Gilt es als "Vereitelung der Arbeitsaufnahme" wenn man kein Telefon hat?

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franzi

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Bisher hat mich kein SB danach gefragt, ob ich ein Telefon habe. Es wollte auch keiner eine Email-Adresse von mir.

Nun versucht mein neuer SB einen Sanktionsgrund zu konstruieren, weil ich seine Frage, ob ich ein Telefon besitze, verneinte.
Er meinte, das sei eine Vereitelung der Anbahnung eines Arbeitgeberkontaktes, wenn man kein Telefon hat, da heutzutage "jeder ein Telefon habe" und die Arbeitgeber es "erwarten", dass man telefonisch erreichbar ist.

Ich bin für Arbeitgeber per Email erreichbar. Die Email-Adresse habe ich aber meinem SB nicht mitgeteilt.
Das muss doch ausreichen, oder nicht?

Ich wüsste nicht, wozu ein SB mit mir telefonieren oder mailen muss, wenn er mir einfach eine Einladung per Post senden kann (wie das bisher auch immer üblich war). Mein SB meinte, er brauche von mir eine Telefonnummer und eine Email-Adresse, wo er mich schnell und einfach erreichen könne, wenn es z. B. um einen Termin gehe, der kurzfristig vereinbart werden müsse.

Ist jemand von euch deswegen schon mal sanktioniert worden?
 

franzi

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Habe inzwischen schon ein paar andere Threads gelesen mit ähnlichem Inhalt, schon älter.
Offenbar wird von Seiten der SBs immer wieder versucht, ein Telefon oder Email regelrecht aus dem Kunden "herauszupressen".

Für den Arbeitgeber brauche ich ja nicht einmal eine Email. Da muss eine schriftliche Bewerbung auch reichen.
Und wenn er wirklich Interesse an mir hat, dann kann er mich auch schriftlich zu einem Vorstellungsgespräch einladen.

Mein SB meinte dann, ich brauche doch ein Handy, auch für Notfälle, wenn ich z. B. hilflos in der Wohnung liege.
Darauf sagte ich, so einen Fall hatte ich aber noch nie. - Soviel Fürsorglichkeit bin ich von SBs gar nicht gewohnt! :cool:

Ich musste beim SB eine Bewerbungsmappe mit Muster-Anschreiben vorlegen (übrigens das erste Mal überhaupt. Vorher hat das auch nie jemanden interessiert.)
Ich habe also eine neutrale Bewerbungsmappe zusammengestellt, sowie ein Anschreiben, das tatsächlich ein "Muster" ist, insoferne, ohne nähere Kontaktdaten im Briefkopf, da ich das für eine tatsächliche Bewerbung natürlich inhaltlich noch an die jeweilige Stelle ausgeschriebene Stelle anpasse.
Der SB bemängelte dann auch gleich, dass die Kontaktdaten im Briefkopf fehlen ...
 

Regensburg

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Offenbar wird von Seiten der SBs immer wieder versucht, ein Telefon oder Email regelrecht aus dem Kunden "herauszupressen".
Hat JC früher bei mir auch versucht:
SB: Haben sie ein Tel.?
Ich: Ja
SB: Nr.?
Ich: Nein.
SB: Warum?
Ich: Mein NEIN steht hier nicht zu Diskussion.

Nach ein paar versuchen hat SB aufgegeben.

Anmerkung: Mit jedem neuen SB wurde diese "Spielchen" durchgespielt.
 

franzi

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Kürzlich beim SB in der Leistungs-Abteilung:
Er: "Wenn Sie uns Ihre Telefonnummer angegeben hätten, hätten wir Sie anrufen können! Dann hätten wir das Problem sofort klären können! Geben Sie mir Ihre Nummer!"
Ich: "Ich habe kein Telefon!"
Er: "Wie telefonieren Sie dann?"
Ich: "Es gibt noch Telefonzellen."
 

Regensburg

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G

Gelöschtes Mitglied 49359

Gast
neuer SB einen Sanktionsgrund zu konstruieren
Det wird nix, da gibt es keinen § für, der zwingend Telekommuikation oder das www beim Elo erzwingt.

