Gravierende Änderung Selbsteinschätzungsbogen R0215 der DRV in Bezug auf Erwerbsminderungsrente

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Gelöschtes Mitglied 66500

Gast
Hallo zusammen,

wie ich gerade im "Rentenforum" gelesen habe (und dann auch im Bogen selber), wurde der Selbsteinschätzungsbogen R0215 - welcher bei EM-Rentenanträgen (Neu und Verlängerung) dabei ist - an einer wichtigen Stelle geändert!

Der Hinweis: "Alle Angaben in diesem Vordruck sind freiwillig. Wenn Sie die Fragen nicht beantworten wollen, entstehen Ihnen daraus keine Nachteile" wurde entfernt!

Dies dürfte definitv dazu führen, dass Antragsteller davon ausgehen werden, dass dieser Selbsteinschätzungsbogen eine Pflicht ist und eben nicht mehr freiwillig. Das ist und bleibt aber falsch, eine Selbsteinschätzung ist keine Pflicht.

Vielleicht kann man das irgendwo anpinnen, so dass Antragsteller sich der Freiwilligkeit bewusst sind, da der Hinweis ja jetzt fehlt.
 

Larsson

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Wer liest schon das Kleingedruckte. Nee Spaß beiseite. Ich habe den Bogen immer ausgefüllt, ohne mir des Hinweises bewusst zu sein. Ich habe es nie als Pflicht empfunden.
 

HermineL

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Das steht schon seit einem halben Jahr nicht mehr darauf. Aber ob das drauf steht oder nicht
ich habe den eh nur mit einem Satz ausgefüllt: "Siehe Befundberichte und Reha-Entlassungsberichte".
 

saurbier

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Und ich hab den Bogen noch nie ausgefüllt, wozu auch.

Mal ehrlich die SB´s interessiert es eh nicht wie wir unsere Krankheiten einschätzen.

Bei meiner ärztlichen Untersuchung durfte ich zuletzt ja erleben wie das oberflächlich die Untersuchung abläuft. Ich bleibe eher dabei das die ihre Rentenentscheidung ausknobeln, denn was in den sozialmedizinischen Gutachten steht interessiert die doch genauo wenig, wie ich im Klageverfahren 1998 erfahren durfte.


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo vuzero,

Der Hinweis: "Alle Angaben in diesem Vordruck sind freiwillig. Wenn Sie die Fragen nicht beantworten wollen, entstehen Ihnen daraus keine Nachteile" wurde entfernt!

Wo ist dein Problem damit wenn es nicht durch eine eindeutige Verpflichtung (mit zutreffender Rechtsgrundlage / Rechtsfolgenbelehrung dafür) ersetzt wurde ???

Wird wohl daran liegen, dass es zu viele Antragsteller wörtlich genommen und auf die Beantwortung dieses "Glaskugel-Bogens" lieber verzichtet haben, es gab den Bogen (bis ca. 2009) auch mal GAR NICHT und er hat Keinem gefehlt (auch nicht der DRV).

Dies dürfte definitv dazu führen, dass Antragsteller davon ausgehen werden, dass dieser Selbsteinschätzungsbogen eine Pflicht ist und eben nicht mehr freiwillig. Das ist und bleibt aber falsch, eine Selbsteinschätzung ist keine Pflicht.

Ich persönlich halte erwachsene Antragsteller für klug genug, das auch ohne einen besonderen Hinweis zu wissen, wenn es NICHT draufsteht, dass was Pflicht ist (und durch Rechtsgrundlagen belegt wird), dann ist es IMMER freiwillig ...
Schweigepflicht-Entbindungen sind auch IMMER freiwillig und es steht nur drauf, dass man sie jederzeit widerrufen darf ... eindeutige Hinweise auf die Freiwilligkeit wirst du da auch (schon lange) vergeblich suchen ...

Vielleicht kann man das irgendwo anpinnen, so dass Antragsteller sich der Freiwilligkeit bewusst sind, da der Hinweis ja jetzt fehlt.

Da müssten wir aber viel "anpinnen", wo man "vergessen" (oder irgendwann entfernt) hat, auf die Freiwilligkeit hinzuweisen ... eine EGV zu unterschreiben ist auch freiwillig und es gibt Leute die das nie begreifen werden, egal wie oft man ihnen das schon erklärt hat.

