Glaubwürdigkeit der Linken (2 Betrachter)

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Offener Brief an Sarah Wagenknecht zum taz Artikel vom 26.02.09

Ich bin keine einsame Stimme mehr

Liebe Sarah Wagenknecht,
mit Genuss habe ich den Artikel in der taz gelesen, dass die Linke nach links gerückt sein soll. Da ich Dich persönlich aus meinem Wahlkampf in NRW für die damalige PDS kennen gelernt habe, Du hast in diesem Zusammenhang eins Deiner Bücher in Witten vorgestellt.
Jetzt zu Deinem Artikel, der Satz "umso wichtiger ist es, das wir als Linke klare Alternativen vertreten und dabei glaubwürdig sind".
In der damaligen PDS danach in der WASG und in der heutigen Linken sind diese klaren Worte anscheinend unbekannt. Ich musste besonders als Gründer der WASG SH mich mit den miesesten Praktiken und undemokratischen Verhaltensweisen rumschlagen, so das ich entnervt erstmal diese sogenannten linken Strukturen verlassen habe. Diese Personen und Formen in der linken Politik sind immer noch an der Tagesordnung. Wenn noch nicht mal die Mindeststandards von Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz vorhanden sind, wird diese Linke in der BRD keine Perspektive haben. Nach letzten Parteiumfragen liegt die Linke SH bei ca. 3%. Ich schätze aber das das wirkliche Potential selbst hier im Bauernland über 20% liegen könnte. Die Gründe dafür sind offensichtlich und ich kann nicht erkennen das wie wir beide es sehen, dass eine klare Alternative nicht vorhanden ist und das sie auch nicht besonders glaubwürdig ist. Ich habe auch erst mal nicht die linke Hoffnung, da ich die Strukturen und die Personen kenne, dass sich da in Zukunft etwas wesentliches dran ändert. Dadurch bekommt die Linke eine Außenwirkung die man nur als Katastrophal einschätzen kann, siehe Presse SH-Dithmarschen. Diese Entwicklung ist besonders dramatisch da der Kapitalismus uns zu überrollen droht. So kann ich mir nicht vorstellen, dass in relativ kurzer Zeit dieser Parteienapparat eine wirkliche Alternative ist. Genau die gleichen Erfahrungen haben sehr viele Linke in den letzten Jahren machen müssen was natürlich die gesamte Linke enorm schwächt. Meiner Meinung nach besteht nur die Chance wenn sich Menschen aus diesem Bereich mal von theoretischen Texten zu einer ehrlichen praktischen Politik durchringen würden. Wie sagte schon der alte Marx, jeder Schritt wirklicher Bewegung ist mehr als tausend Programme. In diesem Sinne, mit rebellischem Gruß!!!
 

Dulcimer

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Jetzt zu Deinem Artikel, der Satz "umso wichtiger ist es, das wir als Linke klare Alternativen vertreten und dabei glaubwürdig sind".

Die Gründe dafür sind offensichtlich und ich kann nicht erkennen das wie wir beide es sehen, dass eine klare Alternative nicht vorhanden ist und das sie auch nicht besonders glaubwürdig ist.
In Sachen Parteienfilz und mangelnder Transparenz etc. gebe ich Dir vollkommen Recht.
Aber: Wie sieht denn Deine klare Alternative aus? :confused:
fragt Dulcimer
 
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ist doch ziemlich eindeutig, offen und ehrlich und basisnah, das wollten viele am anfang und wurden mächtig enttäuscht, wieder so eine obrigkeitspartei....
 

HajoDF

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Ich wundere mich immer darüber, dass ausgerechnet die "Basisdemokraten" sich nie einer Mehrheit anschließen können.:icon_neutral:
 
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können wir sehr gut, aber die inhalte müssen stimmen und die faire art, verarschen lassen wir uns nicht, mein artikel wurde auf scharf-links übernommen...
 
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immer schön bei der wahrheit bleiben, tät der linken gut, viele haben diese linke verlassen, aus gutem grund, dies ist ein aufruf für eine andere politik, dann machen wir auch wieder mit, so einfach ist das....
 

Eka

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Und viele sind auch der Linken beigetreten, u.a. sehr viele Frauen.

Kann man sehen wie man möchte oder es einem gefällt oder? ;-)

Sahra heißt sie. Ich meine iranischer Abstammung oder so, deswegen der Unterschied des Namens zu Sarah. ;-)



Gruß
Eka
 

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Hallo benlisa in deinem Brief an "Sarah Wagenknecht" sprichst Du genau die Dinge an, die die meisten Bürger an den Parteien vermissen.
Und DIE.LINKE wird hier von uns Linken besonders bemessen.

