Giro Kontoeröffnung bei ALG II. Kennt sich jemand aus mit dem Thema der Kontoeröffnung trotz Arbeitslosigkeit? (1 Betrachter)

Betrachter - Thema (Registriert: 0, Gäste: 1)

Knuffel5000

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Hallo zusammen!

Ich habe bereits ein Girokonto bei der Sparkasse. Allerdings zahle ich dort monatlich ca. 12 Euro für die Kontogebühr und die Kreditkarte.

Jetzt möchte ich gerne zu einem kostenfreien Konto (zb. ING DIGA oder DKB) wechseln und bin dabei bereits auf einige Hürden gestoßen. Wenn ich angebe, ohne Beschäftigung zu sein, werde ich sofort abgelehnt, obwohl meine Schufa sauber ist. Vom Amt bekomme ich monatlich knapp 900 Euro für Miete und zum Leben.

Ich habe im Internet gelesen, dass man theoretisch einfach angeben kann man sei angestellt, da die meisten Banken dies sowieso nicht prüfen. Natürlich ist mir dabei sehr unwohl und ich wollte mal nachfragen, ob jemand hier schon bereits ähnliche Erfahrungen gemacht hat?

Kennt sich jemand aus mit dem Thema der Kontoeröffnung trotz Arbeitslosigkeit?

Ganz liebe Grüße in die Runde,

Knuffel
 

Kessia

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Ich habe im Internet gelesen, dass man theoretisch einfach angeben kann man sei angestellt, da die meisten Banken dies sowieso nicht prüfen.

Sobald die Transaktionen (Eingänge) auf dem Konto stattfinden, wäre die Behauptung, angestellt zu sein, widerlegt.

Aber die Fragestellung ist doch sehr interessant. Steht Leistungsempfängern kein kostenfreies Konto zu? Und verstößt eine solche Auswahl nicht gegen das Gleichbehandlungsgebot, wenn nur Menschen mit einem Einkommen aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Tätigkeit von einem kostenfreiem Konto profitieren dürfen?

Wieso wird vorausgesetzt, das Menschen mit einem Einkommen aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Tätigkeit, solventer als Leistungbezieher wären und/oder in der Schufa besser gestellt sind?
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Kennt sich jemand aus mit dem Thema der Kontoeröffnung trotz Arbeitslosigkeit?
Falls du von deinen Wunsch-Banken abgelehnt wirst, heißt das Zauberwort: BASISKONTO. ;)
Dieses müssen alle Banken seit einigen Jahren anbieten.
Kann allerdings sein, dass dieses dann nicht komplett kostenfrei ist, es ist aber definitiv nur ein Bruchteil so kostenintensiv, wie dein 12,-€ im Monat-Anti-Spaßkassen-Konto.
 

Knuffel5000

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Sobald die Transaktionen (Eingänge) auf dem Konto stattfinden, wäre die Behauptung, angestellt zu sein, widerlegt.
Das ist mir natürlich bewusst. Deswegen frage ich mich, ob jemand hier Erfahrungen diesbezüglich gemacht und später eventuell Probleme bekommen hat.
 

Knuffel5000

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Sobald die Transaktionen (Eingänge) auf dem Konto stattfinden, wäre die Behauptung, angestellt zu sein, widerlegt.

Aber die Fragestellung ist doch sehr interessant. Steht Leistungsempfängern kein kostenfreies Konto zu? Und verstößt eine solche Auswahl nicht gegen das Gleichbehandlungsgebot, wenn nur Menschen mit einem Einkommen aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Tätigkeit von einem kostenfreiem Konto profitieren dürfen?

Wieso wird vorausgesetzt, das Menschen mit einem Einkommen aus selbstständiger oder nichtselbstständiger Tätigkeit, solventer als Leistungbezieher wären und/oder in der Schufa besser gestellt sind?
Das die Bank erfahren wird, dass man Geld vom JC bekommt, ist mir natürlich bewusst. Deswegen frage ich mich, ob jemand hier Erfahrungen diesbezüglich gemacht und später eventuell Probleme bekommen hat. Und ja ich fühle mich ehrlich gesagt schon ein wenig diskriminiert.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Also wird doch damit deutlich, dass Leistungsempfängern kein kostenfreies Konto gewährleistet wird…
Das mag bei manchen Banken so sein. Ich selbst bin als Elo bei der comdirect und habe dort seit Jahren ein komplett kostenfreies Girokonto, inklusive VISA Card.
Um für dich das Passende zu finden, könntest du bspw. mal ein Vergleichsportal bemühen. Dort siehst du auch gleich, ob das jeweilige Kontomodell komplett kostenlos wäre und welche Leistungen der jeweiligen Bank inklusive sind.
 

