Gilt das Allgemeine Gleichstellungsgesetz (AGG) auch für Minijobs?

C

ckl1969

Gast
Das ist es auch nicht.
Ich wollte nur nicht mit Pauken und Trompeten baden gehen wollen, weil mein "gegeben" letztendlich viel zu dünne ist, um mein (vermeintliches) Recht durchzusetzen.

Take it or leave it.
Ich zitiere nochmal die Stellenanzeige:

Überschrift:
Bürokauffrau bzw. Sekretärin (Rentnerin erwünscht)

Weiterer Text:
Erfahrene Sekretärin zum nächstmöglichen Termin gesucht......

Aufgaben:
Erfahrung in der Kalkulation
Sonstige Bürotätigkeiten

Das sonstige „blabla“ hab ich jetzt mal weggelassen.

Laut x Artikeln die man im Internet dazu findet, reicht die Überschrift und das „erfahrene Sekretärin.....gesucht“ mehr als aus und dürften für den AG kaum oder nur sehr sehr schwer widerlegbare Anhaltspunkte sein.

Also ich seh nicht mal ne Pfütze die meine Füsse nass machen könnte und die Big Band für die Musik ist auch nirgends zu sehen

Und nochmal zu der Absage.....“haben wir uns bereits anders entschieden“. Das kann durchaus bedeuten, dass man sich entschieden hat, die Stelle gar nicht zu besetzen. Dann ist es aber unlogisch, zwei andere Personen die per Mail angefragt haben, um Zusendung der Bewerbungsunterlagen zu bitten.
 

HartzVerdient

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Absr das ich stinkig bin, kann bzw. sollte doch kein Argument gegen mich sein, wenn ich hier mein Recht in Anspruch nehmen will?
Auch wenn ich für deine Situation durchaus Verständnis habe und auch nachvollziehen kann, so darf man folgendes nicht vergessen (Volksweise):

"Im Leben trifft man sich immer zweimal"

Du kannst dir sicherlich denken, dass der Typ von AG das hintenrum bei Kollegen, Veranstaltungen, Treffen bei Innungen usw. breittreten wird ... "Da war mal ein Herr Holger! Auf den müsst ihr aufpassen!" ... oder ähnlich. Auch in solchen Unternehmen herrscht überregionaler Flurfunk.
 

Pixelschieberin

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Ja ich weiß - the universe isn't fair.

Wer - wenn nicht abertausende Frauen, die weder Medizin studieren, noch Pilotin, Astronautin oder Kapitänin werden durften, könnten deine momentane Verärgerung besser verstehen.
Selbst wenn ein /in getippt worden wäre, änderte der Feigenblatt-Kniff nichts am tatsächlichen Vorhaben des Entscheiders.

Wurde dir nicht eine schicke Chance eingeräumt, beim VG zu punkten?
Was sich bei Gericht durchaus zu Gunsten der AG-Seite niederschlagen könnte.
 

Fairina

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Ich kenne die Insolvenzordnung besser als du glaubst. Ich habe selbst eine Insolvenz durch laufen. Und ich habe Insolvenzen eingeleitet in meiner Berufstätigkeit. Also erzähle mir nichts.

Und noch einmal, es gibt durchaus Möglichkeiten genug, warum man dir den Job nicht gab aber immer noch sucht. Es ist Standard. Solange da nicht steht, wir haben dich Herrn ck nicht genommen weil du ein Mann bist, so lange ist das aussichtslos.
Die Frage ist, warum du dich überhaupt da beworben hast. Und das zeigt für mich, das du durchaus versuchst da drauf herum zu reiten.

Und die Dame, die da meint, bei ibäh würden genügend solche an weibliche Stellensuchende gerichtete Stellenangebote drin stehen, so sei noch einmal mein Satz mit dem Hinweis gerichtet, daß die wenigsten Krauter Profis im Hintergrund sitzen haben sondern das eben die Ehefrauen sich um den Backstage-Bereich kümmern und das ohne entsprechende Aus- Fort- und Weiterbildung. Außerdem, wer auf ibäh ein Stellengesuch veröffentlicht, mit dem kann es nicht weit her sein. Für Putzjobs oder Verkäuferjobs (ohne Verkäufer gelernt zu haben) oder Heimjobs, Versicherungs- und andere Klinkenputzer mag das reichen. Eine ordentliche Firma wird diesen Weg eher nur aus Unwissen oder Dummheit wählen. Und wer benutzt diesen Bereich ……. genau das weibliche Geschlecht. Männer würden wohl eher weniger sich bei ibäh einfinden um Jobs zu suchen.
 
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