Grad der Behinderung Einspruch gegen Abhilfebescheid?

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Sunny1

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Ich hatte im Januar, nachdem ich einen Antrag auf GdB im August 2018 gestellt habe. einen Bescheid bekommen, wobei mein GdB mit 20 festgesetzt wurden.
Daraufhin habe ich Einspruch eingelegt und heute den Abhilfebescheid bekommen. Mir wurden dieses Mal 30 gegeben.
Zu meinem Fall:
Meine Diagnosen lauten: F33.2 G, schwere wiederkehrende Depression
F41.1 G, generalisierte Angsstörung
M48.06 G, Spinalkanalstenose
G54.4 G Läsionen der Lumbalsakralwurzel
F43.2 G Anpassungsstörung
F41.0 G posttraumatische Belastungsstörung.
Ich hatte eine Beschreibung meiner Krankheit mit eingereicht, in der steht, wie mein Leben verläuft. Wie mein Tagesablauf ist und was ich alles nicht kann.
Meine Frage lautet, ob mir nicht mehr zustehen würde.
Als Anhang wurde ein Zettel beigefügt,den ich unterschreiben kann. Dieser würde dann aussagen, das ich mit dem Abhilfebescheid einverstanden bin. Unterschreibe ich dies nicht innerhalb von 4 Wochen, wird die Bezirksregierung Münster über meinen Widerspruch entscheiden. Sollte man es akzeptieren oder es drauf ankommen lassen, das Münster entscheidet.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Es kommt für den GdB weniger auf die Krankheiten an, sondern eher auf die Auswirkungen auf deinen Alltag.
Ohne konkret etwas über deinen Tagesablauf und deine Einschränkungen zu wissen, kann dir also niemand sagen, ob dir mehr zustehen würde oder nicht.

Unabhängig davon würd ich den Widerspruch weiter laufen lassen.
 

Sunny1

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Es kommt für den GdB weniger auf die Krankheiten an, sondern eher auf die Auswirkungen auf deinen Alltag.
Ohne konkret etwas über deinen Tagesablauf und deine Einschränkungen zu wissen, kann dir also niemand sagen, ob dir mehr zustehen würde oder nicht.

Unabhängig davon würd ich den Widerspruch weiter laufen lassen.
Die Auswirkungen sind, das ich nur noch in Begleitung raus gehe, bzw. es vermeide überhaupt raus zu gehen. Ich nehme nur noch wichtige Termine in Begleitung außerhalb war. Mein Leben wird von Ängsten, Panik usw. bestimmt. Mein Leben fühlt sich fremdgesteuert an. Ich kann nicht schlafen, dadurch ist man den Tag über wie gerädert. Ich bin nur noch erschöpft. Habe keine Energie. Dies geht schon seit Nov. 2017. Mein Krankengeld läuft nächsten Monat aus und ich muss jetzt den Antrag auf Nahtlosigkeit stellen. Die Erwerbsminderungsrente habe ich im Januar beantragt. Bald wird ein Termin beim Gutachter stattfinden. Ich warte noch auf den Termin.
Ich bin natürlich in psychologischer Behandlung.
 

HermineL

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Es kommt für den GdB weniger auf die Krankheiten an, sondern eher auf die Auswirkungen auf deinen Alltag.
Ohne konkret etwas über deinen Tagesablauf und deine Einschränkungen zu wissen, kann dir also niemand sagen, ob dir mehr zustehen würde oder nicht.
Das ist ja richtig aber auch wenn ich den Tageablauf und die Einschränkungen des TE nicht kenne bin ich mir sicher das bei einer schweren rezidivierenden Depression mit Angststörungen und PTBS ein GDB von 30 zu niedrig ist. Von den anderen Einschränkungen will ich hier gar nicht erst reden.


Leichtere psychovegetative oder psychische Störungen bedingen danach in der Regel einen GdB von 0-20.
Stärker behindernde Störungen mit wesentlicher Einschränkung der Erlebnis- und Gestaltungsfähigkeit (z. B. ausgeprägtere depressive, hypochondrische, asthenische oder phobische Störungen, Entwicklungen mit Krankheitswert, somatoforme Störungen) bedingen üblicherweise einen GdB von 30-40.
Schwere Störungen (z. B. schwere Zwangskrankheit) mit mittelgradigen sozialen Anpassungsschwierigkeiten bedingen regelmäßig einen GdB von 50-70, schwere Störungen mit schweren sozialen Anpassungsschwierigkeiten einen GdB von 80-100.
Quelle: Der GDB bei psychischen Erkrankungen
 