Knuffel5000

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Falls du von deinen Wunsch-Banken abgelehnt wirst, heißt das Zauberwort: BASISKONTO. ;)
Dieses müssen alle Banken seit einigen Jahren anbieten.
Kann allerdings sein, dass dieses dann nicht komplett kostenfrei ist, es ist aber definitiv nur ein Bruchteil so kostenintensiv, wie dein 12,-€ im Monat-Anti-Spaßkassen-Konto.
Ich werde mich bei dem Thema mal einlesen. Eigentlich ist mir nur wichtig, eine Kreditkarte zu haben und natürlich bei möglichst vielen Automaten Geld abholen zu können. Sofern die Kosten insgesamt eben unter den 12 Euro monatlich liegen. Ich meine, ich zahle 144 Euro im Jahr. Mein Sparkassenkonto ist noch aus der Jungend quasi.
Beitrag wurde automatisch zusammengeführt:

Das mag bei manchen Banken so sein. Ich selbst bin als Elo bei der comdirect und habe dort seit Jahren ein komplett kostenfreies Girokonto, inklusive VISA Card.
Um für dich das Passende zu finden, könntest du bspw. mal ein Vergleichsportal bemühen. Dort siehst du auch gleich, ob das jeweilige Kontomodell komplett kostenlos wäre und welche Leistungen der jeweiligen Bank inklusive sind.
Hast Du das Konto abgeschlossen, als Du schon erwerbslos warst? Die Comdirect wurde mir bereits auch empfohlen. Allerdings habe ich bei ING DiBa und DKB angegeben "ohne Beschäftigung" zu sein und direkt eine Absage bekommen. Das würde ich gerne nochmals vermeiden.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Sofern die Kosten insgesamt eben unter den 12 Euro monatlich liegen. Ich meine, ich zahle 144 Euro im Jahr.
Jo, das geht ja mal gar nicht! Genau aus diesem Grund bin ich auch vor Jahren von der Anti-Spaßkasse weg..., und meine "Kontoführungsgebühren" waren nicht mal halb so hoch, wie die deinigen.
Lies dich mal in Ruhe ein.., ich habe dir ja gerade Tipps zum Finden der richtigen Bank für dich gegeben. ;)

Hast Du das Konto abgeschlossen, als Du schon erwerbslos warst?
Ja!
Ich habe damals bei der Frage nach dem Beruf / Beschäftigung einfach "Hausfrau / Hausmann" angegeben. Ist ja nicht gelogen. ;)
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Also ein Basiskonto ist einfach ein reines Guthabenkonto ohne Dispomöglichkeit richtig?
Exakt.
Als Elo bekommst du idR aber sowieso nirgends einen Dispo.
Ich persönlich habe schon seit mehr als 20 Jahren keinen sogenannten Dispo mehr. Sowas ist nur für die Banken sinnvoll, da diese sich damit ne goldene Nase verdienen.
 

Kessia

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Also ich bin auch bei der Commdirekt und habe damals mein Konto beantragt, als ich noch Einkommen hatte. Kann mich aber wirklich nicht daran erinnern, dass ich überhaupt danach gefragt wurde, was ich beruflich mache etc. Ich möchte sogar behaupten, ich habe so eine Frage nie beantwortet.
Mir war damals nur die kostenfreie Kontenführung wichtig, weil ich es eben auch nicht einsehe, dass ich für die Verwaltung meines Geldes Gebühren zahlen muss.
Schufa war (und ist noch) sauber. Ich denke, dass ist vielleicht auch ein Punkt, den die Banken bei einer Kontoeröffnung prüfen und da dürftest du, Knuffel, doch ganz gute Chancen haben. :)
Ich beziehe momentan aufstockend ALG II, da mein Krankengeld nach 78 Wochen erschöpt ist und ich aufgrund anhaltender Krankheit in die Nahtlosigkeit übergehen musste. Das ALG I reicht bei mir nicht aus.
Die Commdirektbank hat bis heute (und inzwischen sind das ja über zwei Jahre bei mir ohne Einkommen aus nichtselbstständiger Arbeit) nicht gemosert und ich habe das kostenfreie Konto noch immer.