Ich habe diesen Bogen auch nicht ausgefüllt, bekam den erstmalig beim Verlängerungs-Antrag (2012) mitgeliefert ... vorher wollte bis zum Sozialgericht Niemand (bei der DRV) wissen, wie ich das alles so selber "einschätze" ... :icon_evil:
Da kann ich meinem Vorschreiber @saurbier nur zustimmen, nach unserem eigenen Empfinden wird zur EM-Rente sowieso NICHT entschieden ...
Die Verlängerung wurde dann trotzdem sehr zügig bewilligt und nun sogar bis zur Altersrente ... ganz ohne "Selbsteinschätzung" ...

Letztlich muss das weiterhin Jeder Antragsteller selbst entscheiden, ob er diesen Fragebogen ausfüllen will oder nicht ... es steht ja trotzdem NICHT drauf, dass es Pflicht ist ... :icon_evil:

MfG Doppeloma
 

saurbier

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Hallo vuzero,

wie gesagt ich sehe es genuso wie Doppeloma und wir beide durften schon unsere ausgiebigen Erfahrungen mit der DRV vor dem SG machen.

Wenn die DRV ersthaft an der Selbstauskunft auch nur im geringsten interessiert wäre und diese dann in eine Entscheidung zur EMR einfließen würden, ja wieso nimmt man dort dann nicht einmal die sozialmedizinischen Gutachten (Reha-Entlassungsberichte) so ernst, wie es die DRV doch sogar in ihren eigenen Vorgaben beschreibt. Ich füge mal deren Bedeutung und eine richterliche Feststellung dazu als Anlage bei.

Frag dich doch mal, warum so viele EMR-Anträge einfach abgelehnt werden und dann erst kräfte zeherend mittels Widerspruch und Klage angegangen werden müßen. Alleine der Umstand das über 50% der EMR-Anträge bereits abgelehnt werden dürfte so einiges Aussagen, denn die Reha-Ärzte dürften wohl nicht mehrheitlich unqualifiziert sein, oder.

Viel eher ist es so, daß wie ich selbst erfahren durfte, die in der Verwaltung beschäftigten aufgrund welcher internen Dienstanweisungen auch immer dazu neigen entgegen den Ausführungen der Reha-Ärzte welche der Patienten ja persönlich kennengelernt und untersucht haben mehr als fragwürdige Entscheidungen treffen, die zumeist noch nicht einmal auf bestehende Befunde basieren (meine Erfahrung), weil man sie einfach (warum auch immer) nicht angefordert hat.

Beweis gefällig, nun gut ich bin seit 2006 chron. Schmerzpatient und hab mich da erstmals bei einem sehr guten Schmerztherapeuten vorgestellt. Danach erfolgte eine stationäre Behandlung sowie in dessen Folge eine Reha. 2009/2010 war ich erneut dort vorstellig und bekam entsprechende Befunde für meinen überweisenden Hausarzt (altes Hausarztmodell). Wie erstaunlich, letzte Woche hat die DRV erstmals bei meinem Schmerztherapeuten angerufen und nach dem neuen Befundbericht gefragt - angeblich hab ich der DRV mitgeteilt ich wäre dort vor kurzem in Behandlung gewesen -. Nein hab ich nicht, ich hab der DRV im jetzigen Verlauf des Weiterbewilligungsverfahren - weil man offenbar plant meine Rente nach insgesamt über 20 Jahren aufzuheben - jedoch mitgeteilt das es gemäß § 65 Abs. 3 SGB I in Verbindung mit § 20 SGB X zu deren Aufgabe gehört sich entsprechende Unterlagen selbst zu besorgen.

Du siehst, so arbeit die Verwaltung der DRV.

Da glaubst du ernsthaft die legen wirklich noch Wert auf eine Selbsteinschätzung des Antragstellers hinsichtlich seinen gesundheitlichen Problemen.


Grüße saurbier
 

Anhänge

  • Reha-Entlassungsbericht_Leitfaden_und_Bedeutung.pdf
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  • Reha-Entlassungsbericht_Richterliche Beurteilung 2010_Textmarker.pdf
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PeterK

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Hallo, bisher habe ich bei allen Anträgen / Fragebögen diese Selbsteinschätzung ausgefüllt.
Ich war bisher insgesamt 5x zur Begutachtung. Ende des Jahres wird es, wenn ich eingeladen werden, wovon ich ausgehe, das 6. Mal sein.

Bisher lief es so, das ich in der schriftlichen Mitteilung zur Rente/nverlängerung immer schriftlich lesen konnte, das man sich rechtzeitig melden wird und mich zur Untersuchung "einbestellt".
Jetzt kam vor 2 Wochen das ganze mit einem Antrag auf "Weiterzahlung einer Rente wegen Erwerbsminderung"...warum der Wandel?
Auch soll es "formlos" reichen, den Antrag zu stellen...also anrufen reicht? Warum schicken die dann alles mit?
(..."sollten Sie sich weiterhin für vermindert erwerbsfähig halten, müssen Sie umgehend einen Antrag auf Weiterzahlung der Rente - auch formlos - stellen...")