Sunny1

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Das ist ja richtig aber auch wenn ich den Tageablauf und die Einschränkungen des TE nicht kenne bin ich mir sicher das bei einer schweren rezidivierenden Depression mit Angststörungen und PTBS ein GDB von 30 zu niedrig ist. Von den anderen Einschränkungen will ich hier gar nicht erst reden.
Hallo, ich hatte meinen Widerspruch noch mal schriftlich begründet. Muss ich dies jetzt noch einmal machen, da es ja jetzt nach Münster geht, oder wird dann alles so weiter gereicht? Sollte ich vlt noch einmal nachfragen ob sie auch alle Unterlagen haben beim Kreis Recklinghausen , die den Grad bestimmt haben ? Vielen Dank schon mal für den Kommentar
 

Zerberus X

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Das ist ja richtig aber auch wenn ich den Tageablauf und die Einschränkungen des TE nicht kenne bin ich mir sicher das bei einer schweren rezidivierenden Depression mit Angststörungen und PTBS ein GDB von 30 zu niedrig ist. Von den anderen Einschränkungen will ich hier gar nicht erst reden.

Kommt drauf an was der Psychologe des TE geschrieben hat,wenn der TE ihm von der Schweigepflicht entbunden hat.
 

Vetter aus Dingsda

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Moin allerseits!
Habe dieses Forum gestern auch für mich entdeckt und schon viel gelesen. Ich hoffe, mich hier nicht nur geistig bereichern zu können, sondern will hin und wieder etwas beitragen.

zum Thema… und Sunny1:
Lass das in Münster entscheiden. Weniger Punkte kannst Du so gut wie nicht bekommen. Selbst wenn, würdest Du so gut wie nichts verlieren.

Deine Situation kann ich gut nachfühlen. Meine Diagnosen waren ähnlich. Vor ein paar Jahren guckte ich durch die Jalousieritze und fragte mich, woher der ältere Rollifahrer da unten überhaupt die Kraft nimmt, aufzustehen und dann sogar noch auf die Straße unter Leute zu „gehen“.

Mache die Angaben, die von Dir gefordert werden. Kurz und knackig. Telefoniere da nicht lange herum und versuche, dich durch das Lesen und Schreiben hier nicht aufzureiben. Die von dir angegebenen „F-Diagnosen“ lassen es nicht zu, sich sinnvoll mit endlosen Formularen, Erklärungen und Schreibkram auseinanderzusetzen.

Ist in deiner Situation eventuell etwas blöd, jetzt auch noch damit zu kommen... aber: Hast Du mal an den Aufenthalt in einer psychiatrischen Tagesklinik gedacht? Für mich war das damals der „Bringer“. Gesundheitlich und sozialtherapeutisch. Ich bekam dort unter anderem Hilfe und kompetente Rückendeckung bei Antragstellungen, wie Rente und Behinderungsstatus.

Alles Gute wünsche ich dir :) und drücke die Daumen, dass deine Anträge auf den Tischen landen, wo sie wohlwollender und besonnener als bis jetzt bearbeitet werden.
 
B

bibumuc

Gast
Mir wurden dieses Mal 30 gegeben.
Zu meinem Fall:
Meine Diagnosen lauten: F33.2 G, schwere wiederkehrende Depression
F41.1 G, generalisierte Angsstörung

F43.2 G Anpassungsstörung
F41.0 G posttraumatische Belastungsstörung.

Die Auswirkungen sind, das ich nur noch in Begleitung raus gehe, bzw. es vermeide überhaupt raus zu gehen. Ich nehme nur noch wichtige Termine in Begleitung außerhalb war. Mein Leben wird von Ängsten, Panik usw. bestimmt. Mein Leben fühlt sich fremdgesteuert an. Ich kann nicht schlafen, dadurch ist man den Tag über wie gerädert. Ich bin nur noch erschöpft. Habe keine Energie.

Die Diagnosen und so wie du deinen Tagesablauf beschreibst, sollten für einen GdB von 50 vollkommen ausreichen.

Sollte es soweit kommen, daß es zu einer Begutachtung kommt, bemühe dich unbedingt ruhig zu bleiben und nichts zu dramatisieren. Panik ist Panik, daß muß nicht super Panik sein. Angst ist Angst, daß muß nicht wahnsinnige Angst sein. Verstehst du was ich dir sagen möchte? Wenn du befragt wirst und die Dinge gesteigert bzw. im Superlativ beschreibst, dass nennt man auch aggravation, kann es schnell dazu führen, daß man dir das negativ auslegt. Wenn du das Wörtchen „aggravation“ einmal in einem Gutachten stehen hast, wird jeder weitere Weg unheimlich schwer.

Alles Gute für den weiteren Verlauf!
 

Muzel

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PTBS sind nach dem dem ICD System nach F43.1. klassifiziert. F41.1 ist eine generalisierte Angststörung. Für eine PTBS bei vollständigem Vorliegen einen GdB -Anspruch auf 30.
 