Ich zitiere aus dem Brief:
Offener Brief an Sarah Wagenknecht zum taz Artikel vom 26.02.09

Jetzt zu Deinem Artikel, der Satz "umso wichtiger ist es, das wir als Linke klare Alternativen vertreten und dabei glaubwürdig sind".

Wenn noch nicht mal die Mindeststandards von Ehrlichkeit, Offenheit und Transparenz vorhanden sind, wird diese Linke in der BRD keine Perspektive haben.

Meiner Meinung nach besteht nur die Chance wenn sich Menschen aus diesem Bereich mal von theoretischen Texten zu einer ehrlichen praktischen Politik durchringen würden.
Auch ich kenne die Gründungszeiten der WASG, die Hoffnung die aufkeimte und das alsbaldige interne lalala/blabla und das Pöstchengeschachere.
Viele Menschen verstehen eine Diskussion wohl eher, als lamentieren und nicht debattieren.
Selbst auf nicht komplexe, einfache, verständlich, formulierte Fragen bekommt eine eventuell, vielleicht, mal sehen Antwort.
Das ist, so weit ich es versteh, bei a-l-l-e-n Parteien so.
Nicht meine Welt.
Würde mir wünschen, dass die PARTEIEN klare Aussagen und klare Ziele dem Bürger vermitteln könnten.
Hier hatte die LINKE eine historische Chance vertan.
 
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nur damit es allen klar wird, bin nicht gegen links, sondern gegen diese linke, wir brauchen eine andere partei.....den übrigen müll kennen wir....oder sie ändert sich...
 
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man/n-frau entschuldige bitte meinen schreiber, ist halt nicht so politisch..
sahra ist richtig...aber ändert nichts am inhalt..
findet ihr weitere fehler-behaltet sie...
 
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richtig-es war eine historische chance etwas neues-besseres aufzubaun, vielleicht ist sie sogar noch da ?
ist natürlich jetzt schwerer bei so einem apparat...
ansonsten wird es eine neue organisation geben...
 

Eka

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Ich musste besonders als Gründer der WASG SH mich mit den miesesten Praktiken und undemokratischen Verhaltensweisen rumschlagen, so das ich entnervt erstmal diese sogenannten linken Strukturen verlassen habe.
Da geb ich dir allerdings recht. Das ist leider häufig noch so kann sehr entnervend sein. Es ist bei manchen nichtmal ein Einsehen zu sehen.

Potenzial hätten sie, wenn es nicht das ewige Hü-Hott Spielchen geben würde....


LG
Eka
 
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Aber genau diese Hüh-Hott-Spielchen können doch nur deshalb entstehen, weil die Politik und die Parteien so organisiert sind, wie sie es sind. Hierarchisch, eben. Wer haut und sticht und schleimt, kommt nach oben. Wie im Leben.

Das, was bei den Linken abgeht, kann nur geändert werden, wenn die auch in den Parteien bestehende Herrschaftsstruktur von hierarchisch auf Netzwerk (Gleiche unter Gleichen) umgestaltet wird. Erst dann geht es nicht mehr wie jetzt darum, mehr Macht zu kriegen (nur dazu dient die jetzige Parteien- und Politikstruktur) sondern darum, sich zu organisieren und Dinge voran zu bringen.

Aber dazu sind wir noch nicht reif genug. Nicht die, die aus Kompensationsgründen vornehmlich Macht wollen und auch nicht die, die das alles als Stiefelhalter mitmachen (weil sie hoffen, dadurch irgendwann auch an Macht zu kommen).
 
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...bestehende Herrschaftsstruktur von hierarchisch auf Netzwerk (Gleiche unter Gleichen) umgestaltet wird. Erst dann geht es nicht mehr wie jetzt darum, mehr Macht zu kriegen (nur dazu dient die jetzige Parteien- und Politikstruktur) sondern darum, sich zu organisieren und Dinge voran zu bringen...
Dann wären sie ja genau das, für was sie sich ausgeben und DAS wollen sie doch gar nicht wirklich:icon_lol::icon_lol:


...vornehmlich Macht wollen, ... die das alles als Stiefelhalter mitmachen (weil sie hoffen, dadurch irgendwann auch an Macht zu kommen)...
...
 
