Gibt es rechtliche Unterschiede zwischen diesen Au´s?

keine Ahnung

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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen:

Immer wenn ein Meldetermin ansteht, wird kurzfristig dazu eine Au "besorgt".

und

Immer wenn die fortlaufende Au zu Ende geht, wird "eingeladen". Obwohl schon fast 1 Jahr Au.

Das sind doch eigentlich 2 verschiedene Situationen oder irre ich mich da?
 

Hartzeola

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Was ist eigentlich der Unterschied zwischen:

Immer wenn ein Meldetermin ansteht, wird kurzfristig dazu eine Au "besorgt".

und

Immer wenn die fortlaufende Au zu Ende geht, wird "eingeladen". Obwohl schon fast 1 Jahr Au.

Das sind doch eigentlich 2 verschiedene Situationen oder irre ich mich da?
Wenn man stets vor dem bevorstehenden Termin eine AU besorgt, kann JC eine Absicht vermuten.
 

keine Ahnung

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Auf mich trifft das 2. Beispiel zu (seit mittlerweile 1 Jahr). Davor hab ich sämtliche Termine immer pünktlich wahrgenommen und auch sämtliche (Sinnlos)Maßnahmen brav mitgemacht.

Jetzt kam das Schreiben:


Meldetermine
hier: Nichtwahrnehmung des Termins am xx.11.2011

Sehr geehrte Frau XX,

In der Vergangeneit hat sich Ihre berufliche Eingliederung u. a. dadurch verzögert, dass Sie Termine beim Jobcenter Köln nicht wahrgenommen haben. Ihr Fernbleiben wurde aufgrund der von Ihnen vorgelegten Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung entschuldigt.

Ich darf Sie nun darauf hinweisen, dass eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung lediglich die Ausübung einer beruflichen Tätigkeit für den bescheinigten Zeitraum, also vorübergehend ausschließt.

Eine fehlende Arbeitsfähigkeit ist aber nicht gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit, zu einem Meldetermin zu erscheinen.

Dies bedeutet, dass Sie grundsätzlich auch im Falle einer attestierten Arbeitsunfähigkeit verpflichtet sind, z. B. Meldetermine bei den betreffenden Stellen wahrzunehmen.

Ohne ein ergänzendes, aussagekräftiges Attest ihres behandelnden Arztes, aus dem sich ergibt, dass Sie den vorgesehenen Termin wegen der Art der Erkrankung (z.B. Bettlägerigkeit oder sonstige Reiseunfähigkeit nicht wahrnehmen können, kann ihr Fernbleiben infolgedessen nicht mehr akzeptiert werden.

Sollten Sie also künftig, "krank geschrieben" werden und aus diesem Grund z. B. einen Meldetermin nicht wahrnehmen, obwohl Ihre Erkrankung ein persönliches Erscheinen zulassen würde, müsste Ihr Nichterscheinen als unentschuldigtes Fernbleien gewertet werden. Die in den zukünftigen Einladungen angekündigten Rechtsfolgen würden in diesem Fall eintreten, wenn Sie nicht gleichzeitig eine Bescheinigung Ihres Arztes vorlegen, aus der ersichtlich ist, dass Sie zu dem "geladenen Meldetermin" aus gesundheitlichen Gründen nicht erscheinen.

MfG
Im Auftrag

XX



Hinweis zum Verhalten bei arbeitsunfähiger Erkrankung

Sollten Sie wegen einer arbeitsunfähigen Erkrankung einer Einladung zu einem Beratungsgespräch im Jobcenter Köln nicht nachkommen können, ist die Arbeitsunfähigkeit durch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung des behandelnden Arztes nachzuweisen. Das Jobcenter Köln ist am ersten Tag der Arbeitsunfähigkeit zu informieren. Die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist spätestends am dritten Tag der Arbeitsunfähigkeit vorzulegen.

Sollte es sich um eine Arbeitsunfähifkeit handeln, bei der der Arzt nicht ausdrücklich bescheinigt, dass die Wahrnehmung des Termins im Jobcenter aus gesundheitlichen Gründen nicht möglich ist, ist der Einladung unbedingt Folge zu leisten, da eine fehlende Arbeitsfähigkeit nicht ebenfalls gleichbedeutend mit einer krankheitsbedingten Unfähigkeit ist, zu einem Meldetermin zu erscheinen.
D. h., die Wahrnehmung des geladenen Termins wäre in diesem Gall - trotz attestierter Arbeitsunfähigkeit - zwingend erforderlich.

Eventuelle Rechtsfolgen bei Verletzung der Meldepflicht entnehmen Sie Bitte der auf der Rückseite/Blatt 2 des Einladungsschreibens abgedruckten "Rechtsfolgenbelehrung zur Meldepflicht".
 

keine Ahnung

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Das zweite Schreiben ist eine "Zuweisung zum ärztlichen Dienst der Agentur für Arbeit".
Der an dem Termin, im oben genannten Schreiben im Zimmer meines SB´s stattfinden soll.:confused:
 

Hartzeola

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In diesem Thread findest du Infos für dich. Thema ist zwar etwas anderes, es geht aber darum auch.

