Gleichstellung beantragen?

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Hamilkar

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Habe übermorgen einen Termin u.a. wg. Antragstellung ALG II.

Ich habe eine anerkannte Behinderung von 30%. Gibts aber auch noch einen Einspruch zu, hätte gerne mehr.

Macht es Sinn, beim JC eine Gleichstellung zu beantragen?

Welche Vor- und Nachteile hat das ggf.?

Danke.
 

Muzel

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Die Gleichstellung bringt dir nur Vorteile. Du brauchst sie nirgends anzugeben. Stelle doch einfach den Antrag!
 

Doppeloma

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Hallo Hamilkar,

Macht es Sinn, beim JC eine Gleichstellung zu beantragen?

Der Antrag auf Gleichstellung mit einem Schwerbehinderten wird bei der Agentur für Arbeit bearbeitet, NICHT beim JC :icon_evil:

Allerdings ist die AfA da bei ELOs auch nicht sehr großzügig mit, denn für die Vermittlung in Arbeit ist das eher hinderlich (man behält es also besser für sich!), es bringt hauptsächlich NUR höheren Kündigungsschutz wenn man einen Job HAT.

Beim JC bekommst du eventuell einen Reha-Berater für die Vermittlung und du kannst dich ans zuständige Integrationsamt wenden wegen Unterstützung bei Jobsuche/Weiterbildung.

MfG Doppeloma
 

Piggylein

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Allerdings ist die AfA da bei ELOs auch nicht sehr großzügig mit, denn für die Vermittlung in Arbeit ist das eher hinderlich (man behält es also besser für sich!), es bringt hauptsächlich NUR höheren Kündigungsschutz wenn man einen Job HAT.

Wenn man aber einmal einen Job hat, bekommt man keine Gleichstellung mehr. Die Gleichstellung wird nur vergeben, wenn andernfalls keine Vermittlung in Arbeit möglich ist.
Wenn du also einen Chef hast, der auf Fördergelder z.b. scharf ist, oder einen geeigneten "Quotenbehinderten" braucht, und dich deshalb nur als Schwerbehinderten und im anderen Fall nicht einstellt, dann ist es möglich sich einem Schwerbehinderten gleichstellen zu lassen. Wie Doppeloma aber schon sagt, die Arbeitsämter sind zurückhaltend damit, denn im Extremfall kann man allerhand Dinge beantragen (die Kraftfahrzeughilfe beispielsweise kann man auch als gleichgestellter Schwerbehinderter beantragen, das will die AfA natürlich nicht).
 

Muzel

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Das wirst du wohl müssen, denn die Gleichstellung wird nur gewährt, wenn du wegen deiner Behinderung vom Jobverlust bedroht bist oder Schwierigkeiten hast, einen zu erlangen, § 2 III SGB 9.
 

Doppeloma

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Hallo Im Grünen,

Verzeih mir die saudämliche Frage:
muss ich der Argentur für Arbeit mitteilen das ich arbeitslos bin?

Vermute mal stark, DAS WEISS die AfA dann schon oder WO meldest du dich bei Arbeitslosigkeit :confused:

Außerdem sind im Antrag auf Gleichstellung auch entsprechende Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten !

Die Gleichstellung wird doch auch an Arbeitnehmer vergeben?

Richtig, die Gleichstellung wird sogar (von der AfA) bevorzugt an Arbeitnehmer vergeben, damit sie von dem höheren Kündigungsschutz profitieren können (also möglichst nicht so bald "Kunden" bei der AfA werden :biggrin:), einem ALO nützt der ja nicht viel!

Habe ich oben versucht zu erklären aber @Piggylein sieht das ALLES ganz anders, und sieht die Vorteile von besserem Kündigungsschutz vorwiegend bei den Arbeitslosen, DAS MUSS man aber NICHT verstehen :icon_neutral:

Die AG bezahlen (im Allgemeinen) lieber die monatliche Strafe (ca. 150 €) bei Unterschreitung der "Behinderten-Quote", das ist billiger als einen Behinderten /Gleichgestellten einzustellen und womöglich noch einen Arbeitsplatz entsprechend behindertengerecht anpassen zu müssen!

Außerdem ist der nach 6 Monaten so schwer wieder loszuwerden wegen dem höheren Kündigungsschutz :icon_kinn:

MfG Doppeloma
 
E

ExitUser

Gast
Die AG bezahlen (im Allgemeinen) lieber die monatliche Strafe (ca. 150 €) bei Unterschreitung der "Behinderten-Quote", das ist billiger als einen Behinderten /Gleichgestellten einzustellen und womöglich noch einen Arbeitsplatz entsprechend behindertengerecht anpassen zu müssen!

Ausgleichsabgabe

Auch kann ein Schwerbehinderter Zusatzurlaub inklusive Urlaubsgeld beanspruchen, was ebenfalls nicht im Interesse des Unternehmers ist.