Aus deinen aktuellen Threads läßt sich vermuten, das das JC jetzt einwenig Tempo/Bewegung in deine Vermittlung bringen will.
Du hast jetzt die Zügel in Hand und kannst sie bremsen! Mach es denen einfach schwer und das heißt, gibt es für deren Wünsche keine §§ , dann haben die eben Pech und Sanktionen können daraus nicht resultieren.
 

Stauer

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Hallo,
nein das ist keine Vereitelung. Telefon-und E-Mailangaben sind nicht notwendig, sondern freiwillig, so der Bundesbeauftragte für Datenschutz. Ein SB braucht diese Daten nicht unbedingt, um jemanden zu vermitteln.
Diese Daten kann man sogar löschen lassen. Unter Vorlagen kannst Du nachlesen, wie und was dazu beantragt werden kann.
Das könnte die Nerverei nach Telefon abruppt beenden.
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöschtes Mitglied 64655

Gast
Gegenüber dem Amt habe ich weder Telefon noch Email hinterlegt. Sie schreiben mir. Hier im Forum gelernt.
Wenn ich an das Amt faxe trage ich meine Kundennummer als Absendenummer ein.
Wenn ich mich auf eine (selbst gesuchte) Stelle bewerbe werde ich die geeigneten Kommunikationswege schon angeben.
Das muß aber kein Amt kontrollieren.
Wobei es nicht heißt das, wenn ich eine Telefonnummer bekannt gebe, dann 24/7 erreichbar bin. Eher nicht.
Meine Telefone sind (meist) auf lautlos gestellt und ich bearbeite die eingehenden Anrufe wenn mir so ist.
Ich habe auch eine "geschäftliche" Nummer (auch für Arbeitgeber) und eine private Nummer.
Die geschäftliche Nummer ist am Feierabend/Wochenende/Urlaub aus.
Unerwünsche Anrufer werden gesperrt.
 
E

ExitUser

Gast
Stramm-stehen wenn das Telefon klingelt habe ich mir nie angewöhnt
Ich muss aber feststellen da viele Menschen in der Hinsicht manisch sind
kaum klingelt es wird jedes Gespräch abgebrochen und zum Telefon gehetzt
Außerdem gibt es den Begriff der Bereitschaft welche mit 10% des Lohns honoriert wird so in etwa, darf auch mehr sein
Was dann die Frage aufwirft ob nicht auch das JC beim Verlangen einer zusätzlichen Bereitschaft das honorieren könnte und sollte
 

franzi

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Wer stellt schon jemanden ein der nicht über die modernen Kommunikationsmedien verfügt???

Wer Arbeiten will sollte die haben,außer dem ist in der heutigen Zeit ein nicht vorhanden sein fast schon unglaubwürdig.:cool:
Es geht hier nicht um die Kommunikation mit dem Arbeitgeber, sondern jene mit dem SB.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
Wer stellt schon jemanden ein der nicht über die modernen Kommunikationsmedien verfügt???

Wer Arbeiten will sollte die haben,außer dem ist in der heutigen Zeit ein nicht vorhanden sein fast schon unglaubwürdig.


Unglaubwürdig, mag sein.
Aber man hat immer noch das Recht zu entscheiden, wem man seine Nummer gibt und wem eben nicht.
Bei Stellen die man unbedingt haben will, da sollte man die Telefonnummer schon angeben.
Aber bei ZAF z.B. kann ich jedem nur dazu raten, die Nummer nicht anzugeben, ebensowenig seine Mailadresse.

Meine Erfahrungen waren nämlich die, dass eine ZAF meine Kontaktdaten munter weitergegeben haben muss.
Denn anders liess es sich nicht erklären, dass kurz nach der Zwangsbewerbung andauernd unseriöse Werbeanrufe bei mir eingingen, so dass ich mir eine neue Nummer zulegen musste.
 

gila

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Er meinte, das sei eine Vereitelung der Anbahnung eines Arbeitgeberkontaktes, wenn man kein Telefon hat, da heutzutage "jeder ein Telefon habe" und die Arbeitgeber es "erwarten", dass man telefonisch erreichbar ist.

die Frage "wo steht das" beendet so manches Mal eine solche Diskussion. Man könnte natürlich auch sagen "oh super, das ist eine gute Idee... den Antrag auf dieses begehrte Kommunikationsmittel stelle ich jetzt gleich mal und schriftlich bei Ihnen, denn wenn man das" erwartet" werden kann, müsste es ja eigentlich vom Jobcenter auch bezahlt werden."

