Greift zu erwartende Sperre ALG1 auch bei Nahtlosigkeit

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jenoe69

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Hallo zusammen,

ich bin neu hier und habe einige Stunden mit Lesen im Forum verbracht. Vermutlich ergibt sich die Antwort bei Betrachtung der beiden Themen wenn man diese separat betrachtet. Da ich mir aber unsicher bin will ich die Frage trotzdem Stellen.

Vorab eine kurze Schilderung der Gesamtsituation:

Meine Frau hat in 2017 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben. Ausscheiden beim letzten AG zum 1.7.2018. Seit Juni 2018 ist sie krank mit AU. Reha wurde gerade beendet mit weiterhin AU. Anschreiben der KK mit Aussteuerung Ende November liegt vor.

Sofern sich die Situation in den nächsten 2 Monaten nicht verändert stünde dann das Thema Nahtlosigkeit an.

Bei einem "normalen Antrag" auf ALG1 würden wir damit rechnen, dass die AfA eine Sperre wegen Aufhebung verhängt (gegen die wir dann Widerspruch einlegen würden, das ist aber ein separates Thema).

Nun die konkrete Frage:
Gelten die Regelungen für das ALG 1 bei Nahtlosigkeit analog in Bezug auf Sperre?
Würde bedeuten, dass ggf. vorerst keine Zahlung des ALG 1 wegen Sperre erfolgt?

Viele Grüße und danke vorab!

jenoe69
 

Kerstin_K

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Ich denke nicht, dass der Aufhebungsvertrag da eien Rolle spielt, denn ALG nach Aussteuerung könnte Deie FRau ja sogar dann beziehen, wenn das Arbeitsverhältnis noch bestehen würde. Von daher ist ja der Versichertengemeinschaft kein Schaden entstanden.

Das ist ber nur mein Rechtsampfinden, wie das von der Gesetzeslage her aussieht, weiss ich nicht.
 

Agent

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Hallo jenoe69,

ich vermute mal, dass der Aufhebungsvertrag auch gesundheitlich bedingt geschlossen wurde, sodass ihr wahrscheinlich darüber eine Sperrzeit vermeiden würdet.
Was aber viel wichtiger ist -> der Aufhebungsvertrag liegt bereits mehr als 12 Monate zurück und wird daher nicht mehr sperrzeitrelevant -> ihr könnt entspannt bleiben :)

Viele Grüße
Agent
 

jenoe69

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Hallo zusammen,

erst mal danke für die Hinweise!

ich vermute mal, dass der Aufhebungsvertrag auch gesundheitlich bedingt geschlossen wurde
das war nicht der Fall. Vermeidung betriebsbedingte Kündigung. Krankheit trat im April 2018 ein. Der Plan war ein ganz anderer....

der Aufhebungsvertrag liegt bereits mehr als 12 Monate zurück und wird daher nicht mehr sperrzeitrelevant

das entspannt wirklich. Steht auch so im von Bernd verlinkten Gesetzetstext (den ich nie gefunden hätte):
"2In den Fällen des Absatzes 1 Nummer 3 und 4 entfällt die Minderung für Sperrzeiten bei Abbruch einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme oder Arbeitsaufgabe, wenn das Ereignis, das die Sperrzeit begründet, bei Erfüllung der Voraussetzungen für den Anspruch auf Arbeitslosengeld länger als ein Jahr zurückliegt."

Wir haben die Hoffnung, dass alles ohne die Nathlosigkeit funktionieren wird. Bin aber gerne vorbereitet...

Ich musste in den letzten 2 Jahren lernen, dass man sich echt um viel kümmern muss.. so war der Plan, meine Frau in die Familienversicherung aufzunehmen (erst mal kein ALG in Anspruch nehmen). War auch geklärt. Jetzt rufe ich bei der Krankenkasse an (wegen nowtendiger Unterlagen/Aussteurerungstermin etc.) nd die verweisen mich auf eine Gesetzesänderung diesen Jahres, derzufolge bei Abfindung die Familienversicherung nicht mehr möglich ist (vereinfacht ausgedrückt). Erst mal Schock. Mal die Änderung angeschaut und festgestellt, dass dies nur gilt für Abfindungszahlungen im ab Mai 2019. Zum Glück ist die schon vorher geflossen und es sollte jetzt funktionieren können.