Da nimmt man doch lieber die paar Euro Ausgleichsabgabe in Kauf.
 

im Grünen

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Vermute mal stark, DAS WEISS die AfA dann schon oder WO meldest du dich bei Arbeitslosigkeit :confused:
Als ex-Selbständiger direkt beim JC, mit der AfA hatte ich in den ganzen fünf Jahren noch keinen Kontakt.

Außerdem sind im Antrag auf Gleichstellung auch entsprechende Fragen wahrheitsgemäß zu beantworten !

Hab den dann grade mal überflogen, damit hat sich die Frage erledigt.

Danke.
 

stargazer

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AW: Gleichstellung beantragen? Erwerbsminderungsrente?

Hallo zusammen,
ich muss da mal ganz unbedarft fragen...
was genau ist denn nun eine Gleichstellung?
Ich bin in der Situation, daß ich 80% Schwerbehinderung habe aufgrund einer schweren Erkrankung vor 4 Jahren.
Vom JC hab ich da nie irgendeine Unterstützung oder irgendeinen Rat erhalten.
Obwohl die wissen, daß ich 80% habe, ist das auf meine Anfrage hin bei denen nie im PC gespeichert worden!
Ich mußte die vor ca. einem Jahr fragen wg. Integrationsfachstelle... von denen kam nichts!
Ich war dann bei dieser Integrationsfachstelle und einzige, was die mir gesagt haben, war, daß sie eine Stelle in einer Autowaschstraße für mich hätten (ich bin aber gelernte Bürokauffrau)!!!
Ich würd mich freuen, wenn mir hier einer zu diesem ganzen Wust (auch mit der Gleichstellung bzw. Erwerbsminderungsrente beantragen) etwas sagen könnte.
 

doppelhexe

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Wenn man aber einmal einen Job hat, bekommt man keine Gleichstellung mehr.

:icon_eek:

was das denn fürn blödsinn...??? grade dann, also wenn man in arbeit ist, bekommt man die gleichstellung... das ja der sinn der sache, das man nicht so schnell gekündigt werden kann...

eher nicht, wenn man KEINEN job hat..., an arbeitslose wird die gleichstellung eigentlich nur rausgegeben, wenn man sonst DEN EINEN job nicht bekommt...
 

doppelhexe

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AW: Gleichstellung beantragen? Erwerbsminderungsrente?

Hallo zusammen,
ich muss da mal ganz unbedarft fragen...
was genau ist denn nun eine Gleichstellung?
Ich bin in der Situation, daß ich 80% Schwerbehinderung habe aufgrund einer schweren Erkrankung vor 4 Jahren.
Vom JC hab ich da nie irgendeine Unterstützung oder irgendeinen Rat erhalten.
Obwohl die wissen, daß ich 80% habe, ist das auf meine Anfrage hin bei denen nie im PC gespeichert worden!
Ich mußte die vor ca. einem Jahr fragen wg. Integrationsfachstelle... von denen kam nichts!
Ich war dann bei dieser Integrationsfachstelle und einzige, was die mir gesagt haben, war, daß sie eine Stelle in einer Autowaschstraße für mich hätten (ich bin aber gelernte Bürokauffrau)!!!
Ich würd mich freuen, wenn mir hier einer zu diesem ganzen Wust (auch mit der Gleichstellung bzw. Erwerbsminderungsrente beantragen) etwas sagen könnte.

naja, mündlich anfragen bringt da nie was... musst du alles schriftlich machen.

gleichstellung brauchst du nicht, da du mehr als 50gdb hast und damit schwerbehindert bist. wer weniger als 50gdb hat, ist nicht schwerbehindert, kann sich aber einem schwerbehinderten gleichstellen lassen und geniesst damit evtl. einen verbesserten kündigungsschutz oder eben beim aa eine andere betreuung als nicht behinderte.

beantrage mit nachweis deiner 80% (ablichtung sb-ausweis) die umsetzung zur schwerbehindertenabteilung... darauf MÜSSEN die reagieren.
auch das mit der integrationsfachstelle usw... immer alles schriftlich machen...
 

stargazer

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Hallo Hamilkar,

Beim JC bekommst du eventuell einen Reha-Berater für die Vermittlung und du kannst dich ans zuständige Integrationsamt wenden wegen Unterstützung bei Jobsuche/Weiterbildung.

MfG Doppeloma

Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Integrationsämtern ist, aber ich habe mit dem hiesigen "Integrationsfachdienst" (wie der sich hier nennt) keine pralle Erfahrung.
Ich habe 80% Schwerbehinderung, bin 47 Jahre alt und die boten mir eine Stelle in einer Autowaschstraße an!!!
Ich bin gelernte Bürokauffrau.... :icon_dampf:
 

Muzel

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Der Schwerbehindertenvertreter vom Ministerium, der mich ganz gut beraten hat, hielt große Stücke auf den Integrationsfachdienst und hat mir in den schönsten Farben davon vorgeschwärmt. Ich habe einen Mitarbeiter vom IFD kennengelernt, den ich unter Ulk verbucht habe.
 

