Gilt es als "Vereitelung der Arbeitsaufnahme" wenn man kein Telefon hat?

erwerbsuchend

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Als Frau kann ich immer noch sagen, dass ich mir fremde Nummern im Display aus bestimmten Gründen nicht zurückrufe. Können Männer natürlich auch sagen... Weiß man, ob die Nummer zu einem potentiellen Arbeitgeber oder zu so einem zweifelhaften Call-Center gehört?
Sofern die Rufnummer des AG in dem VV enthalten ist, wird dieses Argument nicht ziehen. Es ist dir zumindest zumutbar, diese Rufnummer, die dich angerufen hat, zu recherchieren, gerade, wenn du aktuell Bewerbungen offen hast, in denen du deine Rufnummer angegeben hast. Aber warum sich erst soviel Arbeit selbst machen, wenn man einfach keine eigene Rufnummer angeben muss? Dann kann man sicher sein, dass der Anruf von Personen erfolgt, die man nicht vorher durch Bekanntgabe der eigenen Rufnummer autorisiert hat, einen anzurufen.

Gibt s hier im Forum einen Fall dafür?
Ich habe gerade keine aktuellen Fall dafür zur Hand. Dafür müsste ich die Forensuche bemühen. Diese Fälle sind aber schon vorgekommen.
 

Allimente

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Irgendwie verstehe ich da alles nicht so wirklich. Selbst wenn ich ein Telefon habe und diese auch angebe, da muß ich noch lange nicht da sei um das Gespräch auch anzunehmen. Ich wäre schlicht nicht da gewesen oder hätte nichts gehört. Für meine Familie etc. gäbe es ein Prepaid-Handy, was ich offiziell gar nicht erst habe. Lass die ZAF-Klitsche doch wählen bis die Finger schmerzen, ist doch nicht mein Problem. Und ob die dann nach einer Weile die Lust an mir verlieren interssiert mich auch nicht.
 

Birt1959

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Wenn ich einen VV habe, bewerbe ich mich schriftlich. Da rufe ich nicht an, denn ich kann die Bewerbung dann im Streitfall nicht nachweisen.

Wenn's den AG stört, ist's sein Problem. Außerdem hat mein Handy eine Nummernunterdrückung. Und die ist an - immer.
 

Kerstin_K

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Es ist dir zumindest zumutbar, diese Rufnummer, die dich angerufen hat, zu recherchieren, gerade, wenn du aktuell Bewerbungen offen hast, in denen du deine Rufnummer angegeben hast.
Nö. Kein Mensch sitz 24 Stunden am Telefon, selbst wenn er seine Telefonnummer in Bewerbungen angegeben hat. Jeder ist mal zum Einkaufen (Ich hasse es, wenn leute an der Kasse anfangen zu telefonieren.), im Bad, Kurz im Keller oder sonstwas. es gibt Situationen, wo Telefonieren enfach nicht passt. wer wirklich etwas von mir will, ruft ein zweites Mal an.
 

Kreativlos

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Gibt s hier im Forum einen Fall dafür?
Ich kann Dir von meinen Erfahrungen berichten.
Bei Zangsbewerbungen zu ZAF habe ich die Handynummer angegeben.
Täglich kamen Anrufe die teils unverschämt waren, denn wenn ich nicht so wollte wie die Disponenten am Telefon, dann wurde direkt mit Meldung an die AfA gedroht. Damals war ich im ALG I.
Selbst als ich dann zwischendurch selbst wieder Arbeit gefunden hatte hörten die Belästigungen nicht auf. Im Gegenteil, es gesellten sich noch Werbeanrufe von unseriösen Unternehmen dazu. Also muss mindestens eine der ZAF mit meinen Daten gehandelt haben.

Fazit: Simkarte verbrannt und eine neue angeschafft. Und Ruhe ist seitdem.
 

Indeclinabilis

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Aus § 226 BGB geht indirekt hervor, dass man ein Recht auch missbrauchen kann. Mehr wollte ich nicht zum Ausdruck bringen. Und noch öfter werde ich mich auch nicht wiederholen. :biggrin:

Mir ging es auch nicht darum, dass man dem SB vom JC die Nummer geben muss. Sondern darum, dass man das Zustandekommen eines AV mit einem potenziellen AG erschwert, wenn man die Herausgabe der Nummer an den potenziellen AG verweigert bzw. nur über Post oder E-Mail kommunizieren will.

