grade 18 geworden

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Auslaufmodell

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Frage hier für meinen Enkel:
Diesen Monat 18 geworden, wollte nach Schulabschuss zum Bund, wurde aber nicht genommen (Grund weiß ich nicht) nun macht er nach den Ferien weiter Schule bis zum ABI.

Kann er ALG II beantragen? Mutter ohne Einkommen, Stiefvater kein großes Einkommen und Verpflichtungen als vorheriger Ehe.

Das wars in kurzen Worten und Dank für hilfreiche Tipps.

Euer Auslaufmodell
 

Paolo_Pinkel

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1) 1Leistungen nach diesem Buch erhalten Personen, die
1. das 15. Lebensjahr vollendet und die Altersgrenze nach § 7a noch nicht erreicht haben,

2. erwerbsfähig sind,

3. hilfebedürftig sind und

4. ihren gewöhnlichen Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland haben
==> § 7 SGB II

Trifft das zu, sollte er einen Antrag stellen. Da er aber ABI (Vollzeit?) macht, gehe ich davon aus, dass er dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen wird. Eine elementare Grundvoraussetzung für ALG II . Wie sieht es mit Bafög aus?
 

Auslaufmodell

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==> § 7 SGB II

Trifft das zu, sollte er einen Antrag stellen. Da er aber ABI (Vollzeit?) macht, gehe ich davon aus, dass er dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen wird. Eine elementare Grundvoraussetzung für ALG II . Wie sieht es mit Bafög aus?

Das werde ich mal besprechen und Morgen diesbezüglich mit ihm telefonieren.

Ist die Arge nicht verpflichtet auf diese Möglichkeit hinzuweisen?
 

Paolo_Pinkel

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Das werde ich mal besprechen und Morgen diesbezüglich mit ihm telefonieren.

Ist die Arge nicht verpflichtet auf diese Möglichkeit hinzuweisen?
Ja, das sind sie. Theoretisch. Das Gegenteil ist leider häufig der Fall. Auch wenn sie vom Gesetzgeber nach §§ 13, 14 und 15 SGB I dazu angehalten sind. In den JC ticken die Uhren etwas anders. Mit Beistand rücken die schon mal mehr Informationen raus, weil Beistand = potentieller Zeuge ist. Oder man spricht sie konkret darauf an. Aber selbst dann muss man mit Ausflüchten wie: "Dafür bin ich nicht zuständig! Fragen Sie mal bei XY nach". Oder man lügt dir glatt ins Gesicht.
 

Auslaufmodell

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Ja, das sind sie. Theoretisch. Das Gegenteil ist leider häufig der Fall. Auch wenn sie vom Gesetzgeber nach §§ 13, 14 und 15 SGB I dazu angehalten sind. In den JC ticken die Uhren etwas anders. Mit Beistand rücken die schon mal mehr Informationen raus, weil Beistand = potentieller Zeuge ist. Oder man spricht sie konkret darauf an. Aber selbst dann muss man mit Ausflüchten wie: "Dafür bin ich nicht zuständig! Fragen Sie mal bei XY nach". Oder man lügt dir glatt ins Gesicht.

Würde ja gern als Beistand mit hingehen aber leider trennen uns etwas über 300 KM und mit meinem bescheidenen Hartz IV Salär ist da nix zu machen:icon_kotz:
 

Erolena

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==> § 7 SGB II

Trifft das zu, sollte er einen Antrag stellen. Da er aber ABI (Vollzeit?) macht, gehe ich davon aus, dass er dem Arbeitsmarkt nicht zur Verfügung stehen wird. Eine elementare Grundvoraussetzung für ALG II . Wie sieht es mit Bafög aus?
Das stimmt nicht.

Er kann ALG 2 beziehen
- wenn er bei den Eltern wohnt und diese wenig Einkommen haben.
- oder wenn er in eigener Unterkunft wohnt, aber die Schule vom Elternhaus aus erreichbar wäre (und deshalb kein Bafög zusteht)

BAfög für Schüler an der allgemeinbildenden Schule ab Klasse 10 erhält nur, wer nicht bei den Eltern wohnt und
- die Schule vom Elternhaus aus nicht zu erreichen ist (mehr als 2 Std. Wegezeit für Hin- und Rückweg zusammen)
- oder verheirateter, geschiedener, verwitweter, getrennt lebender Schüler mit eig. Haushalt
- oder Schüler mit einem Kind im eigenen Haushalt

Steht in § 2 Absatz 1a BaFöG
hier nachzulesen: BAföG § 2 Ausbildungsstätten - BAföG-FAQ - Geld+BAföG - Studis Online
 

Paolo_Pinkel

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Würde ja gern als Beistand mit hingehen aber leider trennen uns etwas über 300 KM und mit meinem bescheidenen Hartz IV Salär ist da nix zu machen:icon_kotz:
Kann dein Enkel niemand anderen organisieren? Mutter? Vater? Bruder? Onkel? Freundin? Freund?... Es ist ja nicht einmal wichtig, ob diese Person SGB II-Kenntnisse hat oder nicht, sondern, dass jemand einfach dabei ist. Zum Thema Bafög könnte ich noch das anbieten
==> BAföG: Das neue BAföG

M.W. sind dafür die Jugendämter zuständig. Vielleicht sollte man da mal zuerst nachfragen. M.W. ist der Umgang dort noch bürgernah und nicht menschenverachtend, hinterlistig und niederträchtig, wie in den JCn. Ggf. haben noch weitere User andere Ideen, welche anderen Stellen man zwecks Information anlaufen kann?
 

Babbelfisch

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Nein, dafür sind nicht die Jugendämter zuständig. Definitiv nicht. (Und das ist keine Gesetzestextinterpretation, sondern einfach nicht der gesetzliche Auftrag).
Um genaueres zu sagen, müßte man erst einmal wissen, welche Schule er besuchen will/wird. Da er keine abgeschl. Berufsausbildung hat, wird es schon einmal kein elternunabhängiges BaFöG geben. Evtl. Schüler-BaFöG, aber wie schon gesagt, hängt vom Schultyp ab.... Alg II wird auch schwierig werden, denn er steht dem Arbeitsmarkt ja nicht zur Verfügung...
 
G

gast_

Gast
Frage hier für meinen Enkel:
Diesen Monat 18 geworden, wollte nach Schulabschuss zum Bund, wurde aber nicht genommen (Grund weiß ich nicht) nun macht er nach den Ferien weiter Schule bis zum ABI.

Vollzeit? Abendschule oder wie?

Kann er ALG II beantragen?

Ja

Mutter ohne Einkommen, Stiefvater kein großes Einkommen und Verpflichtungen als vorheriger Ehe.

Aber wenn er das tut, würde man die ganze Familie in eine BG stecken - was da wohl die Eltern dazu sagen?

Er sollte erst mit ihnen sprechen...nicht daß es einen riesigen Familienkrach gibt...und wenn er aufgrund der Schulform Anspruch auf Bafög/Alg II hat, sollte sie ihn rauswerfen, bevor er den Antrag stellt.

Dann hat er alleine ALG II Anspruch. JC müßte ihm dann eigene Wohnung finanzieren und Erstausstattung.
 

jackfruit

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Beim Bafög muss man mit ausziehen vorsichtig sein. Wenn die Möglichkeit besteht, dass er auch von der Wohnung die Schule erreichen könnte, bekommt er bei einem Auszug kein Bafög. Beim Bafög muss es wirklich erforderlich sein, dass er auszieht.
 
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