https://www.elo-forum.org/buergerarbeit/80747-glaubs-buergerarbeit.html


(31.14) (2) Gemäß § 59 sind die Vorschriften über die allgemeine Meldepflicht (§ 309 SGB III) entsprechend anzuwenden.
(31.14a) AU-Bescheinigung
(3) Die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ist grundsätzlich als wichtiger Grund anzuerkennen. Es ist nicht zulässig, als Nachweis für einen wichtigen Grund bei Meldeversäumnissen von den Hilfebedürftigen die Vorlage einer sogenannten „Bettläge-
rigkeitsbescheinigung“ zu verlangen.
 

keine Ahnung

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Das mit der "Bettlägerigkeitsbescheinigung" weiß ich ja schon aus meinem 1. Thread zu diesem Thema.
https://www.elo-forum.org/alg-ii/75515-gibt-neues-gesetz-bettlaegrigkeitsbescheinigung.html

Ich ärgere mich nur grad darüber, dass mein SB mir einfach mal wieder was unterstellt was gar nicht stimmt. Z.B. dass auf mich das 1. Beispiel zutrifft und auch, dass ich nicht vor habe zur Zuweisung zum MD zu erscheinen.

Ich befürchte sowieso, dass das nur ein Vorwand ist, um mich in sein Büro zu bekommen. Und er dann ganz zufällig doch eine EGV auspackt obwohl ich immer noch Au bin. Angenommen, das passiert bei dem besagten Termin, kann ich dann einfach wieder gehen?
Da ich a) dazu nicht eingeladen wurde und b) es aufgrund der ungeklärten Situation gar nicht möglich ist über meine "berufliche Eingliederung" zu sprechen.
 

Hartzeola

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Ich befürchte sowieso, dass das nur ein Vorwand ist, um mich in sein Büro zu bekommen. Und er dann ganz zufällig doch eine EGV auspackt obwohl ich immer noch Au bin. Angenommen, das passiert bei dem besagten Termin, kann ich dann einfach wieder gehen?
Da ich a) dazu nicht eingeladen wurde und b) es aufgrund der ungeklärten Situation gar nicht möglich ist über meine "berufliche Eingliederung" zu sprechen.
Sehr warscheinlich geht es um eine EGV. Wenn es der Fall sein sollte, nimm EGV mit zur Prüfung, unterschreibe vor Ort nichts.

Eine EGV kann nur mit einem Erwerbsfähigen abgeschlossen werden, daher muss dein SB diese erst klären.

Ich würde den SB anschreiben. "Sg.H. SB, wie Ihnen bekannt ist, bin ich von... bis voraussichtlich...krank geschrieben"

Den Termin beim ÄD würde ich aber wahrnehmen.
 

keine Ahnung

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Wieso muß ich überhaupt wegen der Zuweisung zum MD zu meinem SB? Ich denk das Einladungsschreiben wird vom MD selber erstellt. Das könnte mir der SB doch dann auch zuschicken.:icon_kinn:
 

Hartzeola

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Wieso muß ich überhaupt wegen der Zuweisung zum MD zu meinem SB? Ich denk das Einladungsschreiben wird vom MD selber erstellt. Das könnte mir der SB doch dann auch zuschicken.:icon_kinn:

Mußt du nicht.

Den Termin beim ÄD würde ich aber wahrnehmen.
Nicht beim SB. Wenn die "Einladung" direkt vom ÄD stammt.

Deine generelle Frage in diesem Thread würde ich so beantworten. In diesem Stadium gibt es keine Unterschiede zwischen den beiden AU. Wenn es aber zum möglichen Widerspruch bzw, SG kommt, wird u.U berücksichtigt werden, dass du schon längst krank warst und nich bei jedem Termin eine AU besorgt hast.
 

keine Ahnung

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Mußt du nicht.



Nicht beim SB. Wenn die "Einladung" direkt vom ÄD stammt.


Wie? Das würde ja bedeuten, dass meine Vermutung richtig ist. Und das doch nicht der richtige/normale Weg ist.


Deine generelle Frage in diesem Thread würde ich so beantworten. In diesem Stadium gibt es keine Unterschiede zwischen den beiden AU. Wenn es aber zum möglichen Widerspruch bzw, SG kommt, wird u.U berücksichtigt werden, dass du schon längst krank warst und nich bei jedem Termin eine AU besorgt hast.

Sollte ich das vielleicht nochmal richtig stellen oder wäre das umsonst, da es ja sowieso vom SB ignoriert wird?

Das ganze Theater nervt mich wirklich langsam. Geht ja schon seit Juni so. Immer wieder Einladungen, dann von mir jedesmal ein Hinweis auf die bestehende Au und meine bisherigen Schreiben. Dann Fragebogen für MD, dann wieder Einaldung, dann wieder Hinweis von mir, dann wieder Einladung usw.
 

Hartzeola

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Sollte ich das vielleicht nochmal richtig stellen oder wäre das umsonst, da es ja sowieso vom SB ignoriert wird?

Das ganze Theater nervt mich wirklich langsam. Geht ja schon seit Juni so. Immer wieder Einladungen, dann von mir jedesmal ein Hinweis auf die bestehende Au und meine bisherigen Schreiben. Dann Fragebogen für MD, dann wieder Einaldung, dann wieder Hinweis von mir, dann wieder Einladung usw.
Dem SB würde ich ein Schreiben schicken. Teilenwurf im #8. Am Ende etwa"unzulässig finde ich außerdem, dass sie Glaubwürdigkeit meines Arztes in Frage stellen..."
 
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