Gilt es als "Vereitelung der Arbeitsaufnahme" wenn man kein Telefon hat?

götzb

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Das sind meine Nummern:
01631737743
0711-50885524
Bekommt jeder der von mir eine Nummer will.
Natürlich nur bei jenen, bei denen ich kein Kontakt wünsche.
 
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RobbiRob

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Das Unternehmen wird sich freuen.
Nein.


Es wird langsam völlig absurd und hilft Franzi nicht mehr.
Ja.

Und liebe Admins - trennt diese Diskussion bitte vom Thread.
Vorhanden.
 
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Kerstin_K

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Naja, naheliegend ist dies z.B bei AG, die auf Rufbereitschaft setzen oder bei AG die Schichtdienst fahren; also bei all den AG, für die eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation wichtig ist.
Wenn ich bei diesem Arbeitgeber mal arbeite, dann vielleicht. Nicht aber in der Bewerbungsphase.
 

Indeclinabilis

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Wieso benötigt ein AG bei einer Stelle mit Rufbereitschaft unbedingt die private Telefonnumer von dem AN? Wenn der AG Rufbereitschaft wünscht, kann er dem AN doch einfach ein Firmentelefon geben.
Klaro, er kann das machen. :icon_wink:

Genau, weil du das von mir geschilderte Problem nicht erfassen kannst, soll jetzt die Diskussion diesbezüglich abgetrennt werden. :icon_party:

Franzi und jedem Anderen hier ist im übrigen schon geholfen, sofern Sie / derjenige ab sofort auf dem Schirm hat, dass es da u.U ein Problem geben kann und das man deswegen vorsichtig agieren sollte.

Doch warum weiter streiten, ich nehme deine bedingungslose Kapitulation auf alle Fälle an. :biggrin:

Witzig ist auch, dass es ein paar Leute gibt, die stets im sichern Hintergrund bleiben und lieber "dislikes" verteilen, anstatt sich in der Diskussion zu stellen. Dazu möchte ich sagen: Die "dislikes" sind Applaus in meinen Ohren. :biggrin:

:coffee:
 
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Birt1959

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Was ich jetzt von Dir halte, schreibe ich jetzt anständiger Weise nicht mehr. Das verbietet mir die Selbstachtung.

Und danke an die Admins für die Trennung.
 
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noillusions

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Natürlich hören Juristen irgendwann im Studium mal Rechtsphilosophie und -theorie. Selbstverständlich fließt dies Wissen auch indirekt in Gesetzgebung und Rechtsprechung ein. Nur kann und sollte man nicht erwarten, dies in einem allgemeinen Forum zum Thema Sozialgesetzgebung zu finden.
Es kann aber vorkommen dass auch Gesetzgebung anderer Rechtskreise als Sozialrecht für einen Elo von Bedeutung sind und auch indirekt Auswirkungen haben.

Bei diesem Thema fällt mir auch die typische AntiZAF-Bewerbung ein als Kurzbewerbung mit Lebenslauf und nix weiter. Immer Kurzbewerbung bei ZAF-Stellen und sonst werden alle möglichen Zeugnisse mit geschickt - auch so ein Ding.
 

Indeclinabilis

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Es kann aber vorkommen dass auch Gesetzgebung anderer Rechtskreise als Sozialrecht für einen Elo von Bedeutung sind und auch indirekt Auswirkungen haben.

[...]
Danke, dem möchte ich mich anschließen. :icon_daumen:

Oder der AG muss dann halt anderweitig sicherstellen, dass der AN erreichbar ist, sollte der AN seine private Handynummer (zu Recht) nicht angeben.
Genau, der (potenzielle) AG hat für alles zu sorgen... :icon_party:

Das sieht Du völlig falsch. Das ist kein Spiel, das ist schlicht nicht im Gesetz vorgesehen. Von daher stellt sich diese Frage überhaupt nicht.
Öhm, dass auch im Verwaltungsrecht - und dazu gehört die SGB-Reihe nunmal - kein Rechtsmissbrauch stattfinden darf, ergibt sich schon alleine aus dem Rechtsstaatsprinzip (Art. 20 lll, 28 l S. 1 GG).

Ich versuche es auch noch mal in ganz einfachen Worten zu erklären:

Wenn es primär darum geht, mit der Verweigerung der Herausgabe der Nummer, die Anbahnung eines AV zu erschweren oder zu verhindern, liegt ein Rechtsmissbrauch vor bzw. es wird zumindest sehr warm.

Das es einem primär darum geht, die Anbahnung eines AV mit irgendwelchen Blutsaugern zu verhindern, sollte man daher auch nicht offensichtlich - durch Äußerungen und / oder sein Verhalten - an den Tag legen. Insoweit ist es aus meiner Sicht auch ein Spiel.

