Gibt es Unterschiede bzw Nachteile ALG2 zu der Grundsicherung SGB XII und wenn welche?

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samuraji

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Hi,
Meine Frau wurde nun durch Schreiben des JC aufgefordert Rente wegen Erwerbsminderung zu stellen, entsprechend kam auch die Aufforderung des JC, dass sie auch entsprechend Sozialhilfe (=Grundsicherung?) beantragen soll.

Entstehen ihr dabei Nachteile in der Leistung, oder Nachteile zb beim eigenbewohnten Eigenheim? Bzw Gibt es da Unterschiede bei der Größe, den KdU, oder diversen anderen Dingen auf die wir momentan nicht kommen?

So weit ich weis entfallen dann Dinge wie Bewerbungskosten/Umschulungen/Weiterbildungen? Da die Gesundheit diesbezüglich sich nicht verbessern sondern mit den Jahren verschlimmern wird, wäre dies nicht gravierend. Meine Frau (und ich natürlich auch) hat nun aber Angst das wir unser Haus verlieren könnten, fall es da bei Sozialhilfe andere Maßstäbe gelten würden - bei ALG2 wurde dies aber seit Jahren so hingenommen und die KdU liegen weit unter denen einer entsprechenden Mietwohnung.
 

ZynHH

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Ich hoffe das hilft dir:
 

Seepferdchen 2010

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Hallo samuraji

Entstehen ihr dabei Nachteile in der Leistung, oder Nachteile zb beim eigenbewohnten Eigenheim? Bzw Gibt es da Unterschiede bei der Größe, den KdU, oder diversen anderen Dingen auf die wir momentan nicht kommen?

Ich kann dich beruhigen im Rechtskreis SGB XII sind die selben Kosten für die Unterkunft, ich stelle dir mal
noch die örtliche Richtlinie rein, schau bitte nach deiner Stadt. *klick*

bei ALG2 wurde dies aber seit Jahren so hingenommen und die KdU liegen weit unter denen einer entsprechenden Mietwohnung.

Nun dann brauchst du dir wirklich keine Sorgen machen.

So weit ich weis entfallen dann Dinge wie Bewerbungskosten/Umschulungen/Weiterbildungen?

Genau dieser Stress entfällt für deine Frau.

Und noch ein Hinweis für dich beim Übergang vom Jobcenter in die Erwerbsminderungsrente bzw. zur Sozialhilfe und der zahlungsweise von der Rente

Lies bitte hier § 37a SGB XII Darlehen bei am Monatsende fälligen Einkünften

dieser Hinweis nur falls du und deine Frau hier ggf. einen finanziellen Engpass habt.
 

samuraji

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Dem Link folgend erkenne ich bei den KdU keine Unterschiede, bzw wird es dort nicht erwähnt. Also bleiben diese Dinge gleich?

Danke Seepferdchen, das hat sich wohl eben zeitlich überschnitten.

Probleme werden wir wahrscheinlich dahingehend bekommen, dass sich meine Frau um 2 Pflegebedürftige kümmert, zeitlich gesehen bekommt sie dies körperlich und seelisch noch auf die Reihe, entspricht aber nicht einer echten Arbeitertätigkeit. Sie selbst hat keinen Pflegegrad, pflegt aber PG 2+3.

Etwas verwirrend finden wir unsere Situation schon. Ich denke man müsste generell mal eine BEratungsstelle aufsuchen, leider sind bisherige Beratungen was Pflege anbelangt nicht sonderlich sinnvoll gewsen.
 

Seepferdchen 2010

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@samuraji

lies mal bitte in diesem Link bzw. Zitat zum Thema Pflege von Angehörigen, wichtig!

Auch Erwerbsminderungsrentner, die einen Angehörigen pflegen, können bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze ihre Rentenansprüche verbessern. Die Pflegetätigkeit wirkt sich jedoch in der Regel nicht auf die Höhe der Erwerbsminderungsrente, sondern nur auf die spätere Altersrente aus. Diese wird spätestens mit Erreichen der Regelaltersgrenze ausbezahlt.

hier nur ein Absatz aus dem Link, bitte weiterlesen.

Quelle:
 

samuraji

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Aktuell denke ich, es läuft eh etwas schief. Im Gutachten vom JC wurde unter 3Std Arbeitsfähig für bis zu 6 Monate, nicht auf Dauer nun geschrieben.
-> Müsste folglich nicht dann nach diesen 6 Monaten erneut begutachtet werden? Es war im Januar, also sind 6 Monate rum. Der Antrag auf Rente/Sozialhilfe sind am Laufen, fehlen aber noch einige Unterlagen, denen wir gerade hinterher rennen. Für eine Rente würde es sich auf Dauer sicherlich nicht ausgehen. Sie kann durchaus noch >6Std arbeiten, macht sie ja auch, sie pflegt uns ja.
Entsprechend wäre das Folgegutachten dann sicherlich anzupassen. Irgendwie rennen wir wohl momentan etwas ziellos durch die Gegend, bzw werden hingehalten. Eigentlich (wenn iche s richtig verstehe) müsste emine Frau weiterhin ALG2 beziehen, weil theoretisch vermittelbar, wenn wieder gesund. (momentan krankgeschrieben) Durch ihre Krankheit und Einschränkungen müssten diese aber ins Gutachten rein, ebenso müssten die Pflegezeiten PG2+3 mit berücksichtigt werden bei der Vermittlung. Dahingehend stünde sie einer Arbeit nicht zur Verfügung. (zeitlicher Aufwand)
 

bondul

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Der Antrag auf Rente/Sozialhilfe sind am Laufen ...
Solange die DRV nicht begutachtet hat, wird sich wohl nichts ändern, das Jobcenter muss nach § 44a SGB II (s.o.) weiter leisten, sollte das Sozialamt dies verweigern (was anzunehmen ist). Wenn deine Frau keine volle EM Rente erhalten sollte, bleibt alles wie gehabt, beim Jobcenter.

lg, bondul
 

samuraji

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Ja, mich nervt es gerade nur, weil wir schon vorher wissen, was dabei raus kommt und alles dennoch machen sollen. Für mich ergibt es keinen Sinn, außer, dass man die überforderten Sachbearbeiter noch mehr belastet.
 
E

ExUser 2606

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Probleme werden wir wahrscheinlich dahingehend bekommen, dass sich meine Frau um 2 Pflegebedürftige kümmert, zeitlich gesehen bekommt sie dies körperlich und seelisch noch auf die Reihe, entspricht aber nicht einer echten Arbeitertätigkeit. Sie selbst hat keinen Pflegegrad, pflegt aber PG 2+3.
Das gibt in der Regel keine Probleme.
 
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