überlesen, bevor ich unterschrieb. Was für ein Ar*lo*und ich äh...ja, ich hätte NIX sagen sollen, basta.

Und wie sehr ließ ich mich bedauerlicherweise von all diesen Ar*lö einschüchtern :(

Du schaffst das, bleib du selbst, kämpfe für deine Rechte!

Liebe Grüße , Dagegen72
 

gelibeh

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Sonst auch dazu mal den Datenschützer befragen. Dann hast Du was in der Hand. Was will er denn melden? Das ist nur leeres Gedrohe.
 
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