Dazu dann natürlich der Vordruck R0215 dabei. Im Antrag selbst ist dazu zu lesen, das man "um ein möglichst umfassendes Bild von der Gesundheitsstörung ....."....""haben Sie die Möglichkeit, Ihre persönliche Einschätzung einzubringen..!
Liest sich weiterhin so, das man kann, aber nicht muss.

Bin auch etwas unsicher, ob man das ausfüllen soll...oder eben eintragt "Unverändert" oder "siehe vorherige Unterlagen"..oder so.
Danke für eure Hilfe.
 

saurbier

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Richtig, wenn du von der DRV den Weiterbewilligungsantrag zuschickt bekommen hast, dann fülle ihn auch aus und schicke ihn am besten per Einschreiben mit Rückschein zurück. Das kostet zwar etwas mehr, aber dient ausschließlich deiner Sicherheit - immerhin es geht ja um deine zukünftige Rente.

Es ist hierbei ja auch nicht zwingend gesagt, daß die DRV dir nach entsprechender Begutachtung überhaupt weiter die Rente zahlt.

Wichtig ist dabei aber bitte genauso, daß du darauf achtest wann das Ablaufdatum deiner befristeten Rente ist, denn ab dem Tag zahlen die nicht mehr - meine jetzige leidliche Erfahrung.

Ich hab heute in der Post z.B. meinen neuen Rentenbescheid vorgefunden. Heißt für mich nun, daß ich ab sofort nur noch meine alte per Gerichtsurteil zugesprochene BU-Rente erhalte. Meine zuletzt gezahlte Arbeitsmerktrente (basierend auf der in der Reha von 2012 festgestellten Teil-EMR) wird also nicht weiter bewilligt.

Witzig ist dabei der Kommentar im jetzigen Rentenbescheid auf Seite 2 - Hinsichtlich ihres Antrages auf Weiterzahlung der Rente wegen voller Erwerbsminderung auf Zeit erhalten sie nach Abschluss der med. Sachaufklärung weitere Mitteilung -.

Schon sehr bemerkenswert, da ist die med. Sachaufklärung offenbar noch gar nicht abgeschlossen, dennoch hat man bereits jetzt festgestellt das bei mir keine Erwerbsunfähigkeit vorliegt.

Wenn in deinem Fall jetzt wohlmöglich noch eine ärztliche Begutachtung in frage käme, dann solltest du lieber zügig handeln (Antrag abgeben etc.)


Grüße saurbier
 

Doppeloma

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Hallo PeterK,

Hab nun angerufen. Es reicht das aktuelle. Fand ich schon seltsam. Hab nun alles eingeschickt. Nicht, das auf einmal doch der Antrag fehlt...

Warum rufst du dort an und schickst nicht einfach deinen fertigen Verlängerungs-Antrag (per Übergabe-Einschreiben) an die DRV ab ???

OHNE diesen Antrag wird tatsächlich auch KEIN Antrag bei der DRV bearbeitet und du willst doch die Verlängerung der EM-Rente erreichen, ODER ??? :icon_neutral:

Den "Selbsteinschätzungs-Bogen" schicken die öfter mal (erneut) separat raus, damit du den bloß nicht vergessen haben "könntest" auszufüllen (ist aber immer noch FREIWILLIG) und einem AG den es gar nicht mehr gibt, brauchst du auch KEINE Formulare mehr zum Ausfüllen geben / schicken ... steht ja auch schon dabei ...
Was zuletzt kam war also komplett überflüssig, da ruft man doch nicht an bei denen ... klar werden die am Telefon IMMER "sagen" das sei wichtig, die arbeiten ja für die DRV und NICHT für dich.

Der Antrag ist wichtig für die Verlängerung deiner EM-Rente und sonst GAR NICHTS ... :icon_evil:

Wenn du weitere Fragen dazu hast solltest du mal ein eigenes Thema dafür aufmachen, es gehört sich NICHT in einem Forum fremde Themen "zu kapern", um dann dort seine eigenen Probleme gelöst zu bekommen und mit der Frage des TE haben deine Fragen (eigentlich) schon lange nichts mehr zu tun. :icon_evil:

Das gehört längst als erledigt geschlossen ... :closed_2:

MfG Doppeloma
 
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