Auch das könnte das Gespräch schnell beenden...


Offenbar wird von Seiten der SBs immer wieder versucht, ein Telefon oder Email regelrecht aus dem Kunden "herauszupressen".

Siehe oben. Schriftlicher Antrag und auf einen rechtsmittelfähigen Bescheid bei Ablehnung bestehen 😉

Wer stellt schon jemanden ein der nicht über die modernen Kommunikationsmedien verfügt???

Wer Arbeiten will sollte die haben,außer dem ist in der heutigen Zeit ein nicht vorhanden sein fast schon unglaubwürdig.

Nun ist aber eine von jedem Gegenüber subjektiv anders empfundene Glaubwürdigkeit oder Unglaubwürdigkeit noch nicht durch eine Vorschrift geregelt.

Ein SB ist ein Mensch und merkt sich bockige Kandidaten.
Das ist das Leben und fängt so im Kindergarten beim Erzieher an und hört bei der Arbeit beim Chef nicht auf.

... was aber nun nicht dazu führen kann, dass aufgrund von Sensibilitätsskalen von Sachbearbeitern, die, weil sie ja Menschen sind, auch höchst unterschiedlich angelegt sind, bestehende Gesetze missachtet werden und errungene Rechte aufgegeben.
 

franzi

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Möchte hier nochmals kurz meine Situation zusammenfassen:
- Ich bin bisher nie von SBs nach einer Tel-Nummer oder einer Email-Adresse gefragt worden (bis auf das eine Mal in der Leistungs-Abteilung).
- Es hat nie ein SB gesagt, er brauche meine Tel-Nummer für seine Tätigkeit der Arbeitsvermittlung. Das lief immer problemlos auf schriftlichem Wege. Auch Einladungen habe ich bisher immer schriftlich erhalten.
- Meine Bewerbungen wurden bisher nie beanstandet (weder äußerlich noch inhaltlich)
- Über die Art und Weise der Kontaktaufnahme mit den jeweiligen Arbeitgebern wurde auch nie gesprochen oder etwas nachgefragt
- Ich bin bisher mit allen SBs gut klar gekommen. In brenzligen Situationen hat es sich bewährt, Ruhe zu bewahren und nicht - wie manche SBs es tun - laut zu werden.

Nur der neue SB will - weil es schneller geht und ihm weniger Arbeit macht - alles mündlich durchziehen.
Ich brauche aber Rechtssicherheit und Belege. Daher bleibe ich selbst auch weiterhin bei der Schriftform. Da bin ich immer auf der sicheren Seite. Ich beantworte alles auf dem Postweg per Einschreiben. Ich rufe nicht beim Jobcenter an und schreibe denen auch keine Emails.
Damit bin ich bisher bestens gefahren.
 
G

Gelöschtes Mitglied 63723

Gast
Nur der neue SB will - weil es schneller geht und ihm weniger Arbeit macht - alles mündlich durchziehen.
das ist allein sein Problem. Demnächst will er auch noch, dass Du Kaffee und Kekse mitbringst.

Ich brauche aber Rechtssicherheit und Belege. Daher bleibe ich selbst auch weiterhin bei der Schriftform.
Eben, und genau das solltest Du auch Deinem SB sagen.

Ich beantworte alles auf dem Postweg per Einschreiben.
Kostengünstiger würde es auch über einen Online-Faxanbieter gehen. Ist auch Rechtssicher, und bei Simple-Fax z.B kostet es pro Seite 7 Cent.

Ich rufe nicht beim Jobcenter an und schreibe denen auch keine Emails.
Belasse es auch dabei.