Und ein potenzielles Problem mit dem JC ist dabei eigentlich nur dann in Aussicht, wenn man offensichtlich die Nummer zurückhält, um bestimmte potenzielle AG loszuwerden. Was an sich auch nur angenommen werden kann, wenn man einerseits die Herausgabe der Nummer an potenzielle AG verweigert und andererseits anderen potenziellen AG die Nummer bereitwillig gibt. Zumal der jeweilige SB den Braten auch erst einmal riechen muss, was voraussetzt, dass er in rechtlicher Hinsicht firm genug ist.

Was auch beachtlich ist, ist der Umstand, dass nur ein paar der hier mitwirkenden Diskutanten, bis jetzt überhaupt erfassen konnten, was ich meine; gemeint sind @Regensburg und @noillusions. Wobei das jetzt kein Vorwurf an den Rest sein soll. Denn das Thema "Rechtsmissbrauch" ist ein sehr spezielles Thema.

Daher kamen natürlich bis jetzt auch so gut wie keine Argumente, die gegen einen Rechtsmissbrauch in den von mir genannten Fall sprechen. Insoweit kann man auch festhalten, dass ich die Diskussion mal wieder gewonnen habe. Denn mit meinen zwei / drei Argumenten gewinne ich den Blumentopf, weil auf der anderen Seite keine Argumente vorgebracht wurden. :icon_razz:

Ich sag nur: Lasst euch nicht erwischen. :biggrin:

m.M

:coffee:
 
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Birt1959

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Aus § 226 BGB geht indirekt hervor, dass man ein Recht auch missbrauchen kann. Mehr wollte ich nicht zum Ausdruck bringen. Und noch öfter werde ich mich auch nicht wiederholen. :biggrin:
Aufs juristische oder rechtsphilosophische Proseminar habe ich jetzt keinen Bock. Gockel bitte selbst entsprechende Kommentare - es gibt welche.

Aber dann kann man, bevor man mit hochtrabenden und wohlklingenden juristischen Begriffen um sich wirft, das auch ohne das Gedöns (sorry, werte Juristen) ausdrücken. Man erspart Mitforisten dann wenigstens die Arbeit, sich im Netz durchzuwühlen.

Was auch beachtlich ist, ist der Umstand, dass nur ein paar der hier mitwirkenden Diskutanten, bis jetzt überhaupt erfassen konnten, was ich meine; ...
Tja, woran das denn nun wohl liegt! Es hat nicht jeder von uns Lust, deine Beiträge mehrfach durchzulesen.

Daher kamen natürlich bis jetzt auch so gut wie keine Argumente, die gegen einen Rechtsmissbrauch in den von mir genannten Fall sprechen. Insoweit kann man auch festhalten, dass ich die Diskussion mal wieder gewonnen habe.
Also, abgesehen davon, dass diese Sätze von ziemlicher Arroganz zeugen, mal eine Frage. Was, soll man Dir bitte außer entsprechenden Belegen für die eigenen Argumente noch vorlegen? Du gibst Dich ja so gescheit. Dann hast Du sicher auch gehört oder gelesen, dass man a) die Begründung des Gegenübers benennt und b) konkret darauf antwortet. Mit anderen Worten - das fehlt in deinen Beiträgen in diesem Thread.

Natürlich hören Juristen irgendwann im Studium mal Rechtsphilosophie und -theorie. Selbstverständlich fließt dies Wissen auch indirekt in Gesetzgebung und Rechtsprechung ein. Nur kann und sollte man nicht erwarten, dies in einem allgemeinen Forum zum Thema Sozialgesetzgebung zu finden.

Die meisten hier haben konkrete Fragen zum Umgang mit Sozialbehörden - da ist für philosophische Diskussion kaum oder gar kein Platz. Oder überrumpelst Du Deinen SB damit? Das Gesicht des Menschen in dem Moment würde ich gern sehen...
 