Doppeloma

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Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Integrationsämtern ist, aber ich habe mit dem hiesigen "Integrationsfachdienst" (wie der sich hier nennt) keine pralle Erfahrung.
Ich habe 80% Schwerbehinderung, bin 47 Jahre alt und die boten mir eine Stelle in einer Autowaschstraße an!!!
Ich bin gelernte Bürokauffrau.... :icon_dampf:

NAJA, ich habe NUR beantwortet, was man mit der "Gleichstellung" eventuell anfangen kann, weil danach gefragt wurde...

Ich habe NICHT behauptet, dass die dort "Wunder" vollbringen für behinderte Menschen, dafür kann auch ich keine konkrete Stelle anbieten...:icon_kinn:

Unser JobCenter vor Ort (zu Fuß erreichbar!) hat überhaupt KEINE Reha-Berater, darum werden die Gleichgestellten Behinderten und Schwerbehinderten NUR durch die zuständige AfA (und deren Reha-Berater) "betreut" !

Meinen Reha-Berater habe ich in 1,5 Jahren (eigentlich in 3 Jahren, denn vorher direkt bei der AfA auch nicht) noch NICHT kennengelernt, aber ich bin auch nicht wild darauf, eine runde Stunde mit dem Bus zur AfA zu fahren, ich bin KRANK, das ist mir zu anstrengend (GdB 40 mit Gleichstellung).

So warten wir nun gemeinsam seit 2009 auf die Entscheidung der Rentenkasse zu meinem Antrag auf EM-Rente, inzwischen am Sozialgericht, denn die DRV ist bisher NICHT der Meinung, dass ich zu krank zum Arbeiten bin...:icon_dampf:

WAS ich nun noch arbeiten SOLL, können die mir aber auch nicht sagen...also warten wir mal weiter, bin 59 Jahre alt und HABE einen Job als Telefonistin...:icon_kinn:

MfG Doppeloma
 

Trixi2011

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Ich habe einen Mitarbeiter vom IFD kennengelernt, den ich unter Ulk verbucht habe.

Da kann ich dir leider nur beipflichten!

Ging mir genauso, als ich letztes Jahr ein formloses Beratungsgespräch dort hatte.

Ich hatte mir einige nützliche Infos erhofft, was die den dort für mich tuen könnten, falls ich einen Schwerbehidertenstatus erlage - Mittlerweile habe ich ihn mit 70%

Die Frau kam mir beinahe schon rotzfrech mit der Antwort, das hilfreiche Informationen nur dann gegeben werden würden, wenn ein Anspruch auf die Hilfe des IFD besteht.

Also folgende Informationen zum Thema Gleichstellung hat man mir mal gegeben - ich schreibe den mir voliegenden Text ab -

Im Falle von Arbeitslosigkeit und einen nachweisbaren GdB von 30% besteht die Möglichkeit eine Antrag auf Gleichstellung zu stellen. Die Entscheidung darüber ob dem Antrag stattgegeben wird, ist vom EINZELFALL abhänig und auch davon, ob eine Gleichstellung bei der Vermittlung in Arbeit erfolgsversprechend :)confused:) ist.

Sollte der Antrag auf Gleichstellung abgelehnt werden, so sollte man sich in erster Linie mit seinen zuständigen SB in der Behörde über weitergehende Alternativen wie z.B. Weiterbildungen oder Umschulungen unterhalten. Weiterhin besteht natürlich auch die Möglichkeit zum Widerspruch und in letzter Instanz auch eine Klage vor dem SG.
 
E

ExitUser

Gast
Vor wenigen Jahren wurde die Gleichstellung noch unbefristet ohne konkretes Jobangebot an HE ausgegegen. Mittlerweile aber genau so, wie Doppeloma oben beschrieben hat.

Bei den IntegrationsFachDiensten gibt es ganau so wie bei den JC fähige und unfähige Mitarbeiter, Ich war selbst zwei mal da und habe jeweils einen der beiden kategorieen kennen gelernt.

Die Unfähige schlug u.a. vor, ich sollte einen Busführerschein machen und Reisebusse lenken. Das war ungefähr zwei Monate nach meinem Herzinfarkt.

Der fähige versuchte u.a. bei den Firmen, wo ich mich beworben hatte, meine Arbeitskraft durch die staatlichen Vergünstigungen schmackhaft zu machen. Ansonsten waren die Stellenvorschläge von ihm die einzig sinnvollen, die ich je von Behördenseiten erhalten habe.

Wie gesagt: Es gibt immer welche, die solche Berufe auch aus Berufung machen.
 

jackfruit

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meine antwort hat sich erledigt
hab grad gesehen, dass da jmd nen alten beitrag ausgegraben hat und ich auf die erste frage geantwortet hab
 
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