Damit bin ich bisher bestens gefahren.
Gut so, und deshalb solltest Du Dich vom neuen SB vollquatschen lassen.
 

gila

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Ich brauche aber Rechtssicherheit und Belege. Daher bleibe ich selbst auch weiterhin bei der Schriftform. Da bin ich immer auf der sicheren Seite. Ich beantworte alles auf dem Postweg per Einschreiben. Ich rufe nicht beim Jobcenter an und schreibe denen auch keine Emails.
Damit bin ich bisher bestens gefahren.

(y) dem ist nichts hinzuzufügen - und dabei solltest du auch bleiben!
 

DonOs

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Dann gebe dem SB doch eine Nummer wenn er denn unbedingt eine haben will, Frank ist immer für dich da! :LOL: Frank geht für dich ran unter (0 163) 1 73 77 43. Das ist eine Telephonnummer, die lästige Anrufer auf Abstand hält. So hört sich Frank geht ran an: https://www.frankgehtran.de/franksansage.mp3

Im Hinblick auf zusätzliche Kommunikationswege (E-Mail, Telephon) steht und behältst du dir das Recht als mündiger Bürger vor, über deren Einsatz und Weitergabe selbst zu bestimmen. Dem JobCenter steht eine Ladungsfähige Adresse für den üblichen Postweg zur täglichen Erreichbarkeit zur Verfügung. Diese nach dem Gesetz voll umfänglich ausreichend ist. Auch möchte ich anmerken, noch nie in meiner Hilfebedürftigkeit die Situation angetroffen zu haben, in der eine Kontaktaufnahme stündlich nötig wurde.

Ansonsten kann ich Regensburg nur beipflichten.
 

humble

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Erstmals vor zwei Jahren wurde ich ausdrücklich und mehrmals nachfragend nach der Tel.-Nummer gefragt. Die Antwort war und bleibt: "Ich bin postalisch jederzeit erreichbar". Da erübrigt sich eine weitere Diskussion zum Besitz oder Nichtbesitz eines Telefones.

Der ehemals problematische SB hat dann explizit im Gesprächsprotokoll eingentragen: "Kunde verweigert Weitergabe der Tel.-Nummer". Habe ich dann löschen lassen. Geht gar nicht.
Die E-Mail-Adresse, die zwei mal bestätigt, angeblich gelöscht wurde, erhielt eine ZAF, die mich dann per E-Mail anschrieb. Der Datenschutzbeauftragte war nicht erfreut. Seit dem ist Ruhe.
 
Zuletzt bearbeitet:

franzi

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@humble: Wie geht der Datenschutzbeauftragte vor, wenn man ihm einen Datenschutzverletzung gemeldet hat? Gibt es da einen bestimmten Ablauf? Erfährt man dann vom Ergebnis?
Hatte das danach Nachteile im Umgang mit deinem SB für dich?
 

Medy79

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Du machst eine Eingabe an den zuständigen Datenschutzbeauftragten und schilderst den genauen Sachverhalt. Der Datenschutzbeauftragte prüft den Fall und setzt sich dann mit dem Jobcenter in Verbindung. Du bekommst dann vom Datenschutzbeauftragten Rückmeldung, egal ob Du mit Deiner Eingabe Recht hattest, oder nicht.

@humble:
Hatte das danach Nachteile im Umgang mit deinem SB für dich?


Es darf rein rechtlich keine Nachteile für den Beschwerdeführer geben.
 

humble

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Den besagten SB bin ich inzwischen zum Glück los. Schon bei der Nachfragerei nach Tel.-Nummer hätte ich merken müssen, was das für einer war. Der Kampf gegen ihn und seine ständigen Einladungen und Sanktionen hat bis Januar 2019 gedauert. Erst bei der mündlichen Verhandlung wurde vom Gericht eine klare "Empfehlung" zum SB-Wechsel gegeben. Die Story kannst Du hier nachlesen.

Was Datenschutz angeht habe ich nur mitbekommen, dass dieser sich direkt an die Geschäftsführung des jc gewandt hat. Kopien der Löschbestätigungen lagen ihm ja vor. Details wurden mir nicht mitgeteilt. Scheint aber gewirkt zu haben :icon_cool:
 
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