Hat eigentlich nichts mit dem Thema zu tun...wollte ich aber mal los werden fürs Gesamtbild.

Eigentlich wollen wir das ganze Thema ALG und den möglichen Stress mit AFA, DRV, Gutachten etc. vermeiden (deswegen Familienversicherung). Stress mit der KK wegen REHA hat meiner Frau schon gereicht.

Aber der Anspruch auf ALG1 sollte schon festgestellt werden (auch wenn wir es ursprünglich eigentlich nicht direkt in Anspruch nehmen wollten, sondern erst mal Pause). Aber wenn Sie weiterhin AU ist, läuft das halt dann auf Nahtlosigkeit raus.

Vielen Dank nochmal für die Hinweise! ich hoffe ich muss micht nicht mehr hier melden (nicht wegen Euch ;-) , sondern weil es reibungslos läuft).. werde mich aber weiterhin hier informieren. Termin beim VdK ist sicherheitshalber auch schon mal gemacht.

Viele Grüße

Jenoe69
 

jenoe69

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Hallo zusammen, aktuell läuft es bei uns auf die Nahtlosigkeit heraus. Ärztin hat avisiert beim aktuellen Zustand über den Termin der Aussteuerung (19.11.) hinaus krank zu schreiben wenn der Zustand so bleibt.
PAsst ein bisschen auf mit dem VDK. Die Bertungsqualität ist extrem unterschiedlich und hängt an den leuten vor Ort. Von ALG I nach der Aussteuerung haben die in der Regel keine Ahnung.
Termin für morgen beim VDK habe ich mal abgesagt, da die Krankenkasse sich noch nicht gerührt hat (MDK hatte Unterlagen beim Arzt angefordert). DKG empfiehlt aber den VDK grundsätzlich. Mal sehen ob ich dann wegen dem Thema Nahtlosigkeit hingehe.

derzufolge bei Abfindung die Familienversicherung nicht mehr möglich ist
Das Thema hat sich auch geklärt. Bestätigung der KK, dass Familienversicherung bei uns grundsätzlich möglich wäre liegt vor

Meine aktuelle Frage bezieht sich darauf, WANN zur AFA. Sozialberatung empfiehlt das nicht auf den letzten Drücker zu machen (sich nicht unter Druck setzen damit), sondern vor dem Termin (19.11.) schon hinzugehen. Das sagte auch die Dame am Telefon bei der AFA "Braucht ja alles Zeit zum prüfen".

Habt Ihr da Erfahrungen/Empfehlungen?

In der Woche vor Aussteuerung vielleicht?

Viele Grüße und danke vorab!

Jenoe69
 

BerndB

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Mal angenommen, es wird nach deiner Einschätzung auf Rente hinauslaufen und die Rente wird niederer ausfallen als das Alg:
In diesem Fall eher am letzten Tag der Krankheit hingehen.
Grund: Nach Vorliegen des Gutachtens, wird deine Frau zur Rentenantragstellung innerhalb eines Monats aufgefordert. Durch spätere Vorsprache wird die Rentenbewilligung "etwas" später einsetzen.
Nachteil: Das Alg wird zwar mal rückwirkend gezahlt, es wird aber für den ersten Monat nicht pünktlich kommen.

Zu Beginn der Arbeitslosigkeit ändert sich ja der Begriff der Arbeitsunfähigkeit. Es zählt nur eine leichte Tätigkeit. Wenn deine Frau vermutlich wieder leichte Arbeit ausüben kann muss sie dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Das kannst eben auch hinausschieben. Ich würde aber wie von dir vorgeschlagen mindestens eine Woche vor Krankengeld-Ende zur AfA gehen.
 

Doppeloma

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Hallo jenoe69,

Hallo zusammen, aktuell läuft es bei uns auf die Nahtlosigkeit heraus. Ärztin hat avisiert beim aktuellen Zustand über den Termin der Aussteuerung (19.11.) hinaus krank zu schreiben wenn der Zustand so bleibt.

Worauf soll es wohl sonst hinauslaufen, Ruhe ohne Geld zu beziehen kann sie noch lange genug haben wenn ALGI dann auch abgelaufen sein wird, das geht schneller als man sich vorstellen möchte ...
Was hat deine Frau denn sonst weiter vor wenn sich ihr Zustand nicht bessert, die Aussteuerung macht ja nicht "über Nacht" gesund, natürlich muss die AU weitergeführt werden, solange sie aus ärztlicher Sicht auch AU ist.
Die Bescheinigung wird NUR bei der AfA NICHT abgegeben, denn dort muss sie sich trotzdem der Vermittlung "zur Verfügung" stellen.