Ich könnte die Bank wirklich auch nur jedem empfehlen.
 

Generation Golf

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Beschäftigung einfach "Hausfrau / Hausmann" angegeben
Das hab ich auch. :cool:

Im Januar bin ich dann 4 Jahre dabei, bei der Norisbank- Topkonto. Kreditkarte ist soweit ich weiß kostenlos. Brauche ich aber nicht.

Gebühren in all den Jahren : 0,09 Cent. (Überweisung- sms tan)

Spaßkasse habe ich nach vielen Jahrzehnten den Rücken gekehrt. Und nicht bereut. :cheer2:
 

Kessia

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Bei der Commdirekt sind auch die Überweisungen kostenfrei. Noch, muss man ja zwar inzwischen schon sagen, aber derzeit zahlt man Null Cent für das Konto.
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Noch, muss man ja zwar inzwischen schon sagen, aber derzeit zahlt man Null Cent für das Konto.
Sollte die comdirect dafür tatsächlich irgendwann mal was berechnen, hätte ich gar keine Mühe und/oder Hemmungen, sofort zur nächsten kostenfreien Bank zu wechseln. ;)
 

Knuffel5000

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Habe soeben bei Comdirect ein kostenloses Girokonto eröffnet mit Kreditkarte. Ich habe angegeben ein Hausmann zu sein und das ging durch. :D Danke sehr für die Rückmeldungen. Auch wenn ich jetzt nicht mehr ganz so leicht an Bargeld komme, wegen der Automatenvielfalt. Aber immerhin spare ich jetzt diese ganzen Gebühren. TOP!
 

Kessia

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Über Cash Group kannst du bei vielen anderen Banken Bargeld abheben, ohne Gebühren zahlen zu müssen. Dafür gibts auch eine praktische App von der Commdirect, die dir sogar alle Banken in deiner Nähe anzeigt :)
 

grün_fink

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Gestern habe ich festgestellt, dass die Volksbank hier auch schon 12€ berechnet hat. Habe das Konto schon seit Ewigkeiten, als ich noch arbeitete und hier her gezogen bin. Die waren bei mir um die Ecke mit einer kleinen Filiale und sehr freundlich immer. Mittlerweile gibt es die Filiale nicht mehr.
Hier vor Ort ist allerdings auch nur noch die Sparkasse als Alternative. Und Online-Banking will ich irgendwie nicht.
Überlege jetzt auch schon, wegen Überschreitung der 10€-Marke, werde mich demnächst wohl umgucken.
 

ela1953

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Ich überlege ja zu 1822 zu wechseln.

Hat da schon jemand Erfahrungen gesammelt?
 
G

Gelöschtes Mitglied 67452

Gast
Auch wenn ich jetzt nicht mehr ganz so leicht an Bargeld komme, wegen der Automatenvielfalt.
Glückwunsch, erstmal.:icon_daumen:
Du kannst an allen Postbanken-, Deutschen Banken- und Commerzbanken- Automaten Geld ziehen. Des Weiteren kannst du direkt im Supermarkt mit Karte zahlen und gleich noch bis zu 200,-€ in bar mitnehmen.
Mir persönlich reicht das locker, da ich meist nur einmal im Monat Geld vom Konto abhebe.

dass die Volksbank hier auch schon 12€ berechnet hat.
Nun, das muss jeder letztendlich selbst wissen, ob der seiner Bank sein Geld anvertraut, damit die Bank damit Geld verdient und für das Anvertrauen der Bank obendrein noch mehr als 140,-€ im Jahr für absolutely nothing in den Hals werfen möchte. ;)
Online-Banking will ich irgendwie nicht.
Daran wird über kurz oder lang niemand vorbei kommen.
Wie gesagt, ich mache das seit mehr 20 Jahren ohne jegliche unangenehme Erfahrungen.
Letztlich ist erfahrungsgemäß immer der User selbst die größte Sicherheitslücke.
 