Indeclinabilis

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Das ich mir nicht irgendetwas aus den Fingern sauge ergibt sich bereits aus folgendem Beitrag:

[...]Es ist mir tatsächlich beim SG passiert.[...]
Und das andere fähig sind, zu begreifen, was ich meine, weil ich mich für gewöhnlich verständlich und nicht allzu hochtrabend ausdrücke, ergibt sich aus diesen Beiträgen:

Daher auch meine Schlussfolgerung:

Dein Problem ist nicht, dass du es nicht verstehen kannst, weil ich zu hochtrabend formuliere. Sondern vielmehr, dass du nicht verstehen willst, was ich die ganze Zeit über versuche zu sagen, weil du hochgradig befangen bist. Und dieses Problem hast nicht nur du, sondern auch der überwiegende Anteil der hier teilnehmenden Diskutanten.

Daher traf ich meine Aussage, dass ich mich nicht wiederholen werde / will.

Und nein, ich bin kein Klugscheißer. Ich weiß es wirklich besser. :biggrin:

m.M

:coffee:
 

Allimente

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Und dieses Problem hast nicht nur du, sondern auch der überwiegende Anteil der hier teilnehmenden Diskutanten.
Das Problem ist doch, dass man die meisten VV's in die Tonne kloppen kann. Und selbstverständlich würde ich dem Arbeitgeber, bei dem ich auch arbeiten möchte und nicht nur ausgenutzt werde, meine Nummer zur Verfügung stellen. Das steht doch völlig ausser Frage. Zeitarbeitsbutzen oder Arbeitgeber, die einen nur als billige Arbeitskraft ansehen, bekommen von mir nur das Nötigste und da gehört die Telefonnummer mit Sicherheit nicht zu. Das ist quasi die einzige Form der Selbstbestimmung, die einem Elo noch bleibt.
 

Zermürbt38

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Eine Telefon und/oder- Handynummer, als auch E-Mail Adresse hat den Sachbearbeiter, Fallmanager oder den Arbeitgeberservice nichts anzugehen.

Diese Nummer und Adresse bekommt nur mein potenzieller Arbeitgeber wo ich mich selbstständig bewerbe.

Mein SB meinte, er brauche von mir eine Telefonnummer und eine Email-Adresse, wo er mich schnell und einfach erreichen könne, wenn es z. B. um einen Termin gehe, der kurzfristig vereinbart werden müsse.
Geil ich hätte gesagt, kurzfristig gibt es keine Termine. Sie haben sich wie alle anderen auch an die Post zu halten. Hätten diese Aasgeier wohl so gerne. Wenn sie pfeifen müssen wir springen. Nein o nein!
 

DonOs

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Das ist im Prinzip eine gute Idee, aber Frank verwehrt sich ausdrücklich auf seiner Seite dagegen, in Rechtsgeschäften verwendet zu werden. Da in der Regel eine EGV und somit ein Vertrag gemacht wird, könnte man argumentieren, dass die Angabe der Telefonnummer bei sich auf die EGV beziehende Tätigkeiten Teil eines Rechtsgeschäftes ist.
Frank verwehrt sich völlig zu Recht gegen die Abgabe der Nummer bei Vertragsabschlüssen und Kaufverträgen. Das ist ein anderes Kaliber als eine Eingliederungsvereinbarung. Erteilt man die Telephonnummer, ist dies zudem nicht Bestandteil einer EGV und kann somit meiner Meinung nach auch dafür nicht herhalten.
 

Indeclinabilis

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Das ist doch völlig in Ordnung und auch nachvollziehbar. Ich sehe da auch kein Problem, solange du das Spiel nicht offensichtlich betreibst. Und selbst wenn, solange dein SB kein Problem damit hat, ist auch alles gut.