Mehr wollte ich jedenfalls nicht sagen.

m.M

:coffee:
 
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Zermürbt38

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Wenn es primär darum geht, mit der Verweigerung der Herausgabe der Nummer, die Anbahnung eines AV zu erschweren oder zu verhindern, liegt ein Rechtsmissbrauch vor bzw. es wird zumindest sehr warm.
Da liegt garnichts dergleichen vor. Jeder kann entscheiden wem er seine Nummer gibt. Wenn es einem AG nicht passt, hat er eben Pech. Wer nicht will der hat schon. Der Arbeitgeber der was von einem will, meldet sich auch per E-Mail oder schriftlich. Solange sollte Zeit sein.

Ich hingegen gebe meine Telefonnunmmer bzw die Privatnummer nur Ärzten raus, nachdem ich sie gegoogelt habe ob es die Praxis tatsächlich gibt. Handynummer habe ich für keinen. Denn bei den Stellengesuchsanzeigen kann jeder Trottel sich bei einem melden. Wenn Jobcenter was von mir will bekommen diese es nur mit der Postanschrift. Meine Privatdaten wie Telefon und E-Mail haben die nichts anzugehen. Mit ZAF hatte ich noch nie was zu tun. Außer einmal vor ein paar Jahren war ich mal freiwillig dort, da sie eine schöne Stellenausschreibung hatten, die exakt auf mein Profil passten. Nachdem ich den Bewerberbogen ausgefüllt hatte, sagten sie mir die haben zur Zeit nichts. Habe auch nie wieder was von denen gehört. Nur Gott weiß ob die überhaupt noch existieren.
 

Birt1959

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Was ich jetzt von Dir halte, schreibe ich jetzt anständiger Weise nicht mehr. Das verbietet mir die Selbstachtung.
Das war an Indeclinabilis gerichtet, nicht an Robby.

Nur als Korrektur und dann bin ich erst mal raus aus dem Fred.
 

Annie

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Es ist doch ganz einfach. Niemand in Deutschland ist verpflichtet ein Telefon zu besitzen.

Manche Arbeitgeber oder auch gerne SBs möchten das man 24/7 über email, Telefon, erreichbar ist. Das ist natürlich Blödsinn.

Schriftverkehr scheinen mache Leute wohl gleichzusetzen mit einer Mitgliedschaft in Fac**ook und den diversen Abkömmlingen.
 

Indeclinabilis

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In einen solchen Fall wie hier, laut LAG Thüringen zumindestens Ja! :wink:
So so...:biggrin:

Hast du dazu mal ein Urteil, oder ist das eher dein persönliches privates empfinden?
Sowohl als auch - dazu im folgenden:

I. Das die Rechtsfigur des "Rechtsmissbrauches" auch im Rahmen des Sozialrechts Anwendung findet, geht recht deutlich aus folgend genannter Entscheidung des BSG hervor:

BSG, Urteil vom 25.06.2009 - B 10 EG 3/08 R

Was mich an der genannten Entscheidung etwas verwundert hat ist, dass das BSG den § 242 BGB bemüht. Die genannte Rechtsfigur hätte man jedenfalls auch aus dem Rechtsstaatsprinzip ableiten können. Letztendlich spielt es jedoch kein Rolle, wie man die Figur des Rechtsmissbrauchs herleitet. Fakt ist, dass diese auch im Rahmen des Sozialrechts existiert und Anwendung finden kann.

II. Hinsichtlich des Umstandes, ob die Rechtsfigur schon auf den hier thematisierten Fall angewendet wurde, habe ich jetzt auf Anhieb keine obergerichtliche Entscheidung gefunden. Was natürlich nicht automatisch bedeutet, dass es derartig gelagerte Fälle nicht gibt.

III. Insgesamt bleibe ich daher bei der Aussage, dass man vorsichtig agieren sollte, weil man u.U, aus den bereits genannten Gründen, Schwierigkeiten bekommen könnte.

m.M

:coffee:
 

ZynHH

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Es ist sicherlich ein Unterschied, ob man die rufnummer dem sb verweigert oder einem potentiellen Arbeitgeber.
 

Hannes63

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Es ist sicherlich ein Unterschied, ob man die rufnummer dem sb verweigert oder einem potentiellen Arbeitgeber.
Nö es gibt keinen, du bist weder verpflichtet deinem SB deine Telefonnummer zu geben noch einem (potenziellem) Arbeitgeber.
Es liegt in der freien Entscheidung eines jedem seine Telefonnummer herauszugeben.

Ich meine letztes Jahr gab es erst ein Urteil in dieser Richtung. Es ging glaube um Mitarbeiter bei einem Gesundheitsamt und das Thema Rufbereitschaft.
Nicht mal dort, wo eigentlich der gesunde Menschenverstand sagen müsste, gut da wäre es angebracht, ist es notwendig seine private Telefonnummer dem Arbeitgeber zur Verfügung zu stellen.

Vielmehr muss der Arbeitgeber dann eben ein entsprechendes Telefon sowie Rufnummer zur Verfügung stellen wenn er schon von seinen Mitarbeitern verlangt rund um die Uhr erreichbar zu sein.
So jedenfalls war, wenn ich mich recht erinnere, das Urteil am Ende.
 
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