Knuffel5000

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Kann ich die neue Kontoverbindung und die Veränderugnsmitteilung eigentlich per Post ans Jobcenter schicken oder muss ich da antanzen?
 

JobcenterAffe

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Ich kann hier auch noch 2 Tipps für ein kostenloses "Basiskonto" beitragen, nachdem die Angebote von Seiten der Banken ja doch sehr rar sind:

a) die Evangelische Bank in Kassel (www.eb.de). Sie ist eine eingetragene Genossenschaft. Die Preise gelten für das Basiskonto Online:
  • kostenlose Barabhebungen an jedem Geldautomaten der Volks- und Raiffeisenbanken möglich (12 Stück pro Quartal, ab 13. Abhebung 1 € pro Verfügung)
  • Onlinebanking kostenlos
  • die einzigen Kosten, die entstehen sind die für die Debit-VPay-Girokarte (früher EC-Karte): und zwar 6 € pro Jahr.
  • Rücklastschriften kosten aber relativ teuere 3 € pro Bearbeitungsfall (kommt aber hoffentlich nur selten vor)

b) die Consorsbank in Nürnberg (Tochter einer französischen Privatbank) (www.consorsbank.de):
  • kostenlose Barabhebungen mit der Visa-Debitkarte an jedem Geldautomaten Deutschlands ab einem Abhebebetrag von 50 €
  • Onlinebanking kostenlos
  • Rücklastschriften (bei mangelnder Deckung) ebenfalls gebührenfrei (andere Banken verlangen hier bis zu 3 € pro Fall)
  • keine Gebühren für die Visa- und Girocard-Karte
Als dritten Tipp gäbe es noch die PSD-Bank (ebenfalls eine Genossenschaft). Diese bietet das Basiskonto zwar nicht kostenfrei an, sondern mit 5 € monatlicher Gebühr. Aber solange man keinen SchuFa-Eintrag hat, ist die Kontoeröffnung an keine sonstigen Bedingungen ("Mindestgeldeingang") geknüpft, und man kann ein "normales" Konto dort eröffnen. Sicherheitshalber wohl ebenfalls "Hausmann" bei Beruf eintragen, weil unsereins wohl wirklich von den Banken diskriminiert wird.

Die Bedingungen dort sind der der Evangelischen Bank ähnlich, bis auf die Tatsache, daß die Giro-/Mastercard keine Gebühren kosten.
Vorteil bei dieser Bank: Man bekommt 50 € als Geschenk aufs Konto gutgeschrieben. Und wenn man jemand anderen hat, der schon über ein Konto dort verfügt, bekommt derjenige sogar nochmals 100 € Werbeprämie (wer will kann sich an mich wenden 50/50 ;) ).
 

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JobcenterAffe

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Eine Bank, die das Basiskonto ebenfalls noch sehr preisgünstig anbietet (mit 5 € pro Jahr), habe ich noch gefunden. Und zwar die Sparda-Bank München (www.sparda-m.de):


  • nicht regionsbegrenzt (jeder in der BRD ansässige Bürger kann dort sein Konto eröffnen).
  • es wird kein Mindestgeldeingang zur Erreichung der Gebührenfreiheit gefordert.
  • kostenlose Barabhebungen an jedem Geldautomaten des Cash-Pools möglich (3.200 Geldautomaten bundesweit). Das ist je nach Wohnort evtl. der Knackpunkt, da das Automatennetz nicht wirklich flächendeckend ist. Da nun aber die Supermarktkette Lidl seit November 2019 vorgeprescht ist, und schon ab einem Einkaufswert von 5 € Barabhebungen bis 200 € ermöglicht, tritt dieser Gesichtspunkt mehr und mehr in den Hintergrund. Andere Ketten werden sicher demnächst nachziehen.
  • Onlinebanking kostenlos.
  • die einzigen Gebühren, die entstehen, sind die für die Debit-VPay-Girokarte (früher EC-Karte), die bei 5 € jährlich liegen.
  • Rücklastschriften kosten nur 0,70 € pro Bearbeitungsfall.
 

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