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helmes63

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Guten Tag,
ich habe einen Vermittlungsvorschlag von der Arbeitsagentur erhalten, der wahrscheinlich eine Unterschreitung des Mindestlohnes beinhaltet.

a) Für mich ist in diesem Zusammenhang wissenswert, ob man derartige Angebote daher grds. ablehnen kann ?!

b) Ist eine Tätigkeit im Bereich Kaltaquise nicht prinzipiell gesetzeswidrig
und wenn ja weshalb werden derartige Jobs von der Arbeitsagentur überhaupt angeboten ?!

c) Welche Sanktionierungsmöglichkeiten gibt es eigentlich bei Arbeitsuchenden
gemäß § 58 SGB-VI seitens des Arbeitsvermittlers ?!

Über eine zielführende Antwort würde ich mich sicherlich freuen.
 

TazD

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Guten Tag,
ich habe einen Vermittlungsvorschlag von der Arbeitsagentur erhalten, der wahrscheinlich eine Unterschreitung des Mindestlohnes beinhaltet.
Wahrscheinlich oder tatsächlich?

a) Für mich ist in diesem Zusammenhang wissenswert, ob man derartige Angebote daher grds. ablehnen kann ?!
Wenn es tatsächlich so ist, dann durchaus. Alle Beweise archivieren und entsprechend die Ablehnung begründen.

c) Welche Sanktionierungsmöglichkeiten gibt es eigentlich bei Arbeitsuchenden
gemäß § 58 SGB-VI seitens des Arbeitsvermittlers ?!
SGB VI ? Oder doch eher SGB II? Oder SGB III?
 

helmes63

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Der Bruttolohn und die Wochenstundenzahl sprechen ja eine klare Sprache. Die Kompensation könnte möglicherweise über Leistungszulagen erfolgen, wobei diese doch wohl überdies auch noch gesondert steuerpflichtig sind wenn ich das richtig sehe ?!


Die betreffenden Personaler sind natürlich nicht blöd. Die sprechen von leistungsadäquater Bezahlung, so dass der Arbeitsvermittler das Problem auf Anhieb wohl nicht erkennen kann. Natürlich kann ich das dem AV melden aber der Arbeitgeber kann das ja immer noch abstreiten. Das sind die Tricks des Arbeitsrechts ; wohl erst bei einem unterschriftsreichen Arbeitsvertrag habe ich einen echten Beweis wenn ich das richtig sehe.


Als Nichtleistungsempfänger gemäß SGB-VI ist eine Sanktionierung durch die AA sicherlich nicht möglich, aber man kann ja auch Instrumente der Arbeitsmarktförderung verweigern wenn man nicht kooperiert.
 
G

Gast1

Gast
Langzeitarbeitslose sind für die ersten 6 Monate der neuen abhängigen Beschäftigung vom Mindestlohn ausgenommen. Langzeitarbeitslos ist ein Leistungsbezieher dann, wenn er mindestens 1 Jahr lang arbeitslos gemeldet ist. Zeiten, in denen er krankgeschrieben war (länger als 6 Wochen) unterbrechen eine Langzeitarbeitslosigkeit jedoch, danach beginnt der Zähler in puncto "Nach einem Jahr bin ich wieder langzeitarbeitlos" von vorne zu zählen.

Rechtsgrundlagen:

§ 18 SGB III
§ 22 Abs. 4 MiLoG
 

TazD

Super-Moderation
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@helmes63
Das SGB VI behandelt die gesetzliche Rentenversicherung. Vielleicht beantwortest du auch einfach mal Rückfragen, wenn welche gestellt werden....
Also SGB II oder SGB III ?
 

arbeitsloskr

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Guten Tag,
ich habe einen Vermittlungsvorschlag von der Arbeitsagentur erhalten, der wahrscheinlich eine Unterschreitung des Mindestlohnes beinhaltet.

a) Für mich ist in diesem Zusammenhang wissenswert, ob man derartige Angebote daher grds. ablehnen kann ?!

Hallo helmes63,

welche Vergütung wird in diesem VV angegeben? Hattest du bereits ein Vorstellungsgespräch dort oder wie bist du an diese Information gelangt?

b) Ist eine Tätigkeit im Bereich Kaltaquise nicht prinzipiell gesetzeswidrig
und wenn ja weshalb werden derartige Jobs von der Arbeitsagentur überhaupt angeboten ?!

Es kommt darauf an, wer die Zielgruppe ist.

Im Bereich B2B, also unter Geschäftsleuten (Unternehmen) ist Kaltakquise weiterhin gestattet.

Im Bereich B2C, also wenn Unternehmen bei Privatleuten anrufen wollen, ist Kaltakquise verboten.
 
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