Mit meinen Beiträgen wollte ich nur darauf hinweisen, dass man aufpassen sollte, weil wenn man an den "Flaschen" (SB / Richter etc.) gerät, kann man u.U ein Problem bekommen. Das dem so ist, bzw. diese Möglichkeit besteht, zeigen folgende Beiträge zudem recht deutlich:

[...]Er meinte, das sei eine Vereitelung der Anbahnung eines Arbeitgeberkontaktes,[...]
[...]Es ist mir tatsächlich beim SG passiert.[...]
Zumal auch ein starkes Argument genannte wurde, dass man dem potenziellen Vorwurf des Rechtsmissbrauches so oder in abgewandelter Form entgegenhalten kann, wenn es mal soweit ist:

[...]Ich würde bei so einem Vorwurf aber dahingehend argumentieren, dass ZAF so gut wie immer die Fahrtkosten ausschließen und man daher eine schriftliche Einladung als Nachweis braucht.
Ich verstehe auch ehrlich gesagt nicht, warum die meisten hier Schaum vor dem Mund bekommen, wenn man auf ein potenzielles Problem hinweist. Doch mir ist natürlich bewusst, dass getroffene Hunde bellen. :biggrin:

m.M

:coffee:
 

Hannes63

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... wenn man einerseits die Herausgabe der Nummer an potenzielle AG verweigert und andererseits anderen potenziellen AG die Nummer bereitwillig gibt. ...
Ich gehe Montag zu Edeka und kaufe Lebensmittel.
An der Kasse fragt mich die nette Kassiererin ob ich nicht die "DeutschlandCard" haben möchte, ich müsste nur den Antrag mit meinen Daten ausfüllen und dann bekomme ich die Karte zugeschickt. Gut mache ich.

Am Dienstag gehe ich zu Penny und kaufe Lebensmittel. Wieder fragt eine nette Kassiererin ob ich nicht die "PaybackCard" haben möchte.
Doch diesmal erwidere ich nein die möchte ich nicht, denn ich möchte ihnen nicht meine Daten geben.
Die Kassiererin sagt "Ich weiß ganz genau das sie ihre Daten an Edeka gegeben haben, also müssen sie mir diese ebenfalls geben, sonst hätten Sie ihr Recht rechtsmißbräuchlich wahrgenommen"

Merkst du selber oder? :icon_lol:

Fazit: Ich entscheide wem ich meine Daten gebe und niemand anders.
 

HermineL

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Am Dienstag gehe ich zu Penny und kaufe Lebensmittel. Wieder fragt eine nette Kassiererin ob ich nicht die "PaybackCard" haben möchte.
Doch diesmal erwidere ich nein die möchte ich nicht, denn ich möchte ihnen nicht meine Daten geben.
Die Kassiererin sagt "Ich weiß ganz genau das sie ihre Daten an Edeka gegeben haben, also müssen sie mir diese ebenfalls geben, sonst hätten Sie ihr Recht rechtsmißbräuchlich wahrgenommen"
Dieser Vergleich ist Realsatire in Bestform und doch so falsch wie er falscher nicht sein könnte.
 

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Sondern darum, dass man das Zustandekommen eines AV mit einem potenziellen AG erschwert, wenn man die Herausgabe der Nummer an den potenziellen AG verweigert bzw. nur über Post oder E-Mail kommunizieren will.
Die Frage ist, inwiefern die Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses durch den Bewerber verhindert wird, wenn er für den AG nur per E-Mail oder postalisch, aber nicht telefonisch, erreichbar ist. Gibt es überhaupt Arbeitsplätze, die von heute auf morgen besetzt werden müssen?

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass selbst die Besetzung von Stellen, die sofort zu vergeben sind, durchaus eher Monate als Tage dauert. Die AG suchen doch sowieso meistens immer weiter, bis sie einen noch perfekteren Bewerber gefunden haben, der noch besser passt, als derjenige, den man sofort einstellen könnte.
 

Indeclinabilis

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Die Frage ist, inwiefern die Anbahnung eines Arbeitsverhältnisses durch den Bewerber verhindert wird, wenn er für den AG nur per E-Mail oder postalisch, aber nicht telefonisch, erreichbar ist. [...]
Naja, naheliegend ist dies z.B bei AG, die auf Rufbereitschaft setzen oder bei AG die Schichtdienst fahren; also bei all den AG, für die eine schnelle und unkomplizierte Kommunikation wichtig ist.

m.M

:coffee:
 
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