Vetter aus Dingsda

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Munzels Quelle ist mir nicht bekannt. Du findest jedoch hier die zuverlässige Angabe:

GdB PTBS Posttraumatische Belastungsstörung

,scrollst du ca.60% der Seite herunter.
Zitat: …“Sind alle Kriterien der PTBS erfüllt, ist ein GdS von wenigstens 30 gerechtfertigt.“…

Wer sich allgemein über den GdB informieren möchte, kann das hier tun:

GdS-Tabelle

Sunny1 kann ich nur Mut machen, den GdB an anderer, richtiger Stelle festlegen zu lassen.
 

HermineL

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,scrollst du ca.60% der Seite herunter.
Zitat: …“Sind alle Kriterien der PTBS erfüllt, ist ein GdS von wenigstens 30 gerechtfertigt.“…
Erst einmal danke für den Link aber die versorgungsmedizinischen Grundsätze kenne ich in und auswendig. Gerade deswegen frage ich ja nach der Quelle. Denn, wie du selber schon richtig zitiert hast, wird ein GDB von 30 als gerechtfertigt klassifiziert.
Daraus ergibt sich aber kein Anspruch auf einen GDB von 30 wie @Muzel das ausgeführt hat . Die versorgungsmedizinischen Grundsätze dienen den Ämtern bei der Bewertung nur als Grundlage sind aber keineswegs verpflichtend.
Deswegen ist es für mich von Interesse wo diese Aussage herkommt denn ich bezweifele diese Aussage und denke das @Muzel das auch nur aus den versorgungsmedizinischen Grundsätzen herleitet und sich den "Anspruch" selber dazu gebastelt hat.
 

HermineL

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Ich habe den den Spaß mich damit herumzuschlagen.
Was aber nicht meine Frage nach der Quelle beantwortet und wieder nur eine einfache Verlinkung auf die versorgungsmedizinischen Grundsätze darstellt wie es schon @Vetter aus Dingsda zuvor gemacht hat.

Deswegen ist es für mich von Interesse wo diese Aussage herkommt denn ich bezweifele diese Aussage und denke das @Muzel das auch nur aus den versorgungsmedizinischen Grundsätzen herleitet und sich den "Anspruch" selber dazu gebastelt hat.
Wäre schön wenn du auch einmal auf Dinge wie das zuvor zitierte eingehst oder Aussagen mit Quellen versiehst damit man nachvollziehen kann wie du darauf kommst. Ansonsten stellt das nichts anderes dar als deine persönliche Meinung. Hat aber dann keine Relevanz für andere.
Nur so am Rande angemerkt :p PTBS ist auch, neben einigen anderen, meine Baustelle.
 

Muzel

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Hermine, das ist nicht gebastelt. Solche Opfer wie ich, bekommen immer nur ab 30 Entschädigungsrente. Die Gutachterin aus Thüringen gibt den Opfern meist 30. Als Opfer des alten Regimes muss man manchmal kämpfen. Mein Bruder, der mein Schicksal teilt, bekommt wegen der Frau jetzt weigstens Rente.
 

HermineL

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Hermine, das ist nicht gebastelt. Solche Opfer wie ich, bekommen immer nur ab 30 Entschädigungsrente. Die Gutachterin........
Du hast die Frage entweder nicht verstanden oder willst sie nicht verstehen.
Wenn du eine Behauptung wie die folgende aufstellst solltest du das auch belegen können:
Für eine PTBS bei vollständigem Vorliegen einen GdB -Anspruch auf 30.
Die versorgungsmedizinischen Grundsätze geben jedenfalls keinen Anspruch dafür her sondern bestenfalls einen Richtwert.
 
G

Gelöschtes Mitglied 28373

Gast
Ich selbst habe auf die PTBS mehr und ich kenne viele Leute, die ebenfalls wesentlich mehr drauf haben. Da geht halt alles zwischen 30 und 100, mit und ohne Merkzeichen G, B und sogar H.
 

Muzel

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Hermine, zwischen uns herrscht wohl die babylonische Sprachverwirrung. Ich habe dir doch die Versorgungsmedizinischen Voraussetzungen mitgeteilt. PTBS kann auch vorliegen, wenn dass Syndrom nicht voll ausgeprägt ist. Dann gibt es keine 30 und für uns Betroffene 0 Rente.
 

Sunny1

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Jetzt bin ich es die verwirrt ist, bei dem was hier kommentiert wurde. Ich verstehe mittlerweile das es Richtlinien gibt. Auch das es eine Ermessensfrage des Sachbearbeiters ist. Aber sind bei all den Diagnosen und den Auswirkungen auf meinen Tagesablauf ( wie beschrieben ) ein GdB von 30 nicht zu wenig? Das denke ich zumindest . Lohnt es sich den Fall weiter nach Münster laufen zu lassen?
 
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