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Gläubiger verzichtet auf Forderung, Inkassounternehmen will trotzdem Mahngebühren

VincentVegas

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Hallo.

Folgender Fall:

Meine Bekannte hatte bei einer Website ein Abo für 14€ abgeschlossen, hielt das jedoch irrtümlich für eine Einmalzahlung. Das Abo ging über drei Monate, sie besuchte die Website aber nach kurzer Zeit nicht mehr.
Vor kurzem erhielt sie eine "2. Mahnung" von einem Inkassobüro. Dort waren folgende Forderungen aufgeführt:

14€ Mitgliedsbeitrag
6€ Auslagen des Gläubigers
4€ Auslagen des Gläubigers
19,80€ erste Mahnung
34,20€ zweite Mahnung
0,40€ Zinsen

Eine angebliche erste Mahnung ist bei meiner Bekannten definitiv nicht angekommen. In der zweiten Mahnung hat das Inkassobüro keinen Nachweis erbracht, dass es im Recht ist, für den Gläubiger zu mahnen.

Meine Bekannte hat nie ein Schreiben des Gläubigers erhalten, dass eine Lastschrift geplatzt sei und sie das Geld überweisen solle. Lediglich beim Einloggen auf der Website erhielt sie die Meldung, dass noch ein Beitrag ausstehe. Sie hatte zu der Zeit keinen Zugriff mehr auf das Konto, da es nach einer Trennung von ihrem Partner wegen Überziehung gesperrt wurde. Sie hatte ihren Job verloren und ist seitdem arbeitslos.

Wir haben uns sofort mit dem Gläubiger in Verbindung gesetzt und ihm die Situation meiner Bekannten erklärt. Der Gläubiger verzichtete daraufhin per Email auf die Forderung.

Das Inkassobüro zog die 14€ von seiner Forderung ab und will den Rest bezahlt bekommen. Aber ist das rechtens? Soweit ich aus diversen Websites herausgelesen habe, besteht mit dem Verzicht auf die Forderung seitens des Gläubigers kein Auftrag mehr an das Inkassobüro. Und dieses darf bei seinen Schreiben wohl nur die tatsächlich anfallenden Kosten für den Schriftverkehr erheben, das wären pro Schreiben ca. 2-3€. Es soll ja an den Schreiben nicht verdienen, sondern erbringt eine Dienstleistung im Auftrag des Gläubigers, von dem es im Erfolgsfall wohl eine Provision bekommt.

Bei den ganzen Aussagen geht es immer um die Kosten des Gläubigers, die erstattet werden müssen - oder auch nicht. Der Gläubiger erhebt aber überhaupt keinen Anspruch auf eine Zahlung, nur das Inkassobüro in eigener Rechnung.

Ich fand unter anderem diese Aussage:
Bei Bagatellforderungen unter 300 Euro kann der Rechtsanwalt für die schlichten Mahnungen nur 15 Euro (mit Umsatzsteuer: 17,85 Euro) verlangen; mehr stehen daher auch dem Inkassounternehmen nicht zu. Und: Nicht jedes Schreiben löst eine neue Gebühr aus!

19,80€ für eine - nicht angekommene - erste Mahnung sind also ohnehin schon zuviel gewesen, und die 34,20€ wären dann wohl erst Recht hinfällig. Wieso das Inkassobüro 10€ für "Auslagen des Gläubigers" einfordert, obwohl der Gläubiger gar kein Geld mehr haben möchte, ist uns auch ein Rätsel.

Was muss meine Bekannte also jetzt zahlen? Gar nichts, 5€ für die Post oder mehr?

Viele Grüße
Thomas
 

Inkasso

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Wir haben uns sofort mit dem Gläubiger in Verbindung gesetzt und ihm die Situation meiner Bekannten erklärt. Der Gläubiger verzichtete daraufhin per Email auf die Forderung.
Die Inkassogebühren sind nicht durchsetzungsfähig d.h eine Klage so unwahrscheinlich wie die Heiligsprechung von Ozzy Osbourne

Schriftlich ans Inkasso

"...Sehr geehrtes Inkasso Team - ich weise die Forderung vollumfänglich zurück - weitere Briefe Ihres Hauses sowie Ihrer Vertragskanzlei werden zu keiner Zahlung führen - einen gerichtlichen Mahnbescheid werde ich deshalb widersprechen - mit der Weitergabe meiner Daten bin ich gem BDSG nicht einverstanden - ich untersage expl die Kontaktaufnahme per telefon .."



Schläft mangels Erfolgsaussichten ein
 

VincentVegas

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Vielen Dank für die schnelle Antwort. Wir werden Deinen Rat befolgen.

Viele Grüße
Thomas und Dagmar
 
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