Besonders wichtig ist das auch, falls sie vor hat eine EM-Rente zu beantragen oder von der AfA dazu aufgefordert wird, wer nicht mal Arbeits-UNFÄHIG" geschrieben ist vom Arzt, der braucht auch sicher keine Rente wegen Erwerbsminderung. :icon_evil:
Die KK interessiert das nach der Aussteuerung auch nicht mehr, wie lange man noch AU geschrieben wird, das ist nur so lange wichtig, wie man auch Krankengeld von der KK zu bekommen hat, danach lässt die enorme "Fürsorge" der KK auch rapide nach.

Termin für morgen beim VDK habe ich mal abgesagt, da die Krankenkasse sich noch nicht gerührt hat (MDK hatte Unterlagen beim Arzt angefordert). DKG empfiehlt aber den VDK grundsätzlich. Mal sehen ob ich dann wegen dem Thema Nahtlosigkeit hingehe.

Der VDK hat weder zu KK und Krankengeld noch von der Nahtlosigkeit bei der AfA wirklich Ahnung, deren "Hauptgeschäft" sind (so "grundsätzlich") Behinderten-Angelegenheiten, Reha (medizinisch / beruflich) und EM-Renten / sonstige Renten ... selbst da hat man manchmal seine Zweifel, ob die wirklich die Interessen ihrer Mitglieder vertreten oder lieber Beitragsgeld kassieren und zählen. o_O

Das Thema hat sich auch geklärt. Bestätigung der KK, dass Familienversicherung bei uns grundsätzlich möglich wäre liegt vor

Im Bezug von ALGI ist sie ja selbst weiter versichert und für den Übergang (KK / AfA) gibt es die gesetzliche Nachversicherung von 1 Monat ... das vergessen die leider immer wieder zu sagen ... und tun so (schreiben das auch so in die Aussteuerungs-Information) als wäre man direkt nach dem letzten Krankengeld-Tag nicht mehr versichert.

Meine aktuelle Frage bezieht sich darauf, WANN zur AFA. Sozialberatung empfiehlt das nicht auf den letzten Drücker zu machen (sich nicht unter Druck setzen damit), sondern vor dem Termin (19.11.) schon hinzugehen. Das sagte auch die Dame am Telefon bei der AFA "Braucht ja alles Zeit zum prüfen".

Welche "Sozialberatung" meinst du bitte (die von der KK ?) und warum wird bei der AfA schon angerufen, wenn ihr dort noch gar nicht sein wollt ???
So viel Zeit brauchen die dort gar nicht, die wird meist nur genutzt, um den Antragsteller schon zu nerven wenn die AfA noch gar nicht zuständig ist ...

Habt Ihr da Erfahrungen/Empfehlungen?

Dazu kannst du ja hier genug nachlesen, die Erfahrungen belegen eher, dass meist die Ausgesteuerten ihrem Geld am längsten nachlaufen müssen, die das VIEL ZU FRÜH oder gar über den "Online-Antrag" machen ... dabei erzählt ihnen Jeder (bei der AfA) vorher, das würde dann Alles schneller und reibungsloser laufen ...
Man ruft da auch nicht schon an, um zu fragen wann man sich dort melden soll ... das wird bereits "als Meldung" registriert und oft genug kommt schon die erste Post von der AfA mit den ersten "Wünschen" (oder Stellen-Angeboten) von der AfA ... :doh:

Die Kommunikation mit der AfA sollte sich generell auf den Postweg beschränken, soweit man nicht was direkt vor Ort erledigen kann oder muss.
Die Angaben von Telefon-Nummern und Mail-Adressen sind FREIWILLIG aber unnötig und dienen nur der AfA für überflüssige Nerverei.

In der Woche vor Aussteuerung vielleicht?

Das dürfte tatsächlich genügen und dann bitte ALLE Unterlagen mit nach Hause nehmen und dort in Ruhe sichten und ausfüllen, da wird auch gerne schon Druck gemacht weil (angeblich) alles (besonders die ÄD-Unterlagen für das "Gutachten") ganz eilig sei ... man wolle doch pünktlich sein Geld haben ... :icon_laber:

MfG Doppeloma
 
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