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dann muß man sie dazu zwingen, sie krebsen bei 10 prozent rum, dafür gibt es einen grund...
 

elemka

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Endlich mal eine Diskussion, die enorm wichtig ist, in unserem Land.
Die DIE.LINKE hat nämlich tatsächlich eine Menge an Glaubwürdigkeit verloren, bevor sie überhaupt einen Hauch einer Chance für die bevorstehende BT 2009 hat- das IST auch genau der Parteienfilz, der mich schon immer bei den Grünen gestört hat !! Ein "gesundes Netzwerk" ist genau DIE Antwort. Allerdings erlaubt eben die gängige Parteipolitik dieser Republik das nicht, würde ja eventuell sogar eine nützlich-hilfreich gute Sache sein können, DAS wird dem Volk allerdings mißgönnt, so mein Eindruck; mit anderen Worten, die "Väter (Mütter gehören übrigens unbedingt dazu !!!) der Wahlgesetze" haben ganz bewußt dafür gesorgt, daß eigentliche Macht ungeschoren weiterhin sein Unwesen treiben darf.
Es hieße somit, eine Systemänderung anzustreben. DAS wird niemals Parteipolitik umsetzen, die sich immer den Mächten beugt !!!
Daher drehen wir uns im Kreise, haben die Illusion einer "gesunden Basis", die Parteibeschlüße abnickt, und die Obrigkeit macht weiter, während weiter nach "unten getreten" wird.
Ich bin da eher Realist, meine Ideale habe ich zwar, sie können und dürfen sich nur nicht entfalten. :cool:
 
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Für mich ist das jedesmal der versuch doch noch Wähler zu verunsichern zum schutz der gängigen Parteien. Wenn nicht sogar von denen Bezahlt.

Da wird gesagt wir brauchen eine neue Partei, die noch Linkere. Das sind doch alles ablenkversuche damit sich nichts ändert.

Ich weiß nur eins, ich wähle diesmal die Linke, selbst dann wenn sie mit dem Deivel persönlich Vögelt. Mann braucht zusammenhalt wenn man was ändern will, da geht es nicht um persönlichkeiten wer mit wem nicht kann ist mir Scheißegal. Ich weiß nur eins die Etablierten müssen weg oder zumindestens hart getroffen werden. Dann geht es mir persönlich besser.

Und schon als Strafe für die Jahrelange verarschung. Und dieses Ziel zu erreichen, ist am wahrscheinlichsten mit den Linken. Das die bei der Bundestagswahl auf jeden fall mehr Stimmen holen als z. B. Grün oder Gelb oder Sonstige ist mir völlig klar. Und die müssen den anderen mächtig in die Suppe spucken.

Ich glaube die Karten werden diesmal neu gemischt in Deutschland. Es wurde einfach zu vielen in den ***** getreten in diesem Land und täglich werden es Gottseidank mehr.

Um so größer die zahl der Präkären in diesem Land wird um so größer wird das verständnis für mich als Individium. Weil die dann selbst wissen wie es hier wirklich abgeht. Und damit wächst die Chance das Ruder irgend wann rum zu reissen.

Dazu bedarf es aber das wir uns hier nicht in kleinkrieg verzetteln und täglich mehr fordern, sondern das wir erst mal den Fuß in die Tür kriegen um sie dann von innen aufzustossen wie ein Trojanisches Pferd.

Deshalb lasst Euch nicht von einzelnen verunsichern, ob die Frau da mit Sarah ein problem hat oder nicht geht mir persönlich am ***** vorbei. Wir brauchen zusammemhalt um das ganzu in richtung wechsel der Politik zu Treiben.

Man muß einmal eine Entscheidung treffen und nicht ständig springen. Entweder Links oder nicht, aber nicht wackeln. Ich wähle auf jeden Fall
Oscar, weil diese Stones und Merkels dieser Welt in die Ecke gedrängt werden müssen. PUNKT und BASTA
 
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soviel mist hab ich schon lange nicht mehr gelesen, kann nur jemand schreiben der diese linke nicht kennt, aber scheint egal zu sein, 50 prozent wählen nicht mehr, warum wohl ????
unglaublich dieses volk....
 

Merkur

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Ja wenn die Linken nicht glaubwürdig sind dann glaubt doch der SPD und CDU die haben Euch noch nie belogen .
 

destina

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Ja wenn die Linken nicht glaubwürdig sind dann glaubt doch der SPD und CDU die haben Euch noch nie belogen .
Nach der Devise, übel sind sie alle, wählen wir das kleiner Übel?
Echt toll.....das ist eine Grundlage, auf der sich etwas Neues aufbauen läßt:confused:
 
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Ja wenn die Linken nicht glaubwürdig sind dann glaubt doch der SPD und CDU die haben Euch noch nie belogen .
So spricht jemand, dem nicht bewusst ist, was die Linken in Zukunft anrichten könnten und vor allem, was von Linken in der Vergangenheit schon angerichtet wurde. Der Wolf im Schafspelz...
 
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